Stimmen zum Spiel:
THW-Trainer Noka Serdarusic:
Wir haben uns bemüht, uns in der Abwehr gut bewegt und aggressiv gespielt - hinten haben wir Einsatz gezeigt. Aber im Angriff haben wir allein in den ersten 15 Minuten fünf oder sechs hundertprozentige Chancen verworfen. Zudem waren meine Spieler schnell sehr genervt von den langen Angriffen der Gegner.
Ich habe selten ein Spiel mit so vielen Fouls, so vielen Unterbrechungen erlebt. Für ein schönes Spiel braucht man einen Gegner, der auch mal schön spielt. So war es nicht nur für die Zuschauer kein schönes Spiel, sondern auch für mich.
[auf die Frage, ob die Fahrt nach Berlin etwas Besonderes ist:]
Ich habe eine Beziehung zur Stadt, aber nicht zum Verein. Zu meiner Zeit war die Halle, die Mannschaft, das Umfeld anders. Für mich ist Berlin eine der schönsten Städte der Welt, in der ich leider nur drei Jahre gespielt habe.
TUSEM-Trainer Krzysztof Szargiej:
Wir hatten uns hier keinen Sieg ausgerechnet, da bin ich Realist. Wir wollten uns aber teuer verkaufen, und das ist uns gelungen. Der TUSEM ist nicht mehr die Mannschaft von vor einigen Jahren, wir mussten von Null anfangen. Es wird verdammt schwierig, die Klasse zu halten. Aber die heute gezeigte Moral gibt uns Schub im Gegensatz zu dem Spiel in Lemgo. Nach Niederlagen kann man zwar nie zufrieden sein, doch zumindest bin ich es mit dem kämpferischen Einsatz.
[Zu Nokas Vorwürfen:]
Ich kann Nokas Kritik nachvollziehen, aber wenn man hier das Tempo des THW mitgeht, verliert man in Kiel mit 30 Toren. Aber es stimmt schon: Es war kein schönes Spiel.
THW-Manager Uwe Schwenker:
Trotz eines nicht so überzeugenden Spiels haben wir heute souverän zwei Punkte geholt. In der Bundesliga müssen wir alle restlichen Spiele gewinnen, weil ich nicht davon ausgehe, dass Flensburg noch einen Punkt liegenlässt. Ich bin froh, dass in dieser Saisonphase alle Spieler - trotz einiger Blessuren - zur Verfügung stehen.
Quelle: THW-HP