Das mit den Zahlen ist klar - aber dann nennen wir auch Roß und Reiter:
* Deutschland insgesamt rund 200.000 Infizierte = 0,25%
* USA insgesamt rund 3.500.000 Infizierte = 1,00%
* Brasilien insgesamt rund 2.000.000 Infizierte = 1,00%Wobei sich das Virus gerade in Brasilien abseits der Städte ausbreitet, in Gebieten ohne Gesundheitsversorgung. Reihentests in Favelas kommen auf hochgerechnete 14.000.000 Infizierte = 7%. Wenn also nach jetzigem Stand (und nicht vergessen, in USA und BRA ging es wohl um 2- 4 Wochen nach GER los), dort 4- bis 30-Mal so viele Infizierte sind - wie erklären das diejenigen, die alle Maßnahmen in GER für überzogen und wirkungslos halten?
Und noch ein Gedanke zu Deutschland - die ersten Maßnahmen wurden aufgrund der Ereignisse in Italien ergriffen. Man ging damals von einer Todesrate von rund 5% aus. Mit der damaligen Einschätzung (aufgrund der oberitalienischen Verhältnisse) und der heutigen Infiziertenzahl wären das in GER 10.000 Tote. Ohne oder mit verspäteten Maßnahmen wie in USA, BRA wären es mindestens 40.000 Tote in Deutschland. Auch wenn sich rausgestellt hat, dass die Annahme von 5% bei einem stabilen Gesundheitssystem zu hoch ist, da frage ich mich doch: Wie kann man da mit Grippevergleichen kommen? Wie kann man da die getroffenen Maßnahmen verteufeln? Wie kann man da das Virus bzw. seine Gefahr leugnen?
Oh jeh, da geht aber einiges durcheinander...
Von einer Todesrate (Mortalität) von 5 Prozent ist zum Glück niemand ausgegangen... das hätte ja nur für Deutschland über 4 Millionen Todesfälle bedeutet. Du meinst wahrscheinlich die Anzahl der positiv Getesteten, die auch wirklich erkranken (= Prävalenz)!
Wir haben in Deutschland seit Februar rund 200.000 bekannte positive Tests (Dunkelziffer wahrscheinlich höher). Seit 9-10 Wochen liegt die Prävalenz nach anfänglich 6-9 Prozent jetzt bei rund bei 1,5 Prozent (übrigens etwa auch in dem Bereich, in dem im Schnitt auch Tests falsch positive Ergebnisse liefern), trotz Gütersloh und Co... Ob die rund 9.000 Todesfälle tatsächlich mit oder an SARS COV 2 gestorben sind, kann keine seriös sagen. Die bisherigen Ergebnisse von Obduktionen sagen wohl häufiger mit als an,aber das ist Spekulation. Auch die Behauptung, der Lockdown hätte die Infektionszahlen gesenkt, ist nicht beweisbar. Denn interessanterweise gleicht die Kurve der Erkrankten bei COVId 19 verblüffend der der jährlichen Grippesaison: Beginn im Oktober/November, Höhepunkt im März/April und danach deutliches abflachen der Kurve, und das OHNE Lockdown und andere Maßnahmen. Übrigens ist der Begriff Influenza Welle auch nicht ganz korrekt, denn auch in den Jahren zuvor sind in den betroffenen Fällen im Labor zwar überwiegend verschiedene Gruppen von Influenza Viren nachweisbar gewesen, aber eben auch andere und in 5-15 Prozent der Proben auch Corona Viren! Damals hat das nur keinen interessiert, weil man nicht danach gesucht hat.
Und dein Beispiel mit Brasilien zeigt doch eindrucksvoll, dass nicht alleine irgendwelche Maßnahmen zur Eindämmung eines leicht übertragbaren Virus führen, sondern die "Lebensumstände" eine entscheidene Rolle spielen. Müssen Menschen in Armut leben und auf auf engen Verhältnissen dicht aneinander leben, steigt die Gefahr der Ansteckung. Ist diese Bevölkerung dann zusätzlich noch in einem schlechteren gesundheitlichen Zustand, werden die gesundheitlichen Folgen einer Infektion gefährlicher sein, als im Rest der Bevölkerung mit stabilem Immunsystem. Ergo steigt dort die Morbidität, das gilt für USA, Italien, Deutschland genauso und ist bei jeder Infektionserkrankung so. Deshalb bin ich ja alles andere als ein Verschwörungstheorethiker oder leugne die Existenz von SARS Cov 2!. Ich plädiere aber für einen differenzierteren Umgang mit dem Virus. Nicht ALLEINE der, im übrigen bis heute nicht amtlich validierte, PCR Test aus dem Hause Drosten, der zur Zeit einen Vorhersagewert von gerade einmal 50 Prozent hat, sollte für die Diagnosestellung und der Ableitung von Maßnahmen herangezogen werden (ab 35/50 positiven Test pro 100.000 Einwohner Maßnahme x oder Y), sondern zusätzlich weitere Kriterien wie Syptomatik, Tätigkeit, persönliches Umfeld etc..
Wissenschaftler kennen jetzt schon ca. 100 verschiedene regelmäßig um die Welt zirkulierende Virenstämme.Die Dunkelziffer wird ungleich höher sein. Wenn man für einige von diesen Stämmen auch einen spezifischen Test entwickeln und und in die Bevölkerung darauf testen würde, könnte man jedes Jahr eine Pandemie ausrufen. Denn die WHO hat den Begriff " hohes Erkrankungsrisiko" schon vor einigen Jahren aus der Definition einer Pandemie gestrichen...Warum? Wer finanziert die WHO? Wer verdient viel Geld an der Entwicklung von Impfstoffen...?
Wie war das bei der Schweinegrippe Pandemie?
Google mal den Bericht im NDR von 2009: "Profiteure der Angst"...