Beiträge von Fachfremder

    InTheAirTonight hat auch nicht verstanden, dass hier über die Nachbesetzung beim BVB und nicht beim DHB diskutiert wird. Beim DHB wird wohl ohnehin Gino Smits erste Wahl sein, weil es seine bisherige Truppe ist. Dann kann man lieber für die U17/18 weiblich jemand Neuen suchen, alles andere wäre aus meiner Sicht Unsinn. Oder der BVB möchte es wieder mit Gino Smits versuchen :lol:

    Die gestrige Veröffentlichung des DHB ist überschrieben mit "Medieninformation Deutscher Handballbund - Sportliche Leitung der Nationalmannschaft U19/20 weiblich". Der Name Fuhr wird in der Überschrift nicht genannt. Bemerkenswerter finde ich aber, dass die "Medieninformation" kein Wort des Dankes o.ä. für die geleistete Tätigkeit enthält.

    Also InTheAirTonight, du schreibst jetzt doch selbst, dass Roch sich freute, dass Woltering vielleicht Ihre Torwarttrainerin wird. Dann ist sie möglicherweise nicht wegen, sondern trotz Fuhr und wegen Woltering dageblieben. Und bei Vollebregt wird es jetzt schon als Einverständnis mit dem Trainer gewertet, dass sie ihren Vertrag erfüllt hat. Glaubst du, weil in der Vergangenheit nicht alle sofort bei Fuhr weggelaufen sind, kann es ja nicht so schlimm sein?

    Oh Mann, InTheAirTonight, nenn dich um in Pippi Langstrumpf, die macht sich die Welt auch, wie sie ihr gefällt. Der Wechsel von Roch wurde im März 2019 verkündet, der von Vollebregt im April 2019. Der eigentlich bis 2021 laufende Vertrag von Fuhr in Metzingen wurde dann im Mai 2019 aufgelöst. Die sind nicht mit ihm gewechselt, sondern vor ihm und wahrscheinlich nicht in dem Glauben, dass der plötzlich in Dortmund auftaucht. Die Vertragsverlängerung von Vollebregt hat diese ja dann auch dankend abgelehnt.

    Wie man das Verhalten der Trainerkollegen (Trainerkollegin ist eigentlich nur Logvin, Rott ist Manager) betrachten muss, ist nicht zuletzt eine Frage, die man nur beantworten kann, wenn man weiß, was vorgefallen ist und da dürfte die Wahrscheinlichkeit hoch sein, dass Logvin und Rott bessere Kenntnis oder Ahnungen haben als viele von uns hier (einige scheinen ja recht gute Kenntnisse zu haben). Logvin, weil Stockschläder zu ihr gewechselt ist und Rott, weil Fuhr in Metzingen war.

    Und die Anlaufstelle gegen Gewalt und Missbrauch wurde schon nach der eigenen PM des BVB zur Freistellung von verschiedenen Spielerinnen angerufen, also sollte das Thema Zschocke und Berger behaupten was, um aus dem Vertrag zu kommen, nicht erst langsam vom Tisch sein.

    Für mich zeichnet sich hier auf jeden Fall - nicht zuletzt durch die Stellungnahme des Anwalts von Fuhr selbst - das Bild ab, dass hier jemand Führungsmethoden und Kommunikation von vorvorgestern praktiziert und dabei offensichtlich auch Grenzen überschreitet. Genau um solches Verhalten aufzudecken und dem entgegenzuwirken, gibt es auch die besagte Anlaufstelle.

    Und was soll es heißen, dass man so etwas wie Logvin und Rott nicht macht, egal, was man weiß? Sollen die sich auch dann zurückhalten, wenn sie wissen sollten, dass der Kollege unrechtmäßig gehandelt hat? Alter preußischer Korpsgeist oder was?

    revox : Ich glaube einer hatte es hier schon einmal bemerkt, dass es irgendwie seltsam sei, dass aus keiner, wirklich aus keiner Ecke, sei es von den ehemaligen Vereinen oder auch vom DHB eine "Ehrenerklärung" für Fuhr abgegeben wurde, der Art, dass man sich das alles nicht vorstellen könne. Es macht den Eindruck, dass ihn eigentlich nur zwei Leute verteidigen, nämlich InTheAirTonight und Heiermann, wobei ich es so sehe, dass Heiermann ihm einen Bärendienst erwiesen hat, die Sache in die Öffentlichkeit zu ziehen, statt Zschocke und Berger einfach ziehen zu lassen.

    Mir würde eigentlich schon die Stellungnahme seines eigenen Anwalts reichen, wo unpassende Bemerkungen gegenüber Asiaten, eine gewisse Sexualisierung der Ausdrucksweise und wohl die Inkaufnahme der Verletzung "individueller" Grenzen als fordernde Trainerarbeit mehr oder minder eingeräumt, gutgeheißen oder verharmlost werden.

    Warum jetzt erst viel an die Öffentlichkeit kommt? Vielleicht falsch verstandene Rücksichtnahme?

    zocker12 Und genau das ist die Handschrift von Gaugisch, auch wenn andere Foristen in anderen Threads geltend machen, Bietigheim hätte ohne Gaugisch nicht einen Punkt weniger. Ich fand, das hat sich letztes Jahr im Supercup gegen den BVB schon angedeutet, die haben dem BVB da auch kaum Raum zur Entfaltung gegeben. Und die Torhüterinnen profitieren auch von dem Zusammenspiel mit der Abwehr.

    Also irgendwie ufert es jetzt aus hier und jetzt wird wieder die olle Kamelle Dulfer/Smits ausgepackt. Kann mich nicht erinnern, dass die gekündigt hätten, da sind schlichtweg die Verträge ausgelaufen, also eine völlig andere Situation.

    Und jemand hatte auch schon einmal darauf hingewiesen, dass die ganze Sache für die Spielerinnen auch kein Spaß ist und insbesondere aus Sicht von Berger auch kein Anlass besteht, jetzt aus dem Vertrag raus zu wollen.

    Ich wünsche jedenfalls Mia Zschocke einen guten Start und viel Erfolg in Storhamar und Amelie Berger, dass sie schnell wieder fit wird und einen neuen Verein findet.

    Ach InTheAirTonight, auch wenn ich jetzt vielleicht polemisch werde, müsstest du es nicht eigentlich gutheißen, wenn eine deutsche Spielerin (nach deiner Meinung) nicht einmal davor zurückschreckt, einen Trainer grundlos zu diskreditieren, nur um aus ihrem Vertrag herauszukommen und CL im Ausland zu spielen? Die hat doch echten Biss und Willen, oder? Das fehlt doch sonst bei deutschen Spielerinnen.

    Und zum Thema Storhamar (nicht Storhamer, wie von dir geschrieben) und weil du so oft fragst , was man glaubt: Glaubst du, ein CL-Teilnehmer verpflichtet die Mia nur, weil die Tina es gerne möchte? Irgendwie denken die wohl, dass sie in den Kader passt und wenn sie bereits Kontakt zu einer Mitspielerin hat, wird dies den Einstieg sicher nicht erschweren.

    Und noch eins: Plötzlich ist es im Ausland doch schöner als in der HBF? Da warst du neulich noch anderer Meinung.

    Laut heutigem Beitrag in den Ruhrnachrichten hatten Zschocke und Berger gegenüber Heiermann bereits am 24.08.2022 geäußert, nicht mehr unter Fuhr spielen zu wollen. Kaum zu glauben, dass die ihm keine Gründe genannt haben. Damit die Spielerinnen quasi zur Kündigung gezwungen und dann noch ein Statement abgeben, wo die Kündigungen schon auf dem Tisch liegen, dies aber verschwiegen wird. Die Spielerinnen werden damit praktisch gezwungen, an die Öffentlichkeit zu gehen und auch die Einschaltung von Athleten Deutschland bekannt zu geben. Kann Heiermann wirklich so wenig weitsichtig sein, nicht zu ahnen, was er damit lostritt?

    Mit der Entscheidung über die Freistellung hatte er übrigens laut Ruhrnachrichten nichts zu tun:

    https://www.ruhrnachrichten.de/bvb-handball-d…920-2000635126/

    Nochmals aus der Stellungnahme des Rechtsanwalts:

    "Zu den Vorwürfen einer rassistischen und sexualisierten Art

    Unter die Überschrift Rassismus passte nur ein durch Spielerinnen vorgetragenes Verhalten, das aber auch hier nicht von der Betroffenen selbst, sondern von dritter Seite kritisiert wurde. Dabei ging es, soviel kann man sagen, um Essgewohnheiten in Asien. Das erinnert an den Ausspruch des Ex-Sky-Reporters Jörg Dahlmann, der einen Fußballer aus Hannover dem "Land des Sushi" zuordnete, was als rassistische Bemerkung empfunden wurde.

    Wenn Bemerkungen als unangemessene Sexualisierung moniert werden und sich jemand hiervon negativ berührt gefühlt hat, ist dies nicht zu kritisieren. Das macht aber nicht den Trainer Fuhr aus und hat in keinem Fall etwas mit einem Gewaltbegriff zu tun, den man damit gemeinhin verbindet."

    Quelle: https://www.handball-world.news/o.red.r/news-1-2-1-46304.html

    Was soll ich jetzt da rauslesen?

    Fridulin : Ich bin mir aber nicht sicher, ob genau die Stellungnahme des Anwalts zu der jetzigen Reaktion geführt hat. Wenn der Hauptverein bzw. die GmbH & Co, KGaA (Fußballabteilung) das gelesen hat, wird es da einen Aufschrei gegeben haben, wenn die von Äußerungen lesen, die der Anwalt zwar nicht so schlimm findet, bei denen für vergleichbare aber Sportreporter ihren Hut nehmen mussten. Scheint also möglich, dass hier wieder nicht Heiermann agiert hat, sondern ihm der Takt vorgegeben wurde. Auch die oben von mir zitierte Aussage wird kaum mit der Marketingabteilung abgesprochen gewesen sein. Und selbstverständlich ist eine Freistellung keine Vorverurteilung. Ginge es aber nur darum, den Trainer aus der Schusslinie zu nehmen, hätte man das auch einvernehmlich handhaben können.

    Nachtrag: Ich habe mal von den Basketballern aus Ludwigsburg gehört, dass wohl 2.500 Zuschauer in der MHP Arena erforderlich seien, um wirtschaftlich zu sein. Da haben die Zuschauer nicht gereicht. Hier gibt es aber mal Zahlen aus der Saison 2021/22:

    https://de.wikipedia.org/wiki/EHF_Champ…_Frauen_2021/22

    Danach war die Zahl gar nicht so schlecht. Durchgehend über 2.500 kommen da hauptsächlich Györ, Brest und Metz.

    "es kristallisiert sich heraus, dass es bei den meisten Vorwürfen um die Grenze zwischen fordernder Trainerarbeit und individuell empfundenen Grenzbereichen geht."

    Quelle: https://www.handball-world.news/o.red.r/news-1-2-1-46304.html

    Das ist doch die entscheidende Frage, wer definiert denn den individuellen Grenzbereich, Herr Fuhr? Das klingt jetzt ein wenig nach "Der Zweck heiligt die Mittel". Wenn ich meine, in Grenzbereiche zu müssen, nehme ich doch wohl oder übel in Kauf, auch Grenzverletzungen zu begehen, wenn ich nicht so überheblich bin, zu glauben, ich würde die Grenze immer haargenau einhalten können.

    Im Übrigen sehe ich Zschocke und Berger nicht in der Pflicht, irgendetwas zu tun. Die haben ihr Ziel, eine Vertragsauflösung, erreicht und müssen jetzt wahrscheinlich sogar vorsichtig sein, was sie sagen, wenn sie aufgrund ihrer Verträge mit dem BVB verpflichtet sind, über interne Vorgänge Stillschweigen zu wahren. Wenn der BVB Aufklärung gewollt hätte, hätte er einfach die Kündigungen nicht akzeptiert. Die Spielerinnen wären ohne Freigabe bei keinem Verein untergekommen und Gehalt hätte der BVB auch nicht mehr zahlen müssen.