Beiträge von nicnamejue

    mir ist bislang keine Tätigkeit von Baur als Manager bekannt, lediglich als Spieler und als Trainer. Daher meine ich nur, der Fairness wegen, sollte man da nicht vorschnell urteilen. Sachverstand hat er ganz sicherlich und auch Erfahrung und Kontakte.

    Göppingen ist nach dem Unentschieden der Aufstieg nur noch theoretisch zu nehmen.

    Überraschende Ergebnisse im Keller: Ketsch verliert mit 10 gg Freiburg während Waiblingen gegen Mainz gewinnt. Diese zwei Vereine im Südwesten streiten sich um den Platz am rettenden Ufer. Momentan sieht es so aus, dass Ketsch in die Relegation muss.

    PS: oder wie ist das jetzt mit Bremen? Bekommen die noch 4 Punkte abgezogen, wie an anderer Stelle zu lesen war (warum?)? Dann wäre Bremen auf dem Relegationsplatz.

    Habe gerade gelesen , dass es im Frauen Volleyball ziemlich mau aus sieht und einige Vereine sich die 1. Bundesliga nicht mehr leisten können... das wäre aber sehr fatal auch allgemein für den Sport hier im Lande.

    Beim Meister Stuttgart bleiben gerade mal 3 Spielerinnen. Die anderen zieht es nach Italien, in die Türkei, in die USA. Da sitzt das Geld lockerer.

    unmöglich, die konkrete Situation ohne Bilder zu beurteilen. Grundsätzlich kann man aber sagen, dass ein frei durchgebrochener Spieler, insbesondere bei Ausführung des Wurfs, nicht von seitlich oder hinten abgelaufen werden sollte. Da sollte man den Wurf einfach akzeptieren und dem Torhüter die Daumen drücken. Es sind gerade in diesen Situationen schon so viele schlimme Verletzungen passiert, das Risiko ist einen unterbundenen Torwurf einfach nicht wert.

    Positiv gesehen hat deine Tochter jetzt gelernt, was sie künftig unterlassen sollte und das, ohne, dass etwas Schlimmes passiert ist.

    Aber nochmal, die konkrete Situation möchte ich mangels Bilder nicht beurteilen.

    PS: sehe gerade, dass sich die Diskussion um dieses Thema im 2. Thread entwickelt hat. Wenn ein Admin diesen Strang schließen oder löschen möchte, ist das für mich ok.

    Alles was du hier sagst, kann ich (auch aus eigener Erfahrung) nur bestätigen. Eine Ergänzung ist mir wichtig: Nach dem Übergang zum Kleinfeld- und insbesondere dann zum Hallenhandball gab es über viele Jahre einen nie dagewesenen Zustrom an jungen Spielerinnen und Spielern in die Vereine. Selbst in kleineren Vereinen waren manche Altersklassen doppelt besetzt sprich mit zwei eigenständigen Mannschaften. Das resultierte nach meiner Überzeugung in erster Linie aus der Tatsache, dass sich Handball mit dem Wechsel auf das kleine Spielfeld erstmals wirklich emanzipierte und so deutlich wie nie vom Fußball abhob, gerade hinsichtlich der Anforderungsprofile. Dieser Wechsel leitete eine einzigartige Erfolgsphase des Handballsports ein, übrigens nicht nur in Deutschland.

    Aktuell geht die Entwicklung leider wieder in die andere Richtung, und dafür gibt es Gründe. Ein wichtiger Grund ist aus meiner Sicht, dass mit der überzogenen Dynamisierung und den damit verbundenen Änderungen an den Anforderungsprofilen der diesbezügliche Abstand zum den Sport dominierenden Fußball wieder deutlich reduziert wird, was mittlerweile übrigens auch im weiblichen Bereich eine bedeutende Rolle spielt. Den Begriff vom "Kampfschwein mit Pferdelunge" habe ich ja nicht ohne Grund geprägt. Auch auf das Thema Verletzungsanfälligkeit habe ich in diesem Zusammenhang schon mehrfach hingewiesen. Und nicht zuletzt sehe ich auch die Gefahr, dass die Aktionen auf dem Spielfeld regelmäßig so schnell und so dicht ablaufen, dass die Details von vielen Zuschauern oft gar nicht mehr differenziert wahrgenommen werden können. Ich erlebe es nicht selten, dass in meinem Umfeld selbst die Zeitlupe nicht immer ausreicht, das Geschehen richtig aufzulösen. Auf jeden Fall ist meine eigene Wahrnehmung nicht der Maßstab, denn nicht jeder hat soviel eigene Erfahrungen beim aktiven Spiel sammeln können. Wo soetwas letztendlich hinführen kann sieht man beim Eishockey in Deutschland ganz gut. In vielen Szenen kann der Weg des Puck's sekundenlang gar nicht mehr verfolgt werden, irgendwann und irgendwie ist er dann trotzdem oder gerade deswegen im Tor gelandet. Die Begeisterung für diese Art, einen Mannschaftssport auszuüben, hält sich außerhalb der bekannten Hochburgen in engen Grenzen...

    Ich kann aus meiner Sicht nur noch einmal an die Verantwortlichen in den Verbänden appellieren, die aktuellen Entwicklungen im Handball gerade im Breiten- und Nachwuchsbereich genau zu beobachten. Im Ergebnis wäre dann zu prüfen, ob der eingeschlagene Weg tatsächlich zielführend ist oder ob dadurch der Abstieg des Handballs nicht noch weiter forciert wird.

    Sehr guter Beitrag, danke schön, da macht HE Spass zu lesen!

    Ich kann deine Argumentation auch sehr gut nachvollziehen und wäre sofort dabei, wenn es darum ginge, diesen Sport für die Kinder interessanter und damit zukunftssicherer zu machen.

    Nur, es gibt ja das Sprichwort "das Bessere ist der Feind des Guten". Hier könnte man sagen, "der Schnellere ist der Feind des Langsameren". Und (Reaktions)Schnelligkeit wird sich ungeachtet jeder Regeländerung immer als vorteilhaft erweisen und macht ja auch einen Gutteil des Reizes dieser Sportart aus. Ich denke, das siehst du genau so.

    Jetzt kommt noch dazu, dass der Mensch zu einer "Ausoptimierung" in jeden denkbaren Zusammenhängen neigt. Im Arbeitsleben führt das unter "Effizienzsteigerung" zu Zuständen, die uns, in Deutschland ganz besonders, an den Rand des K.O. führen. Firmen sind jedoch weitgehend gezwungen, das Spiel mitzuspielen, ob sie wollen oder nicht, wenn sie konkurrenzfähig bleiben wollen. Da handelt es sich um ein klassisches Gefanngenendilemma.

    Das können wir auch auf den Sport übertragen. Evolutionär war der Mensch vor 50 Jahren genau der Gleiche wie heute, trotzdem werden im 100m Sprint heute ganz andere Zeiten gelaufen. Im Handball ist es das Gleiche. Entwicklung lässt sich nicht aufhalten. Nur, und ich verstehe, dass das dein Punkt ist, man hat mit der schnellen Mitte noch dazu beigetragen, diese Entwicklung zu beschleunigen. Für mich bräuchte es diese Regel auch nicht, auch wenn ich sie nicht ganz so kategorisch ablehne, wie du. Denn ich glaube, damit wäre von den von dir angesprochenen Problemen keines wirklich gelöst. Das glaube ich, wird aus oben genannten Gründen nicht möglich sein. Um auch mit einem Sprichwort zu enden: "das Rad lässt sich nicht zurückdrehen".

    Diese Frage steht ja schon seit Anbeginn der 7:6-Tage im Raum. Rolf Brack meinte dazu vor Jahren, dass die Würfe aufs leere Tor ja nur bei TF und Fehlwürfen passieren. Und dass in einem Drittel bis zur Hälfte dieser Fälle auch beim 6:6 ein Gegenstoß folgt - mit entsprechend hoher Torquote.

    Anders gesagt: Bei gleicher Fehlerquote fällt ein guter Teil der Gegentore trotzdem. Und bei dieser Rechnung kam er auf ein klares Plus durch das 7:6.

    In der Wissenschaft wird ja zwischen Theorie und Empirie unterschieden. Brack hat das 7:6 theoretisch durchleuchtet. Häufig falsifiziert empirische Forschung jedoch theoretische Befunde. Hier wäre die Empirie eine einfache Statistik.

    Subjektiv habe ich die gefühlte Wahrnehmung, dass hier auch eine Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis vorliegt. Aber das zählt nicht, darum fände ich eine Statistik ja so interessant. Immerhin wird das System ja nun ein paar Jahre schon so gespielt und ein guter Teil der Spieler ist damit aufgewachsen oder hatte ausreichend Zeit, sich darauf einzustellen.

    Auch hier d'accord, dass man mit guten Spielern, gutem Training und guter Taktik den Erfolg eines 7:6 erhöhen kann. Aber der Status quo ist, wie er ist und den könnte man statistisch auswerten und das Ergebnis würde mich interessieren. Nicht mehr und nicht weniger.

    PS: diese Antwort bezog sich noch auf SCM-Rambo, immerweiter kam mir ein paar Sekunden zuvor.

    Da ging es auch mal um 7 gegen 6 und es wurde sich auf Dr. Rolf Brack bezogen, dass die Wahrscheinlichkeit eines Torerfolges höher ist, als bei 6 gegen 6.

    Ja, soweit klar, wäre ja auch schlimm, wenn Überzahl im Angriff zu weniger Toren führen würde. Die Frage ist aber, wenn man die Würfe ins leere Tor gegenrechnet, wie dann die Gesamtbilanz aussieht.

    ich glaube, dass in Einzelsportarten die Gefahr eines Missbrauchs grundsätzlich noch höher ist als in Teamsportarten. Trotzdem könnte ich mir vorstellen, dass es in Mannschaftssportarten spezifische Situationen geben kann, die es so in anderen Kontexten nicht (so häufig) gibt. Das könnten zB Situationen sein, die mit Gruppendruck oder Bloßstellen vor versammelter Mannschaft usw zu tun haben.