Wobei gerade Brady und Gronk durch die vielen Jahre bei den Patriots wissen, wie man im Winter spielt. Das letzte Conference Game der beiden auswärts bei der Nummer 1 bei -6 Grad: https://www.espn.com/nfl/game?gameId=401038850
Beiträge von brodie79
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Ich würde tippen, dass Mahomes spielen wird. Das wird schon klargehen, dass er die Freigabe bekommt. Bei den Chiefs wird sicher interessant sein zu sehen, ob sie wirklich nur so hoch springen, wie sie müssen, oder ob das schon das Limit ist. Irgendwie erwartet man bei dem Talent-Pool immer mehr. Die Spiele sind seit Wochen immer sehr knappe One-Score-Games, bis auf die Niederlage mit den Backups in Week 17. Der letzte klare Sieg war in Week 8 gegen die Jets.
Der Bills-Sieg war für neutrale wirklich schwere Kost. Vier verschossene Field-Goals dank dem Wetter und ansonsten die Ravens wahnsinnig unproduktiv. 372 Yards Raumgewinn für drei Punkte. Ich weiß irgendwie nicht, ob die Ravens mit Jackson hier wirklich viel weiter kommen als bisher. Dass die Interception dann noch über 100 Yards für nen Pick Six zurückgetragen wird, ist dann doppelt bitter, aber zumindest ein Highlight in diesem Spiel.
Brees war leider ähnlich schlecht wie die letzten Jahren in den Play-Offs, wenn der Gegner ne gute Defense ausgepackt hat. Er sollte wirklich zurücktreten, auch wenn ihn die Rippenverletzung nochmal extra zugesetzt hat. Die Saints-Defense muss aber ihre Chancen nutzen. Wenn einem Brady den Ball quasi zuwirft, dann muss das ne Interception sein, wenn man weiterkommen will. Gibt man Brady genug Chancen nutzt er sie irgendwie. Dazu ist er noch gut genug und hat viel zu gute Waffen. Aber auch Tampa braucht nen Sahnetag von der Defense, wie man gesehen hat.
Green Bay wirkt aktuell wie das stärkste Team. Es war natürlich schade, dass Donald in der Rams-Defensive kaum einsatzbar war und dann auch noch mit Kuup der Nr. 1 Receiver ausfällt. So wirkte das schon sehr, sehr souverän von den Packers. Aber ist natürlich auch immer eine Gefahr, wenn es fast wie von alleine läuft. Rodgers hat sichtlich Spaß, was keinem Gegner gefallen kann, aber vor allem die Defense ist deutlich besser als letztes Jahr, wo sie dann von den 49ers quasi überlaufen worden sind. Das sieht alles besser aus und die Bucs sind jetzt auch nicht das Running-Team schlechthin.
Der langweile Tipp wäre Chiefs gegen Packers, aber mal gucken. Ich traue irgendwie den Packers (noch) nicht über den Weg. Bei Rodgers fehlt mir die Fähigkeit schlecht laufende Spiele zu drehen. Man hat immer die ein oder andere Situation im Kopf, wo er das Spiel noch mit einer Hail Mary gewonnen hat, aber wenn die Stats mal genauer ansieht, dann haben ein Joe Flacco oder Alex Smith mehr Spiele im vierten Viertel noch umgebogen als Rodgers. Wenn die Bucs früh in Führung gehen und es die Packers Fehler machen, glaube ich irgendwie nicht an ein Comeback der Packers.
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Die Medien denken sich selten Dinge aus, sondern machen - ähnlich wie die Politik - das was beim Konsumten ankommt. Man kann sehr gut beobachten, dass sich Menschen in erster Linie mit anderen Menschen identifizieren bzw. einen menschlichen Bezugspunkt brauchen, damit etwas für sie relevant oder interessant ist. Man kann bei Gelegenheitskonsumenten immer wieder sehen, dass sie z.B. zu einem Mannschaftsevent sagen: "Hm, da kenn ich gar keinen" und sich dann nicht dafür interessieren, weil der menschliche Bezug fehlt. Insofern wird beim Marketing der entsprechenden Institutionen - oder auch medial - immer versucht Gesichter zu schaffen, die dann eine entsprechende Bekanntheit haben, um beim Konsumenten diese menschliche Komponente zu erreichen. Andersherum findet auch die Ablehnung oft auch einer menschlichen Ebene statt, wo dann z.B. ein ungeliebter Spieler oder Verantwortlicher reicht, sich von etwas abzuwenden. Kann man auch hier im Forum sehr gut sehen, dass der menschliche Bezug viel stärkere Reaktionen auslöst.
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Kann man für die Spieler nur hoffen, dass sie negativ bleiben und das Beispiel keine Schule macht. Sonst hängt man ggf. wirklich in Ägypten fest.
ZitatDie Einreise nach England ist bald nur noch mit einem negativen Ergebnis bei einem Coronavirus-Test möglich. Nach Angaben des Verkehrsministeriums tritt die Regel am 15. Januar in Kraft und soll auch für britische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger gelten. Demnach darf der Test bei Verlassen des Herkunftslandes höchstens 72 Stunden alt sein und muss bereits vor Abreise von der Airline, Bahngesellschaft oder dem Schiffsbetreiber kontrolliert werden.
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Nur mal zum Verständis: Die IHF hat also nur nicht nur mit Ägypten eine Vereinbarung, dass auch bei positiven Corona-Fällen eine Ausreise erlaubt ist, sondern auch mit allen Ländern der einzelnen Teilnehmer, dass die Spieler dann auch einreisen dürfen? Ich frage nur, weil seit gestern z.B. Deutschland die Einreise aus Irland per Flugzeug nur mit negativen Test erlaubt.
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Nur so am Rande außerhalb des Sportlichen.
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Unabhängig vom Spielstil war die erste große Änderung von Jicha, dass er, im Gegenteil zu Alfred, die volle Breite des Kaders eingesetzt hat. Plötzlich spielte z.B. ein Ole Rahmel, der vorher nur mal so paar Minuten am Ende ran durfte, von Beginn an mit einem gesunden Ekberg auf der Bank. Man hatte schon den Eindruck, dass ihm wichtig war, dass er auch den Spielern am Ende vom Kader zeigt, dass sie ein wichtiger Teil des Teams sind, indem z.B. erwähnter Rahmel dann in der CL von Anfang an spielte. Gefühlt hat diese Einbeziehung von wirklich allen Spielern (bis auf Nilsson) der gesamten Mannschaft sehr gut getan.
Das andere war die erwähnte Weiterentwicklung des Spilstils im Rahmen dessen, was möglich war. Die Mannschaft ist nun über Jahre für das sehr statische Spiel zusammengestellt worden. Hauptsache groß und wurfstark. Jicha wollte aber von Anfang an, dass sie viel mehr Tempo gehen, insbesondere die zweite Welle sehr konsequent spielen. So ganz drin ist das aber auch nicht immer. Der THW ist auch in dieser Saison einige Mal wieder in das alte Muster von Einzelaktionen zurückgefallen. Ich denke, dass es auch kein Zufall ist, dass mittlerweile Zarabec die präferierte Wahl auf der Mitte ist und Dule oft nur Abwehr und zweite Welle spielt.
Tatsächlich (um mal das Lieblingswort von Jicha zu benutzen) schafft es der THW weiterhin kaum einmal konsequent Tempo in das gebundenden Spiel zu bringen, um z.B. bis zu den Außen durchzuspielen. Weinhold ist sehr oft der einzige Spieler, der es schafft ein Loch zu reißen, wobei er im Normalfall dann immer selber wirft. Wenn der Kreis aber funktioniert und die entsprechenden Lücken durch Sperren schafft, sind Sagosen und Reinkind schwer zu stoppen. Funktioniert das nicht, werfen die beiden aber auch sehr schnell sehr schwache Quoten.
Der große Unterschied jetzt im Final 4 war allerdings, dass man es geschafft hat, sehr wenige Fehler zu machen. Normalerweise bekommt der THW massive Probleme, wenn er gezwungen ist, im Rückraum mit Druck vom Gegner zusammenzuspielen. Oft wird dann versucht sehr riskant an Kreis zu spielen, was so gut wie nie funktioniert. Da hat man manchmal den Eindruck, dass die Mannschaft noch nie zusammengespielt hat. Das ist dem THW zuletzt viel besser gelungen, da die Ruhe zu behalten und einen vernünftigen Abschluss zu bekommen, der dann auch das Umschalten nach hinten deutlich vereinfacht.
In dieser Saison war aber die Abwehr bisher das große Manko. Man brauchte schon einen bärenstarken Landin, der viele freie Bälle hält, damit es nicht ständig klingelt. Insbesondere die offensiven Halben, die Jicha eingeführt hat, hatten gar nicht mehr funktioniert. Da ist man auch wieder so ein bisschen von abgekommen und versucht wieder kompakter zu stehen. Das hat im Final 4 wieder deutlich, deutlich besser ausgesehen und war sicher auch ein großer Baustein vom Erfolg.
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Vor allem, wenn man bedenkt, dass der THW in der CL letztes Jahr ohne Sagosen deutlich besser ausgesehen hat und entsprechend die Gruppe dann gewonnen hat. Mit der Leistung und Platzierung in der Gruppe von dieser Saison in der CL wäre das Final 4 nach dem Abbruch ganz weit weg gewesen. Kann man auch mal sehen, was Torhüter dann ausmacht. Das war für mich der Schlüssel heute, dass Kiel von Beginn an, alles trifft und sich so Selbstvertrauen holt. In der Gruppe gegen Barcelona dieses Jahr zwei Mal komplett an Møller gescheitert und heute von Anfang an die Sicherheit gewonnen, dass die Dinger reingehen. Møller in Kiel mit 18 Paraden, in Barcelona mit 12 und heute nur mit eins von 13.
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Das eigentliche Problem ist doch, dass die Außen die immer mehr verschärften Regel, die zu ihrem Schutz geändert werden, versuchen zu nutzen, um den Kontakt herzustellen und so den 7m zu garantieren, wenn der Wurf nicht passt und die Zeitstrafe oder sogar rote Karte zu ziehen. Auch Marguc ist hier mit voller Absicht so in die Aktion gegangen, dass er den Kontakt mit dem Verteidiger herstellt. Natürlich will er ihn nicht so auf den Fuß treten, aber möglich so abspringen, dass er direkt am Verteidiger hochgeht, sodass der kleinste Kontakt dann die entsprechenden Strafen nach sich zieht. Selbst wenn der Verteidiger einen Schritt zurück macht, springen die Außen mittlerweile fast automatisch auf den Verteidiger drauf, weil sie wissen, dass der Verteidiger immer die Strafe bekommt sobald Kontakt da ist. Insofern ist das eine schwer lösbare Situation in Zukunft.
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Was wirklich schade ist, dass auch dieser Doktor gar nicht an einem Austausch von Sichtweisen interessiert ist, sondern auch wieder nur einer ist, der meint, er wüsste es besser und alle anderen haben keine Ahnung und nur Panikmache betreiben. So als ob es völlig außerhalb des Vorstellbaren ist, dass auch er sich irren könnte. Nicht falsch verstehen, die gibt es auf Seiten der Befürworter der Maßnahmen genauso, aber alleine die Wortwahl, die von Seiten der Gegner der Maßnahmen angewandt wird, macht doch deutlich, dass gar kein Dialog erwünscht ist, sondern entweder passiert das, was ich will oder man hat keine Ahnung. Traurig, dass sowas mittlerweile selbst auf dieser Ebene das gängige Level sein soll.
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Was zu Schweden von heute aus der Zeit:
ZitatNach einer schnellen Zunahme der Corona-Infektionen in Schweden kündigt Ministerpräsident Stefan Löfven strengere Maßnahmen in drei weiteren Regionen des skandinavischen Landes an. Die Lage sei "sehr ernst", sagt er. Mehr und mehr Intensivbetten würden nun zur Behandlung von Covid-19-Patienten genutzt. "Die Pause, die wir diesen Sommer hatten, ist vorbei." Feiern in Restaurants würden auf acht Personen beschränkt.
Von einem Bekannten aus einem Krankenhaus habe ich gelernt, dass es Unterschiede in der Ausstattung der Intensivstationen gibt. In seinem Krankenhaus konnte die bestimmte Covid-Fälle gar nicht behandeln, weil sie "nur" beatmen können, aber diese Fälle dann Beatmung + Blutwäsche brauchen und somit in ein anderes Krankenhaus verlegt werden mussten. Man lernt nie aus.
Bzgl. Schweden fand ich dieses Interview im April spannend. Keine Ahnung, ob das nun alles stimmt oder nicht.
https://www.rnd.de/gesundheit/vir…FQY7FRUAOY.html
Bei Tegnell ist generell sehr erfrischend, dass er sich nicht als allwissend hinstellt und meint, er wüsste nun alles, sondern in allen Interviews sehr ehrlich zugibt, dass die schwedischen Wege auch eher auf einer persönlichen Einschätzung beruhen und nicht auf Fakten, weil die aufgrund der Unbekanntheit der Situation gar keiner haben kann. Hier in Deutschland sind viel zu viele absolut davon überzeugt, dass sie die definitiv Wahrheit kennen. Da sollte man gerade bei Wissenschaftlern und Ärzten doch mal ein bisschen Demut an den Tag legen, egal welcher Überzeugung sie persönlich sind. Mittlerweile merkt man auch auf dieser Ebene, dass es nur noch darum geht recht zu haben.
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Sie müssen vor allem auch kommen wollen. Jeder sieht doch, was Landin zuletzt an Leistungen gebracht hat und kann sich ausmalen, wie viel man dann spielt, wenn es wichtig ist. Zumal schon angekündigt hat, dass er noch einige Jahre bleiben möchte. Warum sollte sich jetzt ein aufstrebender Torhüter beim THW auf die Bank setzen und auf eine Verletzung von Landin hoffen mussen, damit er nicht nur die B-Spiele macht? Selbe mit Nilsson. Glaubt doch keiner, dass er bleiben wollte als nominelle Nummer 5 im RM/RL, wie er es letzte Saison ganz klar war. Und dann stellt sich die Frage, was man davon hat, wenn die Spieler sauer auf der Bank hocken. Das sind alles junge Leute mit einer kurzen Karriere im Sport, die auch ihre Ziele haben neben der Höhe ihrer Vertrages. Konnte man doch absehen, dass nach dem Theater mit Landin/Wolff eine klare Nummer 2 geholt wird, die damit gut leben kann. Das hat dann seine Vor- und Nachteile. Gerade eben die Nachteile.
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Das Problem beim THW ist doch nicht der Kader. Als ob dieser Kader nun schlechter als der von Wetzlar oder Nantes wäre. Gerade in letzter Zeit sind die Kaderbewegungen mit Reinkind und Landin 2 besser aufgegangen, als man das erwarten konnte.
Momentan verliert der THW aber vom Coaching her. Die 6:0 mit den offensiven Halben wird sehr, sehr konstant ausgespielt, sodass sie extrem viele freie Würfe abgeben. Ab und an bekommen Sie mit der 3:2:1 bisschen Stabilität rein, aber auch nicht immer. Die offensive Verteidigung kommt mit viel Speed beim Gegner überhaupt nicht klar. Man sieht richtig, wie hilflos die Spieler gucken, wenn sie wieder und wieder zusehen müssen, wie der nächste freie Wurf aufs Tor fliegt.
In der Offensive genau umgedreht. In den letzten Alfred-Jahren war dieses endlose Hin- und Herpassen im Rückraum ohne jede Geschwindigkeit schon schwere Kost. Das wurde unter Jicha schon etwas besser und mit Sagosen hat man sicher gehofft, dass die Kreativität noch etwas besser wird. Aber insgesamt spielt der THW viel zu wenig als Mannschaft zusammen. Insbesondere unter Druck verfallen zu viele Spieler in Einzelaktionen, die mal funktionieren können, aber wenn nicht, wie am Sonnabend, dem Gegner wunderbar in die Karten spielen. Sobald der Gegner mit Mut und Aggressivität stört, hat man gute Chancen, dass der THW die Nerven verliert. Aber auch hier wirken die Spieler sehr hilflos, was sie machen sollen, wenn Plan A nicht funktioniert.
Es wird sich jetzt zeigen, ob Jicha darauf die richtigen Antworten findet als noch junger Trainer, der hier genauso wachsen muss, wie junge Spieler. Die grundsätzliche Qualität, dass sie trotzdem alles gewinnen, ist mal von schwerwiegenden Verletzungsthemen abgesehen, auf jeden Fall da. Insofern kein Grund alles grundlegend in Frage zu stellen.
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Dass man sich von Nilsson trennt, konnte man doch nach der letzten Saison vermuten. Auch ohne finanzielle Belastungen durch die aktuelle Situation. Nachdem Nilsson nicht gespielt hat und dafür andere durchgespielt haben trotz einiger Ausfälle, war doch klar, dass was nicht stimmt. Ich kann mich noch an ein Interview von Jicha nach einem Spiel erinnern, wo es auch um die Frage ging, warum Nilsson nicht spielt. Da ist er dann sehr allgemein geworden und hat erzählt, wie wichtig es ist, dass die Spieler die notwendige Fitness haben, um alle paar Tage Höchstleistung zu bringen. Wenn man da 1 und 1 zusammengezählt hat, konnte man schon vermuten, dass der äußerliche Eindruck von Nilsson sich auch in den Fitnesseindrücken im Trainerstab wiederspiegelt. Und dass Nilsson keinen Bock hat, der Notnagel zu sein, der nur zum Zug kommt, wenn es gar nicht anders geht, ist auch verständlich. Offenbar fährt man da beim THW eine sehr harte Linie, was man schon bei Gisli vermuten konnte.
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Aber genau das findet halt leider nicht statt. Wenn selbst Wissenschaftler lieber eine spekulative Annahme treffen, um dann am Ende ein Ergebnis zu haben, schlägt man doch den Weg ein, dass man um jeden Preis ein bestimmtes Ergebnis nachweisen möchte. Und das ist gefährlich. Und deswegen stört mich das persönlich mit Jena jetzt konkret, wo jeder in Jena weiß, dass diese Aussagen eben nicht zutreffen. Das ist wie beim Streeck in NRW. Da wusste man vorher, dass er definitiv nachweisen wird, dass die Verbreitung viel höher ist und diese ganzen Maßnahmen übertrieben sind. Da musste man ihm vorher nur zuhören.
Wie soll man sich denn als Gesellschaft darauf verlassen, dass wirklich versucht wird, das beste zu erreichen, wenn man dann so etwas mitbekommt, was man selber beurteilen kann? Wie soll man denn dann daran glauben, dass andere Dinge wirklich bestmöglich untersucht worden sind, wenn man sich hier nicht mal die Mühe macht, das zu untersuchen, sondern einfach sagt: Hm, Ergebnis passt nicht, also spekulieren wir halt, warum es trotzdem stimmt. Ähnlich wie beim Streeck in einer anderen Richtung. An dieser Stelle muss auch gesellschaftlich gesagt werden: Leute, dass kann nicht das Level sein.
Als ich meine Diplomarbeit geschreiben habe, sagte mein Betreuer, dass es nicht darauf ankommt, dass die These unbedingt bewiesen wird, sondern dass wissenschaftliche Standards eingehalten werden und wenn dann herauskommt, dass die These eben nicht zutrifft, dann ist das trotzdem eine wertvolle wissentschaftliche Arbeit. Aber irgendwie scheint das abhanden gekommen zu sein. Es gibt mit Sicherheit sehr viele Wege die Wirksamkeit von Masken nachzuweisen. Es wäre zumindest merkwürdigt, wenn das nicht so wäre, denn schließlich trägt medizinisches Personal diese Dinge hoffentlich nicht einfach so auf Verdacht.
Aber Jena ist dafür nicht geeignet.
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Mir geht es nicht darum, hier jemand zu überzeugen. Das kann ich sowieso nicht. Jeder glaubt in der Regel, was er will. Mich macht es aber irgendwo nachdenklich, dass es reicht durch Spekulationen die eigene Theorie zu "beweisen". Noch dazu, weil man sich nicht mal die Mühe gemacht hat, diese Widersprüche aufzuklären. Bei vielen anderen wissenschaftlichen Arbeiten aktuell kann leider ähnliches beobachten. Vor allem bei solchen, die beweisen wollen, dass alles falsch ist, was gemacht wird. Man sollte hoffen, dass der gesellschaftliche Anspruch höher ist. Egal in welche Richtung.
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Wälde vermutet, dass viele Menschen in Jena die Maskenpflicht bereits einige Tage vor dem Stichtag umgesetzt haben. Die Stadtregierung hatte die Maßnahme am 30. März angekündigt. Danach waren die Internetsuchanfragen zum Thema Mund-Nase-Schutz angestiegen, was Wälde als Indiz betrachtet."
Also ich finde das etwas dünn, ehrlich gesagt, gegenüber dem Fakt, dass zu der Zeit Kneipen, Clubs, Restaurants und Bars in Jena schon 2 Wochen zu hatten, die im "synthetischen Jena" aber noch offen waren.
Berechtigte Frage vom Jenaer. Warum konstruiert man ein synthetisches Jena? Gibt doch genug echte Städte.Dazu kann ich als Einhemischer sagen, der 1) direkt in der Kneipenmeile wohnt über einem der bekanntesten Lokale in der Stadt und 2) sein Büro direkt am Markt hat mitten in der Stadt, dass keiner vorher eine Maske getragen hat.
Ich habe mich sogar über das WE davor richtig geärgert, bevor die Maskenpflicht am Montag kam. Dort hat die Stadt wie immer den Wochenmarkt gemacht. Die Stände haben sich aber wie zuvor so platziert, dass nur der halbe Marktplatz belegt war, aber alles so dicht zusammen, dass die Leute gar keine Chance hatten den Mindestabstand einzuhalten. Da sind dann also sehr viele, vor allem ältere Menschen, ohne Maske, ohne Abstand auf dem Markt unterwegs gewesen, z.T. um Blumen zu kaufen. Wieso lässt ausgerechnet die Stadt, die so rigoros vorgehen möchte im Kampf gegen Neuinfektionen dann wieder so etwas zu? Das hat mich echt sauer gemacht. Nicht wegen der Maske, sondern vor allem, weil gerade so viele Menschen der Risikogruppe so unterwegs waren.
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Und dazu wieder nen Fun Fact. Zum Zeitpunkt der Einführung gab es nirgends Masken zu kaufen. Das war noch mitten in der großen Krise, wo selbst die Krankenhäuser keine hatten. Um das zu kompensieren, hat man dann in Jena allen Geschäften wieder erlaubt zu öffnen, die Material verkaufen könnten mit denen man Masken selber herstellen kann. Man hat sogar Nähanleitungen verteilt. Die Folge war, dass sich in der Vorwoche große Menschenmengen ohne Maske in allen Geschäften gestapelt haben, die dann wieder öffnen durften, z.B. Stoffländen, weil alle Panik hatten, keine Maske zu haben. Solche Schlangen hab ich das letze Mal zu DDR-Zeiten als Kind gesehen.
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Zu Neuseeland: https://www.zeit.de/gesellschaft/2…n-niedersachsen
Kann man nur hoffen, dass sie Pech hatte und das nicht repräsentativ ist.