Zitat: „Der wiederholte vordere Rang bei den ersten Turnieren im internationalen Handball zeigt, dass wir in Deutschland viele tolle Talente haben, die jetzt alles daran setzen und ein Umfeld im Verein sowie Verband bekommen sollen, das es ihnen ermöglicht, diese Erfolge später im Seniorenbereich bestätigen oder sogar noch toppen zu können. Diese Medaille ist ein riesiger Auftrag und Ansporn, dass es nicht die einzige Medaille im Verlauf ihrer Karrieren bleibt", sagt DHB-Sportvorstand Axel Kromer zu den Perspektiven, die sich aus den Erfolgen ableiten. Auch Trainer Gino Smits ist gespannt, wie sich die Spielerinnen auf ihrem weiteren Werdegang entwickeln. „Wir haben viele Spielerinnen mit interessanten Voraussetzungen. In nächster Zeit kommt es darauf an, den für den Leistungssport nötigen Aufwand zu betreiben und gute Entscheidungen zu treffen. Erfolge wie dieser bei der EM sind gerade in dieser Phase der Karriere wichtig", betont der Niederländer auf der DHB-Bank.
Diese Aussagen hören sich für mich so an, als wenn sich der Blick und die Förderung des DHB auf die Spielerinnen des derzeitigen DHB-Kaders beschränken soll. Da wären wir dann schon wieder bei dem hier schon öfters thematisierten Fehler, dass die Breite zu sehr aus dem Blick gerät. Die Statistik zeigt, dass es aus der U15/U17 die wenigsten am Ende in die A-Nationalmannschaft schaffen werden.
Natürlich, diese Mädels gehören gefördert, es sollte aber nicht aus dem Blick geraten, dass es sehr viele weitere Spielerinnen gibt, die ähnliches, gleiches oder sogar noch mehr Talent besitzen. Auch diesen eine adäquate Förderung anzubieten, das ist aus meiner Sicht die wahre Herausforderung für den DHB.
PS: ich hatte den Beitrag zuvor versehentlich im falschen Thema gepostet. 