Lemgo setzt Ausrufezeichen
Lemgo/München - Die Testphase des TBV Lemgo läuft nach Plan. Mit Siegen gegen die Bundesliga-Konkurrenten TuS N-Lübbecke (31:26) und HSV (39:30) setzten die Ostwestfalen bereits zwei dicke Ausrufezeichen.
Kein Wunder, dass Trainer Volker Mudrow nach zwei Wochen Vorbereitung zufrieden ist.
"Mannschaft macht großen Spaß"
"Wir sind auf einem guten Weg", sagt der 36-Jährige. "Der Kader ist qualitativ breiter aufgestellt und es macht schon großen Spaß mit dieser Mannschaft."
Mudrow ist in einer ungewohnten Situation. Lediglich die Junioren-Nationalspieler Sven-Sören Christophersen (Deutschland) und Asgeir Hallgrimsson (Island), die sich mit ihren Nationalteams auf die Weltmeisterschaft vorbereiten, sind derzeit auf Reisen.
Sorge um Halgrimsson
Vor allem um Hallgrimsson, der von Haukar Hafnarfjördur zum TBV wechselte, macht sich Mudrow Sorgen.
"Asgeir steckt sicherlich in einer schwierigen Situation, eben aufgrund der Junioren-WM", so der Coach. "Bei ihm kommt noch das sprachliche Problem hinzu. Er lernt zwar schon fleißig deutsch, aber wir verständigen uns noch auf englisch."
Das sei sicherlich "nicht optimal, aber Asgeir ist ein intelligenter Spieler und ich bin mir sicher, dass er das alles schnell hinbekommen wird".
Andere Neuzugänge in guter Frühform
Die anderen Zugänge glänzen bereits. Sebastian Preiß, der aus Kiel nach Oswestfalen wechselte, traf gegen den HSV sieben Mal. Filip Jicha, Zugang aus St. Gallen, war in dieser Partie fünf Mal erfolgreich.
Auch Nationaltorhüter Carsten Lichtlein (TV Großwallstadt) zeigte schon sehr gute Ansätze.
Champions League keine Utopie
"Wir haben uns im Vorfeld der Saison gezielt verstärkt", so Mudrow. "Wir wussten zwar, was wir von unseren Neuzugängen erwarten konnten. Alle haben von Beginn an überzeugt, das ist natürlich besonders schön."
Er freue sich über die "Auffrischungen", so der Coach, der mit dem TBV 2003 Deutscher Meister geworden war.
In diesem Jahr heißt das Ziel Champions League. Die ersten Tests stimmen positiv, dass die Königsklasse keine Utopie ist.
Michael Schwartz
sport1.de