Beiträge von owl-andy

    "Dieser Aufstieg war der schwierigste" - Dr. Rolf Brack im Gespräch


    Balingen-Weilstetten? Wo liegt denn das? Zumindest die Erstligateams der Handball-Bundesliga werden sich diese Frage künftig beantworten müssen. Die Mannschaft der dort ansässigen Spielgemeinschaft hat zur Überraschung vieler Experten den Aufstieg in die Bundesliga geschafft. Dabei war dieser Erfolg abzusehen, weil Trainer Dr. Rolf Brack ein ausgewiesener Fachmann in Sachen Aufstieg ist. Nach dem VfL Pfullingen und Stuttgart-Scharnhausen (gleich zweimal) führte ihn der Weg mit HBW zum insgesamt vierten Mal in die erste Liga. Das hatte bis dato lediglich Trainerlegende Petre Ivanescu geschafft. Arnulf Beckmann unterhielt sich mit ihm darüber, wie alles kam und wie es weitergehen soll.

    Eine Frage vorweg: Was verbirgt sich hinter den drei Buchstaben HBW eigentlich?

    Dr. Rolf Brack:
    Das ist lediglich die Abkürzung für Handball Balingen Weilstetten, da unser Verein eine Spielgemeinschaft aus den Vereinen TSG Balingen und TV Weilstetten ist, die sich vor vier Jahren gründete.

    So einfach? Schon mal darüber nachgedacht, mit einem kürzeren und prägnanteren Namen eine Marke zu schaffen?

    Dr. Rolf Brack:
    Eine Markenbildung funktioniert nur über Leistung. Und die ist momentan gegeben. Wir haben den Bundesliga-Handball sportlich wie wirtschaftlich auf eine vernünftige Basis gestellt. HBW steht für einen reinen Handball-Verein mit mehr als 400 Mitgliedern und einer herausragenden Jugendarbeit. Fünf Spieler haben in den vergangenen zwei Jahren den Sprung von der Jugend in die Zweitligamannschaft geschafft. Wir sind das lebende Beispiel, dass Spielgemeinschaften durchaus funktionieren können.

    Stimmt. Trotz des Wortungetüms hat es Ihr Team gegen zahlreiche andere Favoriten geschafft, die Südliga zu gewinnen und somit als Direktaufsteiger in die Bundesliga einzuziehen.

    Dr. Rolf Brack:
    Damit haben wir nicht rechnen können. Wir wollten das Team ein Stück weiter voranbringen, zumal die Mannschaft in den vergangenen zwei Jahren radikal verändert wurde. Gerade einmal drei Spieler sind von der Mannschaft 2004 übrig geblieben. Und als David Szlezak, einer unserer Haupttorschützen uns wenige Tage vor Saisonbeginn verließ, sank die Hoffnung weiter. Doch offenbar zahlt es sich aus, dass wir mit erhöhten Trainingsumfängen und einer ausgeprägten Jugendstilphilosophie konsequent weiter gearbeitet haben. Gerade für die jungen Leute im Team freut mich dieser Erfolg.

    Wie ist dieser Aufstieg für Sie persönlich zu bewerten? Immerhin gelang Ihnen dieses Kunststück, einen Verein in die Bundesliga zu führen, nun schon zum vierten Mal.

    Dr. Rolf Brack:
    Aber dieser Aufstieg war der schwierigste. Einerseits, weil die Konkurrenzsituation vor allem zu Bayer Dormagen enorm schwierig zu bewältigen war, andererseits, weil ich gerade einmal zwei Jahre mit der Mannschaft gearbeitet habe. In Pfullingen und Scharnhausen hatte ich weit mehr Zeit, um den großen Sprung zu schaffen.

    Welche Erwartungen knüpft der Verein denn an die erste Bundesliga-Saison seiner Vereinsgeschichte?

    Dr. Rolf Brack:
    Hier herrschen natürlich eine gewaltige Euphorie und eine riesige Vorfreude auf die kommende Spielzeit. Aber gleichzeitig ist allen Beteiligten klar, dass wir in der ersten Liga in eine neue Dimension vorstoßen werden. Auch wenn wir noch vier oder fünf neue Spieler bekommen, die uns verstärken, so kann unser Ziel für das erste Jahr nichts anderes als der Klassenerhalt sein.

    Wie hoch ist denn Ihr Erstligaetat?

    Dr. Rolf Brack:
    Ich denke, wir werden einen deutlichen Abstand zu allen anderen Erstligisten haben, da unser Etat - ohne konkrete Zahlen zu nennen - nicht im siebenstelligen Bereich liegt.

    Was wird beim HBW passieren, damit der Verein stark genug ist, um in der ersten Liga zu bleiben? Bleibt Jörg Kunze?

    Dr. Rolf Brack:
    Jörg Kunze bleibt und wird noch ein weiteres Jahr erstklassig spielen. Wir haben darüber hinaus mit ihm eine Vereinbarung getroffen, dass er auch Co-Trainer-Funktionen übernehmen darf. Zudem kommt mit Milan Kostanovic ein dritter Torwart zu uns. Christoph Schindler, Alexander Stanojevic, Dennis Wilke und Stefan Kneer stoßen ebenfalls zum Team, sodass wir mit einem 16-er Kader in die neue Saison gehen werden, in dem jede Position doppelt besetzt ist.

    Und die kleine Halle? Ist die erstligatauglich?

    Dr. Rolf Brack:
    Wenn Sie die Längenfeldhalle meinen, die ist mit ihren 800 Plätzen nicht erstligatauglich. Deshalb tragen wir unsere Heimspiele künftig in der TÜ-Arena in Tübingen aus, die immerhin 2.500 Besuchern Platz bietet. Doch auch das ist nur eine Übergangslösung, da in Balingen im Frühjahr 2007 eine bereits im Bau befindliche Halle fertig gestellt wird, die dann dauerhaft unsere neue Heimspielstätte sein wird. Darüber hinaus warten wir auf lukrative Angebote von der Porsche-Arena in Stuttgart, um dann für einzelne Spiele umzuziehen.

    Das Gespräch führte Arnulf Beckmann

    Quelle : handball-world.com


    Moment, da muß ich Max in Schutz nehmen, er wollte einfach mal in eine andere Region, und Stuttgart ist ja nun wahrlich nicht übel, und zudem hatte er in Pfullingen definitiv noch nicht unterschrieben!!!!

    Wetzlar: Zwei Neuzugänge und Vertragsverlängerung von Weber


    Bundesligist HSG Wetzlar hat seine Personalplanungen für die kommende Bundesliga-Saison abgeschlossen. Heute verpflichtete das neue Führungstrio um Manager Rainer Dotzauer, Axel Geerken und Trainer Dragan Markovic mit dem Dänen Micke Näsby und dem Mazedonier Vlatko Mitkov gleich zwei Spieler für die Position im rechten Rückraum. Zudem verlängerten die Verantwortlichen den Vertrag mit Eigengewächs Sebastian Weber um zwei Jahre.

    "Mit den Neuverpflichtungen und der Vertragsverlängerung haben wir dem Wunsch unseres Trainers entsprochen und somit alle Positionen doppelt besetzt. Damit haben wir für den Rückraum mehr Alternativen als in der vergangenen Saison", so HSG-Spielführer Axel Geerken, der in der kommenden Saison als "Stand-by-Profi" fungieren und vermehrt ins Management der HSG Wetzlar eingebunden wird: "Zudem gelten beide als gute Deckungsspieler, die auch aufgrund ihrer menschlichen Qualitäten sehr gut in unsere Mannschaft passen."

    Der dänische Linkshänder Micke Näsby kommt ablösefrei vom dänischen Spitzenclub Aarhus GF und erhält bei der HSG Wetzlar einen Ein-Jahres-Vertrag mit der Option auf Verlängerung. Näsby hatte Anfang Juni ein Probetraining und einen Medizin-Check in Wetzlar absolviert und dabei Trainer Dragan Markovic, Manager Rainer Dotzauer und Axel Geerken mehr als überzeugt. "Micke ist genau der Typ Spieler, den wir gesucht haben", so Dragan Markovic über den Neuzugang. "Er ist torgefährlich, hat aber auch ein gutes Auge für den Nebenmann. Außerdem hilft uns seine internationale Erfahrung in der Abwehr."

    Zitat

    Original von Mister Bösi
    Sven Sören Christophersen wird für ein Jahr nach Hildesheim ausgeliehen.

    Das hatten wir schon am 23.06.06 gegen 14 Uhr:

    Zitat

    so da haben wir jetzt unseren mittelmann... sven-sören christophersen wechselt vom tbv lemgo nach hildesheim... der 1,98m hühne hat einen ein-jahres vertrag bei hildesheim unterschrieben. hätte man sich auch vllt denken können das ein lemgoer kommt, da oberbeck und mudrow eine enge freundschaft pflegen... willkommen in hildesheim sven

    Hoffen wir das Baur und Stephan verletzungsfrei bleiben...?(

    Zitat

    Original von Jonny Bravo
    so da haben wir jetzt unseren mittelmann... sven-sören christophersen wechselt vom tbv lemgo nach hildesheim... der 1,98m hühne hat einen ein-jahres vertrag bei hildesheim unterschrieben. hätte man sich auch vllt denken können das ein lemgoer kommt, da oberbeck und mudrow eine enge freundschaft pflegen... willkommen in hildesheim sven ;)

    Gratuliere euch zur Verpflichtung von Smörre, wenn ich höre er soll Spielpraxis sammeln, die hätte er auch in Lemgo unter einem anderen Trainer bekommen!!!Hoffentlich bleiben die Halbinvaliden Baur und Stephan einigermaßen verletzungsfrei, ansonsten wird es echt lustig beim TBV.

    Dann kann Oberbeck ja nächstes Jahr gleich Mudrow verpflichten, denn seine Zeit läuft in Lemgo langsam ab!!

    Wie sieht es bei den Erstligavereinen mit dem Dauerkartenverkauf aus, habt ihr schon Verkaufszahlen?

    Beim TBV Lemgo sind schon über 3.000 Dauerkarten über den Ladentisch gegangen!!!


    Zitat

    TBV-Geschäftsführer Fynn Holpert konnte derweil vermelden, dass der TBV bereits heute 3000 Dauerkarten verkauft hat - und das noch vor den Sommerferien! "Das ist ein toller Indikator dafür, dass der TBV Lemgo nach wie vor hoch im Kurs steht. Ich gehe davon aus, dass wir die verkauften Dauerkarten von 3250 aus dem Vorjahr mindestens erreichen", zeigte sich der Manager optimistisch.

    Quelle:TBV-Homepage


    Was kostet bei eurem Club die Dauerkarte?

    Beim TBV kostet die Stehplatzdauerkarte für Erwachsene 155,- €
    und für Jugendliche 65,-€

    Sitzplatzdauerkarten bewegen sich zwischen 285,-€ / 355,-€ und auf den teuren Plätzen bei 455,-€

    Die Teilnehmer:

    1.Spanien
    2.Deutschland
    3.Frankreich
    4.Dänemark
    5.Kroatien
    6.Tunesien
    7.Kuwait
    8.Ägypten
    9.Marokko
    10.Südkorea
    11.Katar
    12.Angola

    13.Australien
    14.Brasilien
    15.Argentinien
    16.Grönland
    und die Sieger aus der Quali -
    Hinspielergebnisse,meine Favoriten dick geschrieben!!
    17.Serbien & Montenegro – Tschechien 31:37 (17:18 )
    18.Griechenland – Polen 27:22 (15:11)
    19.Portugal – Ukraine 21:30 (12:12)
    20.Schweiz – Russland 26:41 (13:21)
    21.Slowenien – Österreich 36:26 (17:10)
    22.Schweden – Island 28:32 (13:13)
    23.Rumänien – Norwegen 29:30 (14:15)
    24.Slowakei – Ungarn 24:33 (8:15)

    Die WM-Play-offs Hinspiele (Europa) im Überblick:

    Serbien & Montenegro – Tschechien 31:37 (17:18 )
    Griechenland – Polen 27:22 (15:11)
    Portugal – Ukraine 21:30 (12:12)
    Schweiz – Russland 26:41 (13:21)
    Slowenien – Österreich 36:26 (17:10)
    Schweden – Island 28:32 (13:13)
    Rumänien – Norwegen 29:30 (14:15)
    Slowakei – Ungarn 24:33 (8:15)

    Der Abschied von Volker Zerbe

    Es war die erwartete Handball-Gaudi beim Abschied von Lemgos Urgestein und dem Inbegriff der TBV-Erfolge. Volker Zerbe wurde in einem feierlichen Rahmen und mit einem Mords-Spektakel bei seinem Abschiedsspiel des TBV Lemgo gegen die Zerbe-Allstars verabschiedet.

    In einem rasanten und von Tempo geprägten Spiel rang der TBV die Allstars mit 44:39 nieder. Nachdem die Hallensprecher-Institution der TBV-Geschichte, Klaus Theimann, die Allstars einzeln in die Halle bat und bei Laszlo Marosi oder Achim Schürmann der Klatschpegel beträchtlich in die Höhe schnellte, lief der Hauptdarsteller des Abends ein. Volker Zerbe lief aus dem Nebel im Spielergang ein letztes Mal in die Lipperlandhalle ein.

    Die 5.000 Zuschauer feierten bereits jetzt frenetisch das Urgestein des TBV. Landrat Friedel Heuwinkel war es vorbehalten, die Laudatio auf Volker Zerbe zu halten, ehe ein produzierter Film über Volker Zerbes Werdegang über die Leinwände flimmerte. Dann konnte es losgehen, doch das folgende Handball-Spektakel lässt sich schwer in Worte fassen.

    Zerbe, der in der ersten Halbzeit auf Seiten des TBV spielte, musste sich erwartungsgemäß einige Späße seiner Mitspieler gefallen lassen. Als sich jedoch seine fünf Mitstreiter auf dem Feld um Daniel Stephan und Christian Schwarzer kollektiv auf den Boden fallen ließen, war auch Zerbe kurzzeitig verdutzt. Doch der Lange schaltete rechtzeitig und jagte den Ball persönlich in die Maschen. Dass Zerbe hingegen bei seiner "Spezialdisziplin", dem Siebenmeter-Werfen, ran musste, war ob der jahrelang gezeigten Fähigkeiten "Zebus" nicht überraschend, aber nicht minder lustig.

    Es sollten noch diverse Einlagen folgen, unter anderem wurde das Spielgerät getauscht und mit dem Fußball weitergespielt, wobei sich Publikumsliebling Achim Schürmann schon zuvor mit einem herrlichen Flachschuss (allerdings mit dem Handball) als begnadeter Fußball-Virtuose entpuppte. Juri Chevtsov ließ es sich nicht nehmen, bei einem Tempogegenstoß auf das Spielfeld zu stürmen und unter dem Jubel der Fans einzunetzen.

    Größten körperlichen Einsatz zeigte unter anderem auch Florian Kehrmann, der ins verwaiste Tor geeilt war, nachdem Jörg Zereike, wie bereits zuvor Carsten Lichtlein, ein blitzsauberes Feldtor erzielt hatte. Den folgenden Tempogegenstoß von Ulf Ganschow entschärfte Flo mit dem Gesicht... Zum Glück mit Zahnschutz ausgerüstet, war Flo nichts Schlimmeres passiert, doch schwankte der Ersatztorhüter freiwillig zurück zur Bank.

    Bewegende Momente spielten sich nach dem Schlusspfiff ab. Nach dem zweiten Teil des Films verabschiedete Beiratsmitglied Dieter Schönbrodt "den Langen" offiziell und Beiratsvorsitzender Paul Reimann überreichte Zerbe den Gutschein über ein Buch, das ab der kommenden Saison zu erwerben sein wird und Volker Zerbes glanzvolle Handball-Karriere beleuchten wird. Mit einer Ehrenrunde mit seiner Frau Petra und den Töchtern Denise und Jacquelin näherte sich der emotionale Abschied seinem Höhepunkt. Volker Zerbe verließ die Halle und beendete seine glorreiche aktive Karriere...


    Adios Volker und alles Gute als sportlicher Leiter beim TBV!!

    Zitat

    Original von Ché Guevara

    Das wäre dann aber der beste Transfer, den die SG zur nächsten Saison gemacht hätte ;)
    Von Storm halte ich nicht viel. Atom hat da Recht, er hat mit Flensburg ein Team übernommen, das Top war und jetzt nicht mehr ganz so stark ist.

    Eine ganz klare Absage entstehender Gerüchte zum Wechsel nach Flensburg übte Fynn Holpert:
    "Das ist ein absoluter Quatsch, :nein: es gab kein Angebot aus Flensburg, ich erfülle meinen Vertrag bis 2009 hier in Lemgo!!!

    Kann ich auch nicht ganz nachvollziehen, Gummersbach gehört eigentlich nicht dazu!!


    Hier mal die Tabelle der letzten 10 Bundesliga-Jahre

    1. SG Flensburg-Handewitt 9243 : 7990 Tore, 494 - 158 Punkte
    2. TBV Lemgo 9148 : 7936 Tore, 493 - 159 Punkte
    3. THW Kiel 9274 : 7982 Tore, 488 - 164 Punkte
    4. SC Magdeburg 8821 : 8005 Tore, 435 - 217 Punkte

    7. VfL Gummersbach 8375 : 8317 Tore, 330 - 322 Punkte

    Was hat denn der VfL Gummersbach in den letzten Jahren für Titel geholt?Aber sie haben ja die Kölnarena....

    Zitat

    Original von Ronaldo
    Ein Muss sehe ich bei keinem Kandidaten, finanziell sind da die Unterschiede schon größer:


    Das mag für Nordhorn zutreffen, aber für FAG sehe ich das anders. Selbst bei einem früheren Ausscheiden wäre das ein Verdienstgeschäft gewesen. Hängt eben auch zu großen Teilen davon ab, wie voll man die Halle bekommt. Bei ca. 3.500 Zuschauerschnitt bei FAG hat es sich gerechnet. Beim TVG und den Kröstis wäre EHF auch ein Novum und würde Zuschauer mobilisieren. Bei Nordhorn wohl eher nicht, daher auch kein finanzieller Reiz.

    Da kann ich InesK nur zustimmen:
    Um im EHF-Pokal schwarze Zahlen zu schreiben muß man schon wenigstens ins Halbfinale kommen.Die größten Kosten sind die Reisekosten, vom TBV weiß ich das er bis zum Halbfinale rote Zahlen geschrieben hat, lag aber auch an dem Charterflieger ins tiefe Wolgograd.Natürlich gehört auch Losglück dazu, damit man nicht so weit reisen muß!;)