Dein Rätsel ist ganz schnell zu lösen:
1. Auf Aussen werden von klein an nicht die fähigsten, sondern die untalentiertesten gestellt.
2. Auch in den ambitionierten Jugendmannschaften und Auswahlteams interessieren sich die Trainer nicht sonderlich für die Aussen und sind meist nicht sonderlich vertraut mit den spezifischen Techniken
3. Rückraum und Außen trainieren meist getrennt, gemeinsame Spielzüge werden nicht bis selten eintrainiert
4. In Konsequenz rennt der gesamte Rückraum auch im Spiel Richtung 7m und verdichtet zu sehr zum Zentrum. Anspiele nach Außen sind meist nur aus der Not, aber nicht strategisch eingesetzt.
Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.
Zudem baut der Erfolg vieler U-Teams auf Typen wie Leuchter auf, wobei die schon zu den absolut positiven Ausnahmen ihres Schlags gehört. Dieser Spielertyp ist - auf Jugendniveau - wurfgewaltig aus dem Rückraum, im Aktivenbereich jedoch zu ausrechenbar (weil in der Jugend oftmals die immer gleiche Aktion dauerhaft Erfolg zeitigte (3 Schritte Anlauf zur Mitte, Sprung, Wurf)), zu wenig agil, technisch limitiert und zu langsam (oft auch im Kopf und von der Spielübersicht). Sprich, sie stoßen an ihre Grenzen. Nicht ihre Schuld, sondern ein Systemversagen in der Ausbildung.
Wie ich schon öfters geschrieben habe, Selektion nach Größe und Gewicht ist einfach sehr viel einfacher, als nach weicheren Faktoren.