Natürlich feiern die Leute. Interessant wäre die Feststellung, ob sie das auch noch tun, wenn die Mannschaft über einen längeren Zeitraum nur noch Blumentöpfe gewinnt. Sich mit Dänemark zu vergleichen, ist angesichts der Erfolge dieser Mannschaft denkbar ungünstig.
Es ist legitim, sich über ausgefallenes Spiel zu erfreuen. Manche bewundern auch Leute, die ihren Namen tanzen können. Mir persönlich wäre es wichtiger, wenn die tanzende Person damit etwas Produktives erreicht.
Der Handball in Deutschland braucht Aufmerksamkeit, um neue Mitglieder zu gewinnen. Wenn du jetzt mit Zahlen um die Ecke kommen kannst, dass die Wirkung in der Öffentlichkeit durch Pirouetten höher ist als durch Titel, dann fange ich umgehend damit an, Werbung für Tanzelemente auf der Handballplatte zu machen. Bis dahin bleibe ich aber bei der bisherigen Mehrheitsmeinung, dass wir Titel brauchen, um den Sport als attraktiv für den Nachwuchs zu machen.
Hast du den Beitrag gesehen? Gidsel begründet doch den Erfolg mit der Fehlertoleranz.
Mit wem soll man sich denn vergleichen wenn man erfolgreich werden will? Mit den Erfolgreichsten oder mit Norwegen, die ja sogar gegen die Brasilianer, die ja so schlecht sind, dass wir sie im Testspiel aus der Halle schießen müssen, verlieren?
Es geht auch nicht darum, dass brotlose Kunst toll ist, auch wenn nichts dabei rum kommt, sondern dass ein gewisser Variantenreichtum und eine gewisse Kreativität die für Erfolg wichtig sein kann, nicht mit Sicherheitshandball und Fehlervermeidung geschaffen wird.
Eine gesunde Mischung macht es und vielleicht auch unterschiedliche Typen, wie es bei Baur und Kraus der Fall war.
Und zum Thema Titel oder Typen. Es braucht beides! Titel ohne Typen haben kein Gesicht, da bleibt wenig hängen. Wenn Typen keine Titel holen, ist das auch schlecht.
Aber ein gutes Beispiel wie wichtig Typen sind ist doch Kretsche, der erzählt ja immer wieder, dass er zur Gewinn der WM beglückwünscht wird, obwohl er nicht dabei war. Trotzdem ist er bekannter als alle die Weltmeister wurden.