Was so in der zweiten Reihe passiert
Fernando Lopez-Sanz liebt sein Job, der ihn bereits überall auf der Welt arbeiten ließ. Begonnen hat alles bei Balonmano Aragon in der Liga Asobal. Dann folgte er Valero Rivera López zur katarischen Handballnationalmannschaft, ehe er unter Juan Carlos Pastor bei der ägyptischen Nationalmannschaft anheuerte.
Das Engagement beim THW Kiel kam eher zufällig zustande. Durch einen befreundeten Kieler Sportmediziner erfuhr er von der Suche nach einem ständigen Physiotherapeuten, der die Zebras auch auf sämtliche Auswärtsreisen begleitet. Ein Anforderungsprofil, welches den 46-Jährigen reizte. Nach kurzer Überlegung schnappte er sich sein Handy, sandte seinen Lebenslauf per Facebook an den Rekordmeister und hinterlegte nachdrücklich sein Interesse an dem Posten.
Mit Erfolg! Ein halbes Jahr blieb Lopez-Sanz, um seinen Umzug vorzubereiten und gleichzeitig die deutsche Sprache zu lernen. „Diesen Schritt habe ich bis heute nicht bereut“, sagt er und lacht. Lopez-Sanz lacht viel. Seine ruhige, ausgeglichene Art wirkt ansteckend. Die älteren Spieler des Kaders genießen Priorität bei der Terminvergabe. In Graz kümmert er sich besonders um Pérez de Vargas. „Es hilft mit einem in der Muttersprache über medizinische Dinge ins Detail gehen zu können“, sagt der spanische Nationalkeeper, der im Trainingslager beim Laufen Runde um Runde mit seinem Landsmann drehte.
Quelle KN