In einem Punkt herrscht Einigkeit: Yves gehört qualitativ zu den stärksten Spielern im Kader. Er ist sowohl im Rückraum – ausgebildet als halblinker Rückraumspieler mit erfolgreichen Bundesliga-Einsätzen – als auch auf der Linksaußenposition einsetzbar.
Das angesprochene Tempospiel, insbesondere die Gegenstöße, entstehen aus einer taktisch disziplinierten und klug agierenden Abwehr heraus und haben in diesem Zusammenhang nichts mit der Linksaußenposition zu tun. Mit der Entscheidung, Yves in der Abwehr auf halbrechts einzusetzen, hat der Trainer daher eine klare und fachlich sehr gute Wahl getroffen.
Zudem ist mit Elyas Noh die Linksaußenposition hervorragend besetzt – was er jedes Mal unter Beweis stellt, sobald er die entsprechenden Spielanteile erhält.
Fakt ist: Die Außenpositionen sind unmittelbar von der Qualität und Präzision der Zuspiele aus dem Rückraum abhängig. Wenn diese Verbindung nicht optimal funktioniert – was selbst bis in den Leistungsbereich der 1. Liga häufig zu beobachten ist – bleibt das vorhandene Potenzial der Außen zwangsläufig ungenutzt. Mit Yves im Rückraum profitiert Saarlouis deutlich mehr, und diese Einschätzung wird sowohl von externen A-Lizenz -Trainern- als auch von externen Spielern geteilt. (zu dem Punkt keine Ahnung
)
Wenn ich sage, dass es aktuell nicht für ganz oben reicht, beziehe ich mich klar auf die ersten beiden Tabellenplätze beziehungsweise den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Im vergangenen Jahr stand am Ende Platz vier – das spricht für sich. Ich hoffe trotzdem das es für oben reicht. 2.Liga würde dem Saarland gut tun.
Man muss wirklich nur einen Blick in die Statistiken werfen um zu erkennen, dass das komplette Gegenteil der Fall ist.
Zur Info, die Zahlen betreffen nur Feldtore.
Elyas Noh und Lars Walz hatten letzte Saison von Linksaußen eine Quote von 1,87 und 2,31 Toren pro Spiel, also zusammen 4,18 Tore über Linksaußen pro Spiel. Das mit Yves Kunkel im Rückraum, der letzte Saison dort eine Quote von 4,35 Toren pro Spiel hatte. (Paetow übrigens letzte Saison mit 4,9 Toren pro Spiel)
Diese Saison haben Kunkel und Noh über Linksaußen eine Quote von 3,81 und 0,9 Toren pro Spiel, also zusammen 4,71 Tore. Da sind aktuell schonmal mehr Tore über Linksaußen als letzte Saison. Das mit Eberlein und Paetow im Rückraum. Eberlein aktuell mit 4,9 Toren pro Spiel (mehr als Kunkel letzte Saison) und Paetow mit 4,55 Toren pro Spiel (ebenfalls mehr als Kunkel letzte Saison). Wenn man eine Schwäche im Angriff gegenüber letzter Saison festmachen will, dann liegt diese sehr offensichtlich auf der rechten Seite. Dort hat man letzte Saison mit Becker und Weissgerber 10,96 Tore pro Spiel geworfen. Heute sind es nur noch 7,54 Tore über Halbrechts und Rechtsaußen.
Wir halten also fest: Wir haben aktuell mehr Tore über Rückraumlinks und Rückraummitte als letzte Saison und gleichzeitig mehr Tore über Linksaußen als letzte Saison. Das sieht übrigens auch unser A-Lizenz Trainer auf der Bank so und über dessen Vita als Trainer muss man sich nicht unterhalten.
Für mich ist es auch absolut unverständlich, warum man glauben sollte, es würde so nicht für Platz 1-2 reichen. Natürlich kann das passieren, keine Frage. Im Sport lässt sich wenig planen und vorhersehen. Wir haben zwei Spiele verloren, welche mit die schwersten Spiele waren, die man auf dem Papier in dieser Saison bekommt. Dabei war es auch nicht so als wäre man komplett untergangen. Im Gegenteil, man hätte beide Spiele gewinnen müssen. Da kann man selbstverständlich disktutieren warum diese Spiele nicht über die Ziellinie gebracht wurden, aber da eine grundsätzliche Qualitätsfrage zu stellen ist mir schleierhaft. Mit Sicherheit war der Grund nicht, dass Kunkel auf Linksaußen statt im Rückraum gespielt hat.