Beiträge von TLpz

    Es ist mir unverständlich wie ich den Regelbezug weglassen kann. Wenn ich einen Spieler disqualifiziere oder ausschliesse tue ich dies doch weil er m.E. gegen eine Handballregel verstoßen hat. Also wird es mirt doch möglich sein, diese Regel im Protokoll zu erwähnen. Schließlich habe ich diese doch auch als Grundlage meiner Entscheidung auf dem Feld genutzt.

    Genauso liese sich doch auch jeder Freiwurf, jeder 7m mit einem genauen Regelbezug begründen. Was macht ihr wenn euch ein Spieler nach dem Grund des Freiwurf- Pfiffes fragt?

    Als Schirdsrichter beziehe ich mich im Spiel doch immer und nur auf die Regeln. Also kann ich jede Entscheidung auch mit der angewendeten Regel notieren...

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    TLpz, ich glaube nicht, dass da ein Einspruch erfolg hat. Wogegen willst du Einspruch einlegen? Gegen die DQ? OK kannst du aber was solls bringen? Der Spieler kann dennoch bestraft werden. Das kostet nur Geld und bringt wenig.

    Die DQ mit der entsprechenden Begründung zieht m.E. eine automatische Sperre von 14 Tagen nach sich. Um die zu umgehen (bzw. aufzuheben) muß nachgewiesen werden, dass die DQ zu Unrecht erfolgt ist. Das geht nur mit einem Einspruch. Ich persönlich glaube nicht das die Begründung der DQ wie im Protokoll vorgenommen gleichzusetzen ist mit der schriftlichen Meldung wie sie hätte erfolgen müssen.

    Natürlich kann der Spieler dennoch bestraft werden. Aber das muß die entsprechende Rechtsinstanz machen. Und ob die das tut ist sicher ungewiss.

    Ide71

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    Ein Ausschluß kann nur während der Spielzeit gegeben werden, eine rote Karte auch außerhalb.

    Das wäre mir neu...


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    Explizit ist sogar dieser Fall in den Regeln aufgeführt, und zwar mit dem Hinweis, dass er Folgen nach sich ziehen kann, die über das Spielende hinaus wirken. Sprich: Sperre.

    Auch das stimmt so nicht. Regel 16:14 regelt Bestrafungen außerhalb der Spielzeit. 16:14c sagt deutlich, das obiger Fall nicht regelkonform ist. Ein Eintrag ins Spielprotokoll hätte ausgereicht.

    Die beschriebene Vorgehensweise dürfte einen Einspruch rechtfertigen, da klarer Regelverstoß des Schiedsrichters.

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    Der Einspruch samt Eilantrag birgt erfahrungsgemäß so viel Potenzial für Formfehler, dass hier eine Entscheidung "von Amts wegen" wesentlich kundenfreundlicher wäre.

    Formfehler gibt es nur wenn man die RO nicht mal ansatzweise durchliest. Eigentlich ist dort alles klar geregelt. Eine Entscheidung von Amts wegen gibt es nicht, das findet man nichtmal beim Bundesverfassungsgericht. Das würde auch die gesamte Struktur der Gewaltenteilung aushebeln.

    sunny-1

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    Auch solche Kommentare:

    Zitat:
    Ei ei ei! Und warum können sich die Spieler nicht einfach so fair verhalten dass es keine bösen Schubser mehr gäbe?


    sind vielleicht der falsche Ansatz. Warum kommt es denn zum bösen Schubser? Schon mal was von Aktion und Reaktion gehört?


    Aber warum kann den nicht auch der Spieler so fair spielen (und entsprechend vom Trainer instruiert und geschult sein) das er garnicht mit Schubsen anfängt? Warum muss Actio - Reactio immer vom Schiedsrichter ausgehen?


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    Erschrecken tut mich, das hier keiner schreibt, wie viele schlechte Schiedsrichter es gibt die zu dieser MOB-Stimmung in den Hallen mit Ihren merkwürdigen Entscheidungen beitragen.

    Natürlich gibt es schlechte Schiedsrichter und merkwürdige Entscheidungen. Aber das ist doch völlig irrelevant für die Grundstimmung gegenüber Schiedsrichtern in den Hallen! Es schreibt doch auch kein Schiedsrichter dass es, gerade in den unteren Klassen, grotenschlechte Spieler gibt die reihenweise 100%ige versieben.

    Ein Respekt gegenüber allen anderen am Spiel beteiligten, dass fordere ich und sicher auch die meisten hier. Ein schlecht eingestellter Schiedsrichter ist genauso wenig tragbar wie ein beleidigender Zuschauer, pöbelnder Manager oder unbeherrschter Spieler.

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    Wichtig wäre, dass mehr für die Ausbildung der Schiris getan wird und man die Einschätzung von Spielsituationen übt. Man hat oft den Eindruck, dass die SR mit der Geschwindigkeit im Spiel gar nicht mehr mitkommen und zwischen einem kleinen Rempler und einem bösen Schubser nicht unterscheiden können. Immer dann, wenn Aktionen gegen den Körper von den SR konsequent bestraft werden, hält sich auch das Publikum zurück. Wenn nicht, überträgt sich das sehr oft auf die Tribüne.

    Leider lese ich hier desöfteren immer nur sehr sehr einseitige Kommenatare was die Schiedsrichter besser machen können bzw. wie deren Ausbildung verbessert werden könnte. Als ob die Schiedsrichter alleine die negative Stimmung in den Hallen beseitigen könnten.

    Ist es denn nicht eher so, dass alle einen Beitrag dazu leisten müssten?

    Zunächst einmal sollte es keinem Schiedsrichter zugemutet sein müssen das er sich Wochenende für Wochenende Beleidigungen und Beschimpfungen auszusetzen hat. Das gehört bei allen Emotionen einfach nicht in den Sport und zu Menschen, die sich in ihrer Freizeit hinstellen um anderen ihren Spaß zu ermöglichen. Schiedsrichter gehören genauso zum Spiel wie der Gegner, der Fan, der Betreuer/Trainer, die gute Seele einer Mannschaft oder der Hallenwart. Fehlt einer der Beteiligten kann man es getrost knicken.

    Keine Frage das Schiedsrichter ordentlich geschult werden sollten. Das geschieht auch, und zwar entsprechend Ihrer Leistung bzw. der Spielklasse in der sie eingesetzt werden. Genauso wie bei den Spielern: Ein Kreisklasse- Spieler hat nicht die technische Ausbildung eines Bundesliga- Akteurs. Ein Oberliga- Schiedsrichter eben eine bessere Ausbildung als ein Bezirksschiedsrichter. Alles andere wäre auch Quatsch. Ein Bundesliga- Spieler in der Kreisklasse wäre dort genauso verkehrt wie ein Kreisklasse- Schiri in der Bundesliga oder umgekehrt.

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    ...und zwischen einem kleinen Rempler und einem bösen Schubser nicht unterscheiden können...

    Ei ei ei! Und warum können sich die Spieler nicht einfach so fair verhalten dass es keine bösen Schubser mehr gäbe?

    Um das Problem zu lösen müssten sich alle mal an ihre Nase fassen: Die Trainer die einem SR trotz mangelnder Regelkenntnis die Regeln erklären wollen, Spieler die nicht einmal wissen das es ein Regelheft gibt und Zuschauer die meckern als ob sie selbst wesentlich besser pfeifen könnten und dann doch kneifen würden wenn sie mal an die Pfeife dürften. Natürlich auch der SR der nicht wirklich regelfest und mangelhaft vorbereitet ist, aber auch der Verein der Pöbeleien gegen SR und Gegner dauerhaft und ungestraft zuläßt...

    1. ist definitv nicht gestattet (8:2a)

    2a und b ist schwierig und wird immer Diskussionen hervorrufen. Nach 8:1b ist es grundsätzlich erlaubt wenn es mit der geöffneten Hand erfolgt und der Ball auf der (flachen) Hand des Angreifers liegt. Allerdings schwer machbar da der Ball ja in der Regel gegriffen wird und nicht auf der flachen Hand liegt (das findet man meist nur Kinderbereich).

    Außer bei 7. und 8. immer wiederholen. Voraussetzung: Es handelt sich dabei um den direkten Wurf des Werfers. Regel 2:4 sagt nichts über Richtung und Geschwindigkeit des Balles aus. Bei 7. + 8. ist der Freiwurf m.E. schon abgeschlossen, wobei es da bei 8. sicher Diskussionen geben könnte.

    Alle anderen Punkte sind m.E. klar, nicht diskussionswürdig und gehören für mich in die Kategorie Forumsmüll!

    Zitat

    Wenn man der Thematik negativ gegenüber eingestellt ist, wird es immer Kontrapunkte geben. Und ich habe hier langsam das Gefühl, ich kämpfe gegen Windmühlen.

    Ich würde nicht sagen negativ eingestellt. Die Regelklarstellung ist in den Augen mancher, auch in meinen, sehr dürftig und widerspricht ganz klar den derzeit geltenden Regeln. Der TW ist ausserhalb des Torraums als Feldspieler zu behandeln, so steht es im Regeltext. In der Regelklarstellung des DHB wird in diesem Fall aber eine andere Bestrafung festgelegt als für einen normalen Feldspieler in gleicher Situation gelten würden. Der gegenstoßlaufende Feldspieler erhält dadurch gewissermaßen einen Freibrief...

    Zitat

    Die Argumente sind ausgetauscht, nicht alle sind einer Meinung - kann passieren und ist kein Beinbruch. Nun schauen wir mal, wie es sich in der Praxis auswirkt.

    Ok, wir werden mal schauen wie es sich entwickelt.

    :( Schade! Deine Anfrage zu diesem Thema war ok, dein letzter Post ist allerdings völlig daneben! Unsportlich ist hier lediglich dein Rumhacken. Dein Gegner hat die bestehenden Regeln (anscheinend) korrekt interpretiert und angewendet. Also eigentlich alles ok.

    §55 hat schon seinen Sinn. Es braucht keine Regelung wer 1. oder 2. Mannschaft ist, auch keine Möglichkeit festzuschreiben welcher Spieler darin nach welchen Gesichtspunkten spielen darf. Jeder Verein kann entsprechend den Regelungen damit umgehen.

    Peinlich ist ehrlich gesagt das du deinen "Sinn für Gerechtigkeit" mit deinem Ego verwechselst und annscheinend nur auf's Siegen aus bist statt auf die Entwicklung der Spieler.

    "Stark" und "Schwach" helfen hier garnicht. Entscheidend ist das es eine 1. und eine 2. Mannschaft gibt. Alles andere steht in §55. Wichtig wie gesagt auch ob eine der Mansnchaften außer Konkurrrenz spielt.

    uwe

    [QUOTE]16:13 (...)
    Zur Spielzeit zählen alle Pausen, die Verlängerungen, Time-outs, sowie für den Fall der 16:6 auch alle Entscheidungsverfahren (z.B. 7-m-Werfen).
    (...)/QUOTE]


    Die Halbzeit gehört sehr wohl zur Spielzeit...

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    (...) genauso wie der Eintrag ins Spielprotokoll in einer DQ enthalten ist.

    Falsch, bei einer DQ ist nicht immer ein Eintrag ins Spielprotokoll notwendig.

    Der IHF- Katalog ist halt ein klassischer Multiple- Choice- Test wie auch bei der Führerscheinprüfung. Einige Fragen sind schon sehr tricky formuliert. Hier hilft nur genaues lesen und bloß nichts hineininterpretieren...

    Wenn selbst ein hinausgestellter Spieler das Spielfeld in sportlich fairer Weise ausserhalb der Wechselmarke verlassen darf (Kommentar in 4:4), dann wird ein sichtlich verletzter Spieler dies offensichtlich erst recht dürfen.

    Sagt mir zumindest mein logisches Verständnis als SR...Und die Lehrwarte in unserem Verband. Eine Entscheidung muß verkauft und von allen verstanden werden!

    Gebe ich dem verletzt (außerhalb der Wechselzone) hinaushumpelnden Spieler 2min oder dem (darauffolgenden, korrekt) Eintretenden eine Strafe, mache ich mich als SR zum Ei. Mag zwar regeltechnisch möglich sein, aber Paragraphenhengste gibt es in unserem Leben genug...

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    Der einzige Torwart von B wird bei o.g. Spielverlauf aufgrund einer unstreitigen Regelwidrigkeit nicht disqualifiziert.

    Ist nicht relevant da ja jeder andere Spieler auch ins Tor gehen darf/kann. Bei der Argumentation würde der Regelverstoß (bzw. ob spielentscheidend oder nicht) von der Qualität des SPielers abhängig gemacht. Kann auch nicht sein...