Beiträge von nozdormu

    Die neuen Regeln sind übrigens mit den markierten Änderungen auf der IHF-Homepage in Deutsch zum Download verfügbar.

    IHF Regeln deutsch_20250301 (gültig ab 1.7.2025)

    Auf Seite 85 des Dokuments (Seitennummer 84) seht unter "Guidelines und Interpretationen" zur Schrittregel immer noch der alte Text, dass Bodenkontakt nach eigenem Anprellen immer ausnahmslos als Schritt zählt.

    dazu die Neufassung von 7.3 auf Seite 19 (Seitennummer 18):

    Es ist erlaubt:

    "... sich mit dem Ball höchstens 3 Schritte zu bewegen (13:1a), nachdem der Ball von einem anderen Spieler angenommen oder nach Prellen wieder aufgenommen wird. Wenn ein Spieler den Ball erhält oder fängt, während seine beiden Füße den Boden nicht berühren, wird das Aufsetzen eines Fußes oder beider Füße gleichzeitig auf den Boden nicht als Schritt gewertet..."


    Erhält oder fängt, bedeutet für mich: vorher nicht im Ballbesitz, d.h. wenn eigenes Anprellen, dann ist es immer ein Schritt.


    Sieht für mich nicht danach aus, als ob die Zählung nach eigenem Anprellen wirklich geändert werden soll, oder?


    Ist halt schon lange so, jeder, der sich seriös mit dem Sport beschäftigt, weiß es. Wer nicht damit rechnet, dass es passiert, ist naiv. Schön, dass es halt nicht immer aufgeht. Offensichtlich hat sich der Tabellenletzte gut auf alle Eventualitäten vorbereitet und verdient ein Extra-Lob!

    Haben wir bei der Parondo-Diskussion nicht lernen müssen, dass das Ausnutzen der Regeln legitim ist, Parondo sogar ein "Fuchs ist", der "abzufeiern ist" und Fairness sowie nur im Auge des Betrachters liegt?

    Bestimmt kommen auch einige THC-Fans auf die Idee, dass die Müllers große Sportsmänner sind, weil sie am Schluss der letzten Partie keinen absichtlichen Wechselfehler gemacht haben (womit ich eigentlich gerechnet hätte, da die Handballecke ja der Meinung ist, dass das der neue Standard werden wird)...

    „Als Torwurf“ ist eindeutig.

    Wenn der den woanders hinwirft, kann/soll m.E. sofort auf Freiwurf entschieden werden.

    Dann passt es ja. Also Heber mit steilem Winkel, aber Richtung Tor, auf alle Fälle über TW drüber, damit er den Ball erstmal "schnappen" muss. Bei guter Ausführung sollte das 4 bis 5 Sekunden bringen, vom Anpfiff bis Ball wieder im Spiel und evtl. ist der Heber ja auch drin.

    Ist auch irgendwie klar, wie sinnfrei das Ganze ist und ich hoffe, dass ich das niemals ertragen muss.... Wenn ich Clownereien sehen will, dann doch lieber im Zirkus.

    Ja, stimmt. Das ist noch in Kraft und man versucht auch weiterhin damit das Elend zu begrenzen.

    Da wäre ich vorsichtig. Bisher konnten die besten 2 mit Interesse der Top 4 jeder Staffel an der Aufstiegsrunde teilnehmen.

    Frankfurt ist 5. mit 3 Punkten auf die Buxtegirls und 4 auf Schwerin. Gegen beide spielt man noch. Buxtehude zudem mit A-Jugend-VF als Zusatzbelastung/Priorität.

    "Die jeweiligen Staffelersten und -zweiten qualifizieren sich für die Aufstiegsrunde"

    Das stimmt wohl. Und welcher Bundesligist kann sich schon eine Zweitvertretung in der zweiten Liga leisten? Nichtsdestotrotz sind 4 meldende Mannschaften doch sehr dürftig.

    Von Bensheim weiß ich, dass das in der Euphorie nach der letzten Saison mal ein Ziel war. Sportlich erscheint es auch machbar, wie der Saisonverlauf zeigt. Finanziell ist es aber bis auf weiteres wohl nicht mehr drin und man wird zur nächsten Saison das Team verjüngen.

    Und mal ganz ehrlich: Was hätte man als Verein davon? Was hat der Handball-Sport als solches davon? Konzentration der Kräfte auf wenige Standorte macht Frauenhandball nicht attraktiver, sondern zeigt vielmehr auf, dass der Sport ausblutet.

    Abfeiern oder verherrlichen ("Parando ist ein Fuchs", usw.) halt ich für komplett deplatziert. Er hat seinen Job gemacht und nichts weiter.

    Mit "cleveren" Aktionen erweist man dem Handball perspektivisch einen Bärendienst, denn als gerade noch so olympische Sportart steht Handball sowieso schon unter besonderer Beobachtung.

    Das IOC hat die Befugnis, die Olympische Charta auszulegen und anzuwenden. Wenn die IHF das Ausnutzen von Regellücken nicht aktiv bekämpft, könnte das als Verstoß gegen den "Geist der Regeln" betrachtet werden und es drohen dann Sanktionen gemäß Regel 59 der Olympischen Charta.

    Die 30 Sekunden Regel wurde damals aus aktuellem Anlass eingeführt. - Eine Nachbesserung erwarte ich hier auch zeitnah und dann sollte es damit auch gut sein.

    Etwas spät,,,, wer tut sich das an?

    Ist auch schwer zu verstehen, wie die dort ticken. In dem Moment (Mitte Januar) als klar war, dass es so nicht mehr weitergeht, hätte man diejenigen freistellen sollen, die den weiteren Weg nicht mehr mitgehen, damit sie sich voll auf ihre neue Aufgabe woanders vorbereiten können. Aber man hat an ihnen festgehalten (Warum?) und keinen klaren Schnitt gemacht.

    Wirkt alles sehr planlos auf mich, seit der Damentrainer freigestellt wurde (was ein Riesenfehler war).

    Nein, "Provozieren" ist niemals sportlich:

    1. Es verstößt gegen die Grundsätze von Respekt und fairem Wettkampf2.
    2. Es zielt darauf ab, den Gegner aus der Fassung zu bringen und einen unfairen Vorteil zu erlangen1.
    3. Es kann zu Eskalationen und unsportlichem Verhalten führen3.

    Wenn Fairness keine mehr Rolle spielt, dann darf ich aber auch nicht überrascht sein, wenn in dieser Situation der Werfer des 7m zweimal antäuscht und den Ball dann z.B. im hohen Bogen in Richtung Ecke wirft...

    Nein, das möchte ich nicht sehen.

    Ich plädiere für eine harte Sanktion unter "Unsportliches Verhalten - Betrug: Vorsätzlicher Regelverstoß, um sich einen unfairen Vorteil zu verschaffen" (Unsportsmanlike conduct - Cheating: Deliberately breaking rules to gain an unfair advantage)

    Die Vereinfachung beim Nullschritt sollte die Fehlerquote der Schiedsrichter beim Erkennen von Schrittfehlern reduzieren, das ist sinnvoll, aber gar keine direkte rote Karte mehr bei Kopftreffer? - Halte ich für einen schweren Fehler, gerade auch nach von mir gemachten Erfahrungen im Jugendbereich. Da kommt es immer wieder zu Frustwürfen ohne Sinn und Verstand auf "stehende" Ziele mit teilweise dramatischen Folgen für die Gesundheit.