Das Hauptproblem ist, dass Frauen sich als Zuschauer weniger für weiblichen Sport interessieren. Und zwar sowohl in der Sportstätte als auch vor dem Bildschirm.
47 % der Männer ab 14 Jahren in Deutschland geben an, gelegentlich eine Sportveranstaltung zu besuchen. Bei Frauen sind es nur 28%.
Noch eklataner fällt das Medienverhalten aus: 53 % der Männer verfolgen männlichen Spitzensport, 21 % auch weiblichen Spitzensport.
Weniger, nur 18 % der Frauen (!) interessieren sich für weiblichen Spitzensport, dagegen sogar 26 % für männlichen Spitzensport.
Das liegt auch daran, dass Frauen insgesamt weniger wettbewerbsorientierte Sportarten betreiben: während die beliebtesten Sportarten von Männern Fußball, Fitness- und Kraftsport, Radfahren, Schwimmen, Handball, Basketball
und Boxen sind, bevorzugen Frauen Fitness/Aerobic/Cardio, Schwimmen, Radfahren, Yoga oder Pilates, Tanzen und
Nordic Walking. Verkürzt und vereinfacht: Männer wollen gewinnen, Frauen wollen sich bewegen.
Würden Frauen mehr zu Handballspielen gehen und mehr sportdeutschland schauen, würde die HBF auch eine größere Aufmerksamkeit erfahren.