Rhein-Zeitung von heute!
Was sagt das nun?
Die Mannschaft weist den Weg
Handball-Bundesliga der Frauen: Der TuS Weibern kämpft momentan auf allen Ebenen um die Zugehörigkeit zum Oberhaus
Nicht nur die Bundesliga- Handballerinnen des TuS Weibern kämpfen verbissen um den Klassenverbleib im Oberhaus - auch die Vereinsverantwortlichen sind derzeit dabei, die Planungen für die nächste Saison zu intensivieren.
WEIBERN. "Wir wollen den Leistungssport in unserer Region sichern und dafür die Weichen stellen." Diese Aussage des TuS-Managers Jörg Hück wird dadurch untermauert, dass der TuS Weibern entgegen zwischenzeitlicher Bedenken nun weiterhin alles daransetzen wird, im Fall des sportlichen Klassenverbleibs die Erstligalizenz zu erhalten. "Auf der entsprechenden Sitzung am vergangenen Donnerstag sah es noch schlecht aus, aber die Mannschaft weist den Weg. Durch die überzeugende Leistung gegen Kirchhof haben wir Rückenwind erhalten. Fünf Sponsoren und Privatleute aus Weibern und der Region haben sich bereit erklärt, die erforderliche Bankbürgschaft abzugeben", freut sich Hück.
Dabei greift der TuS zu einem legalen Trick. Für die Erste Liga ist eine Bürgschaft von 35 000 Euro erforderlich, für die Zweite Liga eine von 20 000 Euro. "Wir stückeln diese Summe in zwei Bürgschaften über 20 000 und 15 000 Euro. Das ist den Statuten nach möglich und hat den Vorteil, dass wir dann, wenn wir letztlich doch aus finanziellen Gründen auf die Erste Liga verzichten würden, die 15 000 Euro zurückerhalten. Würde nur eine Bürgschaft über den Gesamtbetrag abgegeben, wäre dieser im negativen Fall futsch", verrät Hück.
Allerdings ist damit nur ein Schritt auf einem langen Weg getan. Unabdingbar ist das weitere finanzielle Engagement der bisherigen Sponsoren im bisherigen Maß - oder besser noch darüber hinaus. Indirekt wirbt Hück dabei auch um diejenigen Förderer, die bislang vielleicht Volleyballspitzensport unterstützt haben. "Wenn wir den einzigen Bundesligisten im nördlichen Rheinland-Pfalz stellen, finden sich vielleicht weitere Sponsoren. Es wäre doch nun wirklich schade, wenn nach der tollen Arbeit bei MAOAM Mendig im Hochleistungsbereich eine weitere Bastion fallen würde. Wir wollen dabei nicht nur die Förderung durch unsere Partner, sondern werden auch die entsprechenden Gegenleistungen bieten", so Hücks eindringlicher Appell.
Natürlich ist dem TuS-Manager klar, dass auch im sportlichen Bereich noch eine ganze Menge Herausforderungen auf den Verein warten. Trainer A alsteinn Eyjólfsson sei "schon allein auf Grund seiner hervorragenden Arbeit" in jedem Fall erster Ansprechpartner für die neue Saison. Der Isländer, der zuletzt offen mit einer Rückkehr in seine Heimat liebäugelte, bestätigte gegenüber der Rhein-Zeitung dann auch: "Es ist durchaus möglich, dass ich weiter in Weibern tätig sein werde, wenn die Rahmenbedingungen und die Konzeption stimmen. Wir als Mannschaft können nur versuchen, sportlich die Weichen zu stellen. Der Rest ist Vorstandssache." Angesichts der jüngsten Leistungen der TuS- Handballerinnen und den Neuigkeiten auf Vorstandsebene könnte somit ein "zweiter Fall MAOAM Mendig" am Ende vielleicht doch noch vermieden werden. (htr)
Quelle: Rhein-Zeitung