Beiträge von nicnamejue

    Mir fehlt zB schon mal die Option "Leistungsaufbau Schritt für Schritt. Es muss mit 16 noch nicht gleich ein 1. HBF Verein sein"

    Um meinen eigenen Gedanken noch mal aufzugreifen, folgende (Um)Frage fände ich auch ganz spannend: Rätst du (d)einer 16 jährigen Jugendnationalspielerin lieber zu

    a) einem Zweit- oder ambitionierten Drittligaverein mit Jugend in der höchsten Verbandsspielklasse, bei dem sie auch schon bei den Dame mittrainieren darf und erste Spielminuten bekommt, oder

    b) zum JLZ eines Erstligisten mit Jugend in der BuLi bzw. im DHB B-Pokal, wo sie von der ersten Damen aber nur so viel hat, dass sie umsonst zusehen darf?

    Badische Bergstraße und Hessische Bergstraße kann man schon mal verwechseln. Es gibt mit Birkenau auch einen südhessische Verein, der in Baden mitspielt. Von der badischen Grenze sind es ja auch nur ein paar Minuten bis Bensheim. Ist mit der Grenzziehung auch teils sehr kompliziert dort, siehe Ober-Laudenbach. Wer sich über dieses Kuriosum deutscher Geschichte weiterbilden will, siehe:

    was ich meinte: wenn zB aus dem einmaligen Trainingslager in, sagen wir mal Kroatien, eine dauerhafte Veranstaltung wird, und die Kroaten genausoviele Lehrgänge und Länderspiele machen, wie die Deutschen, dann werden 30 Tage Urlaub im Jahr und der bisher von der KfZ-Versicherung umfasste km-Umfang vermutlich nicht mehr ausreichen, um dem Kind das zu ermöglichen. Wenn das aber kein Problem ist, stimme ich dir zu, es gibt für Eltern nichts Schöneres, als zu sehen, dass Kinder das, was sie tun, mit Begeisterung tun - und wenn sie auch noch Erfolg damit haben, kommt zur Freude natürlich auch noch eine gute Portion Stolz dazu!

    Was weiß man über christensen? War ja schon überall in der Stuttgarter Region (Pforzheim, Bietigheim, Herrenberg, Neuenbürg, Botwartal,....) aber bisher nie länger als eine oder zwei Spielzeiten?

    Weiß jemand mehr über ihn?

    habe mal kurz gegoogelt. In Kornwestheim war er ein paar Jahre. Bei der SGSB hat er von sich aus gekündigt, da die Fahrtwege von Pforzheim nach Beilstein auf Dauer doch zu lang waren.

    mmh. klingt im ersten Schritt für mich schlüssig und ich kann viel nachvollziehen. Geht ja auch in die Richtung, die der DHB verfolgt, so insgesamt nach dem Motto "weniger ist mehr", wie jetzt mit der Kürzung der 3.-Liga-Staffeln. Und trotzdem bin ich mir nicht sicher, ob das nicht nur statisch betrachtet schlüssig, sondern auch auf lange Sicht sinnvoll ist. Meine Befürchtung ist, dass die ganzen Überlegungen zu mehr "Qualitätskonzentration" (Frauen-)Handball Deutschland auf lange Sicht noch weiter ausdünnt und dann die Dinge, die erst als Vorteil erschienen sich schnell ins Gegenteil verkehren. Es fehlen dann in vielen Regionen die Leuchttürme, an denen sich die anderen ausrichten können. Das gilt sowohl für die Entwicklung von Nachwuchsspielerinnen, als auch für die Fanbasis.

    Trotzdem, ganz verwerfen würde ich die Gedanken auch nicht. Eine kleine Eliteliga auf höchster Stufe könnte mE dann schadfrei funktionieren, wenn es gelingt, auch den 1-2 nachfolgenden Ebenen eine ausreichende Wertigkeit zu verpassen. Das fängt schon damit an, dass die 8 Klubs oben zB in einer Premier-League spielen könnten und die darunter in der 1. Liga. Es darf aber nicht nur bei solchen Augenwischereien bleiben. Zugleich müsste auch die notwendige Breitenwirkung sichergestellt werden, um Handball in der Fläche zu halten. Die Premier-League-Teams würde ich zudem verpflichten, einen signifikanten Anteil des Budgets in die Jugendarbeit zu stecken. Und zwar spätestens schon ab der C-Jugend, so dass vermieden wird, dass kleinere Vereine drumherum zu reinen Ausbildungsvereinen degradiert werden (was heute schon zu sehr der Fall ist und was mE zu vielen Problemen führt, nämlich im Kern, dass zuviel gegeneinander und zuwenig miteinander im Intresse der Sportart insgesamt gearbeitet wird).

    Meine Aussage ist doch verständlich. Wer bis 21 in der 2./3.Liga spielt, der wird es international zu wenig bringen. Dazu habe ich dir empfohlen, dass du mal die Top-Spielerinnen des 04/05er-Jahrgangs anschaust. Die spielen im Normalfall mind. EL.

    Neckarsulm steckt die Kohle in Ausländerinnen, da es wahrscheinlich sinnvoller ist.

    Zum deutschen U20-Jahrgang: Leuchter ist int. m.E. nicht top, da sie nicht verteidigen kann und offensiv ausrechenbar ist. Als Rechtshänderin wäre sie auch keine Nationalspielerin. Ehlert spielt al DHB-Toptalent 2.Liga. Röpcke wechselt auf die Bank von Oldenburg. Nur eine Außen spielt 1.Liga. Manche spielen sogar 3.Liga. Was v.a., wenn man wie Däuble letzte Saison in der 2.Liga gut performt hat, schwachsinnig ist.

    Und was sollen Leistungszentren bringen, wenn sich alles auf 8 Verein oder so aufteilt. Einfach mal ein U19-F4 anschauen, wo immer auf Leuchter, Kühne oder Röpcke gespielt wird und dann schaust dir mal eines in anderen Ländern an.

    Nein, sorry, deine Aussage habe ich noch nicht so ganz verstanden. Meinst du die int. Top-Spielerinnen des Jahrgangs 04/05, oder die deutschen?

    Wie du selber schreibst, finden sich wenig deutsche in Liga 1, daher gehe ich davon aus, dass du die internationalen Top-Spielerinnen meinst? Das ist dann aber auch ein wenig Äpfel mit Birnen verglichen, denn in vielen int. Ligen ist das Niveau und somit die Konkurrenz in Liga 1 kleiner, als in D mit dem hohen Anteil "gestandener" ausländischer Spielerinnen. Da trifft dann ja genau das zu, was ich meine: der Sprung aus der Jugend direkt in Liga 1 ist zu hoch, im Zweifel landet man selbst als Top-Talent auf der Bank. Dann doch lieber erst mal Schritt für Schritt und in Liga 2 oder 3 Fuß fassen im Aktivenbereich.

    Außerdem ist Handball in D für Frauen ein besseres Hobby. Wenn zB eine Däuble also erst mal ihr Abi wohnortnah fertig macht, derweil noch 3. Liga spielt und dann mit knapp 18 den nächsten Schritt macht, dann finde ich das nur vernünftig und glaube auch nicht, dass dann der Zug für sie schon abgefahren ist.

    Es bräuchte einen ganz anderen Professionalisierungsgrad im Frauenhandball, um junge Spielerinnen a) VON KLEIN AUF optimal zu fördern und b) ihnen eine ausreichende Gewissheit zu geben, dass sie es riskieren können, alles auf die Karte Handball zu setzen.

    Mit solchen Spielerinnen gewinnt man international keinen Blumentopf. Einfach mal nachschauen, wo die Top-Leute des aktuellen 2004/05er-Jahrgangs spielen.

    Um deinen Einwand auch mal noch inhaltlich aufzugreifen: verstehe ich dich richtig, dass du davon ausgehst, dass die Spielerinnen des Jahrgangs 04/05 internationales Niveau erreicht hätten, wenn sie in ein Nachwuchzentrum eines Erstligisten gewechselt wären? Und wo genau machst du den Unterschied aus, ob sie nun in einem Nachwuchszentrum eines 1., 2. oder 3. Ligisten ausgebildet worden wären? Ist das allein mit der Spielklasse der 1. Mannschaft zu begründen, oder gibt es andere Faktoren, die uU noch wichtiger für die Entwicklung der Spielerinnen sind (Kompetenz der Trainer o.ä.)?

    zB in Neckarsulm, wenn wir es schon von denen haben, habe ich den Eindruck, dass jeder vorhandene Euro in die 1. Mannschaft gesteckt wird, statt auch ein paar Euro in den Nachwuchs zu investieren. Streng genommen gibt es da wohl auch kein Nachwuchzentrum, nur "normale" Jugendarbeit. Jedenfalls erkenne ich keinen Vorteil für Jugendliche aufgrund des BL-Teams. Ich habe da aber keinen tieferen Einblick, wie gesagt, reiner subjektiver Eindruck. Wenn du hier was dazu beitragen würdest, würde es mich sehr freuen zu lesen.

    Mit solchen Spielerinnen gewinnt man international keinen Blumentopf. Einfach mal nachschauen, wo die Top-Leute des aktuellen 2004/05er-Jahrgangs spielen.

    Es treten ja auch längst nicht alle Vereine der 1. Liga an, um internationale Blumentöpfe zu gewinnen. So viele Quali-Plätze für internationale Wettbewerbe gibt es schon gar nicht. Aber auch die anderen Vereine brauchen Spielerinnen-Nachwuchs. Und wenn das nicht sämtlich "nur" Ausländerinnen sein sollen, dann Bedarf es auch ein Förderniveau für Spielerinnen jenseits einer Leuchter, die nach deinem Bekunden ja auch kein internationales Spitzenniveau hat.

    Schade, dass es für dich meist nur um "internationales Spitzenniveau" geht und alles darunter keine Daseinsberechtigung zu haben scheint.