Ob Sponsoren dann kommen würden
Der größte Sponsor im Frauen-Volleyball ist die öffentliche Hand. Dresden bekommt jetzt seine 20 Jahre alte Halle für schlappe 30 mio. erneuert. Nicht schlecht bei 1,8 mio. Etat. Schwerin bekommt einen VIP-Anbau bei einer 10 Jahre alten Halle. Schwerin bekam letztes Jahr 100000 Euro von MeckPomm für die CL. Die tolle Dresdner Jugend ist ein Bundesstützpunkt mit Internat, der in der 2.Liga spielt. Generell geht ein Großteil der Jugendarbeit über das an Vereine angegliederte Stützpunkt-Konzept (VC Olympia). Hauptsponsor bei Dresden ist Drewag. Ein Versorger, der der Stadt Dresden gehört.
Der Erfolgsfaktor schlechthin ist einfach die Attraktivität. Lange Beine in knapper Kleidung. Keine Fouls mit Kreuzbandrissen, kaputten Schultern etc..
Der Preis für das Modell ist eben, dass man Städte braucht, die üppig reinbuttern. Und die gibt es eben in D fast nur im Osten. Deswegen ist der Ost-Anteil immens hoch (1 West-Meister in 10 Jahren) und Traditionsvereine wie Ulm, Hamburg, Leverkusen etc. gibt es nicht mehr in der ersten Liga und andere wie USC Münster oder Wiesbaden sind am Ende der Tabelle. Macht nichts aus, da es keine Absteiger gibt. Den ein Aufstieg kann sich keiner wirklich leisten. Sie haben nur 11-12 Vereine, da sie keine Aufsteiger finden.
Der Zuschauer-Schnitt stieg optisch von 1000 auf 1300-1400 an. Liegt aber im Wesentlichen an der Umstellung von Meister/Abstiegsrunde auf Playoffs. Dadurch gibt es weniger Spiele mit schlechten Teams und mehr Spiele mit Dresden, Stuttgart und Schwerin, die 2000-3000 Zuschauer haben. Preis ist, dass manche 10 Heimspiele haben und andere >14 Heimspiele
Das Erfolgskonzept in Dresden beruhte auch darauf, dass über die Jugendarbeit viele einheimische Spielerinnen im Kader standen und auch lange blieben. Das ist was komplett anderes als THC oder Dortmund.
Die Sponsoren kommen sicherlich nicht wegen ein paar Leute die 80 Euro für ein Abo zahlen.