Beiträge von Holly

    Hat einer eine Idee, warum in Österreich das infektionsgeschehen so viel brisanter ist als in Deutschland?

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    Die Länder sind ja doch recht ähnlich (okay, Ö ist noch stärker Transitland) - das ungute Gefühl kann ich nicht verhehlen, dass die einfach nur ein paar Wochen voraus sind.

    Das ist auch in Österreich nichts Neues.Zur Zeit Lockdown bei Inszidenz von 550 pro 100.000 Einwohnern. Zu Spitzenzeiten 2018 waren es bei Influenza über 1.700 pro 100.000 Einwohnern!!

    https://investors.modernatx.com/news-releases/…rimary-efficacy

    Mit Moderna hat jetzt gerade ein weiterer Impfstoff-Hersteller (selbe Technik wie Biontech) seine Ergebnisse vorgestellt. Mit 94,5% Wirksamkeit bestätigt man die Biontech Ergebnisse dieser mRNA-Technologie und schreibt auch noch etwas mehr dazu (siehe Link).

    *edit: hier auf Deutsch: US-Pharmakonzern Moderna meldet entscheidenden Erfolg mit Corona-Impfstoff

    Noch nicht klar sein kann(sowohl bei Moderna als auch Biontech):
    -ob auf längere Sicht schwerwiegendere Nebenwirkungen auftreten
    -ob eine Impfung auch vor symptomlosen Infektionen schützt
    -ob die Geimpften noch infektiös sind
    -wie lange der Impfschutz vor schwereren Covid19 Erkrankungen schützt
    Positiv finde ich, dass in beiden Studien bisher nur 0,2-0,3 Prozent der Teilnehmer überhaupt erkrankt sind! Das bestätigt in etwa die Heinsbergstudie.

    holly


    udn selbst deine rührige geschichte dazu passt dann genau ins bild derer, vor denen uns bei gleicher "machart" ja selbst die bundesregierung
    warnt, darauf nicht reinzufallen.
    und sorry, wer in diesen bereichen eine solche nähe dazu zeigt, den schätze ich zumindest auch so ein

    Was soll diese Bemerkung?
    Vor wem warnt die Bundesregierung? Worauf soll man nicht reinfallen?
    Wer ist "uns?
    Du nennst meine berufliche Tätigkeit eine rührende Geschichte?
    Da kann ich nurnoch mit dem Kopf schütteln...

    OK, hab ich gemacht. Das Einzige was ich dort erkennen kann, ist das der Anteil der Patienten mit positivem Coronatest auf den Intensivstationen zunimmt.
    Die Anzahl der insgesamt belegten Intensivbetten hat sich seit dem Sommer nicht verändert und liegt stabil zwischen 21000 und 22000.
    Erkennen kann man auch, dass sich bei der Notfallreserve nichts ändert. Einzig die Anzahl der freien verfügbaren Intensivbetten sinkt stetig.
    Warum das so ist entzieht sich meiner Kenntnis. Wenn das jemand erklären kann, wäre es schön.

    Wenn die obige Aussage von Handballer2105 korrekt ist, müssten im selben Moment 800 Patienten von der Intensivstation verlegt oder entlassen worden sein.
    Für mich sieht es eher so aus, als ob da zu einem größeren Teil schon vorhandene Intensivpatienten einen positiven Test erhalten haben.

    308 Permanent Redirect

    dort auf Zeitreihen gehen

    Genau darauf will ich schon lange hinaus. Jeder Patient auf ITS wird als Covid19 Patient geführt, wenn ein PCR Test positiv ist...Das wird in einigen Fällen sicher auch korrekt sein, in einigen Fällen aber wird die Ursache der Erkrankung sicher auch eine andere sein (andere Virenstämme, Bakterien etc.). Das Problem der nosokomialen Infektionen in Krankenhäusern haben wir schon ewig (ca.30
    -40.000 Todesfälle in Deutschland pro Jahr), es hat vor Corona halt die wenigsten interessiert...Wir haben halt das Problem, dass der PCR Test alleine keine exakte Diagnostik sein kann, er aber in der Statistik der Covid19 Patienten als solche geführt wird.
    Innerhalb der Krankenhäuser in Deutschland ist die Belegungssituation allerdings sehr heterogen. In manchen Häusern ist keine stärkere Auslastung durch Covid Patienten zu erkennen, in anderen dafür eine deutlich stärkere Zunahme. Das erschwert natürlich eine allgemeingültige Einschätzung der Lage für ganz Deutschland. Gleiches gilt im ambulanten Bereich .

    Ich hab zu Ende studiert, unterlasse, bitte, solche Bemerkungen, die sehen einfach nicht gut aus.

    In der Lüth-Entscheidung des BVerfG hat das BVerfG eine mittelbare Drittwirkung der Grundrechte bei der Auslegung des Zivilrechts anerkannt. Deine Beispiele beziehen sich auf das Strafrecht, das für sich selbst bereits eine Einschränkung der Grundrechte von staatlicher Seite her darstellt. Diese mittelbare Drittwirkung der Grundrechte verpflichtet staatliche Stellen, nicht private, bei der Auslegung zivilrechtlicher Normen die Grundrechte als Ausdruck einer objektiven Wertordnung miteinzubeziehen. Das ist aber nur eine Pflicht, die staatliche Stellen, in erster Linie Gerichte und den Gesetzgeber, trifft, nicht aber den Privaten. Das Einfallstor für diese Auslegung sind unbestimmte Rechtsbegriffe, die auch einer Auslegung zugänglich sind. Insbesondere für die Meinungsfreiheit hat das BVerfG im Lüth-Urteil entschieden, dass die von Art. 5 I GG gedeckte Meinungsfreiheit im Sinne der damals geltenden Wechselwirkungslehre zu beachten ist.
    Nochmal, gegenüber einem Privaten kann ich mich nicht auf Grundrechte berufen, nur gegenüber staatlichen Stellen.
    Damit sollten wir es bewenden lassen.

    Pro Handball:
    Guter Versuch, aber ich fürchte, TCLIP wird sich auch von einem Juristen wie dir nicht überzeugen lassen, dass sein Standpunkt vielleicht nicht immer der Weisheit letzter Schluß ist. :hi:
    Vielleicht ist er auch einfach schlecht gelaunt ob der Niederlage des TBV gestern, wer weiß...

    Ich "glaube" heisst halt leider nicht, ich "weiß"...
    Und dass er in seiner Position optimistisch ist, ist ja wohl selbstverständlich.
    Und nicht wieder falsch verstehen: Ich wäre genauso froh wie ihr, wenn er Recht behalten würde!
    Aber positive Daten bei 94 Fällen sagt halt noch zu wenig aus über die Reaktion /den Effekt bei hunderten Millionen oder noch mehr Menschen. Und zu Risiken über die Jahre kann natürlich auch er nichts sagen...

    Ich nehme mal an, dass auch ich damit gemeint bin. Du bist, wie Bonecrusher und ein zwei andere, die moralische Instanz hier, die ihre Meinung hier vertritt, was völlig o.k ist, die aber jede andere Meinung, die davon abweicht, sofort als Verschwörung, Leugnung etc. klassifiziert, was nicht o.k. ist und mich einfach ägert. Ich arbeite im Gesundheitswesen, halte mich an alle AHA Regeln (Hygiene und Lüften war für mich schon vorher selbstverständlich), bin nahe dran an kranken Menschen und der sog. Risikogruppe, kenne deren Sorge vor Ansteckung, aber eben auch die andere Seite der Medaille. Eben die, das andere Erkrankungen, Sorgen und Nöte der Menschen aufgrund der Corona Maßnahmen zu kurz kommen. Da ist der Bericht über vermehrte Herztote nur ein Beispiel. Das wahre Ausmaß ist da noch garnicht abschätzbar und wird erst über die Jahre sichtbar. Deshalb sollte man meiner Meinung nach noch genauer abwägen zwischen möglichen Nutzen und Schaden von:
    PCR/Antigentests
    Kontaktbeschränkungen (Sport, etc.)
    Schließungen von Einrichtungen(Hotels Fitness...)
    Chancen versus Risiken von neuen Impfstoffen
    etc.
    Auch wäre es schön, bei aller Kritik an meiner Meinung in Zukunft auf persönliche Beleidigungen(Troll, Allgemeinstörer) zu verzichte..Wofür sonst ist ein Forum denn da, wenn nicht für den Austausch von Meinungen, auch gegensätzllichen und Ansichten, Erfahrungen etc.?

    Ich weiß nicht in welchem Beruf du tätig bist, aber ich glaube nicht das du alles sagen kannst, weder was deine persönlichen Ansichten über Leben, Politik und Gesellschaft angeht, Aussagen Kollegen gegenüber, Kunden oder dein Umgang mit Vorgesetzten. Selbst als letzterer hast du dich an Regeln zu halten...

    ....und all das nicht uneingeschränkt zu dürfen, sanktioniert oder in schweren Fällen entlassen zu werden wäre nach deiner Logik eine Einschränkung der Meinungsfreiheit.

    Ich verstehe nicht genau, was du meinst. Wo, wenn nicht in einem offenen Brief, darf man seine Meinung zu Maßnahmen oder die Bewertung der Pandemie in einer demokratischen Gesellschaft äußern? Ich lese dort nirgends Behauptungen, die verfassungsrechtlich bedenklich oder verfassungsfeindlich sind. Und allein da sind doch der freien Meinungsäußerung Grenzen gesetzt, oder?