Beiträge von nicnamejue

    Dass kein Verein mit Erstligateam gemeldet hat, scheint System zu haben. Je ein Team in erster und zweiter Liga scheint dann doch eine zu große finanzielle Belastung zu sein. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass die Vereine für die Heranführung der eigenen Jugend an das Erstliga-Team ein Team in der dritten Liga für zielführender halten als Zwischenschritt. Das würde meine These pro breite dritte Liga stützen.

    Mich überrascht aber, das Aldekerk nicht gemeldet hat. Ist doch ein großer Verein mich starker, breiter Jugend im Unterbau. Weiß da jemand mehr zu den Hintergründen oder ist es einzig der fehlende Sponsor?

    Ups, hatte heute morgen vergessen, auf Antworten zu drücken. Damit ich mir nicht umsonst die Griffel am Handy verrenkt habe, hole ich das jetzt nach, auch wenn Zickenbändiger eig. inzwischen schon alles gesagt hat:

    Meinst du, weil es um eine Regel aus der Spielordung geht und nicht im engeren Sinn um die IHF-Regeln?

    Dann müsste für die Spielordnung hier im Forum ein eigener Ordner eingeführt werden, einer für die Rechtsordung, einer für die Zusatzbestimmungen usw.

    Da bin ich doch lieber dafür, den Topic "Regelforum" etwas weiter auszulegen und all dies hierunter zu subsumieren.

    Und damit wären wir wieder beim Thema, wie ein- oder zweideutig Wörter verstanden werden können.

    Sachlich gebe ich dir recht, der Einsatz der Spielerin in beiden Mannschaften macht Sinn. Formal glaube ich, hier liegt das gleiche Problem vor, wie bei Prandis Jahrhundertwurf (muss (irgend)ein Fuß den Boden berühren oder immer der gleiche?).

    Zugegeben, das ist in beiden Fällen undeutlich formuliert. Aber ich vermute, dass in beiden Fällen die Beschränkung auf dem gleichen Fuß/der gleichen Mannschaft liegen soll. Während das für mich beim Freiwurf Sinn macht, sehe ich das beim Thema Zweifachspielrecht wie du.

    Damit meine ich, die rechtlichen Zusammenhänge, so wie von Zickenbändiger ausgeführt, vorsorglich gleich mit in den Antrag reinschreiben. Also nicht nur "Wir beantragen ein Gastspielrecht für XY", sondern ergänzen "da, im Gegensatz zu einem Zweifachspielrecht, das nach § 19a SpO erst für Jugenspieler ab Altersklasse C möglich ist, ein Gastspielrecht nach § 19b SpO ohne Altersbeschränkung beantragt werden kann".

    Wie sagt man? "mit der Nase auf den Berg stupsen", oder so ähnlich.

    für die neue Saison gilt neues Spiel, neues Glück. Den Antrag müsst ihr neu stellen, ihr könntet ihn gleich mit einer ausführlichen rechtlichen Würdigung versehen, die es den Schnarchköppen im Verband gefällig leicht verständlich aufbereitet, dass ein Unterschied zwischen Gast- und Zweifachspieltecht besteht.

    Oldenburg - Wildungen 48:34 ?

    Als Mannschaft in der höchsten deutschen Spielklasse fast 50 Tore zu bekommen ( und das gegen einen Gegner aus dem Mittelfeld ) , naja !

    Darf man ja wieder nichts zu sagen ....

    Könnte eben auch andersrum formuliert werden:

    "Mensch, die Oldenburger, echt coole Socken! Fast 50 Tore in der ersten Liga! Ok, gegen Wildungen, nicht gerade eines der Top-Teams, aber sind ja trotzdem immerhin ein Erstligateam. Das muss man erst mal schaffen!"

    der HC Erlangen, grundsätzlich ja immerhin ein leistungsfähiger Verein, hat mitgeteilt, dass er bei den Damen auf eine Meldung für die 2. Liga verzichtet.

    Als Gründe werden v.a. finanzielle Gründe angegeben, ein fehlender, deutlich 6stelliger Betrag, die Pflicht zur Ausstellung von Arbeitsverträgen inkl. Versicherung, Verpflichtung zu Bürgschaften und anderes.

    Im Grunde nichts Neues, dass aber ein Vetein wie Erlangen schon nicht mehr in der Lage ist, die stetig steigenden Snforderungen zu erfüllen, gibt mir zu denken.

    Erlangen rühmt sich in der Mitteilung, zu Recht, für seine Jugendarbeit. Darauf soll nun der Schwerpunkt liegen. Wie an anderer Stelle schon häufiger diskutiert, braucht es, manche meinen einen 1. Ligaverein, manche sagen, 2. Liga genügt auch, um A und B-Jugendliche an die nationale Leistungsspitze heranzuführen. Hier haben wir nun ein weiteres Beispiel dafür, dass sich die Breite an Vereinen, bei denen das möglich ist, weiter verknappt.

    Ich komme einmal mehr zum Fazit, dass der Professionalisierungswahn des DHB und der Ligabetriebe im weiblichen Bereich in eine Falle führt.

    interessant finde ich schon lange die Beobachtung, dass Jungs von klein an allesamt großen Spaß an solch technischen Übungen wie Drehwürfen haben, dies eigeninitiativ bei jeder Gelegenheit üben, während Mädchen das überhaupt nicht interessiert. Insofern ist die Aufgabe, solche Dinge an Mädchen heranzubringen, umso größer.

    Der DHB nimmt jetzt nicht ohne Grund das Heft des Handelns in die eigene Hand.

    das ist absolut zu begrüßen. Der Frauenhandball ist jede Mühen wert. Ich habe nur Zweifel, dass das Vorgehen wie bislang kommuniziert so sinnvoll ist.

    Und es kommt gerade in Zeiten knapper Kassen darauf an, klug vorzugehen. Bei Lösungen, denen direkt das Etikett "ansonsten haben sie es zumindest versucht" anhaftet, habe ich Bedenken.