Beiträge von nicnamejue

    So, wie es aussieht, gewinnt Island gegen Kroatien. Damit wären beide schon mal weg und heute Abend wird der 2.Halbfinalist ausgespielt.

    Wenn sie weg sind, glaube ich nicht, dass Kroatien im letzten Spiel gegen Deutschland noch mal voll konzentriert spielt. Darum entscheidet es sich heute Abend.

    Österreich traue ich keine 2 Siege zu.

    ne, kann ich nicht. Ich kann mir aber genauso wenig vorstellen, dass das der Bund oder ein Land so einfach finanziert. Dann kann ja jeder (Verband) kommen und die Hand aufhalten. Und das bei dem Spardruck, der gerade ganz allgemein auf den Sektor Sportförderung ausgeübt wird.

    Darum meine Frage nach hard facts. Vorstellen kann ich mir aber, dass aufgrund der finanziellen Frage die Pläne von 4 auf 2 Standorte zusammengestrichen wurden. Andersrum kann man darum auch fragen, ob eine Kooperation mit Vereinen für den DHB sogar die günstigere Möglichkeit wäre.

    das Engagement ist jedenfalls beachtlich und verdient höchsten Respekt.

    300.000 per anno für die weibliche Jugend, praktisch jeder Jugendtrainer träumt sicherlich von 10% dieser Summe. Selbst in Vereinen der 1., 2., 3. Liga ist es nicht selbstverständlich, dass ein vollständiger Satz Trikots für die Jugend vorhanden ist oder auch der Trainer nicht im privaten Jogginganzug kommen muss...

    Vielleicht hat der DHB solche Zustände im Kopf, wenn er plant, eine Parallelstruktur aufzubauen, anstatt mit engagierten, vorbildlichen Vereinen nach Synergieeffekten zu suchen. Finde ich trotzdem schade.

    Wer das nicht will, hat nicht den Ehrgeiz und solchen Leuten gewinnt man keinen Blumentopf. Dazu kann man sich ja einen Verein in der Nähe von Stuttgart/Leipzig suchen.

    Hallo? Wir reden von 13 jährigen Mädchen, die der DHB WoE für WoE unbegleitet quer durch die Republik verschicken will. Für mich ist das völlig weltfremd. Die Eltern, die sich auf so was einlassen, möchte ich nicht haben. Ich würde meine Töchter in diesem Alter niemals mit der Bahn alleine reisen lassen. Unpünktlichkeit und Zugausfälle sind da das kleinste Problem, wenn ich an abendliche Umsteigeaufenthalte am Frankfurter Hbf denke, wird mir schon anders.

    Das hat auch mit Ehrgeiz und fehlender Leistungsbereitschaft null Komma nichts zu tun, sondern allein mit Verantwortungsbewußtsein und Realitätssinn.

    Die 10 Stunden, die man wöchentlich alleine für die Bahnfahrten einkalkulieren kann, fehlen schon an Training in einem wohnraumnahen Zentrum.

    Und dein Vorschlag, die Kinder können ja zB nach Leipzig wechseln ist ja genau das, was der DHB nicht will. Denn dann bräuchte es das Konzept der wöchentlichen Heimfahrten zum Stammverein gar nicht mehr. Aber klar, genau das ist es, was die Vereine wie Lintfort und Leverkusen befürchten und auch da ist es weltfremd zu meinen, dass das nicht auch eine Folge eines solchen Konzepts wäre.

    Und was den Psychologen anbelangt: er zitiert die aktuelle Studienlage und nicht seine persönliche Meinung. Das hat mit den Bundesjugendspielen gar nichts zu tun. Für mich ist es absolut nachvollziehbar, dass durch den Wegfall der gewohnten Umgebung, der Schutzfunktion dess Elternhauses und der Fürsorge der Eltern bei den Hausaufgaben etc. das schulische Leistungsniveau leidet. Eine andere Frage ist, ob ich das in Kauf nehme, oder nicht. Und da 13 jährige nicht wirklich die Tragweite einer solchen Entscheidung absehen können, ist es wieder an den Eltern, hier für die Kinder abzuwägen. Aus Sicht des Handball dürfte die Entscheidung klar sein. Ob es dem Kindeswohl in Summe aber wirklich dienlich ist, da habe ich meine größten Zweifel.

    In die Internate werden daher nach meiner Einschätzung nur ein kleiner Prozentsatz der besten Talente geschickt werden. Zu einem größerem Prozentsatz Kinder von Eltern, die sich auf Kosten ihrer Kinder selbst verwirklichen wollen. Für den Handball ist am Ende wieder nichts gewonnen.

    Daher komme ich für mich zum Ergebniss, dass eine Unterstützung der Vereine durch den DHB für eine dezentrale Förderung auf hohem Niveau in ca. 8-10 Unterzentren, der vielversprechendere Ansatz wäre.

    Bericht über die umstrittene Leistungssportreform im weiblichen Jugendbereich:

    Frust im Frauenhandball: Wie die DHB-Reformen spalten
    Weil Deutschlands Handball-Nationalmannschaft der Frauen der Weltklasse hinterherhinkt, will der Deutsche Handballbund die Eliteförderung selbst in die Hand…
    www.sportschau.de

    NIchts neues, als hier schon diskutiert, aber mal im Video-Format: die Mädels sollen mit 13/14 in die zwei Zentren Leipzig und Stuttgart in Internate einziehen und am WoE daheim in den Vereinen spielen.

    Ich bin gespannt, wie das klappen wird, ob 14 jährige tatsächlich jedes Spiel-WoE von Leipzig nach Lintfort oder von Stuttgart nach Leverkusen fahren können.

    Auch laut Sportwissenschaftlern hat es negative Folgen (meist sinkende Schulleistungen), wenn Talente zu früh das gewohnte Umfeld verlassen.

    Vielen Dank für deine Schilderungen. Noch eine kurze Rückfrage: wo genau haben deine Außen denn zu stehen? Zwischen "alle sechs auf einer Linie" und "Außen in den Ecken" ist ja ein ziemliches Spannungsfeld. Ich verstehe, dass sie sich in der D in den Ecken 40min totstehen würden. Wenn die Außen aber so gar nicht hinter die Abwehr laufen, sich so gar keine Räume öffnen und der Ball daher wie auf einer Perlenkette gezogen von rechts nach links und wieder nach rechts wandert, bis der Schiri ein Erbamen hat und Zeitspiel pfeifft, dann rollen sich bei mir doch auch regelmäßig die Fingernägel hoch.

    Das vergrault die guten Spieler, da die hoch und runter laufen und keinen Ball bekommen, da der vorher verloren wird…

    Ne, also da ist dann doch der Trainer in der Pflicht, das Abspiel nach Außen auch einzufordern. Und wer beleidigt ist, wenn er mal eine halbe HZ Außen spielt, hat in einem Mannschaftsport auch nichts verloren. Die Aufgabe des Trainers ist es allenfalls, zu erklören, das das keine Strafe ist, sondern für eine gute Ausbildung erforderlich ist.

    Im Gegenteil, ich kenne mehrere Fälle, da spielt das, vielversprechende Ansätze zeigende, E-Jugend-Talent ab E-Jugend immer Mitte (oder RL) und natürlich immer durch und wenn es mal nicht da ist, wird das Spiel schon vor Anpfiff von der versammelten Fangemeinde verloren gegeben. In der D geht das noch gut, in der C ist sie plötzlich nur noch Durchschnitt, in der B spielt sie im besten Fall noch immer in ihrem Heimatverein, wo sie noch immer als Talent gilt, im schlechtesten verliert sie die Lust und hört mit Handball auf, weil sie registriert, dass sie von rechts und links überholt wird. Auch in solchen Fällen, bin ich der Meinung, trägt der Trainer eine Mitschuld, weil er es versäumt hat, dem Talent auch etwas Demut beizubringen.

    wie wahr, Pirouetten drehen im Rückraum, das mich immer ein wenig an Eistanz erinnert, kenne ich auch zu genüge.

    Was mich interessieren würde: wo positionierst du die Außenspielerinnen in der D-Jugend (vor oder hinter der Abwehr?) und wann fängst du mit positionsspezifisches Außentraining an - oder überhaupt schon in der D?

    Meine Beobachtung ist, dass quer durch alle Jugenden viel zu viel Rückraum und viel zu wenig bis gar kein Außen trainiert wird - ganz zu schweigen von dem Problem, dass nicht die technisch versiertesten Spieler nach Außen gestellt werden, sondern - hart gesagt - "das was übrig bleibt". Finde ich jammerschade für diese Position, die mE mit für die schönsten Handballmomente sorgen kann.

    Klares Plädoyer also für diese Position. Die Frage an den Experten aber: ab wann und wie trainieren/spielen?