Beiträge von TLpz

    Ich vermute auch stark, dass die 1:56 die noch verbleibende Strafzeit von der ersten 7m-Entscheidung war.

    Es ist immer die noch verbleibende Strafzeit, ansonsten dürfte die Zeitmessanlage nicht für die Darstellung der Hinausstellungen (zumindest im DHB- Bereich) verwendet werden.


    Ich schrieb doch, dass ich das Foul nicht gesehen habe, sondern mich nur darauf bezog, dass das Berühren der Linie durch den Abwehrspieler bei einer Abwehrhandlung noch nicht ausreicht - beim Angreifer gilt das Berühren der Linie bereits als Übertreten.

    Das ist falsch! Linien gehören zu dem Raum den sie begrenzen. Das Berühren der 6m- Linie ist daher sowohl Angreifern als auch bei Abwehrspielern regeltechnisch untersagt.

    Ich sehe das nicht so - Beispiel aus der realen Welt:

    1. Ich stehe mit beiden Füßen auf dem Bürgersteig, die Autos fahren an mir vorbei.
    2. Nun setze ich 1 Fuß (wie im Video) ca. 50 cm nach vorne und werde dann von einem Auto umgefahren.

    Und das Ganze passiert, obwohl ich meine Position nicht verändert habe? Kaum...

    Ju hu, endlich der Äpfel- Birnen- Vergleich! Nimm einfach die Kante des Bürgersteiges als Freiwurflinie an und dann stimmt das Ganze vielleicht in deiner Version. Ansonsten bitte die Regeln zitieren die belegen dass der Spieler falsch gehandelt hat!

    Die Frage ist, ob er mit diesem Schritt den Ort der Ausführung verlassen hat.
    Scharoff macht da durchaus einen Kniff weil mit der Stellung ja eher "Hand am Ball" und "ein Fuß am Boden" gemeint ist.
    Nichts desto trotz gibt es ja auch die Regel

    Ich sehe da durchaus Interpretationsspielraum ob er die Stelle verlassen hat, eben weil ja ein Fuß am Boden bleibt.
    Der Vorteil den er gegenüber der Mauer hat ist bei einem Schritt aber schon enorm. Von daher kann ich der Logik folgen. Hier fehlt ggf eine Regelklarstellung.


    NEIN! Er hat den Ort der Ausführung nicht verlassen, der hintere Fuß steht ja noch dort! Wozu noch eine Regelklarstellung? Soll dann die Richtung des Schrittes gleich mit festgehalten werden? Oder Schrittgeschwindigkeit usw.?

    Fraglich ist auch ob der "Vorteil" wirklich so groß ist. Je weiter der Ort der Ausführung von der Freiwurfline weg ist desto geringer wird dieser vermeintliche Vorteil. Wie groß ist der Vorteil eines Schrittes aus dem Stand? Die Geschichte mit dem Schritt vorwärts kann man auch heute schon bei Frei- und Strafwürfen so machen (sofern man die Linie nicht übertritt).


    Wirklich? Angenommen, er stand beim Anpfiff mit beiden Füßen an der Stelle, an der das Foul geschah. Dann darf er noch einen Schritt nach vorne machen - also den Abstand zu seinen Gunsten verringern?

    Das ist wirklich regelgerecht? Käme mir komisch vor ...

    Ja, das darf er. Oder steht etwas anderers in den Regeln?
    - Lt. Regel 13 ist der Freiwurf am Ort der Regelwidrigkeit auszuführen. Wird er.
    - Lt. Regel 15 muss der Werfer einen Fuß auf dem Boden behalten bis der Ball die Hand verlassen hat. Hat er (zumindest nach Ansicht der Schiedsrichter, m.E: wäre das nach dem Video zu urteilen der einzigst strittige Punkt).
    - Lt. Regel 13 darf er die Freiwurflinie nicht berühren. Tut er nicht.
    Etwas anderes steht nicht in den Regeln...

    Die Frage ist wohl ob der Spieler mit dem Schritt nach vorne den Punkt für den Freiwurf unrechtmässig um einen Meter überschritten hat ?

    Nein, die Frage stellt sich nicht da der rechte hintere Fuß am Ort des Freiwurfs stehen bleibt. In den Regeln steh nirgends geschrieben in welche Richtung man sich beim Frei-/Strafwurf bewegen muss. Und solange keine Linie überschritten wird ist alles im grünen Bereich...

    Hat Scharoff das echt so gesagt? Dann sollte man ihm den Titel "DHB-Rechtsexperte" streichen! Der einzig strittige Punkt ist ob der rechte (hintere) Fuß solange am Boden bleibt bis der Ball die Hand verlassen hat! Alles andere ist regelkonform! Selbst beim 7m kann man einen Schritt nach vorn machen sofern ein Fuß stehen bleibt und man keine Linie überschreitet!

    Warum soll ein Angreifer, der frei durch ist und seinen Lauf auf das Tor abbricht oder aufgibt, indem er langsamer wird oder stehenbleibt mit einem 7m belohnt werden ? Zu einer klaren Torgelegenheit gehört auch der erkennbare Wille ein Tor zu erzielen und wenn da einer stehenbleibt, obwohl er frei durch ist, will er kein Tor werfen. Also warum 7m für jemanden, der kein Tor werfen will ?

    Ähm, sorry das ich erst jetzt zur Diskussion stoße. Hab 2 Tage das Regelwerk gewälzt um zuschauen wo der notwendige erkennbare Wille für eine klare Torgelegenheit festgeschrieben steht... :D

    Btw: Eigentlich eine glasklare Situation. Der Angreifer kann so schnell oder langsam laufen wie er möchte. Er kann auch das Tempo so variieren wie er es für nötig hält. Was nicht in den Regeln steht ist ja erlaubt. Und hoffentlich kommt nicht einer mal auf die Idee den Angreifer bestrafen zu wollenw eil er zu schnell gelaufen ist und dem Abwehrspieler keine Möglichkeit geboten hat ihn einzuholen...

    Wenn ich Abwehrspieler wäre würde ich mich doch freuen wenn der ANgreifer beim Tempogegenstoß langsamer werden würde. Dann hätte ich doch die Chance ihn zu überholen (oder auf gleiche Höhe zu kommen) und den TGS REGELGERECHT unterbinden zu können. Umrennen ist eben nicht regelgerecht. Egal bei welchem Tempo...

    Aus meiner Sicht verliert die 3. Liga Frauen dadurch stark an Attraktivität. Für mich unverständlich, wie diese Regelung eine Mehrheit finden konnte. In Ballungsräumen wie dem Ruhrgebiet kommen dann 8 Teams aus einem Umkreis von 50 - 100km zusammen und die stammen dann vermutlich fast alle aus dem selben Landesverband? Was hat das noch mit einer 3. Liga zu tun?

    Das mag für einzelne Regionen zutreffen. Für andere Regionen gibt es aber immense Fahrtwege. Die sind nicht attraktiv für viele Spielerinnen, Vereine und Schiedsrichter...

    Ich habe gelesen, dass die EHF das als Tatsachenentscheidung bewertet. Begründet wird es mit:
    Und das wiederum würde bedeuten, dass das Spiel wiederholt werden muss?


    Nein, eine Spielwiederholung kann es nur bei einem spielentscheidenden Regelverstoß geben. Sonst würde in D wohl jedes 2. Spiel wiederholt werden müssen. Der Fehler geschah in der 37. Minute beim Stand von 17:14. Dass das Spiel unentschieden endete kann nicht zur Bewertung der Spielentscheidung herangezogen werden. Schließlich waren noch 23 Minuten zu spielen in denen jede Menge passieren kann/passiert ist. Das Unentschieden ist letztendlich nicht auf diesen einen (kurzen) Regelverstoß zurückzuführen sondern auf das Vermögen/Unvermögen der Spielerinnen beider Mannschaften.

    Das von dir verlinkte Urteil ist in der Tat spielentscheidend gewesen. HIer passierte der Fehler in den letzten 10 Sekunden des Spiels, und die Mannschaft die den Fehler begangen hat hat in dieser Zeit noch den Ausgleich erzielt. (Ironie bei der Geschichte ist das Hüttenberg das erzwungene Wiederholungsspiel verloren hat und damit garkeinen Punkt bekam...).

    Da stellt sich für mich erstmal eine grundsätzliche Frage: Wenn du am Wochenede zu deiner Mannschaft fährst, wann willst du da Spiele an deinem Studienort leiten?

    Ansonsten ist der richtige Ansprechpartner sicher ein Schiedsrichterwart. Jenachdem auf welcher Ebene du pfeiffen möchtest gibt es da verschiedene Ansprechpartner. Adressen gibt es sicher beim Handballverband Rheinland.

    Warum möchtest du dort keinem Verein beitreten? Du kannst auch in 2 oder mehr Vereinen Mitglied sein. Über einsatzfähige Schiedsrichter freuen sich die meisten, da kann durchaus auch mal der Mitgliedsbeitrag entfallen...

    Wenn ein Verein, der in den Fond einzahlt, sportlich absteigen würde, dann müsste schon etwas enorm schief laufen. Entweder wäre die Mannschaft katastrophal zusammengestellt, falsch trainiert (das beinhaltet auch das sogenannte Verletzungspech) oder die Einzahlschwelle wurde zu niedrig gewählt. Viel wahrscheinlicher...


    Mit Wahrscheinlichkeiten läßt sich hier aber nciht arbeiten. Es kann theoretisch passieren. Punkt! Und das wird kein Verein mit sich machen lassen..

    Aber von derartigen Sozialismus-Spielen wird der deutsche Sportmarkt dann doch noch ein Weilchen verschont bleiben, weil eben JEDER nur an seinen eigenen Vorteil denkt und nicht die Liga als Gesamtkonstrukt im Auge hat.

    Na ja, die "Sozialismus- Spiele" der NBA haben aber auch einen Nachteil. Auf- und Abstieg wären damit passe. Ein Verein der in den Fond einzahlt wird nciht absteigen wollen. Daher wird bei einem Fortbestehen von Auf- und Abstieg keiner über mehr Geld verfügen wollen, nur gerade soviel dass man nichts einbezahlt und nichts bekommt...

    Wer definiert eigentlich was ein Derby ist? Für die einen ist das Spiel gegen den "Dorfnachbarn" 30km entfernt ein Derby. Für andere wäre auch ein Spiel Rostock - Leipzig (nur als symbolisches Beispiel) ein Derby weil die sich schon zu DDR- Zeiten 30 Jahre ständig duelliert haben...

    Da fängt es doch schon an, da müsste man ja dann auch schon wieder eine Festlegung treffen. Und wenn ein Derby dann alles im Umkreis von 50km ist beschwert sich der der 60km Entfernung zu seinem "Derbypartner" hat. Und da sich Derbys durch Auf- und Abstieg ändern können gäbe es dann auch jedes Jahr wieder genügend Aufschreie.

    Die jetztigen Vereine der 3.Liga wären doch mal gut beraten statt rumzuheulen ein wirklich neutrales, allgemeingültiges und nicht durch die rosarote Brille gesehenes Konzept als Gegenentwurf vorzulegen. Dann werden sie auch feststellen dass dies nicht funktionieren wird...

    Es muß irgend eine Regelung her...
    Welche Regelung die Richtige ist wird niemand sagen können

    Erstmal willkommen Gottfried. Wenn du die 35 Seiten durchgelesen hast wirst du auch feststellen dass andere Lösungsmöglichkeiten in die Runde geworfen wurden. Gleichzeitig aber auch der Hinweis dass jede feste Regelung genauso Probleme mit sich bringen wird. Eine feste regionale ZUordnung zu einer bestimmten Staffel schafft dann u.U. auch neue Härtefälle. Daher ist das derzeitige System eigentlich garnicht so schlecht, wobei hier natürlich jede Menge Interpretationsspielraum entsteht.

    Ich wage zu behaupten: Wer auf Grundlage der heutigen Teilnehmer der 3. Liga eine neue feste Zuordnungsregelung aufstellt wird in einigen Jahren wieder eine Abschaffung dieser fordern. Vorschläge aus Vereinskreisen sind immer subjektiv, auf den eigenen Vorteil bedacht, geprägt. Daher MUSS die Einteilung der 3. Liga unabhängig erfolgen. Die zuständigen Stellen sollten ihre Einteilung natürlich logisch und nachvollziehbar begründen und ggfs. aufführen warum andere Einteilungen ungünstiger sind. Daran hapert es m.E. derzeit.

    Grundsätzlich bleibt in der E-Jugend das Problem das es i.d.R. körperlich extreme Unterschiede gibt. Ziel soll es doch aber sein, alle Spieler ordentlich auszubilden. Erfolgserlebnisse gehören dazu. Mit den Regelungen versucht man die körperliche Dominanz einzelner Spieler zu reduzieren. Grundsätzlich können besondere Spielregeln hier nur unterstützen, viel wichtiger ist die Einstellung der Trainer zur Ausbildung der Spieler vs. Siege der Mannschaft.

    Penalty statt 7m ist doch gut. Hier werden neben einem kräftigen Wurf einfach noch mehr technische Fähigkeiten abgefordert und trainiert. Es kommt eben nicht mehr auf den stärksten Wurf an (beim 7m wird doch i.d.R. der wurfgewaltigste Spieler werfen, da macht auch ein Wurf von 6m keinen Sinn) sondern auch auf technisches Geschick. Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und vorschreiben dass der gefoulte Spieler werfen muß, ähnlich wie beim Basketball. Schließlich wurde ja auch dieser Spieler an seiner Torchance/seinem möglichen Tor gehindert. Als E-Jugend-Trainer würde ich das eh so machen...