Beiträge von nozdormu

    Ich sehe das per Fernsteuerung nicht. Das ist oft alles andere als rund. Und die Kamera selbst mag klein sein, aber sie muss auch irgendwie befestigt werden. Dahinter steht dann noch jemand, der die Kamera bedient. Steht sie zu hoch, dann ist das Bild nicht gut. Steht sie zu nah am Spielfeldrand, dann ist das Bild auch nicht gut. So einfach ist die Sache dann eben doch nicht, wenn man ein wenig Anspruch an die Sache hat.

    Es muss niemand hinter der Kamera stehen. Du schwenkst nicht die Kamera, sondern benutzt ein System aus mehreren Kameras, die nahtlos aufeinander abgestimmt sind und die Bildregie verschiebt dann den Ausschnitt und zoomt und erweckt das Ganze zum Leben. Die KI-Kameras von veo arbeiten z.B. so.

    Klingt unerefreulich, aber spannend. War letztens bei Nacht in Hannover unterwegs, hat mir Angst gemacht, seltsames Volk ist da unterwegs. Du hast doch einen schwarzen Gürtel? :)

    Hoffentlich geht das gut aus für Dich, ich würde ungern auf Deine Berichte verzichten!

    Ändern können es nur die Städte. Und da haben manche Glück und manche Pech mit ihren Städten. Das hat für mich mit den Vereinen nichts zu tun.

    Das mit dem Status Quo bezog sich mehr auf die Gesamtsituation des Frauenhandballs. Dass eigentlich kein Verein außer vielleicht Schwarz Gelb Lüdenscheid eine bundesligataugliche "Arena" in Eigenregie bauen kann, ist klar.

    Für die Vereine der HBF ist das wohl eher widerwillig beschlossene Zielbild anscheinend viel zu weit weg. Deshalb wird da gefühlt auch ständig verschoben oder nachgebessert. Solches Verhalten kennt man aus dem Projektmanagement ("Scope creep") und ist eine Folge von fehlender Anpassung von Zeit, Budget oder Ressourcen.


    Vielleicht sollte man in Anbetracht der bevorstehenden WM mal über eine bessere gemeinsame Marketingstrategie der Liga nachdenken?!

    Ich habe mal gelernt, dass es gut ist, wenn man seine Stärken nutzt, also was ist denn positiv am Leistungssport Frauenhandball in Deutschland?

    So eine Kamera benötigt Platz, dazu hast Du einen gewissen Winkel, das Bild muss ja auch entsprechend passen.

    Ist das wirklich so? - Eine vollautomatisierte Kamera mit streaming tauglichen 4k Bild ist nicht so groß und geht notfalls auch mit Akku statt Netzstrom. Oder auch mit Fernsteuerung, falls manuelle Bedienung vorgeschrieben sein sollte.

    Nicht vergessen: Von einer "guten" Halle profitiert nicht nur Handball. Auch andere Sportarten und Kulturveranstaltungen, bis hin zum Neujahrsempfang machen mehr Laune, wenn das Ambiente stimmt. "Ranzige" Schulturnhallen mit sprödem Bunkercharme sind nichts, mit dem Du Marketing machen willst.

    Beim HVNB ist ein weiteres Problem bei der Einpassung des neuen Jugendspielrechts in die SpO aufgepoppt. Helge und ich hatten das im Video nicht behandelt bzw. bislang auch gar nicht gesehen. Es geht um die U21 Regelung, dass sich Junioren nicht im Erwachsenen festspielen können:

    Das erscheint wie ein Wertungswiderpruch. Junioren können sich nicht festspielen (§ 15), Jugendspieler (§ 19) mit Doppelspielrecht finden keine Erwähnung, würden sich folglich im Erwachsenenbereich doch festspielen. Die Überlegung in Niedersachsen/Bremen nun, dass dann das Jugendspielrecht innerhalb des Doppelspielrechts aufgegeben werden müsse, um in den Genuss der U21 Regel zu kommen.

    Lieber DHB! Bitte hier noch mal drüberschauen!

    3. Liga aufwärts ist davon unberührt, oder?

    Wenn die Sätze so gefallen sind, wie Bild sie zitiert, dann kann ich nur fragen, was Wiede sich eigentlich einbildet. Die Handballwelt dreht sich nicht um ihn. Zu oft verletzt und als Wudke ihn anrief, sagte er ab. Dann kann man doch nicht allen ernstes erwarten, wieder ins Aufgebot zu kommen, weils gerade sehr gut läuft.

    Ich denke nicht, dass sich Wiede irgendwas einbildet, das ist reisserisch formuliert, aber warum ruft Wuttke an und nicht der Chef selbst? Ich kenne das nirgendwo so, dass der Co-Trainer bei wichtigen Entscheidungen vorangeschickt wird. Gerade nach der Vorgeschichte und der Aussprache wäre das ein Zeichen des "Good Will" gewesen. Und so viele Spieler waren zu dem Zeitpunkt nicht mehr auf der Liste, warum ist er da dann überhaupt drauf gelandet, wenn keine persönliche Kommunikation durch den Headcoach in der ersten Kontaktaufnahme vorgesehen war?

    Aber vielleicht sind wir ja auf dem Holzweg und die Kommunikation zwischen Bundestrainer und Spielern geht immer zuerst über den Nuntius?! - Fände ich archaisch...

    Mir braucht auch keiner erzählen, dass man die Halle in Bensheim nicht so umgestalten könnte, dass sie den Vorgaben entspricht. Bin dort oft genug durch Halle und Katakomben gekrochen. Da ist genug Platz, um mit verhältnismäßig kleinen Aufwand was zu zaubern. In der Werner-Aßmann-Halle hat man es ja auch hinbekommen "telegen" zu sein und es fällt kaum auf, was für ein enger Kasten das ist. Da war der Aufwand sicherlich höher, als das, was in Bensheim zu tun wäre.

    Letztendlich ist die Hallenproblematik aber nur ein Symptom. Von außen betrachtet muss man leider annehmen, dass die Vereine nicht gewillt sind den Status-Quo zu ändern, weil sie den (langfristigen) Mehrwert für sich selbst nicht sehen. Irgendwo im Forum war letztens von "Henne-Ei-Problem" zu lesen, das sehe ich genauso. Ohne gehörige Anschubfinanzierung wird es nicht funktionieren, leider.

    War Michelmann nicht Politiker? Kann man nicht ein Sonderprogramm zur "Verbesserung des Hallensports" initiieren?

    ... aber gar keine Kommunikation mit dem Cheftrainer mehr, ist schon seltsam. Wuttke vorschicken hat schon ein Geschmäckle, finde ich, wenn es denn stimmt. - Passt aber nach meiner Erfahrung zu vielen Auswahl-Trainern beim DHB: "Aus den Augen, aus dem Sinn".

    Das ist ein UX-Problem der eingesetzten Software. Die Spielerinnen sind normalerweise über die Passdatenbank bereits im System hinterlegt. Nur manchmal sind sie es nicht und die Maske zum manuell eintragen ist halt nicht intuitiv.

    Stimmt, das ist von der Benutzungsoberfläche und von der Benutzerführung eine "Tool aus der Hölle". Ich habe da auch schon regelmäßig Anfälle bekommen, ein kleiner Schalter zum Tauschen von Vor- und Nachname kann doch echt nicht so schwer sein.

    Leider ist das ein Software-Problem und da kann man überhaupt nichts machen. :irony:

    Bei einer Mitschülerin meiner Tochter wurde ein NADA-Kontrolleur in der Schule vorstellig. Die Gute hatte pflichtbewußt ihren Aufenthaltsort so angegeben. Nachdem sie allerdings nicht auffindbar war und sich auch nicht auf eine Ansage über die Lautsprecheranlage reagierte, ist dann bei der Schulleitung aufgefallen, dass an dem Tag Sport-Abi war und sie als Kader-Leichtathletin im Olympiastützpunkt ihre Prüfung ablegt. Der Kontrolleur ist dann zum Glück für sie tatsächlich ans andere Ende der Stadt gefahren und hat eine Pause zwischen den Übungen genutzt um die Probe zu bekommen. Da das dort öfters vorkommt, waren hierfür immerhin bessere Örtlichkeiten als in der Schule vorhanden.

    kommt drauf an, woran man das fest macht, jede Münze hat 2 Seiten

    es braucht manchmal genau diesen Typ (in nenne es mal positiv Handballfanatiker oder Handballirrer?) um im Gespräch zu bleiben, wo hast du heute noch unterschiedliche Charaktere
    da gehst du deswegen in die Halle und nicht (nur) wegen des Spiels, weil du auch neben dem Spielfeld etwas geboten bekommst
    auch 'ne PK mit Renate Wolf hatte bisweilen erheblichen Unterhaltungswert

    ich glaub auch, damals konnte mehr Menschen beim Doc einen Bezug zum Frauenhandball darstellen, als vor 2 Monaten mit HB Ludwigsburg

    Ich habe zwar nur vier Semester Psychologie studiert, aber ich denke das "Handball" in den Klammern kannst Du getrost streichen. Habe ihn öfters mal vor, während und nach einem Spiel erlebt. Waren drei verschiedene Persönlichkeiten, wenn Du mich fragst...


    PKs mit Renate Wolf habe ich auch öfters erleben dürfen, da stimme ich zu. Hatte die nicht auch gerne ihren Hund im Mannschaftsbus dabei?

    Polarisierende Typen erzeugen Medienecho, ja, keine Frage. Ecken und Kanten sind auch ok, aber mit dem ganzen Social Media Unfug wird halt vieles episch ausgebreitet, da muss man heutzutage schon hart im Nehmen sein, wenn man authentisch bleiben will.

    Sportler können nicht davon ausgehen, dass sie davon leben können so sehr ich es ihnen gönne. Das trifft auf viele Jobs und „Berufungen“ so und was hat die Liga davon wenn ein Verein pleite geht? Was soll daraus langfristig die anderen Stärken? Sie bekommen dadurch nicht einen Cent mehr Geld sondern eher mehr Regeln und Auflagen, die dann Aufwand und wieder Kosten generieren. Vielleicht verbessert sich das Lizenzvergaben aber im Kern wurde Geld ausgegeben, dass nicht da war und nicht mehr. Es gibt bei diesem Vorgang keinen Gewinner und kann/wird wohl leider wieder passieren. Erinnern wir mal was aus der Vergangenheit für Lehren gezogen wurden.

    Nach der Nürnberg Pleite wurde eine nachweispflicht für die Zahlung der Sozialabgaben eingeführt. Wurde damit die Bezahlung mehr?

    Nach der Leipzig Pleite wurde eine Sicherheitsleistung von jedem Verein eingeführt damit im Fall einer Pleite noch Mittel zum abfedern für die anderen da ist. Das Geld ist nun auch weg.

    Am Ende wurde hier von vielen offenbar gesagt: ist nicht mein Job - ich mache so weiter und Blende alles andere aus. Das ist echt naiv, wenn öffentlich bekannt ist das der Mäzen bald nicht mehr zur Verfügung stehen würde.

    Die Einschätzung passt, Pleiten sind kein Gewinn für die Liga, sondern immer ein Risiko und eine Kostenquelle. Die Liga kann nur versuchen, Risiken durch Lizenzbedingungen, Finanzkontrollen und Bürgschaften zu minimieren – was aber kein Geld generiert, sondern oft nur Verluste abfedert und Kosten verursacht. Ein nachhaltiges Wachstum und finanzielle Stabilität der Vereine kann nur durch breitere, stabilere Sponsorenbasis, bessere Vermarktung des Frauenhandballs und realistische Gehaltsmodelle für Spielerinnen erreicht werden.


    Deine kritische Sicht betont zurecht, dass es kein einfaches „Weiter so“ geben darf, sondern ein Umdenken, das nun auch über die bisherigen Notmaßnahmen hinausgehen muss. Sehe ich genauso.