Ließe sich alles gewichten.
Z. B. Pass, der zum Torerfolg führt 10 Punkte, zum freien Torwurf 5, zum schlechten Torwurf - 3, zum Ballverlust - 5, zum Ballverlust mit direktem Gegentor - 10. Oder so.
Kann man so machen, aber bringt es was? Warum ist der Pass nur deswegen schlechter, weil der Empfänger beim Wurf gescheitert ist?
Warum ist ein eigentlich schlechter Pass besser, nur weil der Empfänger trotzdem einen Treffer erzielte?
Ist nichts persönliches, wollte nur aufzeigen, dass so manch ein einfacher Lösungsansatz zwar ein Ergebnis liefert, aber das Ergebnis falsch ist.
Im Grunde ist es eine Sache der Balance: so komplex wie nötig, so einfach wie möglich. Aber dann diskutieren wir über "nötig" und "möglich" und landen im Grunde da, wo Goethe schon von über 200 Jahren den Faust positioniert hatte, als dieser sagte: "Da steh' ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor!"
Oder?
P.S.: als ehemaliger Chemie-Student fällt mir da auch noch ein Satz eines Professors ein: "Frage: was hat qualitätive Analyse mit quantitativer Analyse zu tun - Antwort: im Grunde nichts"