@NSU´ler: Ich sprach von der überwiegenden Anzahl der aktuellen Auswahlspielerinnen bestimmter Jahrgänge, von Akademikern hatte ich nicht gesprochen, sondern von den Einkommensverhältnissen. Die Spielerinnen kommen nun einmal überwiegend aus einem bestimmten Umfeld, was übrigens nicht selten Voraussetzung sein dürfte, um den Tanz überhaupt mitzumachen, mit der ganzen Fahrerei. Das machen häufig nur Eltern, die sich auch sonst sehr für ihre Kinder engagieren. Oder erwischt der HVW Spielerinnen aus bestimmten Umfeldern nicht mehr oder haben die Bundesligaspielerinnen, die du kennst, möglicherweise einen anderen Weg genommen? Kürzlich hatte hier mal jemand eine interessante Statistik über den Jahrgang 2000 in der Buli und dessen vorheriges überwiegendes Nichtauftauchen in den Juniorenteams des DHB.
Schau dir auch mal die Anzahl der Gymnasien bei Jugend trainiert für Olympia an. Häufig Internate oder am Ort eines Vereins mit starker Jugendabteilung.
Beiträge von Fachfremder
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Du vergleichst einen Millionär und Bundesligaprofi, der sicherlich ein eigenes Fitnessstudio hat, dazu einen Personal-Trainer sowie Ernährungsberater mit jungen Spielerinnen, die vielleicht mit einer fünfköpfigen Familie in einer 3 Zimmerwohnung leben, wo beide Eltern auf ein Mal im Home Office sind und die Kinder Home-Schooling machen?!?!
Also ich bin ja nicht mit allem bei Juliscka, aber ich kenne mich bei den Jahrgängen 2002 bis 2005 und Abstrichen 2006 relativ gut aus und kann bei einigen Auswahlspielerinnen des HVW auch ziemlich sicher etwas über die familiären Verhältnisse sagen. Prekäre Verhältnisse überwiegen da glaube ich nicht. Mit vierköpfiger Familie im EFH dürfte da eher die häufigste Variante sein. Genau wie Gymnasiumbesuch und damit verbunden Elternhaus, das Wert auf (Aus)Bildung legt. Wenn die eigenen Eltern dann deutlich mehr verdienen als die meisten Profihandballerinnen in Deutschland, ist Bundesligaspielerin dann vielleicht doch häufiger etwas, was passieren kann, in der Lebensplanung aber nicht vordringlich ist.
Ansonsten bin ich, was die Breite angeht, bei dir NSU`ler. Wenn ich ohne Basis zu viel von oben absauge, bleibt nicht mehr viel übrig. Es fehlt also ein Ansatz, wie man die Breite stärkt und Impulse aus der Verbandsförderung in die Vereine trägt. Da passiert beim HVW auch gar nichts und auch bei dem, was die selbst machen, kommt wenig bei rum. Da haben in jüngerer Vergangenheit wohl schon einige mit der höchsten Kaderstufe den Dienst freiwillig quittiert. Das Motto ist, auch was Athletik angeht, viel hilft viel. Eine vernünftige Belastungssteuerung ist allerdings kaum erkennbar, eine Reihe schwerer Verletzungen württembergischer Toptalente spricht für sich.
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@ julischka: A-Jugend kann auch 18 und zweites Jahr A-Jugend heißen, 16 ist teilweise zweites Jahr B-Jugend. Warum die Torhüterin in Leipzig bleibt, weiß ich nicht, kann mir aber viele Gründe vorstellen, z.B. auch den Willen, selbst mit der Mannschaft aufzusteigen oder erst einmal dauerhaft konstante Leistungen zu bringen. Mal in der ersten und zweiten Liga eingesetzt werden und dort konstant bestimmte Leistungen abzurufen, ist halt etwas anderes. Sieht man z.B. an Buxte, wobei das kein Vorwurf an die dortigen Mädels ist, sondern eine reine Feststellung.
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Ich weiß nicht, ob es erstrebenswert ist, mit 16/17 2. Bundesliga zu spielen. Wenn man sich die DM der Jugend in den Livestreams angesehen hat, hat man gesehen, dass die Mädels in diesem Alter insgesamt, insbesondere motorisch, einfach noch nicht "fertig" sind und auch das Überwinden einer Abwehr mit Gleichaltrigen eine große Herausforderung darstellt.
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Die Frage ist: Wer kann und will sich das leisten?
Die Frage ist auch, wer möchte dort Spiele bestreiten? Es ist doch jetzt schon so, dass die Spiele der 2.ten Mannschaften kaum Zuschauer haben, ist also auch für die Gegner wenig attraktiv. Hier in Württemberg gab es in der 2. Liga zudem viele Derbys, wo auch Auswärtsfans kamen und die Hallen gut gefüllt waren. Dies wird nicht der Fall sein, wenn Metzingen oder Bietigheim 2 kommen und als Spielerin könnte es durchaus vorzugswürdig sein, bei einem Verein zu spielen, wo man bei den Heimspielen auch ein wenig Stimmung hat. Man sollte angesichts der Verdienstmöglichkeiten im Frauenhandball die "Bundesligawilligkeit" des Nachwuchses auch nicht überschätzen. Am Ende sind die Teams dann wieder voll mit ausländischen Spielerinnen, die Deutschland als Sprungbrett nutzen wollen. Hat man sich eigentlich mal beim Frauenfußball erkundigt? Da besteht doch die Hälfte der Liga aus Zweitvertretungen.
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Also ich hätte ja Union Neckarsulm Sport = UNS besser gefunden, wären viele tolle Wortspiele möglich gewesen, hier bei UNS usw.
Insgesamt kann ich es auch nicht verstehen, zumal die Sache mit den Nazis jetzt schon etwas länger zurückliegt, verstehe ich den Zeitpunkt nicht. Demnächst darf dann FA Göppingen seine Homepage nicht mehr unter http://www.fag-handball. de betreiben, weil FAG missverstanden werden könnte. Ich weiß nicht. -
Hab ich auch gesehen, die Probleme mit dem Ball von Puma waren ja offenkundig. Kommt davon, wenn man etwas für den neuen DHB-Ausrüster machen muss, der in der Herstellung von Handbällen wenig Erfahrung hat.
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Hbi Weilimdorf/Feuerbach, württembergischer Meister C-Jugend 18/19 und Pokalsieger in BaWü, kurz stärkste Mannschaft des Jahrgangs, danach mit dem gleichen Jahrgang 5, in der BWOL, im nächsten Jahr nach Nominierungspraxis des HVW trotz Gang vor das Bundesgericht des DHB nicht nominiert. Darauf erste Abgänge, z.B. nach Bietigheim. Zwei Nk2 Spielerinnen zum 01.09.2020:
Daneben mit Sophie Hilf eine Spielerin, die auch am DHB dran war, jedoch wohl schon einige Verletzungen hatte, was im Bereich des HVW für Kaderspielerinnen leider keine Seltenheit ist.
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Naja jetzt haben sie zumindest mal die ganzen ehmaligen HBI-Mädels für ihre AJ geholt. Bin gespannt wie die Kooperation mit Möglingen da klappt
Besonders zu bemerken ist, dass die Hbi-Mädels in Möglingen ja unter ihrem bisherigen Jugendtrainer spielen. Da kann ich mir dann denken, wo der Trainingsschwerpunkt liegt. Die hat man sich halt geholt, um irgendwie in der Jugendbundesliga weiter zu kommen und dann die "eigene" Jugendarbeit zu loben, kennt man hier in der Gegend auch von anderen Bundesligisten. Immerhin haben die eine entsprechende Qualität, ansonsten wird offensichtlich alles angesprochen, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Insgesamt muss man hier eher mit Kopfschütteln betrachten, wie die Jugendspielerinnen hier hin- und herwechseln, wobei Hbi da einen gewissen Sonderfall darstellt, nachdem der HVW ihnen letzten Sommer mit der BWOL-Nominierung übel mitgespielt hatte (gibt es einen eigenen Thread in Amateurligen & Jugendhandball).
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Ich glaube nicht, dass der Job im Hinblick auf die Internatspläne eine gesicherte Perspektive war, aber das Thema hatten wir ja schon. Am Ende dürfte es so sein, dass man als Nachwuchsleiter immer noch deutlich weniger verdient als auf einem Cheftrainerposten. Wenn man mit Handball seinen Lebensunterhalt bestreiten will, ist das immer noch die bessere Wahl.
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Tolles Endspiel mit einem verdienten Sieger und einer - trotz herausragenden Lunde und Reistad - immer noch geschlossenen Mannschaftsleistung, weil keine irgendwie negativ aufgefallen ist oder Fehler gemacht hätte. Auch die Tore von Reistad waren in großer Zahl durch den perfekt organisierten Angriff vorbereitet. Zudem eine gute Trefferquote auch auf den anderen Positionen. Brest hatte es deshalb viel schwerer zu verteidigen als gegen Györ mit den durchschaubaren Ansätzen und fehlenden Optionen im Rückraum.
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Naja, geholfen hat es jedenfalls nicht:
https://schwabenhornets.de/spiele/spielbe…nach-7-monaten/
Scheint aber hier in Württemberg jetzt so zur Gewohnheit zu werden. Hier darf nächstes Jahr jeder BWOL spielen, der sich angemeldet hat, was wohl einige gemacht haben, ohne über die erforderliche Teamstärke zu verfügen, um jetzt auf ihren Homepages um Spielerinnen zu werben, u.a. Zweitligist Waiblingen:
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Können wir es mit dem Thema Ansetzung jetzt einmal sein lassen? Es wurde hier doch schon mitgeteilt, dass dies gemäß geloster Kennziffern erfolgt. Ich habe jetzt noch nichts in diese Richtung von Göppingen gehört, die nämlich genau wissen, dass sie nicht am letzten Spieltag abgestiegen sind, sondern an den Spieltagen zuvor, nicht zuletzt im letzten Heimspiel gegen Rosengarten. Wenn man die Beiträge von den Nordlichtern in letzter Zeit verfolgt hat, war Buxte einfach nicht mehr gut drauf, was nach so einer zähen Saison mit so vielen jungen Spielerinnen auch nicht verwunderlich ist. Sie hatten ja auch zu Hause gegen Göppingen vergeigt, obwohl dies nicht nötig war.
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Es ist auffällig, wie wenig Spielerinnen aus dieser Liste in der U18 und der U19 dabei waren.
Das zeigt, dass die Zusammensetzung der Auswahlmannschaften immer auf einer Momentaufnahme beruht, wobei ich glaube, dass Scheib sich verletzt hatte. Kynast ist ein gutes Beispiel dafür, wie man sich langfristig entwickelt. Ich habe die schon in der C-Jugend spielen sehen, da fiel sie schon weniger durch spektakuläre Aktionen als durch sehr gutes Entscheidungsverhalten auf. Für die Auswahlmannschaften werden dann wohl häufiger die Auffälligen ausgesucht, ob die sich dann aber konstant entwickeln, steht auf einem anderen Blatt.
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Göppingen hat es sich selbst zuzuschreiben. Allein der verschenkte Punkt im Heimspiel gegen Rosengarten hätte jetzt für die Relegation gereicht. Der Abstieg ist also durchaus gerechtfertigt. Mit dem neuen Kader wäre die Klasse auch nächstes Jahr nur schwierig zu halten gewesen. Direkter Wiederaufstieg sehe ich auch nicht zwingen. Glückwunsch an Rosengarten. wenn man das FF gesehen hat, hat man sich sowieso gewundert, warum die in Abstiegsgefahr sind.
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Könnte man und wäre sinnvoll, aber Du kannst davon ausgehen, dass das nicht der Fall ist.
Was aber äußerst bedauerlich ist, weil man die Geschichte dann auch direkt sein lassen könnte. Es kann doch nur darum gehen, Zuschauer und Interessenten zu gewinnen, die nicht ohnehin schon auf Sportdeutschland schauen. Wenn man also Publikum gewinnen will, sollte man an allen Schrauben drehen. Auch wenn den viele nicht leiden können: Frank Buschmann hat es damals zunächst beim Sportkanal, danach beim DSF, geschafft, einer breiteren Öffentlichkeit Basketball nahe zu bringen, und zwar nicht nur, weil er so aufgedreht war, sondern auch, weil er dem Nichtfachpublikum den Sport erklärt hat.
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pko: Völlig richtig, es ist Sache des DHB, wie er die Aufsteiger ermittelt. Freiburg ist sportlicher Absteiger einer durchgespielten Saison und es hat für sie völlig egal zu sein, wie und ob in der Spielklasse darunter ein Aufsteiger ausgespielt wird oder wie die Plätze sonst vergeben werden.
alter Sack: In der Tat peinlich, insbesondere wenn man bedenkt, dass die persönliche Betroffenheit von der Entscheidung eine grundsätzliche Voraussetzung ist, gegen eine solche rechtlich vorzugehen. Sollte eigentlich bekannt sein, wenn man es trotzdem versucht, mag es ja legitim sein. Man muss das Ganze dann aber nicht noch medial aufbauschen und Ungerechtigkeiten beklagen. Ein Verein in der fünfthöchsten Spielklasse kann sich auch nicht darüber beschweren, wie der Aufsteiger von der vierten in die dritte Spielklasse ermittelt wird.
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Ich fand es bei Kromer eher peinlich, wie er seinen Freund Gaugisch permanent gelobt und abgefeiert hat, dass der jetzt zum Damenhandball gewechselt ist. Ansonsten aber Lob für den Kommentator und insbesondere auch das Endspiel mit Groener. Die HBF sollte sich für die Eurosport-Übertragungen auch mal überlegen, ob sie nicht ein paar Euro investiert, um mal professionelle Kommentatoren zu engagieren.
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Auf jeden Fall sieht man wieder, dass die Deutsche Meisterschaft bei den Damen nicht zuletzt eine Frage der Kohle ist und man dies offensichtlich nicht erreicht, in dem man eine Mannschaft entwickelt.
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Spielball: Mimimi, die Strafen für Nichtantreten sind klar geregelt und bis zu einer bestimmten Anzahl von Spielen hat dies auch keine weiteren Konsequenzen, insbesondere nicht für die Wertung anderer Spiele. Dortmund kann ja nichts dafür, dass Bensheim nicht antritt. Bietigheim ist diese Saison einfach nicht stark genug für Meisterschaft, nimm es einfach hin.