Beiträge von DerMaily

    Gibt es für die neue Saison einen anderen Modus im Pokal?
    Im Rahmenspielplan sind nur noch drei Pokalrunden vor dem Final4 aufgeführt.

    ich meine, mal was gelesen zu haben, dass die Erstligisten jetzt anders einsteigen. Finde den Artikel aber nicht mehr. Bisher war die Runde 1 ja mehr ein Vorqualifikation mit 10 Partien und 7+14 Freilosen.

    Nimm es mir nicht übel! Aber eine "Mannschaft der Saison" ohne eine einzige Spielerin aus Bietigheim, kann ich nicht ernst nehmen. Das ist ein Witz!

    da muss man einfach sehen, wie diese Mannschaft ermittelt wird.

    entscheidend ist da nicht die Leistung über die Saison, sondern einzig die Anzahl der Nominierungen in die Mannschaft der Woche.

    Häufig sind da Spielerinnen aus den Wochenendspielen bevorzugt.

    Auch kann jemand das ganze immer Topleistung bringen, wenn jeden Spieltag halt irgendeine Spielerin der anderen 13 Mannschaften als besser angesehen wurde. Häufig sinds halt die Spielerinnen die an dem Spieltag auf ihrer Position die meisten Tore geworfen haben.

    Gute Jugendarbeit? Oder ein Internat haben und Spielerinnen in der B- bzw. A-Jugend abwerben können? Kühne kam Anfang A-Jugend aus Hannover. Als deutsche B-Jugend-Meisterin und beste Spielerin des B-Jugend-F4.

    Ohne Kühne & Ruwe haben sie das Viertelfinal-Hinspiel -1 verloren. Mit den beiden das Rückspiel +22 gewonnen.

    Deutsche A-Jugend-Teams hängen an 1-2 Spielerinnen und der Rest sind Mitläuferinnen.

    ja, alles richtig, aber

    gegen wen war das Finale beim besagten B-Jugend-Final4 ? Gegen Blomberg

    Kühne war nur das eine Jahr in Hannover , der Wechsel nach Blomberg stand schon lange fest. Wo sollte sie sich auf höchsten Niveau weiter entwickeln. 3 Liga Badenstedt ? Sie war damals gut, aber auch ein Talent muss man weiter entwickeln.

    wo fand das Final Four statt ? in Hannover (Heimvorteil war in letzter Zeit nicht zu unterschätzen)

    Handewitt muss man auch ganz klar sagen, Heimvorteil (mit voller Wiking-Halle) und Mädels die schon mit dem Erreichen des VF auf Wolke 7 waren und nichts zu verlieren hatten. Blomberg hatte was zu verlieren, nachdem diese Mannschaft B und A-Jugend-Vize war. Rückspiel Ruwe und Kühne je 6 Feldtore. Zwischenrunde gegen Leipzig war auch ohne Kühne. Bei weitem nicht so, als ob die beiden jedes A-Jugend-Spiel oder im FF 60 Minuten durchgespielt hätten. Auch das Spiel in Budenheim war ohne beide.

    Und die A-Jugend-Mannschaften hängen nicht an den 1-2 Spielerinnen, die 2 sind es nur die im Zweifel bei engen Spielen den Unterschied machen (können). Das wertet die Leistung der anderen m.E. ab. Aus der HSG-A-Jugend wechseln 7 in den Seniorenbereich:

    Ruwe, Kühne : HSG Liga 1

    Gaubatz : Leipzig Liga 2

    Kryeziu: Bretzenheim Absteiger Liga 2

    1x Liga 3 und bei den anderen ist Ziel noch unbekannt, wobei auch da nach Jahren intensiven Handballs nun Studium und Ausbildung häufig vorgehen.

    Ansonsten vielleicht mal die Kader der 1. Liga durchblättern, wie viele Spielerinnen in Liga 1 und 2 durch die Blomberger Jugend gegangen sind.

    Und es ist ja auch bei weitem nicht so, das alle Internatschülerinnen irgendwo aus Deutschland kommen. Es gibt auch die aus dem näheren Umfeld, und da ist es schon ein erheblicher zeitlicher Unterschied, ob man neben der Schule 4mal die Woche 90 Minuten ein Weg pendeln muss. Wer weiß, ob die ohne Internat oder handballverrückte Eltern dem Handball treu geblieben wären.


    Irgendwo in einem Thread stand in den letzten Tagen was von Leipzig als Sachsenauswahl, Blomberg ist OWL+Weserbergland. Viele aus den Handballkreisen Minden-Lübbecke, Bielefeld-Herford, Lippe...

    Wo wir bei Leipzig sind: Leipzig über 600.000 Einwohner, Blomberg 15.000. Also schon die Wahrscheinlichkeit lehrt, wo eher Spielerinnen aus dem Ort anzutreffen sind... (achja Sachsen 4 Mio Einwohner, Regierungsbezirk Detmold: 2) ;)

    Das Risiko einer Qualifikation hat sich erhöht. Dann hat man 5 Betriebsausflüge zu bezahlen.

    Vielleicht hab ich ja eine andere Vorstellung von Risiko, aber wenn ich schon international dabei bin, sollte schon der sportliche Anspruch da sein, auch so weit wie möglich zu kommen

    finanziell kann ich auch durchaus Aufstiegsverzichte nachvollziehen, aber unter sportlichem Wettbewerb versteh ich da am Ende des Tages doch was anderes

    interessante Stellungnahme des LSB

    - Für den BVB kein Förderstop, weil Trainer entlassen und der Fall vom Verein aufgearbeitet

    - Voraussetzung für Freigabe der Gelder für die HSG:
    aktive Aufarbeitung mit einer klaren Gefährdungsanalyse und Schutzkonzept
    die erfolgreiche Umsetzung würde dann durch den HVW geprüft

    sehr interessante Zuständigkeit, der LSB stoppt, die Verantwortung für die Stützpunkte liegt bei HVW, der scheinbar keinen Handlungsbedarf hatte, aber jetzt wieder das Ergebnis beurteilen soll, Stützpunkt Leiter ist gleichzeitig Vize-Präsident Recht des HVW.

    Irgendwie sollte vielleicht mal das Förderkonzept allgemein angepasst werden, entweder der LSB entscheidet, dann soll er auch das Verfahren aktiv führen. Oder die Verbände entscheiden, dann soll der LSB den Verbänden die Fördergelder zukommen lassen und die organisieren verantwortlich die Mittelverwendung.

    Ja, sehr schade. Wird die Jugend dort dem Erfolg der 1. Mannschaft geopfert? Ich kenne einen Fall, dass eine Spielerin die Einladung, ins Internat zu wechseln, dankend abgelehnt hat.

    dazu ein Update, nach Aussage das Pressesprechers des LSB ist der Jugendbereich nicht betroffen, da aus den eingefrorenen Geldern vorrangig das Athletiktraining der Bundesliga-Mannschaft finanziert würde

    Und da bin ich auf den ganzen Unfug z.B. auch mit der Vergabe/Verweigerung der Jugendzertifikate, wo nach den selbst festgelegten Regeln für ein bestimmtes Kriterium eine einwöchige DHB-Schulung als alleiniger Nachweis der Ausbildungseignung ausreicht, eine A- oder B-Lizenz aber nicht, noch gar nicht eingegangen ...

    ich hatte schon vor ein paar Wochen mit dem Unsinn, der Wochenlehrgang reicht, aufgeräumt, aber hier noch mal die Vergabeanforderung

    Die Trainer der A- und B-Jugend müssen mind. die B-Lizenz innehaben, gleiches gilt für den Trainer der 2. Mannschaft.

    Der Trainer der A- und/oder B-Jugend muss die vom DHB zertifizierte Ausbildung zum Nachwuchstrainer Leistungssport vorweisen können.

    Die Regel ist bestimmt nicht vom Himmel gefallen und da find ich es dann schon traurig, wenn es ein professionell geführter Verein nicht schafft, zumindest einen seiner Trainer/innen für eine Woche auf den Lehrgang zu schicken.... Und die Regel sagen auch klar, wenn ich ein Kriterium nicht erfülle, kann ich das nicht mit einer Übererfüllung eines anderen Kriteriums ersetzen.


    Gibt auch diverse Anforderung zum Trainingsumfang. Z.B. A-Jugend mind 8 Spielerinnen mind. 10 Stunden, das erfülle ich auch nicht mit 999 Spielerinnen die jeweils maximal 9:59 Stunden trainieren.

    Letztlich hat sich die HBF, also die Vereine, die Regeln selbst gegeben. Da soll am Ende keiner rumjammern, wenn die Regeln objektiv nicht eingehalten wurden.

    Der Streit geht in die nächste Runde.

    Wie die Thüringer Allgemeine im Artikel "Streit ums Jugendzertifikat: Handball-Bundesliga beharrt auf Richtlinie" (Paywall!) berichtet, weist Christoph Wendt (Mitglied des Zertifizierungsausschusses und HBF-Geschäftsführer) sämtliche Vorwürfe zurück.

    Wendt hält die Entwicklung für "nicht wünschenswert" und beruft sich auf die von allen Vereinen gemeinsam verabschiedete Richtlinie.

    Was passiert eigentlich mit den Strafzahlungen der (Stand heute) 24 Vereine? Macht die HBF-Führungsriege davon einen Betriebsausflug? Oder bekommen die 6 Vereine, die das Zertifikat erhalten haben, das Geld unter sich aufgeteilt?

    Einen Gerichtstermin gibt es noch nicht.

    § 16 Beitragszahlung
    1. Lizenznehmer, die keinen Antrag auf Erteilung des Jugendzertifikates gestellt haben oder deren Antrag abgelehnt wurde, fördern die Jugendarbeit des HBV-F durch Zahlung eines allgemeinen Beitrage

    § 18 Mittelverwendung
    1. Nach Abzug der Kosten für das Zertifizierungsverfahren werden die Zahlungen der nicht zertifizierten Vereine bzw. Lizenznehmer für Projekte der Jugendförderung oder anderweitiger Maßnahmen des HBV-F eingesetzt.
    2. Projekte der Jugendförderung sind beispielhaft Schulaktionen, internationale Jugendveranstaltungen, Jugendtrainerfortbildungen und andere im Rahmen des Grundlagenvertrages mit dem DHB geforderte Jugendveranstaltungen.
    3. Anträge zur Unterstützung bzw. Durchführung von Projekten können von jedermann gestellt werden. Über die Vergabe, Verwaltung und Kontrolle von Projektgeldern entscheidet der Vorstand des HBV-F

    § 19 Verbot der Umverteilung
    Werden Projekte beantragt, die den Mitgliedern des HBV-F zugutekommen, so müssen diese allen Mitgliedern zugutekommen. Durch die Projektförderung darf keine Umverteilung der Gelder entstehen.

    1657206540-RichtliniezurErteilungdesHBFJugendzertifikats.pdf (handball-bundesliga-frauen.de)

    Ich kann doch nicht einzelne Spielerinnen in 3 Mannschaften o.ä. spielen lassen und mich am Ende der Saison hinstellen und gefühlt sagen

    " wir können die Spiele nicht mehr richtig bestreiten , weil einige Spielerinnen mental leer sind etc etc " !

    Sowas geht auch echt nur in der HBF ....

    A-Jugend und Dritte Liga (Junior-Teams) ist ja die übliche Kombi. Allein mit den paar Spielen in der A-Jugend-Bundesliga lässt sich eine Spielerin wohl kaum entwickeln. Dazu ggf. Einsätze der starken Nachwuchsspielerinnen auch in der 1. Liga ist auch üblich.

    Hier ist aber eine Belastungssteuerung gefragt, dass die Spielerinnen nicht verheizt werden.

    Das der Verein nun vom Verband und Politik hinterfragt wird ist sicherlich richtig aber damit ist es nicht getan. Beide haben auch ihren Teil in der Geschichte und müssen sich fragen lassen wieso jetzt erst. Die haben Jahrzehntelang den Verein gefördert und waren sicherlich mit eingebunden und hatten damit einen direkten Kontakt. Waren damit wohl näher dran als der allgemeine Fan/Zuschauer. Jetzt nur die Förderung zu hinterfragen wäre zu billig und ich hoffe das sehen die genannten auch so. Vorallem leidet unter der Maßnahme die Jugendarbeit, die nun wirklich nichts für die Cause Fuhr/Blomberg kann.

    "Stellungnahme" seitens des Vereins

    HSG-Geschäftsführerin Franziska Rautauoma sagte am Samstag am Rande des Spiels gegen FA Göppingen gegenüber der LZ: „Es stimmt, derzeit gibt es einen Förderstopp, obwohl wir in diesem Bereich einiges auf den Weg gebracht haben, um solche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden. Wir nehmen das Thema sehr ernst. Eine Zusammenfassung der Maßnahmen haben wir dem LSB vorgelegt und hoffen, dass der Förderstopp in Kürze aufgehoben wird.“

    Ja, sehr schade. Wird die Jugend dort dem Erfolg der 1. Mannschaft geopfert? Ich kenne einen Fall, dass eine Spielerin die Einladung, ins Internat zu wechseln, dankend abgelehnt hat.

    Leider sind erfolgsorientierte Trainer häufig Choleriker. Ich kenne exakt zwei Trainer, die es schaffen, sehr leistungsorientiert zu arbeiten und die dafür eben auch häufig notwendige Fehler-Kritik in einer sehr wertschätzenden Art und Weise an ihre Spielerinnen vermitteln. Das ist eine hohe Kunst, die eben auch eine Begabung ist und nicht so einfach trainiert werden kann.

    Soweit ich das auf die Schnelle nachvollziehen kann, hat die HSG(-Jugend) nur indirekt etwas mit dem Landesleistungszentrum zu tun.

    Das Angebot des Landesleistungszentrum richtet sich an die Spielerinnen der umliegenden OWL-Vereine. [Landesstützpunkte (LSP) sind die von den Landesfachverbänden vorgeschlagenen und von Landessportbund NRW und der Landesregierung des Landes Nordrhein-Westfalen gemeinsam anerkannten Trainingseinrichtungen der Landesfachverbände, in denen ein qualitativ hochwertiges, vereinsübergreifendes Training für Landeskader im Einzugsgebiet eines leistungsstarken Vereins, oder mehrerer leistungsstarker Vereine, regelmäßig und dauerhaft stattfindet.]  Das beinhaltet ein gemeinsames Training alle 2 Wochen. Westfalenstützpunkte - Handballverband Westfalen (handballwestfalen.de) Der Stützpunktleiter kommt nicht aus dem Verein, der Stützpunkttrainer ist Trainer der B-Jugend (seit 2022).

    Das Wohl und Wehe der Jugend hängt also eher nicht an der Einstufung. Allenfalls ein "Siegel", wie es der Spiegel schreibt. Auch finanziell scheint die Unterstützung eher überschaubar zu sein und dürfte nur symbolisch den Stützpunkt Aufwand (Stellung Trainer und Halle) decken.

    Entscheidend für die Jugend ist viel mehr die Entwicklung des Internats. Nicht jede Spielerin erhält ein Angebot ans Internat und nicht jede, die ein Angebot erhält, nimmt es an. Das muss von beiden Seiten passen. Ob das Siegel "Landesleistungszentrum" hier ein entscheidendes Kriterium ist, lass ich mal offen, zumal viele Internats-Spielerinnen nicht aus dem HVW stammen. HBF-Jugendzertifikat, Kombination Sport-Schule und Chance auf 1. Liga sind da m.E. eher Argumente.

    P.S.: Auch Dortmund ist Landesleistungsstützpunkt. Ob der BVB hier mehr aufgearbeitet hat, überlass ich der persönlichen Bewertung des Einzelnen.