Beiträge von nicnamejue

    Für realistisch halte ich in etwa folgenden Ablauf:

    - 2 Jahre wA und parallel 3. Liga, evtl. Schnuppern in Liga 1

    - dann 1-2 Jahre irgendwo zwischen Team 1 und 2

    - dann Team 1.

    Für Ausnahmetalente mag was anderes gelten.

    Zu schnell zu viel zu wollen (und von den Spielerinnen auch zu erwarten) hat vielleicht genau den gegenteiligen Effekt: die Spielerin ist noch nicht so weit und wirft das Handtuch aufgrund Überforderung, oder wird abgeschoben und wirft das Handuch, oder hat mit Anfang 20 den 3. Kreuzbandriss aufgrund Überlastung.

    Warum immer die Hektik? Warum muss eine A-Jugendliche schon unbedingt in der 1. Liga mithalten können? Warum nicht planvoll und behutsam aufbauen? Zeit für Liga 1 bleibt doch noch genug, wenn man mit 20 dort einsteigt. Mehr als 10 Jahre auf höchstem Niveau mit dem ganzen Stress will doch eh kaum eine spielen.

    An sich hat die HSG mit dem Drittligateam ideale Voraussetzung, um gute A-Jugendliche bei den Aktiven einzubinden. Der Sprung direkt in die 1. Liga wird i.d.R. zu groß sein. Grundsätzlich gebe ich dir aber Recht, der Übergang zwischen A-Jugend und erster Liga ist die große Schwachstelle im deutschen Frauenhandball.

    nicht ganz unwahrscheinlich, dass es so kommt. Aber 3. Platz ist für Schozach alles andere als ein Selbstläufer. Mir fällt schwer, die Leistungsstärke der Teams aus unterschiedlichen Staffeln zu vergleichen. Tagesform und Nerven werden auch viel ausmachen. Bin gespannt auf die kommenden Wochen.

    Die Teilnehmer für die Aufstiegsrunde zur 2. Liga stehen fest:

    - SV Grün-Weiß Schwerin

    - SG Schozach-Bottwartal

    - Rostocker Handball Club

    - Bergischer HC 06 e.V.

    - TSG 1846 Mainz-Bretzenheim

    Jeder gegen jeden in einer Gruppe, ohne Rückspiel. Termine von 27.4. bis 18.5.

    Ein klassischer Zirkelschluss! Dass diejenigen, die mit der Rennballvariante nicht so klarkommen (egal aus welchen Gründen), diejenigen sind, die am ehesten abspringen, ist ja nur logisch. Aber sei es, wie es sei, ich will es ja niemandem ausreden, nur vor den zu erwartenden Konsequenzen warnen. Schade finde ich es allerdings, wenn sich in der argumentativen Auseinandersetzung manche immer nur ein (scheinbar oder tatsächlich) passendes Thema herauspicken und glauben, damit dann die ganze Diskussion abräumen zu können.

    Auf den dramatischen Rückgang der am Spielbetrieb teilnehmenden Mannschaften ist hier bisher noch keiner eingegangen, auf die zunehmende Häufigkeit und Schwere der Verletzungen und dem damit verbundenen "Schwund" leider auch nicht, obwohl gerade in diesem Zusammenhang immer mehr hoffnungsvolle Karrieren tragisch enden. Denn die wenigsten können oder wollen wie eine Lydia Jakubisova mehrere schwere Verletzungen wegstecken und trotzdem jedesmal scheinbar unbeeindruckt wieder zurückkommen. Und nur im absoluten Ausnahmefall schaffen das die großen sprung- und wurfgewaltigen Spielerinnen...

    Ich bedauere es außerordentlich, dass mit der Fokussierung auf den Rennball ein erheblicher Teil der Vielfältigkeit an erfolgversprechenden taktischen Spielvarianten verloren geht!

    Im Breitensportverein wird der Anwurf zwar im Kreis ausgeführt, mit schneller Mitte hat das aber meist nicht viel zu tun (im weiblichen Bereich). Insofern glaube ich einfach nicht, dass das ein Grund für den Spielerinnenschwund ist. Das ist die ganz allgemeine Lustlosigkeit heutzutage, ins Schwitzen zu kommen und verlässlich und regelmäßig viel Zeit aufzuwenden.

    Beim Thema Verletzungen sehe ich das Problem primär bei zu hoher Belastung durch zu viel Training und Spiele, oft B-Jugendliche schon bei den Damen im Daueteinsatz und zu wenig professionell begleiteter Muskelaufbau. Da bin ich aber kein Experte und auch nur am Räsonieren.

    In diesem Punkt (schnelle Mitte) bin ich hin und her gerissen. Einerseits kann ich deine Argumentation nachvollziehen, andererseits: spielt das im Kindesalter tatsächlich schon eine Rolle bei der Sportartwahl? Und später splittet sich das ganze eben: die, die das Tempo mitgehen können und wollen, übrigens nicht nur physisch, sondern auch im Kopf, orientieren sich Richtung Leistungssport, die anderen bleiben bei ihrem Breitensportverein. Letztlich ist das eine Ausdifferenzierung, Optimierung und Professionalisierung wie wir sie in allen Bereichen erleben. Recht hast du natürlich, dass es dadurch an der Spitze noch dünner wird. Aber mir gefällt gerade auch die Dynamik, die mit dieser Spielweise verbunden ist. Und ich habe den Eindruck, dass dadurch kleinere, schmalere, flinke Typen (wieder) Chancen haben, die sie zuvor nicht hatten.

    Hier kann ich dir nun fast durchgehend zustimmen. Auch ich beobachte immer wieder Fälle, wo Spielerinnen den erforderlichen Ernst vermissen lassen und es sich dann früher oder später rächt. Und auch die von alter Sack genannten Fälle, wo Spielerinnen im Landesförderkader Plätze belegen und kurz nach Abschluss der Förderzeit mit Handball aufhören, sind mir bekannt (nebenbei, ein Problem ist nach meiner Beobachtung hier die fehlende Anschlussförderung auf Landesverbandsebene).

    Nur, du und Horst kritisieren ja idR nicht diese Fälle, sondern unsere (Jung)Nationalspielerinnen, die noch im System Handball drinstecken. Bei diesen bin ich mir aber sicher, dass sie im Regelfall außer Handball und Schule noch nicht viel von der Welt gesehen haben. Wenn dann doch jemand aufhört mit Handball, dann ist das zu respektieren, selbst, wenn es irgendwann aufgrund des Wunsches nach mehr Freizeit ist. IdR ist es aber ein komplexes Zusammenspiel vieler Faktoren und spätestens, wenn ich mich fragen muss, ob ich wegen Handball eine Karriere als Arzt, Jurist, Ingenieur oder sonst was riskiere, dann ist es im hohen Maße verantwortungsvoll, hier auch eine finanzielle Güterabwägung mit ins Kalkül zu ziehen. Und da zieht der Handball dann eben den kürzeren.

    Hallo Stifler'sMom,

    ich erkenne an, dass du ein fanatischer Handballfan bist, i.d.R. gut informiert und ständig "am Ball". Gut so, davon braucht der Handballsport mehr.

    Dieses Thema hier hast du allerdings ganz offensichtlich weder als direkt Betroffener noch als Elter erlebt. Vielleicht liegt es daran, dass ich deine Kommentierung hierzu als Vorverurteilung empfinde, die ich als in hohem Maße empathielos bezeichnen möchte.

    Lass dir das gesagt sein von jemandem, der die von dir beschriebene Lebenssituation einer Spielerin hautnah miterlebt und weiss, dass die damit verbundenen Entscheidungskonflikte deutlich komplexer sind, als das schwarz/weiß, auf das du es hier reduzierst.

    Tue ich grundsätzlich ja auch, aber - und vielleicht bin ich da altmodisch - ich finde wenn man etwas macht, dann sollte man es halt auch richtig machen und nicht mit der offensichtlichen Lustlosigkeit, die man gestern und heute schon des öfteren bei der ARD sehen kann.

    für mich hat das was mit Anstand zu tun. Gerade die öffentlich-rechtlichen, die sonst kein anderes Thema wie Gleichberechtigung, Paygap, etc

    kennen, versagen auf voller Linie, wenn es drauf ankommt. Ernst gemeinte Gleichberechtigung zeigt sich für mich in der Umsetzung und nicht bei einem Feigenblatt wie Gendern u.ä.

    Als deutsche Damennationalmannschaft käme ich mir da verschaukelt vor.

    kommt auf den Trainingsstatus der Mädels an. Kann für die eine ok, für die andere zu viel sein. Einmalig ist das aber schon ok, nur mehrere Wochen hintereinander hätte ich Bedenken. Kommt ja auch drauf an, ob 7 Spielerinnen durchspielen oder ein Team aus 14 Spielerinnen munter durchwechselt. Bei uns laufen gerade die Qualis, da sind es in dieser Altersklasse 3 Spiele in 6 Stunden mit je 40min.