Beiträge von SüTig_SG

    Du bringst mit Knorr ein Paradebeispiel für fehlende Weiterentwicklung. Knorr machte genau das, was er immer macht und womit er in Nationalmannschaft und der HBL auffiel.

    Aber in der HBL ist trotzdem der RR (Iva Martinovic) mit 120 Toren bester Schütze der RNL und damit auf Platz 5 der HBL.

    Löwen intern kommt dann Kohli (KM) mit 61, dann Heymann mit 47 (RL), dann More mit 42 (LA), dann Lindenchrone (RR/RA) und dann erst Knorr (RM) mit 40 Treffern. Groetzki (RA) dann mit 39 knapp dahinter.

    Bei den Löwen ist es also nicht unbedingt so, dass alles über RM und KM läuft.

    Bei Martinovic spielt natürlich auch die individuelle Klasse eine Rolle, der trifft auch aus selbst erarbeiteten Situationen, wie ein Gidsel auch, aber auch beide Außen kommen wesentlich häufiger zum Abschluss als bei der Nationalmannschaft.

    Für mich am unverständlichsten ist der komplette Verzicht auf das Tempospiel. Wir hatten in jedem Spiel gute bis sehr gute TW Leistungen und machen daraus keine leichten Tore über erste und zweite Welle, das kapiere ich nicht egal wie lange ich darüber nachdenke.

    Doch ein Durchbruch sehe ich noch nicht. Dazu müssten wichtige deutsche Spieler permanent CL spielen und dort
    in Führungspositionen spielen. Wer sollte dies sein?

    Um permanent CL zu spielen, müssten die Spieler dann die HBL verlassen. Keine Mannschaft aus der HBL ist ein sicherer, permanenter CL Teilnehmer.

    Außerdem sehe ich genug Leistungsträger, die nicht permanent CL spielen.

    Gidsel, Pytlick, 2* Costa, Martinovic fallen mir da ganz spontan ein.

    Knorr wird ja voraussichtlich ab nächster Saison permanent CL spielen, mal abwarten wie es sich auf die Entwicklung auswirkt.

    Für den italienischen Handball ein riesen Gewinn. Für den Verband, die italienischen Spieler, aber auch für den italienischen Handball.

    Bin gespannt was die nächsten Jahre im italienischen Handball passieren wird.

    Sehe ich genau so. Bin mir sicher, dass sich der italienische Handball schnell und positiv entwickeln wird.

    Aufwind durch das abschneiden bei der WM und dann noch einen erfahrenen Gestalter und Entwickler wie Bob, besser kann es nicht sein.

    Ich verstehe nicht, dass hier einige erwarten, alle Interna offenzulegen. Das Wolff verärgert ist kann natürlich nicht mit der Leistung der Mannschaft zu tun haben, nein, es muss an Querelen und Unstimmigkeiten in der Mannschaft liegen.

    Diese Erwartungshaltung lese ich hier ehrlich gesagt nicht.

    schwabe schreibt ja nur, dass er vermutet, dass etwas im Argen liegt, das muss ja nichts zwischen den Spielern sein.

    Ich sehe den Wutausbruch und die Aussagen von Wolff auch nicht nur als Enttäuschung über das Ausscheiden und die Leistung, da steckt meines Erachtens mehr dahinter.

    Aber wie du schreibst, das braucht nicht in die Öffentlichkeit, aber hoffentlich wird es intern aufgearbeitet.

    Natürlich bedarf es eines Plans!

    Den hatte Portugal ja gestern auch!!

    Am Ende nützt es aber nichts, wenn die Spieler diesen nicht umsetzen! Denkst Du der Trainer hat vor dem Turnier abgesagt man solle ängstlich sein und möglichst mies werfen?

    Das ist eine Qualitätsfrage!

    Aber hatten wir auch einen Plan?

    Er (AG) hat bestimmt nicht gesagt sie sollen ängstlich sein und mies werfen, aber was war der Plan? Volles Tempo nach Ballgewinn bestimmt nicht, das hätte man erkannt.

    Bzgl. Qualität bin ich der Meinung, dass diese bei den Spielern besser ist als das, was bei der WM als Mannschaft gezeigt wurde.

    Vielleicht konnte die Qualität nicht abgerufen werden, durch was auch immer.

    Das Problem ist aber, dass immer nur "Anweisungen" kommen mit Blick auf den Spielstand.

    Das hat ja nichts mit einem generellen Matchplan/einer generellen Spielweise zu tun.

    Und das ist auch genau das, was ich Alfred so vorwerfe...

    Deshalb schreibe ich ja auch nicht, dass die Spieler einfach hätten umsetzen sollen was AG sagt, sondern ziehe in Betracht, dass es zum Umsetzen Plan braucht, der aber eventuell nicht vorhanden war.

    Weil man dafür statt eines Übungsleiters einen Trainer benötigt.

    Soweit ich es richtig verstanden habe, hat AG das Tempo nach vorne gefordert und das in der Auszeit auch mit dem 3er Wechsel der Portugiesen gesagt. Wenn das aber vorab nicht gewünscht war, die Mannschaft es dann aber plötzlich machen soll, wundert es mich nicht, wenn es nicht funktioniert.

    Ob es (das Tempospiel mit der 2. Welle) vorab gewünscht war oder nicht und weshalb es nie produziert wurde weiß ich aber nicht.

    Die Spieler selbst waren ja auch meinem Vernehmen nach deutlich kritischer mit der eigenen Leistung und mit dem abschneiden im Turnier als der Bundestrainer.

    Mit der Meinung, dass das Turnier ein Schritt nach vorne war, steht er wohl ziemlich alleine da.

    Da das ausgegebene Ziel verpasst wurde, erhoffe ich mir eine kritische Auseinandersitzung mit dem Ergebnis und ggf. muss es dann eben auch Konsequenzen geben.

    Persönlich bin ich weder Pro noch Contra AG, aber nach Silber bei Olympia war diese WM ein Dämpfer. Das sollte aufgearbeitet werden und ich denke da müssen auch die Spieler mir einbezogen werden.

    Gerade eine Meinung von Andreas Wolff, den ich mittlerweile für sehr reflektiert und erfahren genug halte, wäre mir da sehr wichtig.

    In der Zeit zwischen Bronze in Rio bis zu Silber im Sommer 2024 gab es ja immer wieder die Kritik, dass aus dem Rückraum zu wenig kommt. Ich finde das sieht man auch an der Altersstruktur im aktuellen Rückraum. Die Jungs sind alle noch recht jung. Es ist schon heftig wenn Wohl und Wehe an einem 24 und 22 Jährigen hängen.

    Semper und Heymann mit 26 und 27 wirken da ja schon wie "alte Hasen".

    Es ist ja schön eine junge Mannschaft stellen zu können, die auch schon erfolgreich sein kann, aber etwas reifere Spieler die in schwierigen Situationen Verantwortung übernehmen, Ruhe rein bringen können wären hilfreich. Die gibt es meines Erachtens aber nicht und die kommen auch nicht. Erst in ein paar Jahren, wenn die aktuellen Spieler älter sind. Das macht finde ich Hoffnung.

    Die Portugiesen haben mit den Costas natürlich auch sehr junge Leistungsträger, aber auch ein paar Erfahrenere dabei.

    So ist es Holli. Island, Schweden, Spanien und Norwegen. Alle vorzeitig raus. Egal welches Team von ihnen in der Vorrunde mit Deutschland getauscht würde, es hätte gestern gegen Portugal gespielt und die Deutschen hätten sich die VF auf der Couch angucken können.

    Nicht um irgendetwas schön zu reden, aber so klar würde ich das nicht sehen.

    Deutschland hätte auch in der Gruppe von Portugal das VF erreichen können, so weit sehe ich uns jetzt nicht hinter Brasilien.

    Wo ich dir Recht gebe ist, dass die Anderen an Stelle von Deutschland auch ins VF eingezogen wären.

    Volle Zustimmung! Aber wer sich mal mit den Sichtungen in der Jugend befasst, der versteht das Problem.

    Es werden größtenteils die Kinder und Jugendlichen in die Auswahlen gebracht, die ihren eigenen Abschluss suchen. Je mehr Tore in den Spielberichten, desto besser. Der eigene Abschluss steht im Vordergrund. Natürlich wird in Stützpunkttrainings auch mal Kooperation mit dem Kreis o.ä. gemacht, aber das ist Nebensache.

    Man sieht es in vielen Mannschaften der JHBL: Ein Mittelmann oder eine Mittelfrau, die überragende 15 Tore wirft, aber die Nebenleute nicht unterstützt. Die scheinbar unspektakulären Leute werden aussortiert.

    Meiner Meinung nach sollte zusätzlich auf Spielintelligenz (auf das ganze Feld gemünzt) und Struktur scouten, dafür mehr Kriterien in den Katalog aufnehmen. Aber das macht das Scouting komplexer und erfordert viel Arbeit.

    Das ist keine Kritik an Juri Knorr, sondern allgemein.

    In der Ausbildung der Spieler ist das ein sehr schmaler Grad zwischen Egoismus und Mannschaftsdienlichkeit.

    Ich finde dass auch ein RM Torgefahr ausstrahlen muss und den Weg zum Tor suchen muss, damit er von der Abwehr ernst genommen wird und auch den 2ten Abwehrspieler bindet, dadurch kommt es ja erst zur Überzahlsituation. Einen Spieler mit Zug zum Tor auszubremsen halte ich da für kritisch, aber das schreibst du ja auch nicht.

    Um das Prädikat Weltklasse zu erhalten braucht es die Kombination aus Torgefahr und Spielübersicht.

    Genau das hat Andy Schmid viele Jahre so stark gemacht.

    Für mich ist das wichtigste Kriterium die Entscheidungsqualität, in der Jugend gerne Spielfähigkeit genannt. Im richtigen Moment zu entscheiden ob Wurf, Durchbruch, Pass usw.

    Grundsätzlich kann ich dir schon Recht geben.

    Seine Leistung war ok, es ging aber darum, ein Spiel zu lenken. Und da hat er halt Defizite. Ich habe da auch keine Entwicklung gesehen. Das zeigt sich ja auch in der Bundesliga. Er ist ein guter Rückraumspieler, aber ein Spiel lenken zu können, bedarf es mehr. Die Frage ist doch, was für das Ergebnis besser ist. Ein starker Einzelspieler auf RM oder ein nicht so starker Spieler im Torabschluss, bei dem das Spiel breit gemacht wird, die anderen besser ins Spiel bringen kann und den Ball sollte möglichst fehlerfrei läuft.

    Dem möchte ich gar nicht widersprechen, aber haben wir denn so einen "Spielmacher" aktuell? Ich sehe den noch nicht. Vielleicht sehe ich aber auch schlecht.

    Für mich ist Juri Knorr der aktuell geeignetste deutsche Spieler für die RM Position.

    Hier wurde moniert, dass im Angriff zu wenig "Zusammenhängend" gespielt wurde, dafür viel Stückwerk.

    Für mich liegt ein gewichtiges Problem dabei darin, dass der Keyplayer Juri Knorr eine Rückraummitte, aber kein Spielmacher ist. Er lenkt nicht auf hohem Niveau und er inszeniert auch nicht metronomartig seine Nebenleute. Maximal für den Kreis, weil es dann sein Assist ist. Kurzum: Er spielt für sein Ego und nicht für sein Team. Das ist auch schon recht lange so, aber die hohe individuelle Qualität kaschiert das meistens ganz gut.

    Ich verwette meinen Allerwertesten, dass das signifikante Teile im Team genauso sehen, es aber natürlich (auch zum Glück, es sind ja schließlich Profis) nie so öffentlich äußern würden. Aber die impliziten Aussagen in den Interviews von Zerbe, Golla und auch Gislasson haben da schon Bände gesprochen.

    Und wenn man keinen wortwörtlichen Spielmacher hat, wie soll dann ein zusammenhängendes Spiel entstehen?

    Also gestern sah es bis zur Hereinnahme von Knorr im Angriff absolut furchtbar aus. Das war Verunsicherung pur und null Zug zum Tor.

    Mit Knorr, der beim Stand von 5:1 ins Spiel kam, wurde es nicht gut, aber deutlich besser.

    Er war doch gestern der einzige Rückraumspieler, dessen Leistung man über seine Einsatzzeit als gut bezeichnen kann.

    Es ist recht einfach einzelne Spieler raus zu picken und zu kritisieren, aber was wären denn Alternativen?

    Witzke für Knorr? Hat bei dieser WM in genau einem Spiel Besserung gebracht, gegen Polen.

    Lichtlein für Knorr? Sehe ich auch nicht als bessere Alternative.

    Dann zu Uscins, wer hätte ihn entlasten sollen? Semper war nun einmal verletzt, vielleicht hätte man Beneke versuchen sollen, aber er hat ja wenig Spielpraxis, sonst sehe ich keine Alternativen.

    Bei Köster war es Licht und Schatten, kam aus einer Verletzung und war gesundheitlich angeschlagen, er war nicht bei 100%, so erkläre ich mir auch seine recht schwankende Leistungen. Hier hätte ich mir Grgic etwas länger auf der Platte gewünscht, Heymann stand ja leider nicht zur Verfügung.

    Ich hatte das ganze Turnier das Gefühl. dass nach einem funktionierenden Mittelblock gesucht wird, dieser wurde bis zuletzt nicht gefunden.

    Warum wir im Angriff null über die Außen kommen kann ich auch nicht nachvollziehen. Das jetzt an Knorr fest zu machen ist aber auch daneben, bei den RNL werfen die Außen schon ab und zu aufs Tor.

    Das Spiel über den Kreis war auch schon besser, da hat Kohli als anderer Typ Kreisläufer als Alternative zu Golla gefehlt.

    Ich hab das Spiel leider nur "beiläufig" mit eingeschränkter Aufmerksamkeit verfolgen können, aber ich hatte den Eindruck, dass der Vorsprung der Franzosen in der Zeit verspielt wurde, als Remili und Mem auf der Bank saßen, kann das sein?

    Dazu hatte wohl noch der TW Wechsel bei Ägypten einen Effekt.