Beiträge von SüTig_SG

    Eigentlich müsstest du dann fordern, eine Vereinsmannschaft mit ausschliesslich deutschen Spielern aufzubauen und zu den Wettbewerben der Nationalmannschaft zu entsenden.

    So eine Idee hatte ja der Bob schon für deutsche Talente, die er außer Konkurrenz in der HBL antreten lassen wollte.

    Aber mit Profis im besten Alter wird so eine Konstellation ja niemals realisierbar sein.

    Das Spiel gegen Dänemark sollte man nicht locker angehen. Sonst bekommt man eine +10 Rutsche und die Kritik wird noch lauter, als sie jetzt schon ist...

    Ich sehe es wirklich als große Herausforderung, sich auf dieses Spiel richtig einzustellen (gerade auch mental).

    Selbst als Zuschauer in der komfortablen Situation für nichts verantwortlich zu sein weiß ich nicht so recht, was ich davon halten soll und wie ich es angehen würde.

    Bekommt man auf den Sack ist es schlecht, lässt man zu viele Körner ist es schlecht, nutzt man jetzt eventuell vorhandene taktische Varianten um den Dänen gefährlich zu werden kann man im HF nicht mehr überraschen, auch schlecht.

    Es gibt auch deutlich ausgeglichenere Hauptgruppen.

    Ab dem Viertelfinale gibt es nur noch schwere Gegner.

    Das sehe ich auch so.

    Gerade die Hauptrundengruppe 3 ist sehr interessant. Enttäuschende Norweger, die trotzdem jeden Gegner in der Gruppe auch schlagen können. Brasilien die überrascht haben, dazu noch Schweden und Spanien.

    Also hier ist finde ich noch einiges möglich und schwer vorhersehbar, wer tatsächlich weiter kommt.

    Lediglich für Chile sehe ich da gar keine Chance.

    Wenn ich es mir so richtig überlege, wird die Hauptrund für Deutschland einfacher als die Vorrunde.

    Wie soll man das Spiel gegen Dänemark angehen? Eigentlich wäre es quatsch, in dieses Spiel zu viel Energie zu investieren. Man ist Außenseiter, ob man die Gruppe gewinnt oder zweiter wird ist mit Blick auf das VF auch recht egal, man spielt im Idealfall das HF dann wieder gegen Dänemark, was soll man da jetzt alles reinhauen? Für mich ist das als Trainingsspiel gegen einen Topgegner zu sehen mit der Möglichkeit, den einen oder anderen Spieler sogar für das wichtigere Spiel gegen Italien zu schonen.

    Ob das Spiel gegen Italien überhaut wichtig wir, wird sich ja auch schon am Dienstag entscheiden. Falls Italien gegen Tschechien verliert, könnte man sich wahrscheinlich sogar eine knappe Niederlage erlauben, womit ich aber absolut nicht rechne. Italien wird das interessanteste Spiel um sich noch einmal auf das VF vorbereiten zu können.

    Gegen Tunesien sollte sich dann noch einmal die Stammformation einige Minuten auf das VF vorbereiten können, dann noch einmal Spielanteile verteilen und Kräfte sparen.

    Es ist eben wie leider immer bei der Handball WM.

    Es ist einfach eine Europameisterschaft die mit nicht konkurrenzfähigen Teams von anderen Kontinenten aufgefüllt wird.

    Wenige Ausnahmen können mal für Überraschungen sorgen (Brasilien) oder tatsächlich mithalten (Ägypten).

    Aber was soll die IHF machen? Schließt man die Nationen aus, die nicht konkurrenzfähig sind, kann man den Sport auch nicht auf anderen Kontinente und Ländern populär machen.

    Da sind wir wieder bei einem großen Problem, den der Handball hat. Außer uns Europäer, und da auch nicht alle, interessiert es eben leider niemanden.

    Es geht nicht ums meckern um des meckerns Willen, sondern darum, ob seine Fehlerzahl gegenüber seinen guten Aktionen im annehmbaren Bereich bleibt. Bei Überzahl unmotiviert ins Aus passen oder locker aus der Hüfte dem Morawski blaue Flecke auf den Pelz brennen hat wenig mit Überraschungsmoment oder Genialität zu tun. Das ist einfach keine gute Entscheidungsfindung.

    Du sprichst für Dich und ich nehme dir deine Aussage auch ab. Ebenso passen deine Beispiele, Knorr hat gestern auch aus meiner Sicht nicht die Leistung erbracht, die von ihm erwartet wird und die er von sich selbst erwartet. Er geht da wahrscheinlich auch sehr selbstkritisch damit um.

    Trotzdem gibt es gefühlt viele, die gerade bei Knorr sehr genau auf die Fehler schauen und diese gerne aufgreifen um zu kritisieren. Bei anderen Spielern wird da oft nachsichtiger reagiert.

    Natürlich ist das aber auch verständlich, da er auch medial sehr im Fokus steht.

    100 % sind ideal nah an "nahe 100 %". Wenn Du dich auch mit 60 oder 70 zufriedengeben würdest, dann wähle doch bitte eine klarere Formulierung und verliere dich hier nicht in Wortklauberei.

    Gebe mir doch bitte einfach eine Antwort auf meine Frage!

    Ich stelle sie hier auch gerne noch einmal etwas detaillierter bzw. möglichst unmissverständlich:

    Wen würdest du aufstellen, um eine höhere Wahrscheinlichkeit auf eine bessere Abschlussquote als in den ersten 15Minuten des gestrigen Spiels zu erzielen?

    Und bitte schau mal nach, wer hier anstatt zu antworten Wortklauberei betreibt und hier auf "nahe 100%" herumreitet.

    Und noch einmal, du hast hier geschrieben, dass jemand auf der Bank sitzt der 5/5 wirft,

    Natürlich feiern die Leute. Interessant wäre die Feststellung, ob sie das auch noch tun, wenn die Mannschaft über einen längeren Zeitraum nur noch Blumentöpfe gewinnt. Sich mit Dänemark zu vergleichen, ist angesichts der Erfolge dieser Mannschaft denkbar ungünstig.

    Es ist legitim, sich über ausgefallenes Spiel zu erfreuen. Manche bewundern auch Leute, die ihren Namen tanzen können. Mir persönlich wäre es wichtiger, wenn die tanzende Person damit etwas Produktives erreicht.

    Der Handball in Deutschland braucht Aufmerksamkeit, um neue Mitglieder zu gewinnen. Wenn du jetzt mit Zahlen um die Ecke kommen kannst, dass die Wirkung in der Öffentlichkeit durch Pirouetten höher ist als durch Titel, dann fange ich umgehend damit an, Werbung für Tanzelemente auf der Handballplatte zu machen. Bis dahin bleibe ich aber bei der bisherigen Mehrheitsmeinung, dass wir Titel brauchen, um den Sport als attraktiv für den Nachwuchs zu machen.

    Hast du den Beitrag gesehen? Gidsel begründet doch den Erfolg mit der Fehlertoleranz.

    Mit wem soll man sich denn vergleichen wenn man erfolgreich werden will? Mit den Erfolgreichsten oder mit Norwegen, die ja sogar gegen die Brasilianer, die ja so schlecht sind, dass wir sie im Testspiel aus der Halle schießen müssen, verlieren?

    Es geht auch nicht darum, dass brotlose Kunst toll ist, auch wenn nichts dabei rum kommt, sondern dass ein gewisser Variantenreichtum und eine gewisse Kreativität die für Erfolg wichtig sein kann, nicht mit Sicherheitshandball und Fehlervermeidung geschaffen wird.

    Eine gesunde Mischung macht es und vielleicht auch unterschiedliche Typen, wie es bei Baur und Kraus der Fall war.

    Und zum Thema Titel oder Typen. Es braucht beides! Titel ohne Typen haben kein Gesicht, da bleibt wenig hängen. Wenn Typen keine Titel holen, ist das auch schlecht.

    Aber ein gutes Beispiel wie wichtig Typen sind ist doch Kretsche, der erzählt ja immer wieder, dass er zur Gewinn der WM beglückwünscht wird, obwohl er nicht dabei war. Trotzdem ist er bekannter als alle die Weltmeister wurden.

    Niemand redet von 100 %. Und deshalb würde ich die Frage auch zurückgeben: Warum halte ich im Angriff an einem Spieler fest, der übers komplette letzte Jahr bewiesen hat, dass er nicht über die 50 % kommt?

    Ich habe von nahe 100% geschrieben, nicht von 100%. Übrigens hast du die Quote 5/5 hier geschrieben, was 100% entspricht.

    Also bitte gebe mir doch eine Antwort auf meine Frage, bevor du eine Gegenfrage stellst.

    Meine Antwort ist, dass Köster mittlerweile eine feste Größe in der NM ist, sehr stark in der Abwehr spielt und auch im Angriff variantenreich ist, z.B. auch seine Mitspieler gut einsetzen kann. Außerdem wäre es ungünstig gewesen in HZ 1 einen Abwehr/Angriff Wechsel auf der linken Seite einzubauen. Gestern hätte ich trotzdem Grgic früher gebracht.

    Ganz genau. War ein interessanter Beitrag über die Dänen.

    Und genau diese Mentalität im Umgang mit Fehlern hier in Deutschland hat gerade Knorr auch schon sehr häufig erwähnt und kritisiert.

    Kreativität wird oft im Keim erstickt, weil die Fehlervermeidung im Vordergrund steht.

    Ist doch bei Jugendspielen schon zu beobachten, wie da so manch einer tobt, weil der LA in der C-Jugend einen Dreher an den Pfosten setzt. Aber wann sollen die Spieler denn bitte diese Varianten lernen und ausprobieren? Wäre es denn vom Ergebnis besser gewesen, wenn er voll durchzieht und am Tor vorbei wirft? Hätte er da mehr dazu gelernt?