Eines vorweg: Ich will gar nichts bagatellisieren. Ich überlege nur, ob es das "Phänomen Nordtribüne" auch in anderen Handballhallen gäbe, sobald es dort eine reine Stehtribüne mit einer organisierten aktiven Fanszene gäbe? In einer großen (vermeintlich anonymen) Masse, dazu stark dem Alkohol zugetan, grölt es sich leichter, als in einer eher ruhigen Sitzplatzecke. Wenn es in ohnehin schon stimmungsvollen Hallen (a la Eisenach, Magdeburg etc.) einen solchen Tummelplatz gäbe, ob man dort dann ähnliches beobachten könnte über die Dauer? Sehr theoretisch ich weiß.
Klar, auch der Aspekt, dass es in FL keinen höherklassigen Fußballverein gibt, spielt da vllt. eine Rolle.
Am Ende ist es schädlich für den Verein und man muss die Thematik mal mit allen beteiligten Akteuren angehen. Mit Fan-Partizipation und der (möglichen) Erarbeitung eines "Verhaltens-Kodex"/Knigge/whateverwiemanesnennenmöchte. Vllt braucht es auch ( gerade in FL wegen der aktiven Fan-Szene) die Anlaufstelle eines Fan-Beauftragten bzw. eines sozialpädagogischen Fanprojektes. Der Verein sollte vielleicht mal mehr die Verantwortung übernehmen, wer da so die Stimmung/Atmosphäre vorgibt in der Halle und nicht die Ewiggestrigen auf der Nord. Ich darf das sagen, weil ich selber jahrelanger Inhaber einer Nordtribünen-DK bin.
Klappt nach meiner Erfahrung aber nur durch Kommunikation, Transparenz, Miteinbeziehung und Verbindlichkeit - sprich: es ist ein mühsamer und evtl. langwieriger Weg, wenn es wirklich tragfähig sein soll.
"Bomben auf Kiel" oder "Jeder Kieler ist ein ..:" oder "ihr seid s... wie der THW". Das ist einfach nur vulgär und davon ab auch peinlich.