Beiträge von nozdormu

    Entschuldige aber das ist leider nur eine Theorie und geht von Grundsätzen aus die einfach falsch sind. Das Sponsorenpotential ist nicht unendlich und wir sind nicht in der Biologie sondern der Betriebswirtschaft.

    Ja, es ist (nur) eine Theorie. Im Falle der Geschichte der HBF war sie aber bisher immer zutreffend.


    In der Betriebswirtschaftslehre und Ökonomie spricht man oft von solchen Prozessen als Teil des Marktmechanismus, bei dem sich „überlebensfähige“ Unternehmen durchsetzen und weniger erfolgreiche ausscheiden (vergleichbar mit einem natürlichen Selektionsprozess).

    Ein ökonomischer Selektionsprozess beschreibt die Markt- oder Wettbewerbsmechanismen, durch die ineffiziente oder weniger wettbewerbsfähige Unternehmen, Produkte oder Organisationen aussortiert werden.

    Wenn die Vorgaben von den Vereinen nicht mehr aufgefangen werden könnten und die Liga als solches kollabieren würde, dann wäre das letztendlich ein Eingeständnis, dass der Markt einfach nicht (mehr) da ist. So weit sind wir aber noch lange nicht.

    Es gibt auch bei diesen Vorgängen um Ludwigsburg Gewinner.

    Und ich lese hier immer, dass es gut ist, dass so ein dominanter Verein wie Ludwigsburg nicht mehr da ist ...😉


    Ludwigsburg war über fast ein Jahrzehnt das absolute Flaggschiff im Frauenhandball, hatte professionelle Strukturen, stand 2024 im Champions League-Finale. Das zeigt doch, dass man in Deutschland auf absolut höchstem Niveau im Frauenhandball aktiv sein kann. Und das alles hat auch dazu geführt, dass andere Vereine in der Bundesliga sich auch weiterentwickeln mussten, um den Rückstand zu verkleinern und da mitzuhalten. Das hat also auch der Entwicklung der Handball Bundesliga Frauen gutgetan und den Frauenhandball auf ein neues Level gehoben.

    So was ähnliches war damals beim TV Lützellinden auch schon zu lesen.

    These: Der Zusammenbruch von Ankerteams in semiprofesionellen Sportligen gehört zum Geschäft und sollte nicht überbewertet werden. Ist eine Form von Evolution.

    Perplexity meint dazu:

    Deine Aussage ist durchaus treffend formuliert und lässt sich gut einordnen:

    In semiprofessionellen Sportligen – ganz besonders in Nischensportarten oder Ligen unterhalb der höchsten Spielklassen – ist der Zyklus von Entstehen, Aufstieg, Zusammenbruch und Neugründung von Teams ein typisches Muster. Gründe dafür sind oft:

    • Finanzielle Instabilität: Sponsoren springen ab, Einnahmen bleiben hinter den Kosten zurück.
    • Strukturelle Schwächen: Mangel an professionellen Strukturen im Management, Abhängigkeit von Einzelpersonen.
    • Spielerfluktuation: Gute Spieler wechseln weg in professionelle Ligen, der Nachwuchs ist schwer zu halten.
    • Regionale Faktoren: Zuschauerbasis und Medieninteresse sind begrenzt.

    Daher kann man den "Zusammenbruch von Ankerteams" tatsächlich als Teil einer evolutionären Dynamik sehen: Mannschaften verschwinden, neue treten an ihre Stelle, und über die Zeit setzen sich nur die Organisationen durch, die stabile Strukturen, eine solide Finanzierung und eine gewisse lokale Verwurzelung aufgebaut haben.

    Man könnte es fast mit einem ökonomischen Selektionsprozess vergleichen:

    • Kurzfristig ist das Verschwinden eines bekannten Teams schmerzhaft für Fans und Spieler.
    • Langfristig stärkt es aber die Liga, weil nur die widerstandsfähigsten und professionellsten Teams übrig bleiben – oder weil Platz für neue, innovative Strukturen geschaffen wird.

    "Turboschnelle" Professionalisierung, weil die Zeit verrinnt, wie hier offenbar vielfach gewünscht, ginge meiner Meinung nach nur, wenn man einen Investor findet, der auf die Liga auf Franchise umstellt und die Teams sich dann quasi in die Liga als Franchisenehmer einkaufen müssen. Wer nicht genug Ressourcen hat, bleibt dann halt draußen.

    Halte ich allerdings für reichlich fantastisch, dass das passiert.

    Lies dir u.a. den Fall Sinner durch !

    Unterm Strich bist du als Sportler dafür verantwortlich, was in deinem Körper ist.

    Und wenn der Test positiv ist, hast du halt ein Problem.

    Es wird unglaublich viel getestet, dafür ist die Anzahl der Dopingfälle jetzt nicht sonderlich hoch und im Handball extrem ungewöhnlich.

    Aber wie der Fall Kretzschmer zeigt, durchaus möglich

    Bin ich mir nicht so sicher, ob wirklich "unglaublich viel" getestet wird, das ist viel zu aufwändig und teuer. Undercover-Arbeit, intelligente Teststrategien, und Trendanalysen versprechen mehr Erfolge im Kampf gegen die Szene.

    Gibt es irgendwelche Leistungsanforderungen an die Mannschaft des 1.Spieltages?

    Sie wollen bestimmt nicht ihren eigenen Rekord verbessern....

    Am 1. Spieltag der Saison 2023/2024 am 6. September 2023 verlor HSV Solingen-Gräfrath gegen SG BBM Bietigheim mit 20:43 Toren – das entspricht einer Differenz von 23 Toren.

    Wie soll es denn bitte etwas anderes als eine Randsportart sein? Es gibt doch locker 15 Sportarten, die in Deutschland beliebter sind, wenn nicht mehr.

    Jemanden als professionell zu bezeichnen, der sich als Profisportlerin nicht auf den Profisport fokussiert, ist schon irgendwie skurril.

    Lucie Kretzschmar über sich selbst:


    "Neben dem Handball studiere ich in Heidelberg Grundschullehramt mit den Fächern Deutsch und Englisch."


    Ich weiß nicht, wie aktuell der Text ist (vermutlich von 2023) und ob sie mittlerweile fertig ist mit dem Studium. Nach Vollprofi hört sich das für mich jedenfalls nicht an.

    Luft nach oben in der Halle ist bei ihr sicher noch da, aber es sieht aktuell nicht so aus, als ob sie anstrebt das Maximum zu erreichen. Ist vielleicht auch der intelligentere Weg, der ihr mehr Spaß verspricht. Wir sollten uns da kein Urteil drüber erlauben. Falls sie zu einem Verein mit höheren Ambitionen wechseln will, dann könnte das aber evtl. ein Nachteil für sie sein.


    Das hat nichts mit Weltbild zu tun und dein Ton ist anmaßend und abstoßend. Wenn’s das große Ding wäre, würde man das ja sicher merken ;)

    Ich bin dafür, du eröffnest irgendwo tief im Forum einen Thread für diese Nischensportart und belästigst uns hier nicht weiter mit dem überzogenen Hochjubeln dieser.

    Ok, war mein Fehler, entschuldige das bitte. Du warst gar nicht gemeint. Mein Beitrag bezog sich auf #729, das war unglücklich von der Timeline.

    Tut mir auch leid, dass das vielleicht etwas hart formuliert war, aber es gibt halt Dinge, die man anders sehen kann, mit denen man sich aber abfinden muss, deshalb "Weltbild". Ich kann Stifler's Moms Gedankengänge voll und ganz nachvollziehen, halte sie aber an den Tatsachen vorbei argumentiert.
    Bensheim hat sicher aktuell größere Probleme als die Vorbereitung einer einzelnen Spielerin.

    Letzter Beitrag von mir dazu: Ich jubele nichts hoch, schon gar nicht eine Randsport, die nur wenige hier interessiert. Beachhandball hat speziell hier im Thread anlasslos nichts verloren. Es tut mir leid, wenn ich Euch damit belästigst habe, weil es eine prominente Spielerin gibt, die beides auf hohem Niveau spielt.

    Göppingen hat eigentlich genügend Spielerinnen. Insb., da man wohl mit Abstieg/Relegation wenig zu tun hat und mit Top 4 auch nichts.

    Wenn LB Leute wie Degenhardt an Göppingen verliert, dann wird es auch kaum einen Neuanfang geben.

    Sehe ich auch so. Würde die Team-Chemie evtl. auch stören. Sina Ehmann z.B. ist gut genug für die Ziele von FAG und hat sicherlich auch noch Potential.

    Nur, weil es nicht in Dein Weltbild passt...

    Ob jemand wegen Hobby "für Deutschland im Sand spielen" mit vertraglicher Zusicherung oder wegen anderer Ursachen ("private Gründe") nicht in der Vorbereitung dabei ist, ist beim Wettkampfmodus der HBF letztendlich egal. Finde Dich einfach damit ab.

    Weniger ist oftmals mehr. Ich bin mal gespannt, wie der Kreuzband-Monat Oktober dieses Jahr bei den Teams mit "gelungener" (harter) Vorbereitung ausfällt...

    Das kann viele Gründe haben, aber einen ganz sicher nicht, und der heißt Pavol Streicher. Aus seiner Zeit als BHV Auswahltrainer wurde mir einmal berichtet, dass er bei einer der wenigen Gelegenheiten, bei denen er beim Training seines Teams vorbeigeschaut hatte, auf der Bank eingeschlafen ist.

    :)

    Ja, er war üblicherweise nicht sehr aufgeregt Hat er bei dieser EM wirklich als Chefcoach auf der Bank gesessen und _aktiv_ gecoacht?

    Wenn man sieht so der beach Handball vor 15 Jahren National Stand (von International rede ich erst gar nicht) und wo er jetzt steht kann man schon von Professionalisierung reden.

    Vor 20 Jahren wurde der deutsche Meister im beach Handball mit 3 Promille Sieger. Heute spielen dort teilweise Profis aus der Halle. Ist aber zu kurz um alles aufzuzählen.

    Medilar Strukturen brauchen immer ihre Zeit und sollten auch ans junge Publikum angepasst werden (YouTube oder Twitch)

    Das hat aber nur wenig mit dem DHB zu tun. Die Vereine sind es, die den Sport professionalisieren und auch in schwierigen Zeiten hochgehalten haben. Im Abschöpfen waren Sportverbände schon immer gut. Beachhandball wäre sicherlich weiter, wenn sie mit der GBO-Serie auch gleich einen eigenen Verband ohne Altlasten gegründet hätten. Dann hätten wir vielleicht auch schon Teams in Deutschlaand, die das ganze Jahr über nur Beach spielen und Lucie Kretzschmar würde hier nicht sinnlos angegangen werden.

    Beim Trainer konnte ich keine Konzeption für das Angriffsspiel erkennen und seine Wechselei fand ich teilweise recht verwirrend. Z.B. bei der relativ guten Trefferquote von 9m über längere Zeit im Rückraum nur mir Durchbruchsspielerinnen zu spielen, fand ich schon bemerkenswert. Bleibt zu hoffen, dass für die WM im nächsten Jahr (sind wir mit Platz 11 überhaupt qualifiziert?) die richtigen Schlüsse gezogen werden. Was für eine Entwicklung binnen eines Jahres möglich ist, hat die Slowakei gezeigt - das war schon erstaunlich. Hoffen wir das Beste!

    Wie hat Pavol Streicher das geschafft? Als er noch beim BHV unterwegs war, hatte ich immer den Eindruck, dass er im Laufe der Zeit komplett den Anschluss an moderne strategische Konzepte verloren hat. Hatte dann vielleicht doch mehr mit dem Niedergang seines Verbandes zu tun als mit fachlicher Expertise.

    Ich kann nur bestätigen, dass das Vorgehen keine Ausnahme und nichts Neues ist.

    Ich kann da nur warnen vor und man solte sich gut überlegen, ob man sich bzw. seinen Kindern das antun will:

    Ich hatte auch schon mehrfach solche "Förder"-Verträge verschiedener olympischer Sportarten in den Händen und habe sie befreundeten Juristen zwecks Beurteilung gegeben. Bester Kommentar war: "Die Sklaverei wurde in Deutschland 1871 abgeschafft."

    Auffällig bei diesen Verträgen ist oft das Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung, insbesondere (unzumutbare) Rückzahlungsklauseln und (unvernünftig) lange Bindungen.

    Turnen ist mir da sehr negativ aufgefallen (8000,- Rückzahlung und 5 Jahre Bindung), aber auch so manche "Akademie" in Ballsportarten...

    Burnout, Belastungsstörungen, usw. treten bei solchen "Fördermodellen" überdurchschnittlich oft auf.