Banzkow, den 07. Nov. 2006 Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Sportfreunde,
mit dem heutigen Schreiben möchten wir als Spieler und Verantwortliche der Oberliga-Männer-Handballmannschaft des Banzkower SV e.V. offiziell Beschwerde gegen das Verhalten des Schiedsrichtergespanns Repschläger / Wischnevski einreichen. Nachdem uns, das aus unserer Sicht, unsportliche, arrogante und überhebliche Verhalten der beiden Sportfreunde schon über mehrere Jahre begleitet, sehen wir nach den neusten Vorfällen keine andere Möglichkeit als uns auf diesem Wege gegen die skandalösen Vorkommnisse am vergangenen Sonntag (05.11.2006) beim Oberliga-Punktspiel der Männer vom HSV Insel Usedom II gegen den Banzkower SV zu wehren.
Um Ihnen einen kurzen Überblick über die Ereignisse zu geben, möchten wir diese nun chronologisch schildern:
1. Der Mannschaftsverantwortliche vom Banzkower SV (Uwe Weber) traf ca. 30 Minuten vor Spielbeginn im Umkleidebereich auf den Schiedsrichter Repschläger und wurde mit den Worten „WAS WILLST DU DENN HIER“ , begrüßt. Da man solch ein Verhalten aus den vergangenen Spielzeiten gewohnt war, verzichtete Herr Weber auf jegliche Reaktion und begrüßte das Schiedsrichtergespann freundlich.
2. In der Sporthalle auf Usedom regnete es im Auswechselbereich durch (ist vermerkt im Protokoll). Nachdem zwei Spieler schon zum Beginn der Partie sichtlich Probleme mit der Standfestigkeit beim Wechseln hatten, wiesen die Banzkower Mannschaftsoffiziellen in der 5. Spielminute der ersten Halbzeit die Schiedsrichter darauf hin. Herr Repschläger kommentierte diesen Hinweis mit den Worten: „Dann setzt euch doch woanders hin!“ (Im Spielprotokoll vermerkt) Selbst diesen Ausspruch nahm die komplette Mannschaft ruhig und ohne Reaktion hin.
3. In der 8. Spielminute wurde die (aus Banzkower Sicht) eindeutig einseitige Leitung des Schiedsrichtergespanns deutlich. Mit 3 gelben Karten und 2 Hinausstellungen war der Banzkower SV in dieser Phase schon deutlich benachteiligt. Dieses sei hier nur als Randnotiz vermerkt. Da es sich um Tatsachenentscheidungen handelt, soll es auch nicht in die Bewertung einfließen.
4. Im Verlauf der 1. Spielhälfte wurde der Banzkower Spieler Menc Exner (NR. 17) mehrfach von seinem Gegenspieler auf die ballführende Hand geschlagen, was keinem Anwesenden in der Sporthalle entgehen konnte. Nachdem der Spieler Exner die Schiedsrichter auf das Schlagen aufmerksam machte, wurde er in den Spielminuten [18:39 Min und 29:43 Min] dafür jeweils mit einer Hinausstellung bestraft. In der Halbzeitpause machte der Spieler Exner noch einmal das Schiedsrichtergespann auf diese Problematik aufmerksam. Herr Repschläger erwiderte dem Spieler Exner: „Dann zieh doch die Finger weg“ (Im Spielprotokoll vermerkt).
5. Zu Beginn der zweiten Hälfte begrüßte der Schiedsrichter Repschläger die komplette Auswechselbank der Banzkower mit den Worten: „Na, nun sitzt ihr ja auf der Sonnenseite!“ (in Anspielung auf die o.g. Problematik mit dem Durchregnen)
6. Herr Repschläger unterband in seiner gewohnten Art jegliche Anweisungen der Trainer von der Bank. Als sich Trainer Uwe Weber in der 36. Spielminute zum Zeitnehmertisch bewegte, um eine der zahlreichen Hinausstellungen zu klären, unterbrach Herr Repschläger das laufende Spiel, um Herrn Weber zu erklären, dass er sich nicht Hinstellen dürfe. Die Nachfrage von Herrn Weber, ob er die Zeitstrafenzettel in Empfang nehmen darf und seiner Mannschaft Anweisungen geben darf, wurde vom Schiedsrichter mit der gelben Karte geahndet.
7. In der 48. Spielminute kam es dann zum Eklat. Nach einem (aus unserer Sicht) normalen Foulspiel bekam der Banzkower Spieler Karsten Prohl (NR. 6) eine 2-Minutenstrafe [47:25 Min]. Kurz darauf bekam der Spieler mit der NR. 20 (Stefan Rachow) eine ebenfalls umstrittene 2-Minuten Strafe. [48:01 Min]. Da dieser junge Spieler gerade seine ersten Spielminuten im Männerbereich absolvierte, bat der Banzkower Spieler mit der NR. 13 (Marius Seider) den Schiedsrichter höflichst, dem jungen Stefan Rachow den Grund bzw. die Regel zu erklären. Schiedsrichter Repschläger ahndete dieses Vergehen „gewohnt souverän“ mit der dritten 2-Minutensrafe für den Banzkower Spieler Seider (NR. 13) [48:01 Min]. Trainer Uwe Weber konnte diese Entscheidung ebenfalls nicht nachvollziehen und bekam für seine Nachfrage auch eine 2-Minutenstrafe [48:01 Min]. Nachdem Trainer Uwe Weber hinausgestellt wurde, musste laut Regelwerk ein weiterer Feldspieler die Platte verlassen. Freundlicherweise wies Herr Repschläger Co-Trainer Schult darauf hin, mit den Worten: „Nimm einen weiteren Spieler runter oder soll ich das machen?“ Daraufhin erwiderte der Banzkower Trainer: „Dann machen Sie das ruhig.“ Prompt bekam er als Antwort eine rote Karte und ein weiterer Banzkower durfte sich frühzeitig zu den Fans gesellen [48:01 Min]. Der Banzkower Spieler mit der Nr. 11 (Patrick Kastaun) musste das Spielfeld aufgrund der Hinausstellung von Trainer Schult verlassen. Nachdem auch er den Schiedsrichter Repschläger fragte, was er da pfeife, sagte Repschläger: „Verpiss dich auf die Bank, sonst siehst du auch ROT!“.
Zu diesem Zeitpunkt fanden sich die Banzkower nur noch zu zweit (1 Spieler und 1 Torhüter) auf dem Spielfeld wieder. Keine 40 Sekunden später sah einer der verbliebenen Banzkower Spieler (Torhüter Alexander Naumann NR. 1) eine weitere 2-Minutenstrafe [48:46 Min]. Nachdem der Ersatztorhüter Maik Stenzel (NR. 12) diese Situation mit einem Lachen von der Auswechselbank kommentierte, bekam er wegen „grob unsportlichem Verhalten“ ebenfalls eine Rote Karte [48:46 Min]. Wer richtig mitgezählt hat, stellt fest, dass jetzt SIEBEN Banzkower Spieler bzw. Verantwortliche mit Hinausstellungen oder Disqualifikationen innerhalb von 81 Sekunden bestraft wurden. Zu diesem Zeitpunkt wollten die Verantwortlichen der Banzkower Mannschaft das Spiel abbrechen, entschieden sich aber im Sinne der Sportlichkeit die Partie irgendwie zu beenden. Da nun neben allen Beteiligten auch die Schiedsrichter völlig den Überblick verloren hatten, durfte die Banzkower Mannschaft mit einem Feldspieler und dem dritten Torwart weiterspielen. Dass das Spiel 39:22 für die Usedomer endete, spielte eh keine Rolle mehr. Selbst gestandene Profi-Trainer, wie der zufällig anwesende Peter Pysall, konnten dieses Spiel nicht begreifen und kommentierten diese Ereignisse mit einem ungläubigen Kopfschütteln.
Die Verantwortlichen des Banzkower SV und die Spieler lassen sich solch ein indiskutables Verhalten nicht gefallen. Mit diesem Schreiben möchten wir in aller Schärfe das Verhalten des Schiedsrichtergespanns Repschläger / Wischnevski verurteilen. Keinem der Spieler ist in den teilweise langjährigen Laufbahnen solch ein intolerantes und arrogantes Verhalten bekannt geworden. Wir fordern den HVMV hiermit offiziell auf, den geschilderten Sachverhalt kritisch zu überprüfen und keine weiteren Schritte gegen die beteiligten Spieler zu unternehmen (Sperren, Geldstrafen etc.), da dieses zusätzlich zu einer Verzerrung des Spielbetriebs führen würde. Des Weiteren verlangen wir eine schriftliche Stellungsnahme des Verbandes und der beschuldigten Schiedsrichter mit Entschuldigung für deren verbale Entgleisungen! Ausdrücklich fordern wir den HVMV auf, auf jegliche Beteiligung des Schiedsrichtergespanns Repschläger / Wischnevski bei Banzkower Spielen zu verzichten, gleiches gilt für den Zeitnehmer bzw. Sekretär Herrn Repschläger Senior, dem eine objektive Beurteilung der Vorfälle aufgrund des Verwandtheitsgrades nicht zugetraut werden darf.
Dieses Schreiben wird als offizielle Beschwerde an den HVMV gesendet, als offener Brief an alle Vereine des HVMV geschickt und auf unserer Homepage http://www.banzkower-sv.de veröffentlicht.
Mit sportlichen fairen Grüßen
Die Spieler und Verantwortlichen des Banzkower SV e.V.
Reaktionen auf dieses Schreiben bitte an:
email: info@banzkower-sv.de
oder über das Kontaktformular auf http://www.banzkower-sv.de
fax.: 0385 / 48839790
post: U. Weber
Greifswalder Str. 48
19057 Schwerin
Artikel vom: 07.11.2006