Hoffenheim liegt geographisch günstig. Man hat das Einzugsgebiet von Waldhof Mannheim und dem KSC, was vor deren Untergang mal mit die besten Jugendarbeiten Deutschlands waren, übernommen. Man kann auch im Einzugsgebiet vom VFB, den Stuttgarter Kickers, Frankfurt und Kaiserslautern wildern. Weitere gute Jugendarbeiten. Und man muss - wie alle Profivereine - ein Internat betreiben und kann somit deutschlandweit scouten.
ok, und wenn nun Spieler vom VfB zu Hoffenheim wechseln (was ich nicht weiß, so aber deinem Post entnehme), dann meinst du, das liegt an der schönen Natur und guten Luft im Kraichgau? Ich glaube eher, entscheidend dürfte sein, dass Hoffenheim in den letzten Jahren viel Geld in die Hand genommen hat, um hervorragende Strukturen für die Jugendarbeit zu etablieren, was von den Spielern mit Wechsel honoriert wird. Und eben dieses Geld führt dazu, dass am Ende auch Qualität bei rauskommt, sprich mA DM-Titel.
Im Prinzip nichts anderes als das, was Leverkusen, Buxte oder Blomberg im Frauenhandball auch machen. Unterschied ist nur, dass wenn nichts Vernünftiges produziert wird, dann rollen Köpfe.
gut, das bedeutet also, du würdest den ehrenamtlichen Trainer, der sich für seine Mädels im Handball drei, viermal die Woche engagiert, vor die Tür setzen, wenn die Mädels in der Gruppenphase der JuBuLi oder sonst wo ausscheiden? Übernimmst du dann das Training, oder wer macht das dann?
Und ja, du sprichst von ein paar wenigen Vereinen mit bezahlten Trainern. Aber auch da, was glaubst du, für wieviele Trainer das Geld langt, um sie bezahlt freizustellen? Und darüber hinaus: könnte es evtl. sein, dass mehr Geld auch zu mehr Qualität bei den Trainern führen kann? Bessere Ausbildung, attraktiver für noch bessere Trainer aus dem männlichen Bereich etc...
Also, nur um es noch mal klarzustellen: selbstverständlich hilft Geld alleine auch nicht, um aus faulen Kindern begnadete Hanballer zu machen. Habe ich auch nie behauptet. Da gehört schon eine Menge Charakter und Selbstdisziplin dazu und klar, auch daran mangelt es oft genug (v.a. aber nicht bei "unseren" Handballerinnen, sondern bei all denen, die sich ihr Leben lang gar nie den Herausforderungen einer Sportart stellen).
Mein Argument ist, dass man ab einem gewissen Punkt ohne oder mit zu wenig Geld an Grenzen stößt. Und ich finde das in gewisser Weise sogar sehr sympatisch, das macht den weiblichen Handball ein Stück unverbrauchter und authentischer, als bei den Männern und vor allem im Vergleich zum Fußball.
Ich habe aber auch kein Problem damit, dass man dann irgendwann an diese Grenzen stößt. Sei es im Ligabetrieb oder im internationalen Vergleich. Aber könnte es sein, dass es ein Stück weit ignorant in deiner und Moms Argumentation ist, dass ihr ständig immer nur internationale Spitzenleistung von den Mädels fordert, das aber zum Nulltarif erwartet?
Und das solls von mir, lieber Selfmen, an dieser Stelle zu diesem Thema gewesen sein.