Beiträge von nozdormu

    Natürlich finde es das Fair. Was interessiert der Medaillenspiegel. War vor 40 Jahren im Wettkampf der Systeme ganz nett, ist heute aber anachronistisch. Zumal zb die Leistung von 14 dänischen Handballern mit lediglich einer Medaille bewertet wird, irgend n Schwimmer aber gerne mal mit 4 oder 5 Medaillen nach Hause geht, weil wirklich jede Distanz in jeder Subkategorie vergoldet wird.

    Wer eine Sportart betreibt die quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet, der hat keinen Anspruch auf Finanzierung durch die Öffentlichkeit. Es gibt sich Tausende quasi Leistungssportler, die eben aber keinen Orchideensport betreiben, sondern sich zt auf regionaler Ebene schon mit mehr Kontrahenten rumschlagen müssen als manch Spitzensportler landesweit.

    Bei jedem Dorftriathlon finde ich wahrscheinlich mehr aktive als zb in manchen Sportarten Deutschlandweit.

    Insofern kann nicht jeder, der sich sportlich selbst verwirklichen will und mangels quantitativen Konkurrenz recht schnell recht weit oben mitspielt, erwarten dass dafür irgendwelche Töpfe aufgehen.

    Das ist in keinster Weise fair und auch nicht die Grundlage, auf der die Sportförderung der olympischen Sportarten aufgebaut ist. Du reimst Dir da was zusammen, was einfach nicht haltbar ist.

    Mediales Interesse ist kein Argument für Förderungswürdigkeit, siehe Frauenhandball.

    und wer gibt den Synchronschwimmerinnen Sichtbarkeit?

    Da haben wir erstmals eine frisch gebackene Europameisterin, die jetzt Ihre Anreise zur WM in China selber zahlen darf, weil die Sporthilfe nicht ausreicht.

    Ich will ja auch nicht jeden Tag Synchronschwimmen sehen, aber allemal noch lieber als Finnland-Island als gefühlt 25. Fussballspiel in den frei übertragenden Kanälen der letzten 14 Tage.

    Wenn sie Glück hat, dann kommt mal ein kurzer Beitrag über sie im Rahmen einer Reportage. Nach dem Fußball... ;(

    Sport gehört bei den ÖR ausgewogen in die Nachrichten und ansonsten in die Mediatheken. Das wird perspektivisch sowieso passieren müssen, da das lineare Fernsehen an Stellenwert verliert.

    Die stattliche Sportförderung ist insgesamt gesehen ein totaler Witz. Eine Elite-Uni in den USA (z.B. University of Texas in Austin) hat mehr Geld für die Förderung von Spitzensport zur Verfügung als der deutsche Staat insgesamt dafür ausgibt.

    Meine Tochter wäre nie beim Handball gelandet, wenn nicht ein berühmter Spieler der RNL persönlich auf sie zugekommen wäre und ihr eine Freikarte für ein Spiel geschenkt hätte. Das ging völlig ohne Einflussnahme der Eltern ab und ihre damit getriggerte Leidenschaft hat uns eher verblüfft. Und Lernen durch Abschauen von den Vorbildern ist für junge Handballer ein einfacher Weg besser zu werden.

    Ich finde sportliche Idole müssen sichtbar sein, hier kann von der HBL gar nicht genug investiert werden. Auch das gehört zur "stärksten Liga der Welt" dazu.

    Es gibt einige Vereine der 1. und 2. HBL die eine eigene Kooperationen mit den Schulen und hier einen engen Austausch haben. So kommt Handball wieder in die Schule und das funktioniert auch. Es bewirkt, dass viel mehr Kinder und Jugendliche sich für Handball interessieren und sich im Verein anmelden.

    Wer sind diese Vereine und warum machen die das und andere nicht? Und wenn es solche Einhörner gibt, warum erfährt man darüber so wenig? Das ist doch ein Thema, das mal ins ÖR-Fernsehen müsste. Man könnte da sicher mal eine Debatte anstoßen. Versace-Bob ist da doch bestimmt jemand, der eine Meinung dazu hat und, um beim Thema zu bleiben, bestimmt auch Pläne hat, wie die "stärkste Liga der Welt" noch besser vermarktet werden kann.

    Und wie genau bringt es "den deutschen Handball" voran, wenn Spiele grösserer Turniere ausschließlich die Hallen füllen, wenn sie in Deutschland stattfinden und/oder Deutsche Mannschaften beteiligt sind ?
    Ist doch auch kein Zufall, dass fast alle Internationale zu 2/3 nur noch in Deutschland ausgetragen wird.

    Und das hilft den Clubs hier ? Echt ?
    Kann doch nicht das Ziel sein, dass die HBL ausschließlich in ihrer eigenen Bubble stattfinden soll.


    Diese "ist mir doch egal was die Anderen machen, sollen doch sehen wie sie klar kommen" spiegelt wiederum natürlich ganz gut den Geist der heutigen Zeit wieder.

    Vielleicht könnte man europäischer denken und die HBL loseisen von Deutschland. Wäre ziemlich progressiv und ein gewisses Risiko, hätte aber durchaus große Wachstumschancen.

    Der Artikel hat Recht.

    Das ist genau das, was ich auch jede Woche in den Sporthallen (beim Handball!) feststelle:

    Die jungen Leute interessieren sich mehr für NFL und NBA und NHL und Darts und Wrestling/MMA/was-auch-immer als für die HBL.

    Wenn das so weitergeht, sterben der HBL in den nächsten 20 Jahren die Zuschauer weg - ohne dass genug neue dazukomen.

    Das, was die jungen Leute interessiert, ist zum großen Teil durch geschicktes Marketing gesteuert. Es war selsten so einfach, wie heute die Massen zu manipulieren.

    Was Marketing und Produktenwicklung angeht, fällt mir noch die Story von Uli Hoeness ein. Der hat das frühzeitig erkannt und geschickt gehandelt, sonst wären die Bayern heute sicher nicht da, wo sie jetzt sind. Handball hat er ja nach eigener Aussage auch analysiert und festgestellt, dass hier schlicht und einfach der Wille fehlt, das Produkt größer zu machen.

    Boah, so ein dämlicher Artikel. Mir gefällt der Spruch "Die stärkste Liga der Welt" wesentlich besser als so ein Gequatsche wie Claim, wo ich erst mal überhaupt nicht weiß, was das heißt. :P

    Und das der nicht weiß mit wem die HBL konkurriert, spricht Bände. Es geht darum zu zeigen, dass die HBL international gesehen nicht so unbedeutend ist wie die Eishockey- und Basketball-Bundesliga.

    Wie ist eigentlich die Auslandvermarktung der HBL? Kann ich die Spiele außerhalb von Deutschland einfach per Stream bekommen? Was kostet das? Oder geht das nur mit vpn und Dyn?

    Beim ersten Abschnitt muss ich sagen, beim Einlaufen ja, aber beim Rest brauche ich das nicht. Wäre auch quatsch, wenn der Trainer bei der Auszzeit gegen irgendwelche Musik anschreien muß oder seine Taktiktafel wegen Dunkelheit und Stroboskoplicht nicht erkennbar ist.

    Beim zweiten und dritten Abschnitt stimme ich dir zu. Ich war z. B. in der allgemeinen Sportgruppe unserer Schule, da wurde neben der normalen Sportstunde (auch mit Handball - wenn ich mich richtig erinnere wurde Handball im Gegensatz zu Fußball sogar benotet) Handball, Volleyball, Baskettball und Kleinfeldfußball gespielt. Unsere Sportlehrer hat uns dann Tipps gegeben wo wir eventuell Talent hätten und weitermachen könnten. So bin ich dann mit 16/17 bei einer Herrenmannschaft gelandet.

    Ich schaue mir oft auch Spiele der 1. Liga in Frankreich an, die machen das da eigentlich alle, dass bei einer Auszeit nur ein Spotlicht auf das Rudel um den Trainer gerichtet ist und die Hallenbeleuchtung wird deutlich abgesenkt. Wirkt ziemlich gut, finde ich, ist aber sicher nicht jedermanns Sache. Letztendlich geht es aber darum, das Produkt interessant zu machen und nicht im selben Trott weiterzumachen. Stillstand ist Rückschritt.

    Ich war in den 80ern auf einer Stützpunktschule Handball. D.h. wir hatten regulär Handball als Sportfach und haben darin auch Abiturprüfungen abgelegt. War damals schon so, dass da quasi die gesamte Oberstufe zusammen einen gut gefüllten Sportkurs ergeben hat, war aber nie was für die breite Masse oder Anfänger. Niveau war da durchaus beachtlich, der ein oder andere hat es sogar bis in die 1. Bundesliga beim TV Groß-Wallstadt, die damals noch ein Top-Team waren, geschafft. Es ging auch öfters mal nach Berlin mit der Schulmannschaft. - Heute sind wir da mit den Internaten der Bundesligisten sicherlich sehr viel weiter.

    Vielleicht sollte Dyn zukünftig auch die Jugendbundesligen professionell übertragen. Man könnte ja mit Topspielen (m und gerne auch w) versuchsweise anfangen. Der Fokus auf den Unterbau der "stärksten Liga der Welt", wäre sicher auch gut zu vermarkten und sehr viel besser bei den Profis von Dyn aufgehoben als bei sportdeutschland.tv. Vielleicht findet man da ja auch prominente Fürsprecher, SchmiSo kommentiert doch für Geld gefühlt alles und Kretzsche findet es sowieso geil sich selbst reden zu hören.... ;)

    Da scheiden sich eben die Geister, beim SCM beispielsweise ist die Halle seit Jahren ausverkauft und das komplett ohne Halbzeitshow und besondere Einlagen. Ich denke, es würde in der Getec auch eher schlecht ankommen, wenn das nun geändert würde. Und der DYN-Zuschauer würde, dank blauer Dauerschleife, auch kaum etwas vom "Event" mitbekommen.

    Bei den RNL sehe ich da durchaus noch Potential, auch wenn da schon vergleichsweise viel gemacht und probiert wird. Und ausverkauft ist da echt selten, auch damals nicht, als sie Meister waren...

    Diese blaue Dauerschleife ist auch eher absurd. Da würde doch Werbung optimal reinpassen, was läuft da schief bei Dyn?

    Bloß nicht mehr Show. Ich brauche keine "Möchtegernsänger" oder "Hupfdohlen" in der HZ Pause oder den Auszeiten. Da soll das Geld dafür lieber in den Nachwuchs gesteckt werden.

    Wichtiger wäre es dafür zu sorgen, daß in den Schulen wieder Handball gespielt wird, dann bekommst du den Nachwuchs in die Vereine und die Hallen. Darum kommen vielen gute Spieler aus Skandinavien, weil es da so ist. Wenn dann erstmal wieder mehr guter Nachwuchs da ist, werden auch nicht mehr so viele Spieler aus dem Ausland geholt und das stärkt die Mannschaften dort.

    Man kann doch den deutschen Mannschaften nicht die Schuld geben, daß hier die besten Vereine spielen.

    In Länder in welchen der Handball nicht irgendwie verankert ist, bekommst du ihn auch nicht rein, dafür ist es viel zu aufwendig die Infrastruktur zu schaffen (Hallen usw.).

    Man sollte erstmal mit Freilufthandball (Fußball oder Baskettball wird auch auf Bolzplätzen o. ä. gespielt) anfangen (haben wir damals auch). Am Anfang fällt man noch nicht so oft (oder vermeidet es), dann könnte der Handball wenigstens hier wieder eine breitere Basis bekommen.

    Show kann ja auch sein, dass ein stimmiges Beleuchtungskonzept mit Wiedererkennungswert entwickelt wird. Auszeiten gewinnen z.B. durchaus an Dramatik, wenn man sie richtig in Szene setzt. ;) oder eine Orgel, wie neulich bei der U21 WM.

    Da die Sportlehrerausbildung Handball nicht mehr in allen Bundesländern als Pflichtveranstaltung vorsieht und es in den Lehrplänen gefühlt nicht mehr vorkommt, ist der Zug hier wohl bis auf Weiteres abgefahren. An der Schule meiner Tochter gab es zwar noch Handball im Lehrplan, die Übungsstunde hat dann meine Tochter übernommen, weil es die Lehrerin nicht konnte. ;)

    Beachhandball ist zwar für Anfänger einfacher zu spielen (Spinshot und Kempa mal außen vor), aber auf der Gasse haben wir in den 80ern und 90ern hauptsächlich Fußball gespielt.

    Typischer Marketingansatz: wachsen und vor allem jünger werden! Warum eigentlich? Dem Handball in D geht's gut, die Medienpräsenz steigt, die Hallen sind voll und wir sehen spannende und hochklassige Spiele. Ob und wie das andere Länder erreichen, ist Sache der anderen Länder.

    Vergleiche mit der Ballerliga oder der NBA sind doch absurd. So hip oder glamourös wird Handball nie werden und das ist auch gut so. Der Markenkern ist ein Familiensport, der vom Kind bis zum Uropa alle mitnimmt. Das schafft kaum eine andere Sportart. Von positiven Werten wie Fairness, Menschlichkeit und Bodenständigkeit ganz zu schweigen. Handballer sind anders und das Publikum findet das überwiegend richtig und kommt genau deswegen.

    Wenn Du Handball durch HBL ersetzt, dann passt es so einigermaßen für mich, was den aktuellen Zustand angeht. Auf andere Länder würde ich auch nicht schauen wollen, so lange wir die HBF in ihrer jetzigen Form ertragen müssen.

    Definiere gut? Die Karaoke-Show beim Champions League - Final 4 wirst Du hoffentlich nicht meinen, oder?

    Und an der Halbzeit-Show der NFL im Super-Bowl scheiden sich die Geister ebenfalls.

    Und warum nicht "stärkste Liga der Welt", es gibt nun mal keine stärkere und inzwischen auch attraktivere im Handball

    und wenn ich die anderen Sportarten betrachte, kommen da auch nicht viele mit . . .

    "Gut" liegt natürlich immer im Auge des Betrachters, aber man sollte sich als HBL-Mitglied noch stärker klar machen, dass man Teil der Unterhaltungsindustrie und das Zugpferd für den Handball ist. Sportpuristen mögen das anders sehen, die sind aber nur ein kleiner Teil der Zielgruppe. Aus Gesprächen mit Sportveranstaltern, weiß ich, dass eine wachsende Anzahl der Zuschauer am Spektakel interessiert ist (sog. "Event-Publikum"), auf die aus finanziellen Gründen nicht verzichtet werden kann. - Die gebotenen Standards müssen sich daher zwangsläufig weiterentwickeln und mit dem Zeitgeist gehen, sonst wird es zukünftig schwer sich am wandelnden Markt zu bestehen. Nur mit einem Handballspiel alleine fesselst Du die Leute heute nicht mehr und wirst keine nennenswerten neuen Zuschauerschichten gewinnen.

    "Think big" ist ja per se keine schlechte Strategie. Ein gelungenes Marketingkonzept sehe ich hinter dem Leitspruch aber bisher nicht, deshalb fände ich es besser, wenn man es nicht mehr so stark betont. Wenn ich als Außenstehender zu einer Veranstaltung "der stärksten Liga der Welt" gehe, dann würde ich immer erwarten, dass da mehr geboten wird, als nur das Spiel an sich.

    Die Weiterentwicklung des Premium-Produkts erscheint mir bisher sehr unkoordiniert und die Außendarstellung zu oft richtig amateurhaft.

    Ja, keine Frage.

    Hier im Thread wurde aber mehrfach und von verschiedenen Usern geäußert, dass die Offiziellen vor Wiederanpfiff die Spieler hätten durchzählen und den Fehler des Dessau-Roßlauer HV noch vor Anpfiff hätten korrigieren sollen.

    Eine wohlwollende und besonnene Spielführung hat dem Ansehen des Sports noch nie geschadet. - In den aktuellen Regeln ist das zwar nicht fest verankert, die Regeln betonen jedoch die zentrale Stellung der Schiedsrichter, die für einen reibungslosen und regelkonformen Ablauf verantwortlich sind und dabei möglichst viele Spielsituationen im Sinne des Sportsgeistes und der Fairness beurteilen sollen. Demnach könnte man zum Schluss kommen, dass eine gewisse Sorgfaltspflicht die fragliche Situation verhindert hätte. "Fairness" kann ja auch bedeuten, dass man jemand darauf hinweist, dass er einen Fehler begehen könnte.


    Nur am Rande: Bei der Schiedsrichterausbildung in den 80ern wurde noch gelehrt, dass man doch regelmäßig Durchzählen soll und auf gar keinem Fall jemand auf dem Feld sein darf, der nicht "ordentlich" gekleidet ist. "Trikot nicht in der Hose" wurde damals noch progressiv bestraft :)

    Du schreibst in Deinem ersten Beitrag "Ein proaktives Eingreifen zur Verhinderung von Regelverstößen vor der Weiterführung des Spiels ist also in bestimmten, klar definierten Situationen ausdrücklich vorgesehen und gewünscht." und genau diesen proaktiven Eingriff vor Weiterführung des Spiels habe ich in Frage gestellt. Insofern sehe ich keine Übereinstimmung.

    Nirgendwo steht, dass das Durchzählen vor Wiederaufnahme des Spiels zu diesen klar definierten Situationen gehört, vorgesehen sind nur folgende:

    • Wechselfehler oder regelwidriges Eintreten eines Spielers:
      Wenn ein Spieler unerlaubt das Spielfeld betritt oder eine Auswechslung nicht regelkonform erfolgt, ist der Delegierte berechtigt, das Spiel unverzüglich zu unterbrechen.
    • Nichteinhaltung des Auswechselraum-Reglements:
      Unsportliches Verhalten, Störungen oder andere Regelverstöße im Auswechselraum können ebenfalls zur sofortigen Spielunterbrechung durch den Delegierten führen.
    • Beantragtes Team-Time-out:
      Wird ein Team-Time-out beantragt und ist dies korrekt, kann der Delegierte das Spiel unterbrechen lassen. Bei fehlerhaftem Timing oder Missachtung des Reglements kann er ebenfalls eingreifen.
    • Unsportliches Verhalten im Auswechselraum:
      Bei unsportlichem Verhalten (z.B. Beleidigungen, Verstöße gegen die Fairness außerhalb des Spielfelds) ist der Delegierte befugt, das Spiel zu unterbrechen und die Schiedsrichter auf den Vorfall hinzuweisen.

    nozdormu

    Ein Spieler zuviel auf dem Spielfeld ist ein Regelfehler aber für sich genommen noch kein Regelverstoß. Das Kampfgericht soll natürlich auf den Regelfehler hinweisen und eingreifen, aber erst nachdem er auch eingetreten ist - in diesem Fall nach Wiederanpfiff des Spiels.

    korrekt, nichts anderes steht in meinem Beitrag und in den verlinkten Dokumenten

    Grundsätzliche Regelfrage:

    Wieso sollten die Offiziellen überhaupt vor Anpfiff nachzählen, wie viele Spieler auf dem Feld stehen und das gegebenenfalls korrigieren? Wäre dies nicht ein Eingriff der neutralen Offiziellen zugunsten der fehlbaren Mannschaft? Aus- und Einwechslungen sowie die Anzahl der Spieler auf dem Feld obliegen den jeweiligen Mannschaften. Die Delegierten sollen lediglich eingreifen, wenn es zu Verstößen kommt. Dazu gehört es meiner Meinung nach nicht, eine Mannschaft, die einen Spieler zuviel aufstellt noch vor Spielbeginn auf den möglichen Fehler hinzuweisen.

    Delegierte beim Handball – insbesondere Technische Delegierte – haben die Aufgabe, für einen ordnungsgemäßen Ablauf des Spiels zu sorgen und Proteste zu vermeiden.

    Delegierte sollen Fehler, die zu einem Einspruch führen könnten, erkennen und die Schiedsrichter darauf hinweisen – allerdings nur bei solchen Fehlern, die nicht in den Bereich der Tatsachenfeststellung fallen. Das betrifft vor allem formale und organisatorische Fehler, etwa im Auswechselraum oder bei der Zeitnahme. In diesen Fällen kann und soll der Delegierte proaktiv eingreifen, indem er die Schiedsrichter veranlasst, das Spiel zu unterbrechen und auf den Fehler aufmerksam macht.

    Ein proaktives Eingreifen zur Verhinderung von Regelverstößen vor der Weiterführung des Spiels ist also in bestimmten, klar definierten Situationen ausdrücklich vorgesehen und gewünscht.

    https://www.hamburgerhv.de/files/ol_hhsh_…legierter_0.pdf

    https://www.hvw-online.org/fileadmin/hvw/…etaere_2425.pdf

    https://hvnb-online.de/wp-content/upl…Delegierter.pdf