Beiträge von Nordischbynature

    Soviel Empörung über E. Eggers, den Spiegel, untrainierte Spielerinnen, unpassende Fotos,…

    Hier in der Ecke meine ich genau sehen zu können, warum im Frauen- und Mädchenhandball diese Strukturen nicht durchbrochen werden.

    Viele Schreiber finden es anscheinend noch immer okay, wenn man sich wie das letzte Arschloch benimmt, um die Leistung der Spielerinnen zu verbessern und sie zu motivieren.

    Das war vielleicht in der Jugend von Einigen so, ist aber nicht mehr state of the art.

    Und nein, ich bin kein Fan von verweichlichten Helikopterkindern, aber kenne genug Übungsleiter von C bis A, die motivierend sein können, fordern und fördern können.

    Sie haben kein Problem damit, Spielerinnen stärker zu machen, sie müssen sie nicht erst klein und schwach machen um exzellente Leistungen zu erreichen. Denn das ist offensichtlich auch Birkners Tour, wenngleich weniger raffiniert als Fuhr.

    Wieder halb on-topic:

    Die meisten Spielerinnen dort tragen Schuhe für über 100€, die sind ja auch Arbeitsgerät im Leistungssport. Unsere eine Tochter schleißt mindestens 1 Paar/Jahr auf bei 5mal Training, Schulsport und Punktspielen.

    Gerade für den Jüngsten (E-Jugend, Größe 41) und für die Älteste Mizunos gekauft. Gottseidank gefielen die 150€ teuren Adidas nicht…aber Mizuno ist ja nur rudimentär billiger.

    Deshalb konnte ich den Spruch gut nachvollziehen, denn im Hobbysport halten sie länger und es müssen auch nicht die Teuersten einer Firma sein.

    Simon Pytlick hat nicht nur Flensburg auf dem Zettel und das generelle Vorkaufsrecht in Skandinavien, hat die SG längst nicht mehr.

    Vielleicht schaust Du mal im SG-Thread, da wird unsere Euphorie begründet, u. a. dadurch:

    TV2 schreibt:

    „Informationen von TV2 nach sind das Simon Pytlick - Lager und Flensburg-Handewitt im engen Dialog über einen Klubwechsel in 2024.“. ( übersetzt von mir)

    Die Ausstiegsklausel gilt für 2024 und ausländische Klubs.

    Das hat also nichts mit imaginärem Vorkaufsrecht zu tun. Und trotz einiger Stolperer ist Flensburg noch immer sehr attraktiv für talentierte Skandinavier - wie zuletzt wieder eindrucksvoll bewiesen.😎

    Ja, das ist desillusionierend. Haben uns einige Spiele von Schleswig-Holstein angesehen.

    Allgemein mag ich diese Turniere nicht soo gern schauen, weil es fast nur Einzelhandball ist. So will es das Förderkonzept des DHB und die Mädchen meinen, sich beweisen zu müssen. Ab und an blitzt mal schlauer Handball auf, aber leider zu selten.

    Was Du Deiner Tochter rätst, kann ich sehr gut nachvollziehen.

    Edit: Die Schuhe für 120€ auch… :D

    Hier mitzulesen, seit ich den Artikel verlinkt habe, ist schwere Kost. Das Herumgeeiere mancher Herren ist peinlich.

    Wann versteht das endlich jeder:

    Solange man meint, junge Menschen durch persönliche Angriffe und sinnlose Grenzüberschreitungen zu schikanieren, sei Grundausstattung im Leistungssport, geht das immer weiter.

    Natürlich haben weiterhin viele Spielerinnen Spaß, gibt ja in allen Erzählungen von Betroffenen die Lieblinge. Über deren vielschichtige Rolle hatte ich hier schonmal geschrieben.

    Disziplin fordern? Ja!

    Die eigenen Leistungsgrenzen ausloten und in Angriff nehmen? Ja!

    Dem Leistungssport Privates unterordnen? Ja!

    Konstruktive direkte Kritik? Ja!

    Beleidigen, Erniedrigen? Nein!

    Dieser Tenor bei manchen Beiträgen, dass es eben verbal hart ist im Sport, ist ekelhaft. Es gibt Unterschiede zwischen Brüllen von Taktikanweisungen, auch mal Flüchen und persönlichen Beleidigungen.

    Wenn von den Spielerinnen Professionalität gefordert wird, müssen die Trainer sich auch so verhalten!

    Dieses Zitat sagt viel aus:

    „Meinen Eltern verschwieg ich oder spielte herunter, wie sehr ich unter dem Coach litt, weil ich sie nicht belasten wollte. Warum ich trotzdem mehr als ein Jahr in Blomberg blieb? Ich wollte mir selbst beweisen, dass ich nicht schwach bin. Ein Fehler.“

    N.N., ehemalige Spielerin

    (S+) »Halt die Fresse!«: Wie der deutsche Handball unter tyrannischen Trainern leidet
    Jahrelang drangsalierte Trainer André Fuhr Handballerinnen des Bundesligisten HSG Blomberg-Lippe. Die Klubführung will davon nichts mitbekommen haben – und…
    www.spiegel.de

    Huh, Erik Eggers und Co. bleiben dran. Hinter Paywall, aber interessant!

    Edit: Namentlich melden sich Spielerinnen und die ehemalige Athletiktrainerin zu Wort. Es wird auch der Sponsor Genge kritisch beäugt, sowie die Ernsthaftigkeit der Bemühungen des DHB zur Aufarbeitung hinterfragt.

    Die HSG kommt wirklich, wirklich schlecht dabei weg.

    Machulla hat ja gegenüber dem Flensborg Avis mal deutlich in der Sommerpause Stellung bezogen und Probleme in der Einstellung und Disziplin erwähnt:

    „Wir haben viele Herausforderungen in der kommenden Saison, zu den größten gehört dabei für mich auch Anton Lindskog. Es geht darum, ihn dahin zu bekommen, dass er versteht, was es braucht, in Flensburg zu spielen. Gleichermaßen muss ich auch an mir arbeiten, ihm die Möglichkeit zu geben, das zeigen zu können. Er hat Qualitäten und ich mag ihn sehr, aber er muss auch den Hintern hochkriegen. Ich bin ein Trainer, der Einstellung und Trainingsfleiß auch belohnt.“

    Das war ja schon deutlich.

    Dazu erinnere ich mich an die Podcastfolge mit Lindskog, wo er erwähnte, dass Welten zwischen Wetzlar und Flensburg liegen, was die Professionalität angeht. Als Beispiel nannte er u.am die Ernährung und Genussmittel.

    Vielleicht hat er tatsächlich nicht die Kurve gekriegt.

    Sehr schade.