Beiträge von Quietsche

    vor keinem anderen Gericht als vor einem "Verbandsgericht" - ein ordentliches Gericht unser Justiz würde deswegen ganz sicher kein negatives Urteil fällen.

    Auch wenn das ein bisschen offtopic ist: Dir ist anscheinend wirklich nicht bewusst, was für hanebüchener Unsinn tagtäglich in deutschen Gerichten geurteilt wird. Deutsche Richter sind unabhängig, was eigentlich nur bedeutet, dass ihnen keiner was kann, egal wie schlecht sie ihre Arbeit machen, insbesondere, seit der BGH die Rechtsbeugung zum zahnlosen Tiger gemacht hat. Und es macht viel mehr Aufwand, seine Arbeit gut zu machen, als sie schlecht zu machen, und es wird im Öffentlichen Dienst leider viel zu wenig honoriert, seine Arbeit gut zu machen. Entsprechend fallen Urteile vor "ordentlichen Gerichten", wie Du sie so schön nennst, aus. Aber ich bewundere Deine Blauäugigkeit und wünschte, ich hätte meine von früher auch noch.

    Glaubst du ernsthaft das Sport1 die Auslosung manipuliert? Das halte ich nicht mal mehr für gewagt sondern für reinen Humbug.

    Nein. Das war Ironie. Die richten sich doch nicht danach, was sich so ein Spieler wünscht... ;) Aber schön ist der Satz trotzdem, in Anbetracht von 16 Auswärtsspielen in Folge für die gestrige Gastmannschaft.

    Verletzungen hin oder her war das doch die Mannschaft die Kiel niedergerrungen hat und diesen Einsatz hat man nie gesehen gestern.

    Nein, da fehlte mit Jurecki ein entscheidendes Detail. Nicht mal, dass er selbst Tore macht, sondern vor allem, dass er für den Rückraum freiblockt. Was da gestern in den Block geballert wurde... Außerdem kann man sich auswärts sicherlich nicht so in den Rausch spielen wie in der eigenen Halle.

    Ok, Flensburg gewinnt mit 12 Toren gegen Magdeburg und es war eine "mittelmässige leistung"..wie hoch hätte man dann mit guter Leistung gewonnen? 30 Tore? :D

    Na, Mathe ist wohl nicht so Deins (26 minus 16). Vielleicht wäre es ja schon mit 12 Toren eine gute Leistung gewesen...

    Schön fand ich die Kleine von Sport 1: "Wer ist denn ihr Wunschgegner? Vielleicht können wir da ja was machen." Du darfst das doch nicht so einfach ausplappern, Mädchen.

    Wir kommen da wohl nicht auf einen Nenner


    Da stimme ich Dir zu.

    Mir geht einfach auf die Nerven, dass den Schiedsrichtern so schnell Absicht unterstellt wird und wenn Du von zweierlei Maß sprichst, ist das nichts anderes als Absicht zu unterstellen.


    Das stimmt einfach nicht. Es reichen schon Sympathie-Unterschiede, der sogenannte Nasenfaktor, um unbewusst zweierlei Maß anzuwenden. Das passiert nicht mit Absicht. Reflektiere mal das reale Leben. Das geht schon in der Schule los bei der Notenvergabe in "Kür"-Fächern (also nicht rein objektiv bewertbaren) wie Musik oder bei Deutsch-Aufsätzen. Wenn Du auf Arbeit einen unsympathischen Kollegen hast, bewertest Du seine Arbeit ganz anders als die eines Freundes. Unterbewusst. Ich habe das hier schon geschrieben, aber es ist niemand darauf eingegangen.

    Beim SCM habe ich immer das Gefühl, das ist eine selbsterfüllende Prophezeihung. Er gilt als hart verteidigend, darum wird schnell mit 2min und Siebenmetern durchgegriffen. Am Ende des Spiels hat der SCM dann viele 2min-Strafen, also muss er ja hart verteidigt haben. Was dagegen ein Jurecki immer auf die Fresse kriegt beim Spiel, das wird fast nie geahndet. Und bei Fouls gegen die Außen gibt es irgendwie auch zweierlei Maß... Dazu gilt die Bördelandhalle als Hexenkessel, da sind Schiedsrichter sehr darauf bedacht, bloß keinen Heimvorteil zu pfeifen.

    Das ist objektiv belegbar. Der SCM hatte die letzten zwei Jahre keinen echten Rückraum, fast alles ging über den Kreis und Außen... Und trotzdem erhält der SCM die wenigsten Siebenmeter aller Mannschaften... (leider finde ich die Statistik nicht mehr).

    Woran das liegt - keine Ahnung. 23 Jahre nach der Wende dürfte die Himmelsrichtung ja keine Rolle mehr spielen. Und bewusst verpfeift kein Schiedsrichter ein Spiel, da sind wir uns wohl alle einig.

    Ich habe noch keine solche Diskussion erlebt, wenn ein Spieler den entscheidenden Ball im Tempogegenstoß oder Siebenmeter über oder neben das Tor geworfen hat. Da wird, wie ich schrieb, eher verziehen. Liegt wohl dran, dass es dann der eigene Spieler war, der seiner eigenen Mannschaft geschadet hat.


    Also ich kann mich an die Diskussion z.B. beim Kretzschmar-Wurf im EC-Finale erinnern. Er hatte einfach zu früh geworfen. Aber prinzipiell hast Du recht. Das ist nämlich genau die Psychologie, die ich oben erklärt habe, die dabei wirkt.

    Den geballten Zorn des Magdeburger Heimpublikums auf sich zu ziehen und Hohn und Spot in Internetforen und Tagespresse über sich ergehen zu lassen? Also, ich glaube das nicht.


    Also in der Bördelandhalle habe ich schon das Gefühl, dass Schiedsrichter denken, wenn das Publikum pfeift, haben sie alles richtig gemacht, weil sie unter keinen Umständen einen Heimvorteil pfeifen wollen. Das ist wie wenn unter einem der eigene Sohn arbeitet, der wird dann auch besonders scharf bewertet.

    Aber vielleicht würde es auch helfen, wenn Schiedsrichter auch mal öffentlich, eben in der Tagespresse, sagen würden: "Ja, wir haben uns das Spiel noch mal angesehen, wir hatten einen ganz schlechten Tag." Das erfordert natürlich sehr viel Größe, aber dann gäbe es auch kaum noch einen SCM-Fan, der das nicht verzeihen würde. DAS erwartet man von Spielern und Trainern nämlich auch.

    Mit deinem Beispiel vom Autodieb unterstellst Du dem Schiedsrichter also Absicht! Das würde ich, wie gesagt nicht tun. Und die Schiedsrichter haben so entschieden, weil der Abwehrspieler Groetzki ja hätte unfair (für deinen Vergleich mit dem Erschießen eigentlich eine zu schwache Wortwahl) stoppen können? Das ist schon sehr schräg.


    Aber der Polizist hat doch unter anderem genau die Aufgabe, dieses Auto zu überwachen. Er ist extrem pingelig, hat Deinen Führerschein, die TÜV-Plakette und den Sani-Kasten bei Dir genau überprüft, aber den anderen lässt er trotzdem mit Deinem Auto davonfahren. Ich habe ihm keine Absicht unterstellt, er hat schlicht seine Aufgabe nicht erfüllt. Gründe lassen sich finden, er musste halt schon eine lange Zeit Autos bewachen, die hübsche Frau am Fahrbahnrand hat ihn abgelenkt, er hat gerade einen beobachtet, der unerlaubterweise Nebelscheinwerfer anhatte...

    Anscheinend wurde das Spiel angepfiffen, ohne dass die Schiedsrichter die Anwurfsituation im Blick hatten.

    Deine Kritik an an meinem Vergleich kann ich nachvollziehen. Lass ihn mich daher verfeinern. Der Polizist hat nicht hingesehen, obwohl das seine Aufgabe gewesen wäre. Der Richter (Staat/DHB) sagt dann: "Das ist halt so. Dumm gelaufen." Die Verwandten des Bestohlenen regen sich auf. Das unbeteiligte Publikum des Diebstahls (Forenschreiber/Fans anderer Vereine) sagen: "Selbst schuld, Du hättest ihn ja aus dem Auto zerren können, wenn Du schnell genug reagiert hättet. Außerdem gleicht sich alles im Leben aus. Vielleicht gewinnst Du morgen ein neues Auto im Lotto. Außerdem hat der Polizist vorhin auch übersehen, dass Du bei Rot über die Ampel gegangen bist. Und Du musst Dich gar nicht aufregen, dass er Deinen abgelaufenen Personalausweis bemängelt, da hat er schließlich Recht mit."

    Btw. Den Spielrn, die das hauptberuflich machen und auch mal ihre Auszeiten bekommen, werden Fehler viel eher verziehen als den Schiedsrichtern, die das gegen eine Aufwandsentschädigung nebenberuflich machen und die vollen 60 Minuten hochkonzentriert sein sollen. Ist das fair?


    Nein. Wobei auch Spieler für einzelne Situationen teils sehr zerissen werden. Nochmal: Auch Schiedsrichter dürfen Fehler machen und sie machen ihren Job oft sehr gut. Wenn aber mit zweierlei Maß gemessen wird und dadurch eine Mannschaft benachteiligt wird, kommt eben Kritik auf.

    Er soll also am besten noch zweimal hin- und her gucken, ob nicht doch schon ein Angreifer in der gegnerischen Hälfte ist.


    Nein, aber er soll halt auch nicht weniger als einmal gucken. Wenn das nicht im selben Spiel mehrfach gepfiffen worden wäre, zusätzlich zu extrem pingelig bemängelten Freiwurfausführungen, würde diese Szene vermutlich nicht ganz so stark polarisieren.

    Ich rege mich auch schon mal über Schiedsrichterentscheidungen auf, aber ich hüte mich vor so deutlicher Schelte bzw. solchen Unterstellungen, da ich 1. den Job nicht machen wollte und 2. es sicher auch nicht besser könnte, als diejenigen, die sich das jede Woche antun.


    Sehr löblich. Du gehst sicher durchs Leben, ohne auf irgendwen zu schimpfen. Finde ich gut. Ich dagegen rege mich viel zu sehr auf, über Politiker, Journalisten, Juristen, Schiedsrichter... Ich könnte allerdings auch einiges besser, aber ich kann auch nicht ALLES machen. Weiß nicht, ob das für Dich als Argument zählen würde. Es würde oft schon reichen, wenn man sich hinterfragt und bemüht.

    Groetzki ist, egal ob er nun ´ne halbe Sekunde zu früh losgelaufen ist oder nicht, was ich bisher aus keinem Video sicher erkennen konnte, denn ein Sprinter braucht für 5m eben nur eine halbe Sekunde, aber auch kaum am Torwurf gehindert worden, obwohl ein Abwehrspieler schon weit genug zurückgelaufen war. Bei 7 Sekunden Restspielzeit muss ich als verteidigende Mannschaft aber damit rechnen, dass der Gegner eine schnelle Mitte ausführen wird.


    Das gibt ja auch ziemlich sicher Rot mit Spielsperre, bei Verletzungsrisiko für beide Seiten. Man kann nicht schneller rückwärts laufen als Groetzki vorwärts. Man kann natürlich anführen, dass der Torwart den hätte halten sollen. Aber man kann natürlich auch sagen, hier verstößt eine Seite gegen die Regeln und die unparteiliche Seite sanktioniert das nicht. Als ob Dir jemand Dein Auto stiehlt und der Polizist sieht zu und sagt, es ist jetzt seins - Du hättest ihn ja erschießen können.

    Ich amüsiere mich köstlich darüber wie dei Magdeburger sich hier seitenlang echauffieren...man könnte meinen , man sei gerade wegen dieser "dramatischen Fehlentscheidung" der Schiedsrichter abgestiegen.....was ist hingegen tatsächlich passiert? es gab ein Unentschieden gegen eines der Spitzenteams der HBL...statt nun nach vorne zu schauen wird seitenweise nachgekartet, und aribisch aufgelistet wie die bösen Schiedsrichter denn die armen Magdeburgerangeblich benachteiligt haben....aber in Verschwörungstheorien aufbauen ist man auf seiten von Magdeburg ja immer gut, man wird aja auch jahrelang im DHB Pokal absichtlich auswärts gelost

    handball ist halt ein schneller Sport, und da gibt es immer diskutable Entscheidungen....die halten sich aber letztlcih die Waage so dass im Ergebnis keiner "benachteiligt" wird...alles andere ist immer nur das subjektive Empfinden des jeweiligen Fanlagers...

    man sollte aus Magdeburger Sicht das Spiel einfach abhaken und den Punktgewinn als positiven Aspekt ansehen und nach vorne schauen..alles andere ist wenig produktiv


    Ich habe wirklich überlegt, ob ich den Troll füttere, dachte mir dann aber, dass jemand mit über 1000 Posts vermutlich kein Troll ist.

    Dass sich andere köstlich (!) amüsieren, wenn jemand sich über Ungerechtigkeiten aufregt, ist halt der Lauf der Welt. Es sei Dir gegönnt. Du darfst der Reihe mit den bösen Schiedsrichtern und dem 16. Auswärtsspiel in Folge auch gerne noch den Punktverlust am grünen Tisch bei ausgerufenem Notstand hinzufügen, dann hast Du gleich ein bisschen mehr zu lachen.

    Dass im Ergebnis keiner benachteiligt wird, ist eine nicht beweisbare Aussage. Im Gegenteil. Aber auf meinen Post mit der selbsterfüllenden Prophezeiung ist auch niemand eingegangen.

    Und was man aus Magdeburger Sicht tun sollte - das kannst Du getrost den Magdeburgern überlassen.

    Generell scheint allerdings die Zufriedenheit mit den Schiedsrichterleistungen je nach Fanlager auch recht unterschiedlich zu sein - das betrifft keineswegs nur den SCM.


    Meinst du das Ding kurz vor der Halbzeit?

    Falls ja: die Schiedsrichter hatten Stürmerfoul gepfiffen.
    Dann muss der Freiwurf außerhalb des Wurfkreises ausgeführt werden - und das wurde er eben nicht.

    Falls nein: hast du einen Link zu der Situation, dass man es sich nochmal ansehen kann?


    Ja, ich meine das Ding direkt vor der Halbzeit. Ich habe mir das jetzt noch mal angesehen. Es wird Stürmerfoul gepfiffen, kurz vor der 7m-Linie, der Ball landet hinter dem Tor. Quenstedt wirft ihn zu Van Olphen, der den Freiwurf auf der 9m-Linie ausführen will, also ca. 2m zu weit vorn. Entsprechend der hier geposteten Regelauslegung also nicht zurückzupfeifen im Sinne des Spielflusses, in Anbetracht der großen Entfernung vom gegnerischen Tor. Van Olphen wird vor der Ausführung zurückgepfiffen, fälschlich also. Wirft den Ball zu Quenstedt, der dann noch im Wurfkreis ausführt. Das wurde laufengelassen. Also zwei Fehlentscheidungen hintereinander. Erst wird unnötigerweise zurückgepfiffen, dann wird der falsch wiederholte Freiwurf laufengelassen. Auf jeden Fall extrem kleinliche Entscheidung und gegen den SCM gerichtet. Ende der zweiten Halbzeit wurde dann nicht so kleinlich gepfiffen, auf Seiten von Kronau...

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    Und man hört im Video sehr wohl den Pfiff und es sind bestimmt 3m bei Beginn des Pfiffes, 5m beim Ende des Pfiffes und noch mehr bei der Ausführung des Anwurfes. Was zählt denn...? ;) Also Groetzki ist schon echt schnell, hat bei Pfiffbeginn schon die halbe Wernesgrüner-Flasche passiert.

    YouTube

    Ist zwar ärgerlich für Magedeburg, aber beim 30:30 hatten sie ja auch mehr Glück als Verstand, insofern muss man hier nicht von einem gestohlenem Sieg sprechen. Das ist nämlich etwas was mich mittlerweile bei all der Schiedsrichterkritik aufregt. Bei einem Spiel über 60 Minuten in dem 62 Tore fallen ist es wie so oft EINE EINZIGE Aktion die das Spiel angeblich entscheiden soll. Das ist doch schlicht Unfug. Der einzige entscheidende Aspekt des letzten Mannheimer Tors ist eben das es das letzte Tor war. Rein objektiv betrachtet ist jedes einzelne Mannheimer Tor genauso entscheidend gewesen und jede mögliche Fehlentscheidung im gesamten Spiel der Schiedsrichter ist genauso entscheidend wie die letzte. Aber nein...es ist natürlich genau diese Aktion, die ist natürlich entscheidend....entwertet für mich irgendwie den Sport. Ein Handballspiel besteht nicht nur aus der Schlussphase.


    Du hast ja sowas von Recht. Wenn eine Mannschaft das ganze Spiel über verpfiffen wird, hier aber alle nur über die letzte Szene diskutieren, so dass man den Eindruck bekommt, wenn er dann vielleicht doch nur zwei Meter über der Mittellinie war ("Schwamm drüber, ist ja Alltag"), dann ist ja eigentlich alles korrekt abgelaufen - dann regt mich das auch auf.

    Es ist keine einzelne Fehlentscheidung, die die SCM-Fans aufregt, es sind die vielen Kleinigkeiten, die gegen den SCM gepfiffen werden. Schiedsrichter müssen 100 Entscheidungen pro Spiel fällen, machen davon über 80% richtig - ich muss mich oft nach der Zeitlupe zugunsten der Schiedsrichter revidieren. Wenn von den Fehlentscheidungen dann aber 10 zugunsten des Gegners gefällt werden und 6 zugunsten des SCM - dann behauptet hier im Forum jeder, guck auf die und die Entscheidung, es gleicht sich doch alles aus... Aber ein falsch gegebener Einwurf, ein abgepfiffener Konter, eine 2min-Strafe MEHR als beim Gegner, das sind DIE Kleinigkeiten, die enge Spiele entscheiden. Das macht zwei, drei Tore im Spielverlauf aus, mehr nicht. Und dabei haben die Schieris eine immer noch sehr gute Quote richtiger Entscheidungen.

    Beim SCM habe ich immer das Gefühl, das ist eine selbsterfüllende Prophezeihung. Er gilt als hart verteidigend, darum wird schnell mit 2min und Siebenmetern durchgegriffen. Am Ende des Spiels hat der SCM dann viele 2min-Strafen, also muss er ja hart verteidigt haben. Was dagegen ein Jurecki immer auf die Fresse kriegt beim Spiel, das wird fast nie geahndet. Und bei Fouls gegen die Außen gibt es irgendwie auch zweierlei Maß... Dazu gilt die Bördelandhalle als Hexenkessel, da sind Schiedsrichter sehr darauf bedacht, bloß keinen Heimvorteil zu pfeifen.

    Das ist objektiv belegbar. Der SCM hatte die letzten zwei Jahre keinen echten Rückraum, fast alles ging über den Kreis und Außen... Und trotzdem erhält der SCM die wenigsten Siebenmeter aller Mannschaften... (leider finde ich die Statistik nicht mehr).

    Woran das liegt - keine Ahnung. 23 Jahre nach der Wende dürfte die Himmelsrichtung ja keine Rolle mehr spielen. Und bewusst verpfeift kein Schiedsrichter ein Spiel, da sind wir uns wohl alle einig.

    Noch ein Punkt: 2 Magdeburger Tore wurden in der 2.HZ vollkommen zu Recht nicht gegeben, weil sie nach mehr als 4 Schritten erzielt wurden. Bei letzten Fall waren es sogar ganze 6 Schritte. Und trotzdem ging ein Aufschrei durch die Halle und die SR wurden ausgepfiffen.


    Und ein Tor von Kronau wurde gegeben, obwohl der Spieler mehrere Schritte IM Magdeburger Kreis gemacht hat, VOR dem Wurf. Das gehört zur neutralen Betrachtung ja dann auch irgendwie dazu.

    Was die Fans aufbringt, ist ja nicht die reine Fehlentscheidung an sich, sondern das gefühlte und vermutlich mindestens in diesem Spiel objektiv nachweisbare Zweierlei Maß. Ein Magdeburger Konter (Weber allein vorm Torwart, zu mehr als 80% ein Tor) wird abgepfiffen, obwohl der Freiwurf an der mMn exakt richtigen Stelle ausgeführt wurde. Im SCM-Forum spricht man von einem halben Meter - so genau habe ich allerdings nicht nachgemessen. Das widerspricht aber auch Deiner obigen Auslegung. Mehrfach wird die Magdeburger schnelle Mitte abgepfiffen, so in einer der diskutierten Szene sehr ähnlichen Situation am Ende der ersten Halbzeit. Das wäre genauso der Ausgleich für Magdeburg gewesen wie der für Kronau in der zweiten Halbzeit. Als Musche dann doch noch traf, kam beim Wurf die Sirene.

    Ich unterstelle keinem Schiedsrichter Parteilichkeit. Aber dass SR-Verhalten hier als teils arrogant bezeichnet wird, kann ich gut nachvollziehen.

    Ein Spiel mit zwei grundverschiedenen Halbzeiten. In der ersten Halbzeit ein in allen Belangen überlegener SCM, der noch höher hätte führen können. Die Halle ist bis auf die SCM-Ecke eingeschlafen, auch ein sich mühender Hallensprecher ändert nichts daran. Mit Beginn der zweiten Halbzeit grottenschlechtes Angriffsspiel des Clubs, ein Rückfall in alte Zeiten. Hannover verteidigt gut, mit einem überragenden Ziemer, kommt schnell ran, die Halle wacht auf. In der Schlussphase wird dann der übliche Heimvorteil gepfiffen, so dass Hannover glücklich gewinnt. Am Ende dann doch ein ganz normales Bundesligaspiel.

    Magdeburg ist im Pokalfinale 2002 verpfiffen worden. Meiner Erinnerung nach sogar viel mehr in der ersten Halbzeit, obwohl die sogar gewonnen wurde. Der SCM hätte zur Pause viel höher führen müssen. Es muss erlaubt sein, das zu sagen. Das ist natürlich eine Privatmeinung.

    Methe/Methe haben danach den SCM auch einige Jahre nicht mehr gepfiffen, wenn ich mich recht erinnere. Bis es irgendwann wieder soweit war. Und ab da haben sie die Spiele des SCM immer tadellos geleitet. Aber beim Pokalfinale 2002 hatten sie einen rabenschwarzen Tag erwischt. Das hat sich in meine Erinnerung eingebrannt, vermutlich ähnlich wie bei Celje.

    Leider ist die Quellenlage sehr dünn (meiner Erinnerung nach wurde nur die zweite Halbzeit übertragen, damals beim ZDF?). Eine habe ich gefunden: THW Kiel / News: Schiri-Diskussion: Schwenker w黱scht Unparteiische aus dem Ausland (09.04.2002)

    Weil die Wahrscheinlichkeit in allen Auslosungen als "ungerades Teaam" (=Heimrecht) aus dem Lostopf gezogen zu werden bei einer ausreichenden Stichprobenanzahl* bei 50% (+gewisser Abweichung) liegt.


    Die Wahrscheinlichkeit liegt übrigens auch bei einer Stichprobenanzahl von 1 bei 50%. Nur das ermittelte Ergebnis halt nicht. Die Wahrscheinlichkeit, neunmal hintereinander durch Auslosung ein Auswärtsspiel zu bekommen, liegt bei unter 0,2%. Das heißt ja nicht, dass es unmöglich ist... es ist halt nur unglücklich und führt zu Thesen über angewärmte Kugeln.

    Nicht aber bei allen Auslosungen, bei denen dann am Ende auch ein Bundesligaduell herauskommt.


    Tut mir leid, das verstehe ich rein logisch nicht. Warum soll die Wahrscheinlichkeit bei einem Bundesligaduell von 50% abweichen?

    Das beantwortet die Frage ja in keinster Weise, weil man nicht weiß, wie oft der SCM gegen die unterklassigen Teams Heimrecht gehabt hätte.


    Das ist doch unerheblich. Es geht ja nicht darum, dass es das 16. Auswärtsspiel in Folge ist. Es geht darum, dass es das NEUNTE Mal in Folge ist, dass der SCM bei einem Bundesligaklub auswärts antreten muss (wo das natürlich genau so gelost wurde). Die Chance dafür ist unter 0,2%. Und meistens sind es dabei auch noch Spitzenteams wie Kiel, Flensburg, Hamburg, Kronau...

    Wann hat sich die Lage so sehr zugespitzt, dass eine Absage die einzige richtige Lösung war?

    Als Katastrophenalarm ausgerufen wurde.

    Hatte die HBL die entsprechende Information?

    Dass Katastrophenalarm ausgerufen wurde...?

    Wann bitte hätte die HBL von sich aus das Spiel absagen sollen?

    Als Katastrophenalarm ausgerufen wurde.

    Hat die HBL den SCM unter Druck gesetzt, dass Spiel trotzdem auszutragen?

    So habe ich die Nachrichten verstanden. Wurde ja oben schon mal ausgeführt, dass die HBL von vornherein gesagt hat, sie wird mit 0:2 werten.

    ...sehe ich keinen Grund, der HBL etwas vorzuwerfen, nur weil es im Nachhinein die bessere Lösung gewesen wäre.

    Siehst Du, und ich sehe ihn. Und nun?

    Ich will die Diskussion nicht unnötig am Kochen halten, aber zum einen ist die hier konstruierte Alternative "über Handball diskutieren" oder "Hochwasser bekämpfen" abstrus. Es ist das Schicksal aller Themenforen, dass die große Mehrheit der Menschheit die dort diskutierten Fragen für völlig belanglos hält, da hat JA! vollkommen recht.
    Zum andern finde ich die Tatsache, dass es hier sportlich nur noch um die goldene Ananas ging, kein Argument dafür, die ganze Diskussion für überflüssig zu erklären. Das ist ja hier sozusagen das einzig Erfreuliche, dass die sportlichen Konsequenzen gleich null sind. Das verstehe ich geradezu als Aufforderung, sich über bessere Regularien für den Fall der Fälle Gedanken zu machen - und sei es nur, dass am Ende das Eingeständnis dabei herauskommt, dass man angesichts höherer Gewalt manchmal keine befriedigende Lösung finden kann.

    Bis auf das Eingeständnis kann ich das voll unterschreiben. Offensichtlich sind ja bessere und gerechtere Lösungen möglich.

    Nebenbei, ich empfinde die Meinung einiger, diese Diskussion sei obsolet angesichts der wahren Probleme, als sehr unhöflich. Mögen diese Leute doch bitte die Probleme der Welt lösen und nicht meine absolut unwichtigen Meinungen zu absolut unwichtigen Themen lesen.

    Was phantasierst du dir da bloß zusammen? Niemand hat hier irgendwen zu irgendwas gezwungen.

    Naja, wenn das Spiel ansonsten mit 0:2 gewertet wird, ist das schon Zwang...

    Freitag · 07.06.2013 · 13:59 Uhr · HMD
    EILMELDUNG! SC Magdeburg verlegt Heimspiel nach Aschersleben
    Die Handball Magdeburg GmbH hat in Anbetracht der sich aktuell weiter verschärfenden Hochwassersituation entschieden, dass für morgen angesetzte Bundesligaspiel gegen Frisch AUF Göppingen nach Aschersleben (Anwurf 16:30h) in die dortige Ballhaus Arena zu verlegen.

    Freitag · 07.06.2013 · 15:28 Uhr · HMD/olz
    Update-NEUE EILMELDUNG! Bundesligabegegnung gegen Göppingen fällt ersatzlos aus
    Auf Grund der sich weiter zuspitzenden Hochwassersituation haben wir uns entschieden, auch in der Ausweichspielstätte Aschersleben am morgigen Samstag nicht anzutreten. Nach nochmaliger Rücksprache mit der HBL fällt das Spiel nun auf unseren Wunsch hin ersatzlos aus und wird für Frisch AUF Göppingen gewertet.

    Die Entscheidung wurde dem SCM überlassen, einen Zwang kann ich da nicht erkennen. Die Mannschaft hat entschieden, dass es Wichtigeres zu tun gab als Handball zu spielen. Das wird allseits akzeptiert und jeder hätte wohl genauso entschieden.

    Warum zitierst Du eigentlich den Absatz, in dem drinsteht, dass die HBL ankündigt, bei Absage mit 0:2 zu werten, nicht mit?

    Über das Gejammere der Handvoll SCM-Fans hier wegen dem einen verlorenen, völlig unwichtigen Punkt fehlt mir allerdings jedes Verständnis.

    Dass Verständnis fehlt, ist offensichtlich. Es geht hier nicht um einen Punkt (nebenbei, dem SCM fehlen vermutlich ZWEI), sondern um gerechtere Regeln.

    Von meiner Seite: Genug zu diesem albernen Thema. Also, Mast- und Schotbruch!

    Ganz ehrlich: Vielen Dank.

    Es ging in diesem Fall aber nicht um "eine Stunde vor Spielbeginn" oder um zuvor genannte Zwischenfälle "während eines Spiels", sondern um drei Tage vor Spielbeginn.

    Es ging um EINEN Tag. Und ein Brand der Handballhalle ist tatsächlich ein schlechter Vergleich, das ist keine Katastrophe, die das ganze Gebiet einschließlich der Spieler privat betrifft.


    ...denn den Göppingern, die ja nun für die Situation auch nichts können und die für das Spiel bereit standen, einen Punkt abzuknöpfen, wäre auch ungerecht gewesen.

    Etwas widersprüchlich finde ich, einerseits allen Nicht-Betroffenen hier vorzuhalten, sie könnten den Ernst der Lage gar nicht beurteilen...

    Der Göppinger Handballverein konnte genausoviel für das Hochwasser wie der Magdeburger. Und realistisch betrachtet wäre auch bei einer 1:1-Entscheidung der Punkt für Göppingen eher geschenkt als abgeknöpft gewesen, und das ohne eigene Kosten. Aber darum geht es überhaupt nicht. Fakt ist, dass man hier darauf abstellt, ein Verein in einem Katastrophengebiet müsse ein Handballspiel ausrichten, zur Not in einer fremden Halle, was auch was Anderes ist als wie die A-Jugend zu einem Auswärtsspiel zu fahren.

    Und da ich vermute, dass sich der zweite Satz auf mich bezieht: Das habe ich überhaupt nicht behauptet. Ich bin selbst Nicht-Betroffener, und ich habe auch genügend andere Nicht-Betroffene gesprochen, die den Ernst der Lage sehr gut realistisch einschätzen können. Es ist also möglich, es macht nur einfach nicht jeder. Das ist zugegebenermaßen auch nicht einfach gewesen, eben weil sich die Lage doch unerwartet schnell zugespitzt hatte. Im Nachhinein ist die Beurteilung halt einfacher. Darum würde ich persönlich es auch an so einfachen Triggern wie "für das Gebiet wurde Katastrophenalarm ausgerufen" für höhere Gewalt festmachen.

    Offensichtlich teilen sich die Meinungen hier in zwei Gruppen:

    Eine Gruppe ist der Meinung, es konnte auf keinen Fall gespielt werden. Das sind vor allem die, die nah dran sind am Geschehen. Für mich persönlich ist es ganz einfach an dem Fakt festzumachen, dass offiziell Katastrophenalarm galt, der gerade Stück für Stück aufgehoben wird. Zehntausende wurden evakuiert - auch das wird gerade erst nach und nach aufgehoben. Dabei war auch die Heimspielstätte selbst, die Geschäftsstelle und viele Zufahrtswege drumherum betroffen.

    Die andere Gruppe zeigt Verständnis für die Absage des SCM, ist aber der Meinung, es hätte theoretisch gespielt werden können und damit ist der SCM an der Absage schuld. Die HBL hätte Fingerspitzengefühl zeigen sollen, tat das aber nicht und damit ist keine andere Wertung als 0:2 möglich. Diese Gruppe wohnt allerdings ausschließlich entfernt von Magdeburg, größtenteils in kleinen Orten ohne Vorstellung der Größenordnung der Evakuierungen (korrigiert mich, wenn ich falsch liege). Durch die geplante Verlegung nach ASL sieht es zumindest von außen nicht unrealistisch aus, dass man hätte spielen können. Allerdings hatte sich die Lage tatsächlich erst an dem besagten Wochenende dramatisch verschärft, die erwarteten Höchstpegelstände mussten immer wieder nach oben korrigiert werden, ganze Stadtteile wurden evakuiert. Ich stelle mir das nicht so einfach vor, ein Erstligaspiel mit allem Drum und Dran inklusive Security usw. in einer fremden Halle zu organisieren, während ich gerade mein Büro evakuiere und mein Privathaus vielleicht auch noch unter Wasser steht.

    Durch die A-Jugend wird diese Meinung in meinen Augen allerdings nicht gestützt - da ist eine Handvoll Jugendliche nach Berlin gefahren, die sich nicht vom DHB ihre Meisterchance kaputtmachen lassen wollte. Das ist was ganz Anderes.

    Ein absolutes Nebenthema dabei ist meine Meinung, dass wir bessere Regeln brauchen, um Fehlentscheidungen Einzelner zumindest schwieriger zu machen. Auch hier gibt es die klare Meinung, Einzelfallentscheidungen seien deutlich flexibler und pragmatischer. Das kann ich durchaus nachvollziehen. Mit dieser Meinung war man aber entweder noch nie von absolut ungerechten Einzelfallentscheidungen betroffen oder hat einen anderen Gerechtigkeitsbegriff als ich. Wir sehen es ja im vorliegenden Fall. Vor zwei Jahren wurde 1:1 gewertet, heute wird 0:2 gewertet. Nur weil die spielleitende Stelle, bestehend aus einer Einzelperson, zwischendurch gewechselt hat.


    Die Halle war und ist nicht überflutet und so gesehen formal bespielbar, bzw. wäre auch noch eine alternative Halle zur Verfügung gestanden...daher vermutlich diese Auslegung der HBL!

    Naja...was brauchen die HBL und Du denn noch, damit es eindeutig wird? Im Gebiet ist Katastrophenalarm ausgelöst, Zehntausende Magdeburger sind evakuiert, auf dem Parkett liegen Sandsäcke, damit das Grundwasser nicht hochdrückt. Offiziell angeordnet sind unnötige Gefährdungen und Bewegungen zu vermeiden. Viele Spieler sind persönlich betroffen.

    Das meinte ich damit...nicht die Anhäufung von noch so vielen, noch detailierteren Regeln ist die Lösung, sondern das gewisse Fingerspitzengefühl bei der Anwendung von zur Verfügung stehenden Regeln!

    Hereticus hat die aktuelle Lage hervorragend herausgearbeitet. Ich halte eine Regel, die der spielleitenden Stelle die Macht gibt, bei höherer Gewalt nach Gutdünken über Benachteiligungen einzelner Vereine zu entscheiden, für grundlegend falsch. Man braucht da einfach eine bessere Regel. Der aktuelle Fall zeigt es ja eindeutig: Je mehr Entscheidungsfreiheit man der spielleitenden Stelle überlässt, desto größer ist die Gefahr, dass da der pure Mist bei rauskommt. Wenn man eine eindeutige Regel hätte und sich die spielleitende Stelle dann darüber hinwegsetzt, kann man protestieren - so muss man mit der Ungerechtigkeit leben.

    Aber das Problem ist im Handball ja beinahe allgegenwärtig. Dass die EHF frei entscheidet, welche Vereine an der Champions League teilnehmen dürfen, indem sie "Wild Cards" vergibt, kann einfach nicht sein. Dass nach Abschluss der Saison noch nicht klar ist, welche Vereine nun für den Europacup qualifiziert sind, ebensowenig. Auch hier fehlen ganz einfach klare Regularien. Dem Missbrauch und auch der Korruption ist Tür und Tor geöffnet.

    ...dann wäre bei der von Dir aufgestellten festen Regel aus einem vorigen Post, im Falle SCM, genau das gleiche Ergebnis rausgekommen, wie jetzt in dieser "Einzelfallentscheidung".


    Sorry, aber das ist doch Quatsch.

    Hat keiner der beiden Vereine die Absage schuldhaft verursacht, ist das Spiel zu verlegen/wiederholen. Klare Regel.


    Entscheidend ist doch nicht, wer bei der HBL anruft, nur weil die den Schuss nicht gehört haben. Entscheidend ist, wer die Absage schuldhaft zu vertreten hat. Was hier passiert ist, nennt man "höhere Gewalt" und was das ist, hat der BGH definiert.

    Man kann sich sicherlich über alles streiten und ich habe persönlich schon die hanebüchesten Urteile vor deutschen Gerichten erlebt. Aber zuerst mal muss man einen Rahmen abstecken und oberste Priorität muss dabei die sportliche Gerechtigkeit haben - sonst können wir uns den ganzen Kram mit Sport und so auch ganz sparen. Aber es gibt ja auch Leute, die Wrestling mögen - ich kenne mich da nicht aus, aber ich vermute, dass ihr da eure geliebten Einzelfallentscheidungen habt. Sorry für das bisschen Polemik.

    Ich will lediglich aufzeigen, dass die geforderte allgemeingültige Regelung solcher Ausnahmesituationen in meinen Augen nicht zielführend ist. Es gibt in Deutschland zum Glück nur sehr wenige katastrophale Situationen von einem Ausmaß wie derzeit das Hochwasser an Donau und Elbe und dementsprechend sollten diese Situationen als Einzelfälle gemäß der jeweiligen Lage unabhängig voneinander bewertet werden.

    Ich halte es für absolut falsch, keine allgemeingültigen Regeln zu haben. Wenn im Einzelfall entschieden wird, von wem auch immer, hat es immer ein Geschmäckle. Wer sowas fordert, hat noch nie die Ungerechtigkeiten erleben müssen, die (Schieds-)Gerichte entscheiden, kraft ihrer Wassersuppe, weil sie ja unabhängig sind und ihnen ja keiner was kann. Im Fußball wird ein ungeliebter Verein aus einem Wettbewerb ausgeschlossen, für Vorkommnisse bei Auswärtsspielen, auf die dieser Verein keinen Einfluss hatte. Im Handball bekommt ein Verein immer wieder eine Lizenz, mit Schulden, mit denen jeder andere Verein schon abgestiegen wäre. Weil es ja eine "Kommission" entscheidet und das nunmal der Traditions-Lieblings-Verein des DHB ist.

    Regeln im Sport müssen allgemeingültig sein. Man kann nicht im Einzelfall entscheiden, je nach Tabellenlage. Man hätte nie und nimmer so agiert, wenn die Paarung Magdeburg-Großwallstadt geheißen hätte. Und auch wenn hier jeder der Meinung ist, es ging im aktuellen Fall um nichts, wer weiß dass schon? Vielleicht spielt auf einmal der 7. EC. Vielleicht steht in einem Sponsoring-Vertrag des SCM, dass es eine dicke Extra-Prämie gibt, wenn mindestens Platz 7 erreicht wird...

    Solange die Regeln eine andere Lösung nicht hergeben, kann die HBL tatsächlich nicht anders entscheiden - wie zynisch oder ignorant das auch erscheinen mag. Wohlgemerkt, wenn es keine regelkonforme Möglichkeit gibt.

    Hier wurde von Anderen schon gut herausgearbeitet, dass eine andere Vorgehensweise möglich gewesen wäre. So wie es ja 2011 auch gehandhabt wurde.