Ohne das ganze Palaver hier komplett gelesen zu haben... sorry... meine Erfahrungen dazu.
Ich hab mit meinem Freund 2000 Trainerausbildung gemacht, damals beide 20 und sofort eine kleine Truppe Mädels bekommen.
6 Mädchen zwischen 8 und 9. Erstes Training, erste Spiele, erste Niederlagen, vernichtende Niederlagen. Von Anfang an haben wir mit den Leistungen hinterhergehangen. Spielanfänger mit 9 sind doch recht spät, erst recht Mädchen.
Schon allein Koordination, Schnelligkeit, Beweglichkeit, wir mussten alles aufholen. Grundlagentraining eben.
Zwei Jahre E-Jugend, ein Jahr D-Jugend. Jetzt habe ich letzte Saison folgenden Schachzug gemacht. Ich habe 91er (C-Jugend) und 92 (D-Jugend) und habe mit den beiden Jahrgängen frühzeitig C-Jugend gespielt. So gebe ich meinen 92ern die Möglichkeit 3 Jahre C-Jugend zu spielen. Das Jahr war echt hart. Wir haben ein Haufen taktische Sachen reingepaukt und körperlich viel aufgeholt.
Meine Überlegungen dabei:
- die Mädels kommen in die Pubertät und haben jetzt enrome Wachstumsphasen (mal in die Breite, mal in die Höhe) - also große Leistungsschwankungen
...jetzt besteht die Möglichkeit drei Jahre lang ein Level zu halten und weiter aufzuholen was uns noch fehlt
Es hat erfolgreich funktioniert. 
Wir haben zwei Spiele gewonnen ... mit viel zu jungen Mädels ... und 14 verloren. Die Stimmung in der Mannschaft ist super. Ich habe 3 neue Spielerinnen intergiert und keine Probleme mit Eltern.
Offensiv rangehen. Wir haben Elternversammlungen gemacht und den Eltern deutlich gesagt, dass wir ihre Unterstützung brauchen und die Kinder ein hartes Jahr vor sich haben.
Mit den Kindern sind wir wie folgt verfahren:
Pizza, Kino, Ausflüge .... regelmäßiges Training, fest geplant, viel Neues, aber auch viele viele Wiederholungen. Ich habe ein Torwart-Training eingeführt und den Kindern Aufgaben verteilt. Jeder ist wichtig, dass musten sie lernen. Jedes Kind übernimmt regelmäßig kleine Trainingsaufgabe.
Jedes Jahr bekommen meine Mädels "Hausaufgaben". Ich mache jedem Kind eine Aufgabe fertig. Dabei ist wichtig, das jeder so eine Aufgabe bekommt, die ihm was bringt.
Beispiele:
Jonglieren lernen - für meine Unkonzentrierte
Büchsenwerfen - für meine "ständig übers Tor-Werferin"
Klimmzüge - für meine Großklappe 
Schiedsrichter (vereinfacht) - für meine Kleine, damit die anderen auf sie hören
usw.
Jedem soll seine Übung was bringen. Meine Übergewichtigen bekommen Kräftigungsübungen usw.
Zur Einführung bekommt jeder sein Aufgabenblatt und Utensilien, die er brauch (Büchsen, Bälle, etc). Dann wird jedem erklärt, was er (in welcher Zeit, wie oft usw) schaffen muss und bis wann Zeit ist.
Am Stichtag (geübt wird nur zu Hause, Fragen können beim Training gestellt werden) zeigen Sie dann Ihre Aufgaben und jeder ist immer verdammt stolz.
1. Ich gebe nur Aufgaben, die sie schaffen können!
2. Das üben zu Hause muss Spaß machen!
3. Das Üben soll eine Herausforderung sein!
4. Aufagen werden gerecht verteilt.
Das macht verdammt Spaß und fügt die Gruppe zusammen. Seit dem habe ich keine Probleme mehr, das dominante Mädchen andere unterdrücken.
Drang zum Tor bekommt man nur hin, wenn Kinder sich vertrauen und wissen, das Fehler nicht bestraft werden.
Vor jedem Spiel in der Kabine gibt's nen Spruch: Wer's versucht kann verlieren, wer's nicht versucht hat schon verloren.
Wir schreiben jedes Spiel genau mit und loben jeden für sein Können. Auch erkämpfte Bälle in der Abwehr sind viel wert, zurückspringende Bälle fangen usw...
Wenn bei einem Spiel jedes Mädchen geworfen hat (egal ob Tor oder nicht) gibt es extra Belohnungen. Das wissen die Mädels genau und jeder trägt Verantwortung dafür.
Wir hängen immernoch hinterher. Aber Stück für Stück holen wir auf. Mädchen sind schwieriger zu führen. Einerseits haben sie ihren eigenen Kopf, andererseits keinen Mut Ideen durchzusetzen.
Ich bin aber echt stolz. Die Truppe ist gut zusammengewachsen. Alle Neuanfänger sind bisher geblieben, die die gegangen sind, waren keine Mannschafts-Typen. Handball ist nunmal nicht für jeden was.
Anfangs war ich mir der Verantwortung nicht bewußt, die ich habe. Aber mit den Erfolgserlebnissen steigt auch mein Bewußtsein. Die Kinder saugen jeden Funken auf, alles was ich sage und tue, was ich plane und organisiere nehmen sie auf und spiegeln es wieder.
Wenn ich schlecht vorbereitet zum Training gehe, wird nicht viel rauskommen.
Wir klären Probleme und rasseln auch mal kräftig zusammen, aber das muss so sein. Nächstes Jahr spiele ich wieder C-Jugend im Bezirk und will dann mit den "Damen" in die Oberliga.
Dieses Gänsehaut-Gefühl wenn sie auf dem Spielfeld stehen und Dinge zeigen, die ICH ihnen beigebracht habe, das ist unbeschreiblich. Mancgmal weinen sie, wenn wir verlieren und manchmal kann ich nachts nicht schlafen, weil ich überdenke, ob wir alles richtig machen.
Dieses Fieber, das machts aus. Und das nimmt deine Mannschaft auf und übernimmt es.
Ich habe auch eine F-Jugend (6/7 Jahre) und eine Bambini-Truppe (4/5 Jahre). Mit denen fange ich rechtzeitig an, um es nicht wieder an den Grundlagen fehlen zu lassen.