Beiträge von nozdormu

    ... sollte auch in einem Handball-Forum gelegentlich einer strukturierten Betrachtung unterzogen werden, finde ich!! Kritisch oder auch lobend. Das geht bei der IHF los, aber auch bei EHF, dem DHB und dessen Landesverbände sollten ab und zu mal genauer hingeguckt werden. Welche Entscheidungen haben welche Auswirkungen, sind sie gut oder schlecht für eine Weiterentwicklung des Handballs? Wie ist zum Beispiel die Arbeit der deutschen VertreterInnen bei IHF und EHF einzuschätzen? Herrschen dort schon Verhältnisse wie bei FIFA und IOC, nur es merkt keiner? Und, und, und...

    Was meint die geschätzte ExpertInnen-Runde hier? Wäre das ein eigenes Kapitel wert?

    Ja, das halte ich für diskussionswürdig in einem eigenen "Kapitel".

    Mir fällt da auch spontan eine thematisch passende Frage dazu ein, die mich schon länger beschäftigt:
    Halten die deutschen Handballverbände (DHB und Landesverbände) überhaupt die Regeln der Olympischen Charta ein, der sie sich als "olympische Sportart" verpflichtet haben?

    (... und wie ist das bei anderen Verbänden, wie z.B. beim gerade mit vielen negativen Schlagzeilen bekannt gewordenen Turnverband)

    In der Nähe von Sachsenheim ist Tripsdrill, ein recht großer Freizeitpark.

    Sehr begehrt dort die Übernachtungen in Weinfässern oder in Baumhütten.

    Ludwigsburg das zweitgrößte Schloss nach Versailles

    Nix für ungut, aber das stimmt nur fast. Das Mannheimer Schloss ist deutlich größer und war im Originalzustand sogar größer als Versailles - aber eindrucksvoll ist das Schloss in Ludwigsburg allemal :)

    hatte ich ja im von dir zitierten Post geschrieben, dass das Vorhaben vor dem Hintergrund der Verkleinerung (bzw gleich gross, aber wg Staffelkürzung stärker) zum Scheitern verurteilt war.

    Ich denke nicht, dass das ein geplantes Vorhaben war. Der Verein ist vom Verlust des halben Teams kurz vor Saisonbeginn der 3. Liga kalt überrascht worden und das Verhängnis nahm einfach seinen Lauf. Dass bei der hohen Anzahl an Absteigern damit zu rechnen war, dass es nicht reicht, war vermutlich jedem in der sportlichen Leitung klar, so naiv kann man ja nicht sein, oder?

    Und dass vor der jetzigen Saison niemand kommen wollte, stimmt wohl auch nicht.
    Nach allem, was man hört, waren Teile der Führung die sich vorstellenden Spielerinnen schlicht und einfach nicht gut genug, obwohl der Trainer gerne mit ihnen gearbeitet hätte. - Und genau das halte ich für fatal, wenn man schon personalmäßig auf Kante genäht ist, dann sollte man nicht auf hohem Ross unterwegs sein.

    Nach der planlosen Demission des Trainers und dem Installieren eines netzwerklosen unerfahren Nachfolgers haben die Geier dann angefangen zu kreisen.

    In der Summe dann selbstverschuldetes und fahrlässiges, evtl. auch vorsätzlich herbeigeführtes Elend.

    https://flames-handball.com/flames-schlies…laengerungen-ab

    Das nenne ich mal ein Wort. Super, dass die Mädels verlängern.

    Irgendwie scheint das mit dem Abgesang nicht ganz zu funktionieren. :lol:

    Die Team-Chemie scheint zu stimmen, denn Abstriche beim Gehalt halte ich für wahrscheinlich. Die neue Trainerin wird auch nicht so viel Geld bekommen, wie die alte. Der Unterbau wird, nach allem, was bekannt ist, stark reduziert bzw. sich auch auf härtere Zeiten einstellen müssen. Und so viele Flames-Autos sieht man auch nicht mehr rumfahren...

    Aber ja, das Schlimmste haben sie wohl abgewendet, dann kann man sich ja wieder auf das Sportliche konzentrieren.

    Nellingen hat jahrelang die Talente aus der Region damit geködert, sehr früh hochklassig spielen zu können. Da hat Stuttgart/Metzingen ihnen jetzt den Rang abgelaufen und ist, was die Verteilung der Last der Arbeit auf verschiedene Schultern angeht, wohl auch etwas besser aufgestellt.

    Die Ironie ist, dass sie ja in Kooperationsgesprächen waren, es wohl aber nicht gepasst hat.

    Nellingen wäre allerdings nicht der erste Verein mit neuer Halle, bei dem die Nicht-Handballer eher froh sind, dass nicht mehr so oft geputzt werden muss...

    Viele Spielerinnen haben den Verein gerade wegen der Trainerin verlassen. Ist schon sehr sonderbar, dass über Jahre hinweg fast die Hälfte der Mannschaft am Saisonende den Verein verlassen haben. Was die Tochter angeht war 2. Liga in Waiblingen wohl nicht gut genug.

    Halte ich im Frauenleistungssportbereich Handball nicht mehr wirklich für sonderbar, sondern schon fast für normale Umstände. Mein Eindruck ist, dass da viele grenzwertige Gestalten unterwegs sind, deren Motivation von außen betrachtet unklar ist. - Ein Problem, das der DHB bisher eher nicht auf der Agenda hat.

    Generell würde ich aber dazu sagen, man muss halt prüfen, ob man zusammenpasst. Das wird sich zukünftig in Metzingen wahrscheinlich fortsetzen, wir werden es erfahren...


    Ein größeres Problem damit hätte ich nur, wenn die Spielerinnen nicht wechseln, sondern aufhören mit Leistungssport oder (noch schlimmer) mit Handball.


    Ja, 2. Liga in Waiblingen ist nicht gut genug. :)

    Der Gedanke dürfte sein, durch den Wechsel nach Metzingen die Karriere ihrer Tochter wieder besser unterstützen zu können.

    Davon unabhängig war es sicher nach so langer Zeit richtig, das Engagement in Nellingen zu beenden. Irgendwann gibt es Reibungsverluste und wenn zu viel von einer Person geleistet wird, blutet, unbeschadet aller Verdienste, ein Verein auch aus. Wenn kleine Bäume mehr Licht brauchen, muss der große gefällt werden.

    Egoistische Motive spielen da bestimmt eine Rolle, ein schöneres Ende hätte sie sich ja nach eigener Aussage auch gerne gewünscht.

    Die Erfahrung speziell im Frauenhandball hat gezeigt, dass das, was "weg" ist, nur ganz selten wieder kommt. Jede Art von Kooperation wäre besser gewesen, als das Jammertal, durch das der Verein jetzt durch muss.

    Mit dem Duo Hirschmüller/Goldammer ist Nellingen gefühlt 10 Jahre ziemlich gut gefahren, das ist jetzt Geschichte und sofort verstreut sich der Leistungskader in alle Richtungen. Ein Teil wird bestimmt mit der Trainerin gehen, wird interessant zu verfolgen, wo die alle unterkommen.

    Der Schritt aus der Jugend direkt in die 1.Liga, war halt doch etwas groß. Zumal mit den körperlichen Vorraussetzungen. Und in der zweiten Mannschaft spielt halt die Tochter vom Trainer auf Mitte. (Bzw hat gespielt). Nachdem wie heute bekannt wurde Patrizia sich das Kreuzband gerissen hat, dürfte jetzt für Katharina zumindest in der zweiten Mannschaft nichts mehr im Wege stehen, Allerdings dürfte die Kombi: Schenker,Rott,Goldammer spannend werden.

    Von außen betrachtet liegt doch nahe, dass die Absprache wohl war, erstmal dabei zu sein und behutsam an die 1. Liga herangeführt zu werden. Gerade nach der Episode mit Rebecca Rott und auch den ganzen "Kniekranken" im Team ist das meiner Meinung nach nicht die schlechteste Strategie, zumal sie ja noch in zwei anderen Teams dabei ist (und in die Schule geht sie ja vermutlich auch noch).

    "Geduld ist die Tugend der Könige"

    Da ist bestimmt was Wahres dran. Das läuft in Metzingen für das Töchterchen ja wohl nicht so wie gehofft.

    Der Schritt von Nellingen kommt allerdings wohl zu spät für Nellingen. Damit hätte man in der Vergangenheit wohl sehr sehr viele Spielerinnen halten können.

    Ist etwas merkwürdig, dass Tochter Goldammer nach Metzingen "verschoben" wurde, während Nellingen eine Kooperation mit Waiblingen anvisiert hat. Hat beides nicht gezündet.

    Die Wahrheit ist wohl auch, dass ein Verein im Frauenbereich im Bezirk Esslingen direkt uninteressant wird, wenn die erste Mannschafft keine sportliche Perspektive (3. Liga oder höher) mehr hat. Es gibt einfach zu viele Optionen in der Nähe für die Talente in der Jugend und auch für die Spielerinnen im Frauenbereich.

    Was bleibt, ist ein schöne neue Halle in Nellingen mit sauberem Boden. Die Aufkleber "DHB Stützpunkt" am Eingang sind leider schon überholt...

    Waiblingen hat doch seit Saison Beginn eine Kooperation mit Nellingen vereinbart, wurde groß veröffentlicht in der WN Zeitung. Wohl auch, weil man selbst nichts in die eigene Jugend investiert hat die letzten Jahre.

    Aber wenn man dort jedes Jahr so mit den Trainern umgeht, dann wird auch nichts dabei raus kommen. Scheint tatsächlich ein Problem der Führung bei den Tigers zu sein. Man hätte an Freese festhalten sollen. Bin gespannt wer dort jetzt noch Platz nimmt.

    Hirschmüller?

    Meine Meinung dazu:

    Gesteht Euch endlich ein, dass hier eine regeltechnische Lücke existiert und kein direkter Regelbezug darstellbar ist. - Kay Holm, ein sorgfältiger akribischer Regelausleger, hätte die fragliche Regel sonst aufgeführt.

    Bemerkenswert, dass das anscheinend vorher noch nie vorgekommen sein soll...
    Für die neue Anspielregel wurden etliche Lehrvideos erstellt, würde sich hier evtl. auch anbieten?!

    Hierfür einen 7m zu geben halte ich für unverhältnismäßig, dann können wir auch gleich wieder 7m bei Rückpass geben, was 50 Jahre lang ein Witz war.

    Woraus entnimmst du das? dem Bundesratsbeschluss ist das nicht zu entnehmen. Mein letzter Stand ist, dass sich die Vereine dagegen gestemmt hatten, einen Ligabetrieb wie bei den Jungs einzurichten.

    https://www.dhb.de/sites/default/…012.10.2024.pdf

    Seite 11 unten:

    "Die JBLH wA spielt ab der Saison 2025/26 im Regelspielbetrieb mit insgesamt 24 Mannschaften."

    "Regelspielbetrieb" = "eigene Liga mit richtiger Runde"

    Das ist mittlerweile Fakt, oder?

    Danke für Deine Antwort, aber die bleibt doch recht allgemein. Für einen solch gravierenden Schritt von Management und Trainerteam muss des doch auch inhaltliche Gründe geben. Es schmeißt doch niemand einfach so den Job hin, weil der Vereinsvorstand "die Zügel in die Hand nehmen" will. Und: Was heißt das überhaupt und warum macht das der Vorstand? Ist mir alles noch recht unverständlich ...

    Profilierungszwang und Langeweile fallen mir da ein. Warum hält man sich da nicht mehr zurück und steuert sachte und ohne Gesichtsverlust bei?

    Gut, ich bin kein wirklicher Insider, habe aber folgendes gehört: Wie man weiß, hat Ketsch nach dem Weggang von AF ziemlich raue Zeiten erlebt, das seitdem arbeitende Team hat aber die Saisonziele bisher jeweils erreicht (Nichtabstieg). Jetzt kommt ein neuer Vorstand, Privatier, ehemaliger Bundesligaspieler aus grauer Vorzeit mit A-Schein, langjähriger Managementerfahrung in der Industrie und bestimmt guten Kontakten in die Handballwelt, der nur den bisherigen Akteuren "helfen" will, aber zu verstehen gibt, dass er wohl der Meinung ist, dass es zukünftig "richtig" gemacht werden soll. Damit stößt er natürlich dem durchaus krisenerfahrenem Team vor den Kopf, die sich vermutlich herabgewürdigt bzw. respektlos behandelt fühlen.

    Welche Lüge? Kannst Du das bitte erklären? Klingt alles logisch, was in der Erklärung steht, aber was war der Knackpunkt, worauf konnte man sich nicht einigen?

    Die Wahrheit ist wohl eher, dass es eben keine Zusammenarbeit zwischen dem (noch relativ neuen) Vorstand des Vereins und der Spielbetriebs-GmbH gab, dieser Vorstand aber jetzt der Meinung ist, dass er die Zügel in die Hand nehmen muss und Frauenhandball in Ketsch zur Chefsache erklärt hat. - Dabei hat der Verein außerhalb vom Frauen-Handball sicher noch ganz andere Baustellen.

    Meine Prognose ist, dass es für Ketsch nächstes Jahr auch kein Selbstläufer wird, die 3. Liga zu halten. Schade um den Frauenhandball in der Region. Mir fehlt der tiefere Einblick, mein Eindruck ist aber, dass es neben Finanzproblemen auch strategische Fehler der letzten Jahre waren, die zur jetzigen Situation geführt haben.

    Von außen betrachtet hat man wohl die Probleme der letzten Jahre mittlerweile einigermaßen in den Griff bekommen und hatte zukünftig ruhigere Fahrwasser mit einem ligaunabhängigen Neuaufbau anvisiert, aber der neue 1. Vorsitzende im Gesamtverein in Ketsch scheint wahrlich kein Freund des Frauenhandballs zu sein. - Ein Manager alter Schule wie weiland Hartmut "Abrissbirne" Mehdorn. Meiner Meinung nach wird da leider nichts Gutes bei rauskommen.