Beiträge von Andy-TVG

    Auch ich wünsche Christian Berge für die kommenden Monate alles alles Gute und viel Kraft für die anstehende Therapie.

    Mit Bestürzung habe ich die Artikel gelesen. Und ich fand es schon wahnsinnig bewundernswert, wie schnell er doch wieder zurück auf dem Handballfeld war. Es bleibt zu hoffen, dass er mit seiner Willenskraft auch die Chemotherapie gut übersteht und evtl. sogar nochmal in seinem Sport angreifen kann.

    Ich denke, dass das Ganze nicht ausschließlich mit der Motivation zu tun hat. Nicht zu vernachlässigen ist dabei der Druck.

    Beispiel TVG: Die Mannschaft ist eigentlich recht gut in die Saison gestartet, hat aber 2 Auswärtsspiele (Wallau + Essen) unglücklich verloren. Dann kamen die unerwarteten Niederlagen zuhause gegen Düsseldorf, Wilhelmshaven und Göppingen, bei denen es durchaus sein kann, dass die Gegner auf die leichte Schulter genommen wurden. Zu diesem Zeitpunkt hatte es sicherlich etwas mit der Motivation zu tun. Aber danach kam dazu, dass die Mannschaft eben unerwartet in den Abstiegskampf gerutscht und dadurch total unter Druck geraten ist. Bei Spielen, bei denen 2 Punkte ein Muss waren, hat sie dann total verkrampft. Bei Spielen, bei denen sie nur gewinnen konnte (z.B. gegen Hamburg und Magdeburg), lief es plötzlich. Das erkläre ich mir nur dadurch, dass bei diesen Spielen der Druck des Gewinnenmüssens einfach weg war.

    Ich denke es geht darum Notfälle abzufangen, wie ja z.B. im Moment beim TVG durch die Verletzung von Kevin Klier. Wenn Hannawald oder Stanic ausfallen würden, würde man ja dann nur mit 1 Torhüter dastehen. Und so könnte dann, wenn es der Terminplan zulässt, Kevin Klier beim TVG aushelfen.

    Ich habe keine näheren Informationen dazu, ich wollte einfach nur das wiedergeben, was im Main-Echo steht.

    Wie das wäre, wenn die Kröstis aufsteigen sollten, weiß ich auch nicht. Ich denke, dass es dann eher nicht gehen würde. Ich meine mal gehört zu haben, dass ein Zweitspielrecht nur möglich ist, wenn die Mannschaften in unterschiedlichen Ligen spielen. Aber ich kann mich da auch täuschen.

    Ich gehe fest davon aus, dass beim TVG überhaupt nicht geschlafen wird diesbezüglich. Jörg Lützelberger scheint sich in dieser Saison stark weiterentwickelt zu haben bei der TuSpo, und das war sicherlich auch die Absicht des TVG. So konnte er die nötige Spielpraxis sammeln. Man wird ihn bestimmt nicht einfach ziehen lassen. Ich gehe eigentlich davon aus, dass er weiterhin in der 2. Liga Spielpraxis sammeln soll, um dann evtl. in der übernächsten Saison wieder voll zum TVG-Kader zu stoßen.

    Ich muss ja ehrlich sagen, dass ich die ganze Zeit schon darauf gewartet habe, dass die Wallauer sich über den TVG beschweren. Ich war bis gestern abend noch überrascht, dass da noch so gar kein Kommentar in diese Richtung gekommen war. Aber heute ist die Stimmung da wohl schon eine andere.

    Was bitte schön hat das mit Charakterlosigkeit zu tun? Ich würde ganz einfach von Professionalität sprechen. Man ist beim TVG dabei die Zukunft aufzubauen. Es wird seriös und zukunftsorientiert gewirtschaft, und das scheinen die Spieler zu würdigen.

    Jan-Olaf Immel wurde der Vertrag von Wallauer Seite gekündigt. Und Heiko Grimm ist frei, weil er sein Gehalt nicht pünktlich bekommen hat und deswegen außerordentlich kündigen konnte. Hätte der TVG zuschauen sollen wie die beiden sich einen anderen Verein suchen? Was spricht dagegen Spieler aus der Region zu binden, bevor sie in Lemgo, Magdeburg oder sonstwo landen? Stelle man sich nur mal den Aufschrei vor, wenn der TVG "geschlafen" hätte.

    Zitat

    meisinger muss seit jahren mit einem 1,5 millionen etat auskommen und sobald ein talent aufgebaut ist, wird es von irgendeinem finanziell besser stehendem verein geholt. schwalb selber hat sich beim tvg bedient! was soll der mist also? hat wallau vor ein paar jahren sich dem tvg zum schuldenabbau angeboten als es hier ums überleben ging?

    Danke haruki, dem kann ich nur zustimmen.

    Ich finde das mit dem Kieler Benefizspiel auch ziemlich seltsam. Das Engagement des THW in allen Ehren. Und wenn man sich gegenseitig helfen will, ist das auch völlig ok. Aber da könnte doch eigentlich mal jeder Verein aus der unteren Tabellenhälfte kommen und um ein Benefizspiel bitten, damit man sich vielleicht noch einen besseren Spieler leisten kann. Wie gesagt, wenn Kiel das Engagement zeigt, dann ist das ok. Aber man kann doch jetzt von Wallauer Seite nicht verlangen, dass die ganze Bundesliga mithilft den Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen.

    franky77

    Ja, manchmal hätte ich mir schon gewünscht das Ergebnis umschreiben zu können. Aber das geht ja leider nicht :) Es würde natürlich noch viel mehr Spaß machen von einem erfolgreichen Spiel zu berichten, aber darauf hat man am Ticker halt wirklich keinen Einfluss.

    In Minden bzw. Hannover werden wir sehr wahrscheinlich auch wieder tickern.

    haruki:

    Danke für die Blumen wegen dem Liveticker. Es freut uns positives Feedback zu bekommen!

    Tja, was war los? Die erste Halbzeit war super vom TVG. Aber dann wurden im Laufe der 2. Halbzeit zu viele einfache Fehler im Angriff gemacht, soll heißen technische Fehler und Ballverluste, die der TUSEM total clever und abgezockt ausgenutzt hat. Auch die Abwehr stand nicht mehr so kompakt wie im 1. Durchgang.

    Vom Kreis kam kein Wurf, weil Uli Wolf bei Dimitri Torgovanov und Oliver Roggisch absolut abgemeldet war. Sie haben kein Anspiel zugelassen.

    Danke für die vielen interessanten Beiträge. Ich möchte auch nochmal sagen, dass ich im Zweifel auch dafür bin, die Offensiv-Aktion laufen zu lassen. Also praktisch, wenn es an der Grenze zwischen 3 und 4 Schritten ist.

    Aber wenn es dieses Maß überschreitet, wenn man sich also bei 5 oder 6 Schritten bewegt, dann bin ich schon der Meinung, dass es geahndet werden sollte. Und mir geht es auch nicht nur um Tempogegenstöße sondern auch um Fälle im Positionsspiel.

    vr316:
    Ich kann auch zu einem gewissen Teil die Einstellung verstehen, dass man durch solche Entscheidungen nicht den Unmut der Zuschauer auf sich ziehen möchte, wenn es sich insgesamt zwischen den Mannschaften ausgleicht und somit niemand bevorteilt wird. Nur ist das auch langfristig gesehen richtig? Wenn die Spieler schon wissen, dass es eh nicht mehr gepfiffen wird, dann brauchen sie ja auch gar nicht mehr darauf achten. Und das kann ja letztendlich auch nicht Sinn der Sache sein, oder?

    Elber:
    Meine Beobachtungen sind eben etwas anders als Deine. Aber natürlich bestehe ich nicht darauf, dass meine Meinung die einzig richtige ist :) Und natürlich verstehe ich auch, dass es Fälle gibt, in denen der Schiedsrichter es einfach nicht erkennen kann. Ich finde Deine Einstellung auch gut, dass es dem Schiedsrichter egal sein sollte, was andere darüber denken, wenn die Entscheidung definitiv richtig ist. Bist Du denn selbst Bundesliga-Schiedsrichter?


    Ich bin gespannt auf weitere Beiträge von Beobachtern und Schiedsrichtern.

    mhs:
    Ich habe wirklich Respekt vor Schiedsrichtern. Und gerade bei der immer schneller werdenden Spielweise verstehe ich durchaus, dass es immer schwieriger wird Entscheidungen zu treffen. Und natürlich kommen auch die Stress-Situationen dazu.

    Aber nochmal: Ich spreche eigentlich gar nicht so sehr über grenzwertige Fälle, die man erst in Zeitlupen erkennt. Und im Zweifel bin ich auch dafür die Offensiv-Aktion lieber durchgehen zu lassen. Mir geht es um die ganz klaren Schrittfehler.

    Gerade die Bundesliga-Schiedsrichter werden doch sicherlich stark geschult. Und da müsste dann doch auch ein Augenmerk darauf gelegt werden, dass man solche Regelüberschreitungen erkennt und ahndet.

    Warum wird es praktisch gar nicht mehr gepfiffen? Ich finde, dass ein Schrittfehler doch weitaus deutlicher zu erkennen ist als zum Beispiel ein Stürmerfoul. Da geht es ja wirklich um Sekundenbruchteile, ob der Abwehrspieler schon steht oder nicht. Das möchte ich manchmal wirklich nicht entscheiden.

    Also eins mal vorneweg: Ich möchte hier keinem etwas unterstellen. Mich interessiert einfach nur, wieso das so ist.

    Ich habe auch nicht behauptet, dass ein Schiedsrichter Alibi pfeift, wenn er beim Abpfiff eines "Vorteils" Schrittfehler anzeigt. Vielleicht habe ich das falsch ausgedrückt, sorry. Ich wollte damit eigentlich nur sagen, dass dies so ziemlich die einzigen Situationen in einem Spiel sind, in dem das Handzeichen für Schrittfehler angezeigt wird.

    Ich gehe auch davon aus, dass alle Bundesliga-Schiedsrichter 5 oder 6 Schritte erkennen sollten. Aber warum wir das dann nicht geahndet? Ich kann jetzt kein konkretes Beispiel nennen, über das man diskutieren könnte. Aber es ist nach meinem Gefühl so, dass es pro Spiel bestimmt 5 Situationen gibt, in denen ich 100%ig einen Schrittfehler erkenne, und bei denen das nicht abgepfiffen wird. Ich habe selbst lange gespielt und sehe pro Saison bis zu 20 Spiele live. Von daher denke ich schon, dass ich das richtig beurteilen kann. Natürlich gibt es auch Grenzfälle, von denen möchte ich gar nicht sprechen. Aber es gibt auch ganz klare Situationen, bei denen ich mich immer wieder wundere.

    Und nochmal, ich möchte hier keinem Schiedsrichter was unterstellen. Es geht mir auch nicht darum, dass eine Mannschaft dadurch evtl. bevorteilt wird.

    Ich hätte mal eine Frage. Ich denke, dass ich in dieser Rubrik richtig bin.

    Es beschäftigt sich mich schon seit langem, dass in der Bundesliga praktisch kein Schrittfehler mehr gepfiffen wird. Da werden beim Tempogegenstoß teilweise 5 oder 6 Schritte vor dem Abspringen gemacht, und das wird nie geahndet. Auch beim Positionsspiel rennen Spieler manchmal quer von links nach rechts oder umgekehrt an der Abwehr vorbei, ohne dass ein Schiedsrichter einschreitet. Schrittfehler wird eigentlich nur noch "angezeigt", wenn es darum geht zu begründen, warum ein Vorteil abgepfiffen wurde.

    Wieso ist das so? Gibt es eine Anordnung, dass darauf nicht mehr so streng geschaut werden soll? Ist Euch das auch schon aufgefallen? Was sagt Ihr dazu?

    Ich finde es ziemlich schade, denn die "3 Schritte" sind für mich sowas wie eine Basisregel vom Handball, die ich als Spieler von klein auf gelernt habe.

    Meikel:
    Grundsätzlich bin ich mit Dir einer Meinung, dass Daniel Brack mehr hätte spielen sollen, da ich ihn auch für einen sehr guten Spieler halte. Am Sonntag hatte er in seiner kurzen Einsatzzeit aber auch noch einen erfolglosen Wurf (fast aus dem Stand), und auch der Fehlpass zu Andy Kunz zum Tempogegenstoß kam von ihm. Wobei man da auch fragen muss, wer schuld dran war, Sender oder Empfänger? :)

    Die rote Karte war wohl absolut berechtigt, da besteht kein Zweifel.

    Ach ja, Gudjonsson hatte es ganz am Anfang auch noch geschafft einen Siebenmeter zu verwandeln :)


    daabefuggeler:
    Wie ich auch schon vorher mal geschrieben hatte, fand ich die Wechselei von Peter Meisinger am Sonntag ziemlich unglücklich. Ich finde es im Nachhinein immer nur ungerecht solche Entscheidungen zu beurteilen und niederzumachen. Er hat sich dabei sicherlich etwas gedacht. Und wer kann schon sagen, ob es besser gelaufen wäre, wenn er anders oder gar nicht gewechselt hätte? Das sind auch nur Vermutungen. Deswegen bin ich immer sehr vorsichtig dann pauschal den Trainer zu kritisieren.

    Ich glaube sehr wohl, dass auch Peter Meisinger sich selbst kritisch hinterfragt. Vor ein paar Wochen hatte er in einem Interview ja auch gesagt, dass er daran gedacht hat zurückzutreten. Ich glaube nicht, dass er an seinem Stuhl kleben wird, wenn er merken sollte, dass er die Mannschaft nicht mehr erreicht.

    Vielleicht würde frischer Wind wirklich gut tun. Aber andererseits kennt keiner die Mannschaft so gut wie Peter Meisinger. Und wenn er selbst der Überzeugung ist, dass er die Mannschaft noch erreicht, dann sollte man ihm die Chance geben. Denn Trainerwechsel sind mit Sicherheit kein Allheilmittel, das hat man an verschiedenen Beispielen ja bereits gesehen.