Beiträge von juliscka

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    juliscka: Ich glaube ist auch schon einige Jahre her, dass Kohorst mal bei der NM zu einem Lehrgang war.

    Nach der EM gab es eine perspektivischen Lehrgang. Roch/Griegerich haben daher pausiert. Neben Eckerle wurden Roth, Wachter und Filter nominiert. Kohorst stand auf Reserve. Sowas sollte einem halt zu denken geben.

    Ich schätze mal, dass der BVB (und vermutlich auch Bietigheim) eher an Wachter als an Roth(/Kahorst) interessiert waren. Und die hat dann verlängert. Hier trifft Fuhrs "Spielzeiten"-Aussage sehr gut zu.

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    zu Kohorst: Die hatte ja Ihre Option in Metzingen gezogen, vermutlich auch unzufrieden, oder mehr Geld beim BVB oder bessere sportliche Perspektive. Oder alles drei.

    Wenn die teaminterne Konkurrenz zur NM eingeladen wird und man selbst nicht mehr, dann dürfte man unzufrieden sein. Der BVB ist die Chance CL zu spielen. Das kann keine der Torhüterinnen hinter Eckerle.

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    Wobei deine Vermutung schon stimmen könnte, vielleicht hat man Sie auch zu lange hingehalten.

    Ich denke, dass man versucht hat Roch ordentlich im Preis zu drücken. Sie könnte in Deutschland finanziell/sportlich nur zu Bietigheim zurück. Und mit fast 31 ins Ausland? Dazu waren zu dem Zeitpunkt mit Kahorst und Wachter zwei jüngere Torhüterinnen aus dem NM-Umfeld ohne Vertrag für die nächste Saison. Ich würde vermuten, dass man nicht mit dem Abgang von Duijndam gerechnet hat. Oder man hat eben wirkliche finanzielle Probleme, wenn man sich nicht mehr als Kahorst und Ten Holte leisten kann.

    Deine Spielanteile-Theorie bei Stockschläder teile ich nicht, da sie auch jetzt ordentlich Konkurrenz haben wird. Und das bei weniger Spielen, da man nicht international spielt. Sportlich ist das irgendwie recht sinnlos, v.a. wenn man sich über Jahre hochgearbeitet hat und die nächsten 3-4 Jahre eine gute Aussicht in der NM hat.

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    juliscka:
    Ich dachte eigentlich, im Tor passiert noch was. Wobei Fuhr kein Trainer ist, der mit drei Torfrauen kann bzw. das will. Wenn es bei Kohorst/ten Holte bleibt, dann ist deine Frage "Braucht man Roch noch?" auf jeden Fall mit einem dickem JA zu beantworten. Denn auch im Tor ist das eine klarer Rückschritt. Ihr Abgang bleibt somit fraglich und vielleicht ja eben doch von Ihrer Seite aus. Vor allem da Ihr Freund ja direkt um die Ecke selbst spielt, war ja wohl auch der Grund, wieso Sie von Metzingen zum BVB ist. Es hätte ja alles für einen Verbleib gesprochen.

    Und bei Stockschläder hatte ich schon mal geschrieben, dass Sie sicherlich nicht wegen der Kohle gegangen ist. NSU hat ebenfalls schon eine sehr gute LA und wird keinesfalls jetzt groß die Taschen geöffnet haben für eine zweite. Für die junge Dänin wird eine internationale Wechselgebühr fällig und Ausbildungsentschädigung. Beides zusammen werden sicherlich schon zwischen 5.000-8.000 € sein, die bei Stockschläder nicht anfallen und da ist dann noch nicht ein 1,00 € Gehalt gezahlt. Wenn man das berücksichtigt, wird Stockschläder sicherlich nicht mehr oder wenn dann nicht wesentlich mehr kosten.

    Der "böse" Trainer hat Stockschläder die letzten beiden Jahre gut verbessert. Sie ist mit Kalmbach die einzige LA, die derzeit nennenswert spielt und in 3-4 Jahren (Olympia/Heim-WM) noch spielen kann. Warum soll man das das Sportliche (Meistermannschaft, CL) aufgeben, wenn man auch bei NSU seine Zeit teilen muss?

    Zum Thema nebenbei arbeiten: Sie arbeitet in Dortmund in der Abrechnung eines Krankenhauses Teilzeit. Also so ein Job bei Kaufland/Lidl oder Audi wäre vllt ein Grund nach Neckarsulm zu wechseln. Sowas hat mehr berufliche Perspektive.

    Beim Tor könnte man spekulieren, dass Duijndam-Abgang nicht geplant war und man Roch da schon verärgert hatte. Oder es reicht nicht mehr als für TW3 BVB +TW2 Metzingen. Wobei ich denke, dass man Kohorst als günstige Nr.3 eingeplant hat.

    Wenn nach einer so gelungenen Saison ohne Niederlage und der Gewinn der Meisterschaft 8 Spielerinnen des BVB den Verein verlassen, ja dann muss man kein Prophet sein, um sagen zu können, dass das Verhältnis zwischen Mannschaft Trainer zumindest angespannt war. Denn diese Mannschaft hätte erneut eine tolle Saison spielen können und mit den gemachten Erfahrungen in der Champions league hätte sie erfolgreicher sein können. Welche Spielerin verlässt bei diesen Aussichten den (tollen) Verein?

    Oder es wollten nicht alle entgegen kommen:

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    Nationalspielerin Alina Grijseels bleibt dem BVB mindestens eine weitere Saison erhalten. "Wir freuen uns, dass sich Alina in dieser für alle schwierigen Zeit für uns entschieden hat. Sie ist uns einen großen Schritt entgegengekommen", sagt BVB-Handballabteilungsleiter Andreas Heiermann.


    Quelle: 301 Moved Permanently

    Nebenbei ändert sich hin und wieder auch der Stellenwert. Braucht man Roch noch? Kann man sich zwei gleichwertige LA leisten oder ging es nur, da Stockschläder durch ihre positive Entwicklung günstig war? 


    Eine 3. Torfrau fehlt auch noch. Oder will man mit der eigenen Nr.3 und der Nr.2 von Metzingen in eine CL-Saison gehen?

    Selbstverständlich nicht.
    Die Beispiele zeigen aber, dass es wenig Sinn hat, jahrelang in eine Spielerin zu investieren, sich um ihre Entwicklung zu bemühen, und dan zuzusehen, wie sie bei der ersten Gelegenheit dem Verein den Rücken kehrt.

    Der Ahnungslose hat gestern geschrieben, dass es (finanziell) keinen Sinn ergibt, Spielerinnen über 3-4 Jahre aufzubauen und dann können sie nach einem guten Jahr (wegen 1-Jahres-Verträgen) gehen. Ich hatte Leihen nur als sportlich interessantes Mittel genannt. Und es ist eben erfolgreich. Man kann natürlich auch nichts machen und irgendwann erkennen, dass 23-jährige die Wörter "Erfahrung" oder "Verantwortung übernehmen", nach 5 Senioren-Jahren gar nicht kennen.

    Rita Lakatos (1999, Vác) sind Ausleihespielerinnen von Győr,

    Ich habe nicht behauptet, dass sie nur nach MTK ausleihen. MTK ist meistens die erste Station für Rückraumspielerinnen. Nächstes Jahr geht Kührti hin, die dieses Jahr zum Györ-Kader gehörte. Dein Beispiel Lakatos war 2 Jahre bei MTK. Danach kurz im Ausland und jetzt 2 Jahre Vac mit EL-Teilnahmen. Jetzt geht sie mit 21 und als Nationalspielerin nach Siofok. Ist doch ein gutes Beispiel wie man ein junges Mädel langfristig aufbaut, auch wenn man sie im eigenen Team nicht wirklich braucht.


    - und haben mittlerweile alle den FTC Richtung Győr verlassen.

    Also MTK-Leihe Marton spielt noch in Budapest. Hafra wäre auch ohne die MTK-Leihe irgendwann gegangen. Lukacz war an Siofok (und nicht MTK) ausgeliehen. Faluvegi und Schatzl (kommt aus Györ) waren gar nicht ausgeliehen. Also es war nur eine an MTK ausgeliehen, die die letzten Jahre gewechselt ist. Die Spielerinnen wechseln sicher nicht wegen eine MTK-Ausleihe von Budapest nach Györ. Es gibt ja auch andere Gründe wie Geld, CL-Siege, Dauer-Meisterschaft...

    Mir gefällt das Ausleihen, was auch die Russen machen, und nicht irgendwelche Györ/Budapest-Spielchen. Es ist ja auch keine Spielerin gezwungen langfristige Verträge bei einem CL-Sieger zu unterschreiben.

    Zitat von »Handfuß«


    Ich frage mich z. B, dass eine Lucy Jörgens, die ein tolles final four gespielt hat, nicht bei einem Erstligisten unter Vertrag genommen wurde.

    Das frage ich mich auch. Doch vielleicht gab es bei ihr erst in jüngster Zeit den Durchbruch, denn sie tauchte bisher auch nicht in der Nachwuchsnationalmannschaft auf. Weiß jemand aus dem Leverkusener Umfeld etwas mehr dazu?

    Sie kam bei beiden Spielen von der Bank. Trotz des Ausfall von Nationalspielerin Corrmann. Auch bei Bayers Bundesliga-Spielen saßen Flohr undTeusch auf der Bank. Anstatt weitere Jugendspielerinnen zu nominieren, hat man die Betreuerin reaktiviert. Sicherlich sehr motivierend.

    Denke mal, dass sie mit 2. Liga einen guten Deal gemacht hat. Wobei man bei den Jugendspielern (ohne Bundesliga-Einsätze) ja nicht sagen kann wie das monatelange Zweier-Training angeschlagen hat. Sowas kann ja durchaus zu Sprüngen führen.

    Für mich ist eher verwunderlich, dass ein Erstligist wie Halle nicht in der Lage ist, dass eine oder andere Talent eines Zweitligisten Leipzig abzuwerben. Da gäbe es sicherlich einige, die Halle in der Breite verstärken könnten und dann eine Entwicklung wie Hampel/Nielsen machen könnten.


    Ja, es ist die Frage, was diese Kooperationen tatsächlich bringen.

    Leihen funktionieren nur, wenn die Spielerinnen spielen und in wichtigen Momenten die Verantwortung übernehmen müssen. Györ/Budapest leihen v.a. Rückraum-Talente an MTK Budapest (Team des ung. Junioren-Coaches) aus. Da müssen dann 18-19-Jährige Verantwortung übernehmen. Györ-Leihe Pal wurde sogar Torschützen-Königin in Ungarn. Über das Verleihen haben sie in Ungarn einen Großteil der 2018er U18-Weltmeisterinnen zu Nationalspielerinnen entwickelt. Und viele spielen auch bei Györ/Budapest CL. 2018 wurden in Deutschland z.B. Quist, Peireira, Weise als größere Talente angesehen. Da gelang der Übergang von Jugend zu Senioren bisher noch nicht so ganz. In Ungarn würde eine Quist nicht 2 Jahre bei einem EHF-Cup-Teilnehmer auf der Bank sitzen und samstags in Liga2 per Zweitspiel-Recht spielen, sondern an einen schwächeren Erstligisten ausgeliehen werden und hätte jetzt 2 Jahre Stammspieler-Erfahrung.

    Man muss einfach mal den U20-Kader von letzter Saison anschauen und sieht, dass davon eigentlich keine eine wichtige Rolle in der Bundesliga hat. Aus meiner Sicht wird eben bei den schlechteren Teams zu sehr auf Erfahrung und Ausland bei den Schlüssel-Positionen gesetzt. Deswegen finde ich auch das Wort Kooperation Buxtehude/Buchholz übertrieben. Hinsichtlich DHB ist nur Nielsen interessant und die kommt von der Bank. Der Schritt mit 17 zu einem Erstligisten zu gehen. der war mutig und richtig, aber kam auch nur durch eine Verletzung einer Buchholz-Spielerin zustande.

    man sieht doch auch, dass die seit jahren bestehenden konzepte im jugend/ juniorinnenbereich bei den einzelnen vereinen
    meist gut funktionieren....zb. leipzig...blomberg...leverkusen....buxtehude.....etc
    dies liegt nun nicht daran, weil sie jedes jahr mind. 1-2-3 talente für den seniorinnenbereich ausbilden-
    denn es funktioniert dort oft über jahrzehnte.

    Sie übernehmen 1-2 Spielerinnen in den Bundesliga-Kader und der Rest landet im 3.Liga-Team oder muss in die 2-/3.Liga wechseln. Da sich der Nachwuchs fast ausschließlich auf diese Teams konzentriert, so bleiben einige auf der Strecke. Buxtehude hatte in ihrer A-Jugend 5 Jugendauswahl-Spielerinnen im Rückraum. Da ist die nächsten 1-2 Jahre sicher nicht für jede Platz in der Bundesliga.


    Aber die Hauptfrage für mich ist: warum bekommt eine talentierte Spielerin (wir sprechen um Frauen, bei den Männern ist es ein bischen anders) keinen Bundesligavertrag?

    Aus meiner Sicht herrscht ein 1-Jahres-Denken, da die Verträge meistens auch nur 1 Jahr gehen. Top-Teams haben keine Zeit für Ausbildung von 19-jährigen. Außer sie haben gleich einen Impact wie Bleckmann beim BVB. Ausbildungsvereine wie Leverkusen bringt es auch nichts Spielerinnen durch Leihen aufzubauen, wenn sie nach einem guten Leverkusen-Jahr dann ablösefrei zu BBM/BVB gehen. Und die Abstiegskandidaten setzen auf (Zweitliga-)Erfahrung und 2-3 Ausländerinnen auf Schlüssel-Positionen.


    Und da es ja nur 1-Jahres-Verträge gibt, so kann man ja jedes Jahr den anderen die Spieler (wieder) wegnehmen. BVB/BBM bedienen sich bei Leverkusen. Leverkusen bedient sich bei Röddertal mit Ronge oder holt bei entsprechender Entwicklung Polsz zurück. So hat es Buxtehude mit Ossenkamp ja auch gemacht.

    Dass Herr Fuhr meint, Spieleinsätze seien unbedingt nicht nötig, um sich weiterzuentwickeln, kann ich nicht nachvollziehen. Es scheint mir eher ein Alibi zu sein, wie er seine Mannschaft zusammenstellt.

    So hat er das nicht gesagt. Er meint, dass einige eben nicht den Schritt zu BBM/BVB gehen wollen, da sie dann eben erstmal Ersatz sind, weniger spielen und weniger auffallen. Der Rückschritt an Spielzeit wird eben durch tagtägliches Training auf Nationalspielerinnen-Niveau überkompensiert und man hat deutlich mehr als bei viel Spielzeit und schlechteren Training.

    Er stellt seinen Kader so zusammen, dass er Meister werden kann. Da kann er keine Kompromisse für seinen Zweitjob Junioren-Coach machen. Bei den Ungarn ist Junioren-Coach bei MTK Budapest und bekommt jedes Jahr Talente von Györ/Budapest ausgeliehen. Das ist eine deutlich sinnvollere Lösung für alle.

    Genau so ist es. Die Deutschen Talente spielen zu wenig. Das ist auch einer der Gründe, warum wir den Kontakt zur internationalen Spitze verloren haben.

    Es hakt am Übergang Jugend/Seniorenbereich. Wer nicht gleich einen Bundesliga-Vertrag bekommt, der ist verloren und kann sich bestenfalls über 3./2.Liga hochkämpfen. Und dann gilt eben die Gaugisch-These: "Leistungssport Mitte 20". Und wer einen Bundesliga-Vertrag bekommt, der versauert auf der Bank und gibt dann schnell (wie Polsz bei Bayer) auf.

    Das Leih-Konzept wie bei den Ungarn gibt es gar nicht. Dabei hat man dieses Jahr gesehen, dass man sich auch bei Mainz (Hampel) oder Buchholz (Nielsen) als junge Spielerin gut weiterentwickeln kann, auch wenn man viel verliert.

    Vielleicht ist sie aktuell einfach nicht gut genug, könnte das sein?

    Durchaus möglich. Allerdings dürfte eine Saison eh verloren sein, wenn man mal nennenswert die Nr.3 spielen lassen muss. Außer man hat die Möglichkeiten von Györ.

    Ich finde es merkwürdig, dass Gaugisch (und Fuhr) auf Handball-World ein Interview mit Thema "Wie haben mehr Talente als Norwegen und Dänemark" geben und wenn es mal darauf ankommt, dann holt man eine Holländerin als Nr.3. Aussage in dem Interview sind, dass Leistungssport (Trainingsumfang) in der B-Jugend und nicht erst mit Mitte 20 losgeht (Gaugisch) und "Viel spielen und wenig im Training lernen vs. wenig spielen und viel im Training lernen" (Fuhr). Ein Wechsel in die 3.Liga widerspricht eigentlich eben diesen Aussagen.

    Ich denke nicht, dass es darum geht "mit den Freundinnen" zu spielen, sondern, dass es im März keine Perspektive bei BBM gab.

    Was bedeuted, die eigene Torhüterin gibt man ab. Sie gehört zum Drittligisten Schozach- Bottwartal und spielte in der A-Jugend Bundesliga für Bietigheim. Nach den Verletzungssorgen bekam Sie offensichtlich einen Vertrag bis zum Saisonende. Die dritte Liga spielte ja nicht.

    Sie hat mit Zweitspielrecht in Bottwartal gespielt. Das wurde aufgelöst, da man U18 nur bei einer Frauen-Mannschaft spielen kann. Vor ihrem Profi-Debut hatte sie aber schon bei Bottwartal für nächste Saison unterschrieben.

    Für mich nicht ganz nachvollziehbar, da sie ja noch ein Jugendjahr hat.