Beiträge von Handballlove

    Der DHB hätte doch schon längst ein Disziplinarverfahren anstreben können. Das will bzw wollte der DHB aber offenbar weder jetzt noch vor zwei Jahren oder irgendwann dazwischen.

    Da jetzt auch noch weitere vermeintliche Vorfälle verjähren könnten, neben denen, die bereits ohnehin um die 15 Jahre zurückliegen, sollte ja erst Recht im Sinne aller sein, das Verfahren schnell durchzuführen.

    Bleibt - wie an anderer Stelle erwähnt - spannend, ob der DHB parallel zu dem Widerspruch ein Verfahren eröffnen wird.

    Jein! Es ist korrekt, dass Andre Fuhr bis heute nicht von der Kommission befragt wurde, aber der Grund dafür ist, dass er selbst die Gesprächseinladung abgelehnt hat. Insofern ist die Darstellung seines Anwaltes ein weiteres Beispiel für dessen manipulative Beiträge zum Diskurs und dem steten Versuch der Opfer-Täter-Umkehr.

    Aus der FAZ vom 19.07.2024:

    Das ist doch nun hinreichend bekannt, weshalb kein Gespräch mit der Kommission stattgefunden hat und dass die Art der Aufarbeitung der Kommission vorverurteilend war. Deshalb wurde durch den Anwalt von André Fuhr Klage eingereicht. Der, wie jeder inzwischen weiß, stattgegeben wurde.

    Die Gründe sind auch hinlänglich kommuniziert worden.

    Insofern ist es schon anmaßend zu behaupten, dass das Verhalten manipulativ sei.

    Viel mehr sollte man mal die Frage stellen, wie sich die Kommission nach diesem Urteil hinstellen und sagen kann, dass sie ihre Arbeit nicht stoppen. Wie kommen die dazu, sich über das bindende Urteil zu erheben? Und das dann auch noch öffentlich zu kommunizieren.

    Es ist doch eindeutig angewiesen worden, erst durch ein Disziplinarverfahren (durchgeführt durch den DHB) Vorwürfe aufzuklären, bevor aufgearbeitet werden kann.

    Ich kann mich gerne auch nochmal wiederholen: Zu einer Aufarbeitung gehört dazu, alle Beteiligten und Seiten zu hören - und zwar unvoreingenommen.

    Nur, weil dir das offenbar nicht passt, dass dazu auch gehört, André Fuhr anzuhören, kann ich nicht ändern.

    Dass du die Vorwürfe alle als gegeben hinnimmst, weil du dein vorgefertigtes Bild von Fuhr, Blomberg, den Verantwortlichen hast, kann ich auch nicht ändern.

    Mir zu unterstellen, ich wische irgendwelche Vorwürfe weg, ist hier wohl eher die Frechheit.

    Ich stelle einiges in Frage, ja.

    Ich gehöre nicht zu der Kategorie Mensch, die sich vorab ein Urteil bildet.

    Ich würde im Übrigen nicht von „nur weil der DHB zu blöd für Aufarbeitung ist“ reden. Wie kann man das so runterspielen? Die Chance ist doch jetzt vermutlich vertan, oder nicht? Es wird wohl kaum ein Ergebnis geben oder die Möglichkeit, den ganzen Prozess zu wiederholen.

    Wir werden da nicht auf einen Nenner kommen. Müssen wir auch nicht.

    Meine Aussagen können dir gerne auf den Zeiger gehen.

    Nach wie vor erwarte ich, dass, wenn man etwas aufarbeitet, es richtig gemacht wird. Das ist nicht geschehen, sonst hätte das OLG Hamm nicht so entschieden.

    Und es haben dann auch alle Beteiligten die Möglichkeit sich zu äußern.

    Weil du Fuhr erlebt hast und zu einem inneren Kreis der Handballfamilie gehörst, der sich bezüglich Fuhrs seit einigen Jahren bewusst ist, kannst du beurteilen, dass alle Aussagen der Wahrheit entsprechen? Würdest du das den Damen ins Gesicht sagen, die diesen Darstellungen widersprechen? Oder den Mitgliedern aus Staff und Umfeld?

    Ich sehe mich weit entfernt von dem Vorwurf, u.a. ich sei Teil des Problems.

    Vielmehr sehe ich das in Menschen, die nicht verstanden haben, dass in der einstweiligen Verfügung des OLG Hamm sehr deutlich wird, weshalb die Kommission ihre Arbeit vorläufig einstellen muss. Da steht nichts von „Fuhr will den Bericht verhindern“. Wie kommt man zu so einer Schlussfolgerung, wenn man die Begründung des OLG Hamm gelesen hat? Ich gehe davon aus, dass Sie das getan haben?

    Zu den Artikeln und den „zahlreichen“ Äußerungen: Waren Sie dabei? Wissen Sie was weiterhin bei der Kommission an Äußerungen getroffen wurde? Wissen Sie wie diese einzuordnen sind? Wissen Sie, dass sich niemand vor Fuhr gestellt hat, nur, weil Sie es nicht in der Presse lesen konnten? Dann haben Sie mir einiges voraus.

    Wissen Sie, wer sich wann bei wem entschuldigt hat? Gibt es denn auf jeden Fall einen Grund sich zu entschuldigen? Wissen Sie denn, wer sich bei wem entschuldigen muss?

    Und woher wissen Sie, dass Fuhr nichts unternommen hat? Und falls nicht, weshalb nicht? Glauben Sie, Fuhr dreht die letzten beiden Jahre Däumchen und beschäftigt keine Anwälte?

    Und dass Rott und Fuhr keine unterschiedliche Auffassung über die Taktik hatten, heißt automatisch, dass es dann Gründe entsprechend der medialen Berichterstattung sein müssen?

    Klar, das liegt ja alles auf der Hand. Ist doch alles ein glasklares Schuldeingeständnis. Gar nicht nötig, jemanden dann noch die Chance zu geben, sich im angemessenen Rahmen dazu zu äußern *ironieoff* (und angemessen heißt NICHT, dass alles über die Presse verbreitet werden muss, nur damit Hans und Brigitte sich bestens informiert fühlen).

    Sorry, das ist mir echt zu einfach.

    Richtig, Montoya! Das war für mich auch immer entscheidend: Was gibt es für Strukturen, die so etwas begünstigen und wie kann man das verhindern. Ich glaube, dass die Kommission da immer noch Vorschläge unterbreiten kann, die vom Fall Fuhr losgelöst sind. Insoweit war nicht alles umsonst. Und das Thema Fuhr hat sich meiner Meinung nach selbst erledigt, ob berechtigt oder nicht, mag jeder selbst beurteilen. Für mich spricht es allerdings Bände, dass eigentlich niemand eine Lanze für ihn gebrochen hat, eher im Gegenteil.

    Das weißt du doch gar nicht, wer und wie auch für Fuhr Partei ergriffen hat bzw wurde.

    Ich merke immer wieder wie ich diese (bzw jede) Vorverurteilung von Außenstehenden, die ihre Meinung ausschließlich über eine mediale Berichterstattung gefüttert bekommen haben, nicht nachvollziehen kann.

    Auch in der Öffentlichkeit gab es im Übrigen Stimmen, die dem widersprochen haben, was gemeinhin zu lesen war. Diese Menschen wurden sofort als nicht glaubwürdig abgestempelt und diskreditiert. Niemand konnte zu der damaligen Zeit auch nur ansatzweise eine der Aussagen gegen Fuhr in Frage stellen, ohne dass es sofort Täter-Opfer-Umkehr o.ä. gehagelt hätte.

    Und dann bleibt zu guter Letzt auch - wie schon oft vorher erwähnt, dass subjektive Wahrnehmungen nicht in Frage gestellt werden können. Die eine Spielerin empfindet das so, die nächste anders. Deswegen kann man ja nicht bei einer sagen, sie habe Recht und die andere eben nicht.

    Und dann kommt noch dieser blinde Aktionismus (aus teilweise sicher nachvollziehbaren Gründen) hinzu, bei dem von einigen Verantwortlichen aus dem sportlichen Umfeld Fuhrs sofort versucht wurde, sich aus der Schusslinie zu nehmen. Dazu gehört auch das Installieren einer Kommission, die offenbar ohne Einblick des DHB vor sich hin „ermittelt“ und dabei scheinbar versäumt hat, eine faire Vorgehensweise an den Tag zu legen. Diesem Vorwurf muss sich der DHB als auch die Kommission stellen. Dafür wurden vermutlich sehr viele Gelder ausgegeben, viel Zeit investiert - und was bleibt? Alle Beteiligten bleiben wahrscheinlich ohne eine Aufklärung zurück. Und auch hier betone ich nochmal, dass zu den Beteiligten auch Fuhr gehört. Fuhr hat nach eigener Aussage um eine Mitarbeit/Anhörung seit Beginn der Kommissionsarbeit gebeten. Eingeladen wurde er im Frühjahr 2024 - nachdem bereits ein Jahr „ermittelt“ wurde. Und dann stellt sich raus, dass diese „Ermittlungen“ so ablaufen wie es das OLG Hamm schrieb. Auch Fuhr hat sich mit Sicherheit darauf verlassen, dass er die FAIRE Möglichkeit bekommt, der Kommission Rede und Antwort zu stehen. Und dass er dann irgendwann auch wieder ein „normales“ Leben führen kann.

    Und jetzt wird das hier so hingestellt, dass er ja eh schuldig ist, weil ja niemand eine Lanze für ihn gebrochen habe. Und dass er das ja dann auch verdient hat. Wen interessiert schon ein Einzelschicksal, das…ja, was eigentlich genau? Das ist ja nach wie vor nicht geklärt, oder?

    Aber ist doch eigentlich auch egal. Was kümmert uns Fuhr (ersetzbar durch jeden anderen Namen). Betrifft mich ja nicht. Passt schon. Die nächste Sau wird bestimmt auch irgendwann wieder durchs Dorf getrieben. *ironieoff*

    Also es bleibt festzuhalten:

    DHB agiert absolut bescheiden mit dieser Idee einer Kommission.

    Was ändert das an der Thematik? Inhaltlich nichts.

    Ich finde, hier wird auch zu leicht mit der juristischen Unschuldsvermutung agiert. Auf Ebene Verbandsarbeit gibt es Dinge, die untragbar sind, auch wenn die zivilrechtlich keine Straftaten sind.

    Arbeitsrechtlich ist André Fuhr offensichtlich nicht gegen die arbeitsrechtlichen Massnahmen von Verband und Verein vorgegangen. Warum?

    …und ich finde, dass hier zu einfach mit einer Vorverurteilung umgegangen wird auf Basis einer medialen Berichterstattung.

    Lass es „Dinge geben auf der Ebene Verbandsarbeit, die untragbar sind, auch wenn die zivilrechtlich keine Straftaten sind“. Die können aber auch auf der Ebene erst untragbar sein, wenn es eine faire Aufklärung gab. Die gab es bislang nicht. Und die wird es mit der Vorgehensweise der Kommission augenscheinlich auch nicht mehr geben.

    Und nun? Wie soll das Alles nun weiter gehen? Wie kommt man aus dem Schlamassel raus?

    Und das ist in diesem Fall auch absolut zu befürworten.

    Erstmal ist es immerhin noch so, dass wir hier unabhängig voneinander zahlreiche Vorfälle Betroffener haben. Das ist losgelöst vom OLG Hamm hier zunehmend unter den Tisch fallender Fakt. Nur weil das OLG die Arbeit vom DHB kritisiert, entkräftet das ja nicht die schwerwiegenden Vorwürfe.

    Dann führt das dazu, dass niemand diese Person einstellt. Was meinst du denn was los ist, wenn der bei dir angestellt ist und verurteilt wird. Dann musste aber ggü. den Mädels und ggfs. Eltern aber ganz schön erklären.

    Für den höheren Männerbereich ist er vielleicht auch einfach nicht gut genug oder als Typ ungewollt. Sonst würde er da ggfs. auch unterkommen - zumindest, wenn alles entkräftet wäre.

    Hier fallen keine Fakten unter den Tisch.

    Genau wie du dir eben vorstellst, dass es Eltern und Kindern nicht erklärbar sei, wenn Fuhr „verurteilt“ (wir sprechen hier von einem Ergebnis einer Kommission und nicht eines Gerichts) wird, ist es genauso möglich, dass diese (nicht strafrechtlich verfolgten) Anschuldigungen widerlegt werden könnten.

    Wir alle haben die Informationen aus den Medien. Nur, weil jemand besonders laut brüllt, heißt es nicht, dass alles genau so gewesen sein muss. Niemand von uns war dabei.

    Deshalb wurde hier wiederholt darauf hingewiesen, dass es hier einer FAIREN Aufarbeitung bedarf. Und dass dieser ewig währende Prozess inklusive einer Kommissionskonstellation, die sich überworfen hat, allen Beteiligten nicht gerecht wird. Auch André Fuhr nicht.

    In Deutschland gilt immer noch die Unschuldsvermutung bis das Gegenteil bewiesen ist. Und ob es das ist, „nur“ weil sich Personen geäußert haben, wissen wir nicht. Auch inhaltlich kenne ich ausschließlich die Anschuldigungen aus den Medien. Die hatten eine sehr unterschiedliche Qualität und erstreckten sich über einen sehr großen Zeitraum. Wer jetzt vor der Kommission ausgesagt hat, welche Vorwürfe da geäußert wurden und welche Menschen sogar auch Fuhr unterstützt haben, das wissen wir nicht.

    Wie kann man sich als Außenstehender hier hinstellen und jemanden auf Basis von Halbwissen vorverurteilen?

    Und weshalb darf jemand nicht mehr aktiv am Leben teilhaben, nicht einmal einen Fünftligisten im Herrenbereich ohne großen Aufschrei trainieren, solange eine Kommission kein Ergebnis vorgelegt hat? Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Mannschaft gut informiert war und die Zusammenarbeit gewollt hat - dem öffentlichen Druck letzten Endes aber auch nicht standhalten konnte. Und da wären wir wieder bei dem Punkt: das Alles zieht sich viel zu lange hin. Für alle Beteiligten. Ganz abgesehen von den Kosten, die diese Kommission den DHB wohl kosten wird…

    Ich kann deinen Ausführungen nicht ganz folgen.

    Habe ich, trotzdem ist es ein Witz ein Zitat vom Anwalt Fuhrs als Argument so zu verwenden wie ihr es tut. + das ihr es ja von vorne herein nicht kenntlich macht. Das muss bei einem Artikelzitat der wieder zitiert gemacht werden. Für Mitleser ist das einfach unehrlich.

    Danb noch Behauptungen der anonymen Zeuginnen, die auch erstmal berichtigt werden muss und dieser Quatsch des Berufsverbotes.

    Ihr könnt euch gerne gegenseitig auf die Schulter klopfen. Aber der Thread ist auf den letzten Seiten nicht mehr als confirmation bias von dir und anderen Usern.

    Du schreibst „Dann noch Behauptungen der anonymen Zeuginnen, die auch erstmal berichtigt werden muss und dieser Quatsch des Berufsverbotes“.

    Wer hat denn diese Äußerungen hier im Forum getätigt und was genau hat das mit dem Zitat des Anwalts Fuhrs zu tun? Bei dem ich im Übrigen montoya52 folge und in den Aussagen des Anwalts inhaltlich keinen Unterschied zu den Ausführungen des OLG Hamm sehen kann. Wie man ein Zitat kenntlich macht, darüber kann man sich gerne unterhalten.

    Zu deiner oben zitierten Aussage ist, denke ich, unstrittig, dass Fuhr seit Bekanntwerden der Vorfälle quasi ein Berufsverbot auferlegt bekommen hat. Natürlich ist das eine Folge der medialen Berichterstattung und hier im Forum Sätze zu lesen, dass er ja ohne Weiteres wieder als Lehrer arbeiten könne, selbst wenn er nicht verbeamtet sei, Lehrer würden ja quasi überall gesucht, grenzt ja schon ein wenig an fehlender Vorstellungskraft, was die Berichterstattung für ihn zur Folge hat. Auf sein Interview in der Sport-Bild wurde in diesem Zusammenhang ja bereits verwiesen. Und in einem anderen Artikel stand sinngemäß nach dem Versuch, bei einem Fünftligisten (!) wieder Fuß zu fassen, er solle erstmal die Ergebnisse der Kommission abwarten. Das kommt doch einem Berufsverbot gleich oder irre ich mich?

    Und das stelle man sich mal vor: Es gibt Anschuldigungen, eine Welle der medialen Berichterstattung, eine ewig währende Aufarbeitungsphase und am Ende käme auch „nur“ eine Beurteilung einer Kommission (oder auch nicht) und in der ganzen Zeit wird die Meinung vertreten, er könne ja einfach mal abwarten? Was würde jeder Einzelne von uns tun? Stellen wir uns mal vor, rein hypothetisch, viele der Vorwürfe könnten entkräftet werden: Was bleibt einem dann noch? Als ob man dann einfach wieder loslaufen und sein Leben weiter führen kann wie vorher. Das ist doch illusorisch. Da googelt ein potentieller Arbeitgeber einmal den Namen und das war’s doch. Und nochmal, bislang wird offenbar nichts strafrechtlich verfolgt. Weshalb nicht? Es könnte ja sein, dass nichts strafrechtlich verfolgbar ist, oder? Und dann sind wir wieder bei den subjektiven Wahrnehmungen, die man niemandem absprechen kann. Berechtigen die dazu, dass ein Mensch nicht mehr auf die Füße kommen darf? Ich stelle diese Fragen bewusst ganz provokant.

    Und nun noch zum ersten Teil des oben zitierten Satzes „Dann noch Behauptungen der anonymen Zeuginnen, die auch erstmal berichtigt werden muss…“. Was genau wurde da von einem Forummitglied falsch wiedergegeben? Fakt ist laut OLG Hamm, dass Fuhr die Namen der Zeuginnen nicht genannt werden (sofern sie nicht in den Medien schon genannt wurden). Das OLG spricht davon, dass der Antragsteller nicht tolerieren müsse, „dass eine […] Kommission im Verborgenen Ermittlungen gegen ihn führt.“ Ich denke, das ist ziemlich deutlich.

    Ich bin da bei Stifler‘sMom.

    Subjektive Wahrnehmungen kann man eben nicht in Frage stellen. Aber auch ein André Fuhr hat das Recht auf eine faire Aufarbeitung.

    Und genau so gibt es auch gegenteilige subjektive Wahrnehmungen von (ehemaligen) Spielerinnen. Diese wurden in der Berichterstattung aber kaum bis gar nicht berücksichtigt. Und wenn doch, dann wurde gleich mit der „Lieblingsspielerin“-Keule draufgehauen.

    Genauso gibt es - auch hier im Forum - Leute, die kritisieren wie beispielsweise Personen aus dem engeren Umfeld der Vereine/Verbände immer noch in Amt und Würden sind und diese ganzen angeblichen „Machenschaften“ Fuhrs decken bzw gedeckt haben. Auch hier findet eine Vorverurteilung statt. In der Vorstellungskraft Einzelner scheint nicht zu existieren, dass diese Vorwürfe eventuell auch einfach so nicht stattgefunden haben oder eben anders wahrgenommen wurden.

    Auch hierfür braucht es einfach eine faire Aufklärung bzw. Aufarbeitung.

    Die hat diese Kommission aber augenscheinlich nicht hinbekommen. Bekannt geworden ist ja auch nie, weshalb es zu Zerwürfnissen der ersten Kommissionskonstellation kam. Das wäre ja auch mal interessant zu wissen - wird aber vermutlich auch nie geschehen.

    Und wenn man sich die Begründung des OLG Hamm einmal durchliest, ist dessen Entscheidung nur folgerichtig. Wie soll man sich gegen Vorwürfe äußern, die anonym oder aus der Presse zu entnehmen sind. Und was soll das Ergebnis einer „fairen“ Aufarbeitung sein, in der man schon als Tatperson bezeichnet wird? Und wie kann man als „Angeklagter“ erst etwa ein Jahr nach Aufnahme der Arbeit zu einem Gespräch eingeladen werden?

    Ein strafrechtlicher Prozess wäre für Fuhr mit Sicherheit „einfacher“ als dieses dilettantische Arbeiten der Kommission. Aber strafrechtlich scheint ja nichts angezeigt worden zu sein.

    Allen Beteiligten dieses unsäglichen Prozesses kann man nur wünschen, dass das endlich mal ein Ende nimmt.

    Scheinbar gibt es bei einigen hier nur die „Wahrheit“, dass sich neben den - uns im Übrigen nur in kleinen Auszügen bekannten - Vorwürfen inklusive fehlendem Kontext auf jeden Fall noch diverse Spielerinnen bei der Anlaufstelle melden würden, sie aber alleine der erlittene Psychoterror davon abhält. Damit wird gerade auch alles begründet…


    Zur Wahrheit gehört aber auch, dass sich inzwischen auch Spielerinnen positiv zu AF äußern und die Vorwürfe nicht bestätigen können.

    Abgesehen davon weiß ich von einigen ehemaligen Spielerinnen aus Blomberger und Dortmunder Zeit, die die Berichterstattung unangemessen (vorsichtig ausgedrückt) finden, sich aber nicht trauen, das öffentlich zu äußern. Denn, wie ich schon im letzten Post schrieb, ist es derzeit auch nicht einfach, in der Öffentlichkeit eine andere Meinung zu vertreten.

    Darüber sollte man auch mal nachdenken.

    Im Übrigen ist auch Rott merklich zurückgerudert in der lokalen Berichterstattung.


    Fakt ist: Bei der Anlaufstelle sind Beschwerden von verschiedenen Spielerinnen und aber auch unbeteiligten Dritten geäußert worden (insgesamt 30). Inhalte vieler Beschwerden sind uns nicht bekannt. Kontexte erst recht nicht.

    Mit medialer Wende meine ich, dass es immer zwei Seiten der Medaille gibt…an dem Punkt sind wir noch nicht.

    Fakt ist doch, dass all diejenigen, die sich nicht gegen AF stellen, andere Wahrnehmungen haben oder einfach auch nur sagen, dass ihnen nichts an Vorwürfen bekannt sei, sofort diskreditiert werden.

    Letzten Endes - und das habe ich an anderer Stelle auch schon gesagt - ist das Thema „Missbrauch im Sport“ ein wichtiges. Die Aufarbeitung und zukünftige Verhinderung muss unbedingt in den Fokus rücken und auch bleiben.

    Wow, ich denke, einige von euch sollten mal ein bisschen runterfahren.
    Hier danach zu fragen, wer die Freundin von AF sei und beurteilen zu wollen, ob AF krank ist. Das ist schon heftig und steht wohl niemandem zu.

    Dieses Bashing gegen einzelne Personen, das Beurteilen der Abläufe ohne wirkliche Kenntnisse, Zusammenhänge (der schon häufiger erwähnte fehlende Kontext, etc..) und das Fordern von Rücktritten in verschiedenen Bereichen mit der gleichzeitigen Absprache einer funktionierenden unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung geschweige denn dessen Arbeit erstmal abzuwarten….das macht an einigen Stellen schon sprachlos.


    Es würde mich nicht wundern, wenn diese ganze mediale Berichterstattung nochmal eine Wende bekommt. Warten wir es ab…

    Ob dann noch jeder in den Spiegel schauen kann, wird sich zeigen…

    … glaub mir, ich kenne die anonyme Spielerin und habe diese Chats direkt gesehen. Da braucht es keinen Screenshot von im Spiegel. Die werden das auch entsprechend doppelt gecheckt haben, bevor es veröffentlicht wird.

    Wie bereits am Anfang des Themas von mir erwähnt: bei der ganzen Sache geht es halt tiefer, als sich das viele anfangs vorstellen konnten und es zieht Kreise in weitere Vereine als den BVB.

    Mit Kromer, Heiermann und Kietsch sitzen 3 „Mitwisser“ unterschiedlicher Fälle und Vergehen auf Spitzenpositionen im deutschen Frauenhandball. Das ist für mich einfach ein riesiges Problem.

    …ich habe das bislang still und interessiert mitgelesen.
    Auch ich kenne die anonyme Spielerin sowie den Chatverlauf, ihren persönlichen Werdegang als Handballerin inklusive den dazugehörigen Geschichten.

    Es wurde hier schon mal erwähnt: Inhalte aus Kontexten zu reißen und zu isolieren, verändert für Außenstehende den Gesamteindruck. Man kann damit auch ganz bewusst ein Bild entstehen lassen und steuern.
    Der Kontext ist ohnehin immer wichtig mit zu betrachten.

    Ich finde die Entscheidung nur konsequent. Ein erneuter Coronafall bei Metz nach überstandener Quarantäne und keine Garantie, ob nicht auch Kontakt zu anderen Spielerinnen bestand. Es ist schon ein Unterschied, ob ich zwei Tage mehr täglich testen lasse oder nicht. Insofern würde ein Spiel am Sonntag auch mehr Sinn ergeben als bereits am Freitag zu spielen. Im worst case gibt es weitere Fälle. Das Risiko hingegen, bei täglich negativen Tests, am Sonntag doch noch einen positiven Fall zu haben, minimiert sich. Und der BVB hat als eindeutiges Saisonziel den Meistertitel im Visier. Eine erneute Quarantäne wäre dem nicht zuträglich.

    Fuhr ist sicher ein sehr engagierter Trainer, der Spielerinnen -nicht nur junge- weiter entwickelt. Auch Dulfer hat sich unter seiner Regie gerade im Angriffsspiel verbessert. Vielleicht mag er einen schwierigen Charakter haben, dass es zwischenmenschlich zwischen Spieler und Trainer nicht immer passt, ist wohl aber relativ normal.
    Aber, wie auch schon vorher im Thread geäußert, liegen Gründe einer Vertragsverlängerung bzw. dessen Beendigung nicht immer beim Trainer. Gerade in diesen schwierigen Zeiten kann durchaus auch die finanzielle Lage von Vereinen und die finanzielle Forderung von Spielern ein Grund sein. Oder die Hoffnung auf mehr Spielanteile. Oder oder oder...

    Die öffentliche Kritik von Dulfer ist sehr unprofessionell und ich weiß nicht, ob sie sich damit einen Gefallen getan hat. Es ist ja kein Geheimnis, dass sie nicht einfach im Umgang ist.
    Einem Trainer vorzuwerfen, dass er nicht seine Taktik dem Willen der Spielerin anpasst, finde ich schon merkwürdig. Was ist das für eine Anspruchshaltung? Natürlich kann und sollte man als Führungsspielerin den Trainer und die Mannschaft unterstützen dürfen, aber die Entscheidung, ob links oder rechts trifft letzten Endes der Trainer. Dafür wird er bezahlt und muss sich auch dafür verantworten, wenn die Taktik nicht zum Erfolg führt. Wer die Spiele vom BVB gerade auch in der Champions League verfolgt hat, hat gesehen, dass die Niederlagen in erster Linie individuellen Fehlern und der mangelnden Erfahrung ergo zu großem Respekt und Nervenflattern bei engen Spielständen zuzuschreiben waren und nicht einer falschen taktischen Ausrichtung.

    Auf jeden Fall bleibt es spannend, wie der BVB reagieren und ob sich das auf die Leistungen niederschlagen wird. Die Chancen auf den Titelgewinn dürften dadurch aber nicht gestiegen sein.