Beiträge von Smithy

    Solange keine Mannschaft Ballkontrolle hat, wird der Mannschaft, die zuletzt Ballkontrolle hatte der Ballbesitz zugesprochen (Regel 13:4b). Bei Abpraller kommt es meines Wissens darauf an, wie sich der Ball bewegt. Wenn er sich im Torraum rollt, ist der Ballbesitz beim Torwart, da nur er den Ball legal spielen darf. Springt der Ball, ist der Ballbesitz soweit ich weiß noch beim Angreifer.

    Klasse, Danke! Das kann ich mir hoffentlich merken. Bewundere die Schiedsrichter, die sogar so ein Zeug im entsprechenden Fall auf dem Schirm haben müssen.

    Respekt auch in diesem Zusammenhang an die Schiedsrichter, die die Situation am ersten Spieltag bei Eulen gegen Balingen da korrekt gehandelt haben.

    Im Zusammenhang mit der Buzzer-Diskussion hab ich mal eine (erstgemeinte) Frage an die Experte, die die aktuelle Ausgabe der Handball-Regeln auswendig kennen. Muss nämlich zugeben, dass das bei mir nicht der Fall ist und ich mich in diesem Punkt sogar mit den Basketball-Regeln besser auskenne, obwohl ich mit dem Sport wenig am Hut habe:

    Beim Basketball gibt es Phasen im Spiel, in denen offiziell keine der Mannschaften in Ballbesitz ist, bespielsweise bei einem umkämpften Rebound. Hat dabei recht viel Bedeutung, beispielsweise ob ein Foul Freiwürfe gibt oder wann die Shot Clock anfängt zu laufen. Beim Handball spielt das natürlich weniger eine Rolle, aber in diesem Fall bei den Auszeiten eben schon. Also: Ist eine ähnliche Regel beim Handball formuliert? Beispielsweise bei einem Abpraller oder wenn einem Spieler der Ball aus der Hand fällt, kann der Ball ja auch mal eine Sekunde lang bei niemandem sein. Jetzt gibt es Auszeiten beim Handball ja schon etwas länger, würd mich schon interessieren, ob man daran gedacht hat, einen entsprechenden Passus in die Regeln aufzunehmen.

    Stimmt, Schluroff spielt in viele Situationen in der Tat noch ziemlich überhastet, insbesondere nimmt er sich da Würfe, die er sich nicht nehmen dürfte. Man muss aber sagen, dass er wirklich große Möglichkeiten hat und die auch mindestens mal andeuten konnte. Er hatte gegen Göppingen beispielsweise auch ein tolles Kreisanspiel oder einen überraschenden Unterarmwurf dabei. Ich finde eher, dass er zu wenig Spielzeit im Vergleich zu Köster bekommt. Vielleicht kommt daher auch eine Haltung, "oh, jetzt bekomm ich mal die Chance, da muss ich dann sofort den ersten Wurf nehmen, um was zu zeigen". Köster hingegen werden ziemlich viele Fehler in der Offensive erlaubt. Natürlich ist er mit der wichtigste Spieler der Mannschaft, aber bisher vor allen wegen der Kombination mit seinen defensiven Fähigkeiten. Offensiv sehe ich da einfach noch viel Luft nach oben auch von den Werten her (48% Prozent Wurfeffektivität, 16 Ballverluste) und insbesondere habe ich mich schon mehrfach diese Saison über falsche Entscheidungen von ihm geärgert, die ich in der zweiten Liga eher selten von ihm gesehen habe. (Liegt also aus meiner Sicht nicht nur an stärkeren Gegenspielern/Torhütern)

    Aber ich konnte bisher leider immer noch nicht herausfinden, wo unsere beiden RR waren. Nichtmal im Spielbericht steht dazu etwas..

    Also Zelenovic hatte wohl schon in der Vorbereitung Schulterprobleme. Die haben ihn nicht davon abgehalten, die ersten paar Spiele mitzuspielen, aber das ist wohl nicht unbedingt besser geworden und so hat man sich entschlossen, ihn erstmal rauszunehmen. War auch nicht im Training zumindest in der Woche davor.

    Bei Tom Jansen ist das ganze noch etwas diffuser: Da habe ich nur gehört, dass er im Spiel gegen Hamm(?) etwas abgekriegt hat. Aber das ist ja schon etwas her und er hat die folgenden Spiel mit- und größtenteils sogar durchgespielt. Also das wäre nur reines Hörensagen; ich weiß leider nichtmals mehr genau, wer mir das erzählt hat, aber es ging mit der Spekulation einher, ob er deshalb jetzt ausfiel.

    Erinnert mich an die Diskussionen im SCM Thread über deren offizielle Aussagen zu Verletzungen, die ja quasi nicht vorhanden sind. Da dachte ich mir auch schon: Ja, beim VfL sieht das eigentlich genauso aus. Außer bei langfristigen Sachen wie zB dem Kreuzbandriss von Hakon Styrmisson gibt es auch eher selten genaue Aussagen zu "was genau hat der Spieler", "wie lange fällt er aus", "ist er beim nächsten Spiel wieder dabei oder nicht". Ob da jetzt tatsächlich Datenschutzgründe dahinter stecken oder strategische Überlegungen, den nächsten Gegner im Unklaren zu lassen, wer aufläuft, wer weiß...

    Diesmal hatte der VfL leider nicht die besseren Nerven in der Crunch Time (wie bspw in Wetzlar).

    - Verworfener Gegenstoß von Blohme

    - Kösters Pass ins Nirvana in Überzahl

    - Und dann scheitert Mappes in der letzten Sekunde an Rebmann

    Insgesamt kein schlechtes Spiel und das ohne Halbrechten (bzw mit Nachwuchs-Mann), Wurfquote war eher schwach, was quasi gleichzusetzen ist mit starker Quote von Rebmann. Über die komplette Zeit umkämpft und unentschieden wär wohl das gerechte Ergebnis gewesen.

    Die kuriosen Schiri-Entscheidungen wurden schon angesprochen: Duarte gegen Mappes ist für mich klar Rot. Eindeutiger Schlag (mit wirklicher Schlagbewegung und nicht bloß hingehaltenem Arm) gegen den Kopf

    Der Zweite Freiwurf-Trick von Kozina war für mich auch nicht korrekt ausgeführt, er nimmt Schmidt den Ball einfach aus der Hand und läuft los.

    Abgesehen von diesen beiden Pfiffen waren die Schiedsrichter aber schwer in Ordnung.

    Auch wenn Bennet sagt, die Abwehr wäre nicht das Problem: Eine ganze Halbzeit (oder ein ganzes Spiel) mit Gisli auf Halb decken zu müssen, ist nicht gerade optimal. Und wenn der Angriff-Abwehr-Wechsel nicht klappt, wirds noch schlimmer mit Weber oder Mika in der Abwehr.

    Meister muss auch angeschlagen sein, oder Wiegert vertraut ihm noch weniger als Machulla Lindskog.

    Also ich würde ganz einfach sagen:

    Die Regelauslegung der (schlechten) Schiris war in dieser Situation völlig richtig.

    Das diese Regel aber völliger Schwachsinn ist, ist aber für mich auch klar!!!

    Ich hätte das jetzt genau umgekehrt formuliert und bin immer noch in einem Detailpunkt anderer Meinung: Die Regel gibt den Pfiff her, also ist der nicht falsch. ABER: Genauso würde es meiner Sicht die Regeln hergeben, dass man einfach nur darauf entscheidet, dass es für das Festmachen von Jeppsson einfach mit erneutem Freiwurf weitergeht, auch das wäre kein falscher Pfiff gewesen. Bei Drosten, der ja Jeppsson effektiv fest macht, bin ich mir beispielsweise nicht sicher, ob er die 3 Meter wirklich unterschreitet. Mir gefiel also die Auslegung der Regeln durch die Schiris nicht, bzw um es mit deinen Worten zu sagen sie war "völliger Schwachsinn".

    Die Handballregeln sind sehr umfangreich. Das heißt aber nicht, dass man nicht auf extrem unterschiedliche Weise ein Handballspiel pfeifen kannst. So wird international zum Teil völlig andere Sachen gepfiffen als in der HBL und nochmal völlig anders wird in Amateurklassen gepfiffen oder noch extremer in Jugendspielen. Da kann man leider in vielen Situationen auch nicht einfach sagen, die Regeln schreiben diesen Pfiff vor. Nein! Man kann sagen der Pfiff ist von den Regeln gedeckt, er kann trotzdem komplett unpassend und doof sein.

    Das seh ich genau umgekehrt.

    Es wird 59:30 Minuten lang gepfiffen!

    Aber halt dann mit zwei Minuten und Freiwurf bestraft.

    Wegen der Auswirkunden in den letzten 30 Sekunden wird es oft - und zwar in allen Ligen und Wettbewerben - "übersehen"

    So viele Zeitstrafen wegen Abstandvergehen gibt es aus meiner Sicht jetzt auch nicht (zum Glück). Oft genug erzählt doch der Schiri den Spielern "hier wird der Freiwurf ausgeführt" und "hier stellt ihr auch bitte an den Kreis". Und wenn es ein besonders geduldiger Schiedsrichter ist, erzählt der das bei quasi jedem Freiwurf. Soll er aus deiner Sicht lieber immer sofort anpfeifen und dann die fällige Zeitstrafe geben?

    In dieser Szene hab ich das ehrlich gesagt auch ähnlich gesehen wir gummiball: Als der Erlanger Spieler den Ball anwirft, steht Casado nicht mehr am Kreis, hält also den Abstand nicht ein, aber er geht auch nicht wirklich einen Spieler an. Das kommt im Spiel eher dutzende Male vor und wird dann gerne geklärt wie oben oder einfach in Ermangelung eines Einflusses laufen gelassen.

    Und zum "Übersehen" dieser oder ähnlicher Kleinigkeiten: Ich kann mir tatsächlich vorstellen, dass das in den letzten 30 Sekunden gerne absichtlich geschieht, damit sich ein Schiedsrichter eben nicht nachsagen lassen will, dass Spiel entschieden zu haben.

    Was wäre denn für dich die richtige Entscheidung gewesen?

    Bin zwar nicht angesprochen, aber ich könnte mal meinen Senf dazugeben: Das ist eine Entscheidung, bei der es sicher enorme Diskrepanzen in der Bewertung gibt, je nachdem ob du ein Schiedsrichter bist oder ein Spieler auf dem Feld.

    Schiedsricher*in wird sich wahrscheinlich für diesen tollen Pfiff feiern: Der Pfiff ist nach Regelbuch ja auch korrekt und man hat damit die spielentscheidende Entscheidung getroffen.

    Spieler oder auch sonst ein Mannschaftsverantwortlicher wird sich tierisch ärgern, wie man für solch eine Kleinigkeit Rote Karte und Siebenmeter gibt und damit den Ausgang des Spiels maßgeblich beeinflusst.

    Ich bin moralisch gesehen eher auf der Seite der Spieler. Vermutlich pfeifst du so etwas 59 Min lang nicht oder eher nur, wenn eine Mannschaft wiederholt den Abstand nicht einhält und du ein Zeichen setzen willst. Und wenn, denn hat die Entscheidung nicht so eine Tragweite wie in der letzten Minute. Man könnte das Fingerspitzengefühl nennen, vielleicht nicht selber das Spiel zu entscheiden. Aber wie schon erwähnt, der Schiedsrichter wird dir damit kommen, dass der Pfiff durch die Regeln absolut gedeckt ist. Dabei eventuell vergessend, dass beim Handball einzelne Entscheidungen stärker Auslegungssache sind als bei jeder anderen Sportart, die ich jetzt kenne. (An diesem letzten Satz wird sich bestimmt jemand ärgern und mir anderes Beispiel geben, aber ich lass ihn so stehen)

    Problem sah ich jetzt auch nicht. War nur von meiner Seite eine Mischung aus Interesse, weil ich den Begriff von eurer Seite tatsächlich nicht kannte (aber auch alles andere als ein Balingen-Experte bin). und vllt ein klein bisschen Stirnrunzeln, weil der Begriff für mich einfach schon anders vergeben war.

    In Bayern ist Handball wohl generell nicht die größte Nummer. Von daher muss man sich da wohl eher wenig "Sorgen" machen (zumal auch der typische Bayern-Fußballfan nicht so besonders höllisch unterwegs ist). Die paar höherklassigen Vereine, die es da gibt, kommen ja auch eher aus Franken. Und Milbertshofen ist jetzt schon eine ganze Zeit passé.

    Ich habe jetzt mehrfach u.a. im Rahmen der Diskussion zur Partie gegen den TVG den Begriff "Hölle Süd" hier gehört. Kann es denn mehrere Höllen Süd geben? Für mich war die immer in Göppingen. Ist jetzt nicht böse gemeint, aber das war mir tatsächlich nicht bewusst, dass ihr eure Halle auch so nennt. Gibt es den Spitznamen bei euch denn schon länger? Zugegeben Balingen ist noch eine Idee südlicher als Göppinger, aber seine Halle in Endeffekt genauso zu nennen wie die vom Nachbarn finde ich etwas komisch.

    Das einzige was mich an der Meldung überrascht, ist der Vorname, der hier vor Schweikardt steht.

    Bin mir nicht sicher, ob der Wechsel einen sofortigen Effekt haben wird, aber man muss auch zugeben, dass das Auftreten der Mannschaft in dieser Saison bisher äußerst desolat war.

    Ich habe auch keine große Angst, dass das Spiel des VfL ohne Mappes komplett zusammenbricht. Man muss allerdings auch zugeben, dass die Spannweite der Leistungen von Pregler sehr weit auseinander gehen kann. Er hat eine starke Halbzeit gegen Hamm gespielt (viel mehr durfte er diese Saison noch nicht) aber auch die gesamte Aufstiegssaison den Mittelmann gegeben. Hat er einen sehr guten Tag trau ich ihm zu, Mappes komplett zu ersetzen ohne ganz großen Leistungsverlust. Hat er keinen guten Tag, ist er auch schonmal für ein halbes Dutzend Ballverluste gut. Falls Mappes tatsächlich ausfällt, würde ich hoffen, dass mehr von Köster kommt. Finde seine Angriffsleistungen sind durchaus noch verbesserungsfähig, insbesondere in den ersten Spielen hat er zu da oft die falsche Entscheidung getroffen.

    Bezüglich Pregler fällt mir gerade noch ein Match von letzter Saison ein, was mir da Hoffnung bringt: Das beste Spiel des VfL war meiner Meinung nach das Heimspiel gegen Hüttenberg. Da fiel Köster aus, glaube wegen Corona, Herzig war noch verletzt, Hermann sowieso und wir hatten nur einen Rückraum, der komplett durchspielen musste. Da kam alles auf Pregler an und er hat extrem gut abgeliefert.

    Ein Punktverlust wär nicht übermäßig tragisch, mit 6:2 Punkten ist man sicher über Soll. Aber wenn man frühzeitig ein schönes Punktepolster für den Klassenerhalt einfahren kann, ist das sicher nicht von Nachteil, Und ein Heimspiel gegen schwach gestartete Stuttgarter erscheint in dieser Liga da nominell als eine der machbareren Aufgaben.

    Also ich sehe auch keine Ergebnisse an den ersten vier Spieltagen von denen ich jetzt sagen würde, das waren verrückte Sensationen. Eher im Gegenteil: Die Top 4 der Vorsaison sind noch alle ungeschlagen und waren bis auf ganz wenige Ausnahmen (Flensburg beim HSV, Magdeburg in Gummersbach) auch äußerst souverän. Dazu die Rhein-Neckar Löwen sehr stark und tatsächlich etwa auf dem Niveau der Top-Teams . Und dahinter haben wir ein ziemlich ausgeglichenes Feld vom letzten Europa-Cup-Platz bis kurz vor die Abstiegsränge. Da haben dann einfach einige Mannschaften zum Start die etwas bessere Form (Erlangen, Gummersbach, Hannover) und andere hinken aus unterschiedlichen Gründen etwas hinterher (Leipzig, Melsungen, Wetzlar). Aber nichts davon ist jetzt für mich besonders verrückt.

    Was den VfL angeht, könnte ich mir vorstellen, dass sie davon profitieren, dass sie immer noch unterschätzt werden. Beispielsweise in den Beiträgen hier von WoidBaller aber auch zB in Interviews jetzt des Stuttgarter Trainers ist da immer nur von "der Aufsteiger" und dass man unbedingt gegen die punkten muss die Rede. Hab irgendwie das Gefühl, dass es den Gummersbachern doch im Moment noch leichter fällt, wenn der Gegner sich als Favorit sieht und man selber die Underdog-Rolle hat. Im einzigen Spiel, wo man selber klarer Favorit war, gegen Hamm, hat man sich entsprechend auch besonders schwer getan.

    Ich finde man wollte schon kreativ sein mit dem Namen. So nach dem Motto "Dyn verkörpert die Kraft des Sports".

    Dyn ist eine physikalische Einheit der Kraft. Leider in einem eher mikroskopischen Maßstab: Ein Dyn entsprechen 0,00001 Newton, Die Kraft, die dahinter steckt, ist also leider eher mickrig.

    Nordhorn hat da aber auch das maximale Pech mit seinen Neuzugängen. So als Außenstehender finde ich eigentlich, dass man da gute Ideen hatte, wie man die Mannschaft verstärken könnte:

    Mit Feld wird ein neuer Mittelmann geholt. Eine Position, die man verbessern musste gegenüber letzter Saison. Viele Teams der zweiten Liga haben bzw hatten auffällige bis überragende Leute auf der Mitte. Bei Nordhorn fand ich RM eher unauffällig, da musste im Rückraum immer Pöhle alles regeln.

    Man brauchte zudem mehr Torgefahr auf Halbrechts, wo leider ein Wasielewski auch dauerverletzt scheint. Holt dafür Firnhaber.

    Und dann soll noch Ranftl immerhin einen gewissen Robert Weber ersetzen.

    Also drei Leute, die ich so einschätzen würde, dass sie klar für die erste Sieben eingeplant sind.

    Und was passiert?

    Alle drei verletzen sich so schwer, dass sie wohl für die komplette Saison ausfallen!

    Das würde jedes Team hart treffen. Wie die Möglichkeit von Nachverpflichtungen aussieht, kann ich nicht beurteilen. Aber bisher hat man sich da ja auch zurückgehalten.

    Gebt's zu: Wir haben doch alle drauf gewartet, was er diesmal für ein Statement raushaut! 8o

    Auch einfach eine Möglichkeit sich ins Gespräch zu bringen. Wen würde sonst der Trainer der Reserve von Gummersbach interessieren, zumal er mit seinem Team die ersten beiden Spiele verloren hat. Ganz nach dem Motto: Es gibt keine schlechte PR.

    Ich hab mir sogar das Spiel tatsächlich auf sportdeutschland angeguckt. Die Zweite von Gummersbach versucht den Ball sehr schnell zu machen, dazu viel 1gegen1 zu gehen und Zweitstrafen rauszuholen. Machen dabei aber (noch) ne Menge Fehler. Und in der Deckung wird dann teilweise extrem offensiv mit 3 Vorgezogenen gespielt. Saarlouis eher konservativer unterwegs. Gegen diese offensive Deckung eher statisch, kaum mal mit Übergängen von Außen oder Halb. Aber am Ende hats ja zum Sieg gereicht. Die Kommentatoren haben jetzt auch nicht unbedingt versucht, besonders unparteiisch zu bleiben, haben andauernd von Theatralik bei den Gästen geredet, wenn die Zweitstrafen rausgeholt haben. Bei der ein oder anderen Situation hatten sie vielleicht recht - in einem Fall konnte ich erkennen, dass Schroven einfach die Beine angezogen hat und sich fallen ließ, als ein Gegner ihn normal festgemacht hat - aber ich denke es ging da schon ordentlich zur Sache ansonsten. Immerhin stand da ein gewisser Branimir Koloper in der Abwehr, nicht gerade für zurückhaltendes Abwehrspiel bekannt.

    Dann die vielleicht entscheidende Szene kurz vor Schluss. Glaube der Halbrechte von Saarlouis wars, geht volle Kanne in die Deckung rein, knallt dort mit Eickhoff zusammen. Für mich zumindest eine ziemliche Harakiri-Aktion, wenn Eickhoff da stand sogar ein Stürmerfoul, glaube aber er war noch in der Bewegung, dann würd ichs für ne 50-50 Entscheidung halten. Dann aber gehen zwei weitere Spieler von Saarlouis auf Eickhoff los und machen den wohl blöd an Es kommt zu ner Rudelbildung, bei der die Kamera dann wegschwenkt, daher kann ich nicht genau sagen, was weiter passiert ist. Fand ich persönlich äußerst unsportliche Aktion des Teams von Saarlouis, aber die Schiris lassen sich davon beeinflussen und geben Rot. Für mich zu hart und durch das Theater der Heimmannschaft deutlich beeinflusst. Darauf bezieht sich wohl das Statement "Schiedsrichter entscheiden am Ende das Spiel".

    Ansonsten finde ich das Nachkarten gegen Hanau quasi jetzt in jedem Bericht sehr albern.

    Das Endergebnis mal außen vor gelassen, war ich vom Auftritt des VfL ziemlich begeistert. Sie spielen mit enormem Selbstvertrauen (zumindest ein Großteil der Spieler) und lassen sich auch von einem nervösen Start nicht verrückt machen. Magdeburg noch nicht auf dem Niveau der Meistersaison, aber gegen was für großartige Spieler man sich da so verkauft hat. Hätten die meisten von uns vor dem Spiel bestimmt sofort unterschrieben. Wär großartig, wenn man die Leistung so halten kann, dann ... wird man nicht 17. und eher auch nicht 16.

    Nach 50 min ging dann leider die Puste etwas aus. Und dann ist es leider auch ein Zeichen einer Meistermannschaft, dass man so ein Spiel noch umbiegen kann. Bei den Pfiffen der Schiris war jetzt aus meiner Sicht keine absoluten Fehlentscheidung dabei. (Vielleicht mal abgesehen vom letzten Siebenmeter, da hab ich einfach einen normalen Block vor dem Kreis gesehen) Aber vielleicht doch der ein oder andere Pfiff, den du andersrum als amtierender Meister nicht gegen dich bekommen würdest.

    Bei Mappes hatten wir wohl alle relativ große Erwartungen, er hat ja schon eine überragende Saison in der zweiten Liga gespielt. Aber dass er so loslegt! Zwei absolut überragende Spiele bisher von ihm. Wenn jetzt noch das Zusammenspiel mit den Mitspieler noch besser wird. Z.B. auf diese kleinen Pässe auch hinter dem Rücken eingegangen wird (und Köster nicht den Ball andauernd fallen lässt, meine Güte scheint der nervös in seinen ersten HBL-Partien), dann können wir da bestimmt noch ne Steigerung im Angriffsspiel erleben.

    Und... das gehört vllt jetzt eher in den Magdeburg-Thread: Was für ein überragender Mittelmann ist aber auch Gisli Kristjansson schon in diesem jungen Alter. Der Antritt, das 1gegen1 und auch mit was für tollen Kreuzungen er zB Weber in Position bringt. Absolut einzigartig und ein Erlebnis ihn mal in Gummersbach zu sehen!