Beiträge von pueppi

    Ganz toll, muss man sich zwar gehen lassen können, aber ist total witzig:

    Ähnlich dem Prinzip Stein-Papier-Schere - kennste?!

    Mannschaft wird halbiert, Teams stehen sich mit 3m Abstand gegenüber. Jedes Team muss sich vorher ausmachen, ob es (Oma - "mit dem Krückstock wackeln", Tiger "uah-brüllen" oder Jäger "Gewehr im Anschlag") ist. Schauspielerische Fähigkeiten sind gefragt...

    Auf Signal des Coaches zeigt die Mannschaft, ihre ausgewählte Person. Dann muss schnell entschieden werden...
    Oma verjagt Jäger
    Jäger jagt Tiger
    Tiger jagt Oma

    Die Teams müssen also weglaufen oder jagen, wer abgetippt ist, wechselt in das andere Team.

    Spaß, Sprint, Koordination ... Hänge ich meist an eine "langweilige" Spielerwärmung oder Parteiball-Spiele, weil es Spaß macht und Schnelligkeitstraining ist.

    Könnte nur sein, dass einige Frauenteams sich vor lauter Zickigkeit zu blöd sind, wie ein Tiger zu brüllen.... gibt's bei mir aber nicht. :lol:

    Zitat

    Original von harmi

    Ich kann jetzt noch dazu schreiben, dass man auch mal über einen Deckungsblock werfen soll, wenn der Gegner defensiv steht, aber das ist ja Bauernhandball und wird von einigen Leuten hier nicht so gerne gesehen, der Ball muss ja ins Tor getragen werden. ;(
    Gruß, harmi

    Aus Standartsituationen (Freiwurf) können meine Mädels sehr gut über Defensiv-Blöcke werfen. Aber du hast schon recht, das werde ich in Vorbereitung des Spiels mal aus Spielsituationen heraus fordern. Denke ich habe 2 potentielle Mädels dafür.

    Finde nicht, dass das Bauernhandball ist, wenn man das nicht allzu oft macht... :P .... es sei denn, ich erzwinge laufend nen Freiwurf und baller über die Deckung. Das hab ich auch schon erlebt.

    Wenn sowas gg mich gespielt wird, hab ich 'ne super Blockerin (ohne Furcht das Mädel) und eine die Konter läuft... klappt fast immer. :baeh:

    Das Kindergartenpraktikum in allen Ehren. Aber ein BL-Spiel, Die Zuschauermenge, der enorme Informtions-Schub und die Lautstärke.... dem allem werden die Kids ausgesetzt, das halte ich nicht unbedingt für motivierend. :nein:

    Kleine Wettkämpfe, auch außerhalb des Themas Handball kommen bei den Kindern gut an und motivieren sie, immer wieder gern zum Training zu kommen. Ich nehme mit meinen Kids an Volksläufen teil, Schwimmwettbewerben, spiele Eltern gegen Kinder, machen Themen-Training (Karneval, Jahreswechsel, Weihnachten, Frühling), bringe ihnen jede Sportart nahe (auch zB Rückschlagsspiele).

    Letztenendes führt man die Kinder durch gezielten Einsatz von handballähnlichen Spielen an Handball heran. Langlebige Begeisterung weckt man nur durch stetig kleine Erfolge im Alltag

    Die Sportart "Handball" ist zu komplex und intensiv um für 5jährige verständlich zu sein. Ich bin mir sicher, ich als Coach habe mit meinen Zwergen nichts bei einem BL-Spiel zu suchen!

    Das ist die besondere Überraschung in der D-Jugend später. Das Kind das vorher fahren will, muss das mit seinen Eltern tun. Die haben dann auch Zeit sich ihrem Kind individuell zu wittmen und Überforderung zu vermeiden.

    Schönen Sonntag noch! :hi:

    Bitte bedenkt das es mir um die RTK geht und den Grundgedanken der offensiven Abwehr. Ein Übergang zu 5:1 ist also genau das, was nicht gespielt werden darf... aber gespielt wird.

    4:0+2 ist auch verboten, da keine Einzelmanndeckung erlaubt ist.
    Auch das ist in der RTK aber nicht exakt geregelt, da nicht ausdrüclkich drin steht, dass bei offensiver Abwehr ZUSÄTZLICH keine Manndeckung eraubt ist.

    Ich könnte (um das Regelwerk zu umgehen) laut unserem Kreisschierilehrwart eine 1:4 + 1 - Abwehr spielen. Also Offensive 1:5, bei der einer als Manndecker rausgeht.

    Aber zurück zum Thema, ich muss gegen eine 4:2 spielen, die sich in eine 5:1 oder 6:0 während des Angriffs verändert, obwohl meine Mädchen das Spiel gegen eine defensive Abwehr nur im Überzahlfall können. WAS ALSO TUN?

    Ach najaaaaa.... ;) die paar 60 Vereinsmitglieder die ich betreue?

    Mache das zusammen mit meinem Freund. Haben beide aktiv gespielt, jetzt vertrauen wir in die Zukunft.

    C-Lizenz war ein sehr hilfreicher Lehrgang, obwohl man da "nur" das Grundlegende lernt. Internet, Bücher, Hefte, Kollegen und vor allem der Kontakt mit den Kids (die wissen was sie wollen und was Spaß macht) bringen dich dann weiter. Nie stehen bleiben, immer neues probieren, den Kindern viel zutrauen, verantwortungsvoll arbeiten...

    Ich liebe meine Kids! Die Großen wie die Kleinen! Und Handball ist geil! Die Kombination ist es - anders kann man das wohl nicht nennen! :D

    Ja stimmt ja eigentlich! Es ist egal wie eine Herausforderung. Ich bin dem unvorbereitet begegnet und da ich mich mit 3 D-Jugendlichen und 5 C-Jugendlichen durch die C-Saison boxe ärgert mich das natürlich erst recht.

    Die offensive Abwehrregelung hat doch ihren Sinn, ich versteh nicht warum andere Trainer versuchen durch 4:2 zB das zu umgehen. Ich tu doch meinen Mädels keinen Gefallen sie defensiv in der Abwehr zu schulen. :pillepalle:

    Gibts noch mehr Tipps, wie ich mich auf das Rückspiel vorbereiten kann?

    Hallo in die Runde! Ich hoffe schon jetzt auf viele Antworten und eine freudige Diskussion!

    Ich bin Trainerin einer weibl. C-Jugend und habe ein Verständnis-Problem mit der offensiven Abwehr im Jugendbereich.

    Eine Mannschaft aus unserer Staffel spielt eine 4:2 - Abwehr (4 Verteidiger im Nahbereich, 2 Verteidiger in der Fernwurfzone). Dies entspricht zwar dem Begriff "2-Linien-Abwehr" in der Grundaufstellung, während eines Angriffs zogen sich aber die 2 offensiven Verteidiger auch in die Nahwurfzone zurück (durch Einläufer, begleiten usw). Dadurch geht die Abwehr in eine 5:1 oder gar 6:0 über, was wiederum nicht erlaubt ist.

    Ich habe versucht den Schiedsrichtern das Problem zu erläutern, sie waren aber nicht gesprächsbereit, erkannten nicht einmal den Unterschied zwischen 4:2 und 2:4 - schlimm genug.

    Wie soll ich als Trainer jetzt reagieren, wenn sie wieder mit einer solchen 4:2 gegen uns spielen? Um den Charakter der offensiven Abwehr beizubehalten müsste bei einem Einläufer zB. ein Abwehrspieler mitlaufen, ein anderer dafür offensiv raustreten laut meinem Verständnis.

    In den "Durchführungsbestimmungen für eine einheitliche Wettkampfstruktur im Kinder und Jugendhandball" des HV Brandenburg steht als Empfohlene Spielweise für die C-Jugend auch die 4:2-Abwehr drin. Als Beispiele stehen dann drunter noch 2:4-Abwehr. Das wiederspricht sich doch.

    Wer nachlesen will: http://www.hv-brandenburg.de unten rechts "Konzepte"

    Was soll ich tun? Meine Mädels sind junger Jahrgang C, natürlich können sie mit einer defensiven 5:1 oder 6:0 nicht so gut klar.

    Mit freundlichen Grüßen!
    Katrin

    Ich habe auch so eine Truppe, habe sie Feld-Mäuse genannt und betreue sie das zweite Jahr.

    So spontan ist es natürlich schwer dir was zu sagen.
    Wenn du magst können wir aber gern per e-Mail in Kontakt treten und dann schick ich dir mal meine Unterlagen und Trainingshinweise (Mache mir Notizen zu jedem Training)

    Allgemein musst du dich "nur" um motorische Grundlagen kümmern. Vorwärts laufen, rückwärts, seitwärts.... alle Grundbewegungsformen bis hin zu hüpfen, kriechen.

    Für mich persönlich ist es wichtig Schnelligkeit, Beweglichkeit und Freude am Spiel zu vermitteln. Ich mache zu 90 % Spiele, in die ich die Übungen verpacke.
    Staffelspiele kommen immer gut an.

    Handballbezogen übe ich prellen (ganz langsam, mit softbällen, Luftballons, und Mini-Handbällen), fangen und werfen (Leibchen, Luftballons, große Bälle, ganz kleine Bälle, Minihandbälle) und Zweikampfverhalten (Ball erkämpfen, um die Wette laufen).

    Die Kids haben noch kein Mannschaftsverständnis. Das übe ich langsam aufbauend. Sehr einfach verstehen sie das "Du gegen Mich", Stück für Stück kann man den Mannschaftsgedanken üben.

    .... Man kann Stunden über das Thema reden.
    Bei Interesse: beyer-fiwa@web.de

    Ich betreue 4 Teams.
    Jahrgänge 2000-1998 w / m
    Jahrgänge 1998-1996 w / m
    Jahrgänge 1994-1991 w
    Damen über 18 (kein Spielbetrieb, 2. Frauen-Mannschaft)

    Grüße!
    Katrin

    Aus meiner Erfahrung mit 4 bis 14-Jährigen :P kann ich nur sagen, dass es größtenteils auf die Verwringung des Körpers ankommt. Wenn die Kids das gelernt haben, klappt auch Wurfkraft und Genauigkeit.

    Vor allem die Bewegung von Wurf- und Wurfgegenschulter habe ich mitbekommen, sind da Schwachpunkte.

    Bei einer Trainerweiterbildung habe ich den Hinweis bekommen, so früh wie möglich damit aufzuhören, Pässe/Zuspiele frontal zu Spielen und danach Torwurf. Also z.B. Abwehrspieler passt zum Angreifer und der geht dann 1 gegen 1 vorbei. Oft gesehen und oft gemacht.

    Wenn das Zuspiel frühstmöglich von rechts und links kommt, lernen die Kids schneller das schwierige Fangen und gleichzeitig erleichtert es die Schlagwurf-Technik, vor allem das Verwringen und den Schrittablauf.
    Erscheint mir logisch.

    Sprungwurf und Schlagwurf sind zwei unterschiedliche Schuhe für mich. Könnte es selbst nicht auf einmal lernen als macht mir lehren auch keinen Sinn.

    Für mich ist das ganze eine Frage der Einstellung des Trainers. Basta!

    Wenn mein Team völlig übermächtig ist, wenn bitte schön muss ich denn fragen, ob ich in Unterzahl weiterspielen DARF?

    Weder meinen Vereinschef, weder meinen Staffelleiter oder den Schiri! Das sind doch bloß Ausreden. Ich kann doch einfach ein Kind runternehmen und gut. Und dem Kind muss ich noch nicht mal sagen, dass es " zu gut ist", sondern "du darfst mal Luft holen"!

    Aber ich hab schon oft erlebt es der Geifer nach einem Kanter-Sieg den meisten viel wichtiger ist! ;(

    Wenn meine Mädchen so hoch verlieren, wie ausreichend beschrieben, dann würde ich mir manchmal wünschen, dass mein "Kollege" drüben Vernunft beweist.
    Leider hab ich oft erlebt, dass die dann erst so richtig Blut lecken. Erst letzte Saison war so ein Fall. Spiel gegen eine Mannschaft, komplett ein Jahrgang über uns, teilweise 2 Jahre. Zur Pause schon hohe Führung, zweite HZ bin ich dann fast wahnsinnig geworden. Wir dort zu Gast, die Schiris frisch aus der Kneipe (Bin selbst Schiri, aber sorry, das ging gar nicht :pillepalle: ), haben dann ein so brutales Spiel durchgehen lassen, dass ich kurzfristig am Überlegen war, wie ich das Spiel abbrechen kann.
    Leider (von heut aus gesehen) hab ich nicht meine Mädels geschnappt und bin nach Hause gefahren.

    Bei eine Führung von über 30 Toren sehe ich keinen Grund, von hinten in den Wurfarm zu gehen, Bein zu stellen, Schrittfehler und Linienüberschreitungen laufen zu lassen, etc. Ich war so sauer! Was lernen meine Mädchen aus solchen Spielen??

    Die Frechheit an der Sache war der Trainer, der die Kids von der Bank aus noch regelrecht dazu animiert hat und (eindeutig) dazu aufgefordert hat, körperlich gegen meine Mädels vorzugehen. Zitat: Halte sie! Stoß sie weg!

    Man lernt auch als Trainer aus solchen Spielen... Ich hab mir vorgenommen wenn ich nochmal in eine solche Situation gerate, pack ich meine Kids und gehe.

    Übrigens noch dazu gesagt, wir waren D-Jugend, Kreisliga!

    Zum Erbrechen, solche Menschen!

    Zitat

    @ Leika
    Als Ziel für die kommende Saison ist für mich, dass meine Mädels pro Spiel x Tore werfen....mal sehen wie wir das hinkriegen...

    Hab ich auch so ähnlich gemacht. :baeh:

    Aber noch eine Erfahrung von mir. Mit meinem Gemisch D/C-Jugend komme ich besser klar, wenn ich erst in der Halbzeit festmache, wo das Ziel ist.

    Es fällt mir "blind" vor dem Spiel auch schwer den Gegner korrekt einzuschätzen. Die Verfassung meiner Mannschaft spielt auch eine Rolle. Wenn ich mit E-Jugendlichen die Mannschaft auffüllen muss, muss ich auch meine Erwartungen runterschrauben.

    Außerdem ist mir aufgefallen, dass ich den Gegner bisher oft verschätzt habe. Manchmal treten im Hinspiel ohne zwei Leistungsträger auf und im Rückspiel machen die 2 dann das ganze Spiel. Dann verändert sich alles und ich überfordere mein Team. Auch andersrum ist's mir schon passiert, dann sind meine Mädels zu locker durchgekommen.

    Mittlerweile warten meine Mädels in der Pause schon darauf.
    Ich habe das Gefühl, dass sie dadurch auch besser merken, dass ich in beiden Halbzeiten auf Ihre Leistungen achte.

    Ab nächstem Wochenende habe ich Trainerkurs. Auffrischung für meine Lizenz. Vielleicht bring ich neue Ideen mit... :D

    Liebe Grüße an alle Verrückten!

    Ohne das ganze Palaver hier komplett gelesen zu haben... sorry... meine Erfahrungen dazu.

    Ich hab mit meinem Freund 2000 Trainerausbildung gemacht, damals beide 20 und sofort eine kleine Truppe Mädels bekommen.

    6 Mädchen zwischen 8 und 9. Erstes Training, erste Spiele, erste Niederlagen, vernichtende Niederlagen. Von Anfang an haben wir mit den Leistungen hinterhergehangen. Spielanfänger mit 9 sind doch recht spät, erst recht Mädchen.
    Schon allein Koordination, Schnelligkeit, Beweglichkeit, wir mussten alles aufholen. Grundlagentraining eben.

    Zwei Jahre E-Jugend, ein Jahr D-Jugend. Jetzt habe ich letzte Saison folgenden Schachzug gemacht. Ich habe 91er (C-Jugend) und 92 (D-Jugend) und habe mit den beiden Jahrgängen frühzeitig C-Jugend gespielt. So gebe ich meinen 92ern die Möglichkeit 3 Jahre C-Jugend zu spielen. Das Jahr war echt hart. Wir haben ein Haufen taktische Sachen reingepaukt und körperlich viel aufgeholt.
    Meine Überlegungen dabei:
    - die Mädels kommen in die Pubertät und haben jetzt enrome Wachstumsphasen (mal in die Breite, mal in die Höhe) - also große Leistungsschwankungen
    ...jetzt besteht die Möglichkeit drei Jahre lang ein Level zu halten und weiter aufzuholen was uns noch fehlt

    Es hat erfolgreich funktioniert. ;)

    Wir haben zwei Spiele gewonnen ... mit viel zu jungen Mädels ... und 14 verloren. Die Stimmung in der Mannschaft ist super. Ich habe 3 neue Spielerinnen intergiert und keine Probleme mit Eltern.

    Offensiv rangehen. Wir haben Elternversammlungen gemacht und den Eltern deutlich gesagt, dass wir ihre Unterstützung brauchen und die Kinder ein hartes Jahr vor sich haben.

    Mit den Kindern sind wir wie folgt verfahren:
    Pizza, Kino, Ausflüge .... regelmäßiges Training, fest geplant, viel Neues, aber auch viele viele Wiederholungen. Ich habe ein Torwart-Training eingeführt und den Kindern Aufgaben verteilt. Jeder ist wichtig, dass musten sie lernen. Jedes Kind übernimmt regelmäßig kleine Trainingsaufgabe.

    Jedes Jahr bekommen meine Mädels "Hausaufgaben". Ich mache jedem Kind eine Aufgabe fertig. Dabei ist wichtig, das jeder so eine Aufgabe bekommt, die ihm was bringt.
    Beispiele:
    Jonglieren lernen - für meine Unkonzentrierte
    Büchsenwerfen - für meine "ständig übers Tor-Werferin"
    Klimmzüge - für meine Großklappe ;)
    Schiedsrichter (vereinfacht) - für meine Kleine, damit die anderen auf sie hören
    usw.

    Jedem soll seine Übung was bringen. Meine Übergewichtigen bekommen Kräftigungsübungen usw.
    Zur Einführung bekommt jeder sein Aufgabenblatt und Utensilien, die er brauch (Büchsen, Bälle, etc). Dann wird jedem erklärt, was er (in welcher Zeit, wie oft usw) schaffen muss und bis wann Zeit ist.
    Am Stichtag (geübt wird nur zu Hause, Fragen können beim Training gestellt werden) zeigen Sie dann Ihre Aufgaben und jeder ist immer verdammt stolz.

    1. Ich gebe nur Aufgaben, die sie schaffen können!
    2. Das üben zu Hause muss Spaß machen!
    3. Das Üben soll eine Herausforderung sein!
    4. Aufagen werden gerecht verteilt.

    Das macht verdammt Spaß und fügt die Gruppe zusammen. Seit dem habe ich keine Probleme mehr, das dominante Mädchen andere unterdrücken.

    Drang zum Tor bekommt man nur hin, wenn Kinder sich vertrauen und wissen, das Fehler nicht bestraft werden.
    Vor jedem Spiel in der Kabine gibt's nen Spruch: Wer's versucht kann verlieren, wer's nicht versucht hat schon verloren.

    Wir schreiben jedes Spiel genau mit und loben jeden für sein Können. Auch erkämpfte Bälle in der Abwehr sind viel wert, zurückspringende Bälle fangen usw...
    Wenn bei einem Spiel jedes Mädchen geworfen hat (egal ob Tor oder nicht) gibt es extra Belohnungen. Das wissen die Mädels genau und jeder trägt Verantwortung dafür.

    Wir hängen immernoch hinterher. Aber Stück für Stück holen wir auf. Mädchen sind schwieriger zu führen. Einerseits haben sie ihren eigenen Kopf, andererseits keinen Mut Ideen durchzusetzen.

    Ich bin aber echt stolz. Die Truppe ist gut zusammengewachsen. Alle Neuanfänger sind bisher geblieben, die die gegangen sind, waren keine Mannschafts-Typen. Handball ist nunmal nicht für jeden was.

    Anfangs war ich mir der Verantwortung nicht bewußt, die ich habe. Aber mit den Erfolgserlebnissen steigt auch mein Bewußtsein. Die Kinder saugen jeden Funken auf, alles was ich sage und tue, was ich plane und organisiere nehmen sie auf und spiegeln es wieder.
    Wenn ich schlecht vorbereitet zum Training gehe, wird nicht viel rauskommen.

    Wir klären Probleme und rasseln auch mal kräftig zusammen, aber das muss so sein. Nächstes Jahr spiele ich wieder C-Jugend im Bezirk und will dann mit den "Damen" in die Oberliga.

    Dieses Gänsehaut-Gefühl wenn sie auf dem Spielfeld stehen und Dinge zeigen, die ICH ihnen beigebracht habe, das ist unbeschreiblich. Mancgmal weinen sie, wenn wir verlieren und manchmal kann ich nachts nicht schlafen, weil ich überdenke, ob wir alles richtig machen.

    Dieses Fieber, das machts aus. Und das nimmt deine Mannschaft auf und übernimmt es.

    Ich habe auch eine F-Jugend (6/7 Jahre) und eine Bambini-Truppe (4/5 Jahre). Mit denen fange ich rechtzeitig an, um es nicht wieder an den Grundlagen fehlen zu lassen.