Ich glaube, im Endeffekt ist es egal, wie bzw. aufgrund welcher Intention ein Jugendspieler wechselt. Die Mannschaft die den Spieler, gerade wenn es ein Talent war, verliert, ist immer genervt, entäuscht und sauer auf den anderen Verein. Ich glaube da muss man einfach durch. Was mein Ehrenkodex ist, mein persönlicher, ich persönlich spreche keine Spieler an. Nie. Wenn die Spieler auf mich zu kommen, die Eltern, andere Spieler meiner Mannschaft, dann ja, abr ich werde nie aktiv. Wenn ich jetzt den Verein wechsle, wüßte ich von drei Spieler die mir folgen würden, ausser die neue Mannschaft würde niedriger spielen....was soll ich da machen? Nein sagen?
Es ist nun mal so, die Jahrgänge werden immer schwächer, und will ich als Verein, aufgrund der Geburtenschwachen Jahrgänge, und des Mehrangebots und der sprunghaften Launen der Kids, mein Handballabteilung nicht in den nächsten jahren schliessen, dann muss ich was tun. Ist man ein Stadtverein, hat man es vielleicht schwerer als ein Verein der auf dem Kaff ist und im Umkreis von 100 km keine Konkurrenz hat. Aber davon abgesehen. Die Kids, und auch Eltern sind gerade bei Talenten immer mehr bereit auch weite Strecken auf sich zu nehmen. Eine Spielerin, DHB Auswahl etc. spielt mit 16 Regionalliga Damen, fährt drei mal die Woche 130 km EINFACH! mit dem Zug zum Training.....eine ehemalige Spielerin, B Jugend, hat bisher in der höchsten Klasse unseres Verbands gespielt, ist normal talentiert, geht zu einem Verein, der 80 km einfach entfernt ist....tja, einfach weil es ihr da gut gefällt. Und da ist der Trainer definitiv auf das Mädchen zu gegangen...was soll ich jetzt sagen???....IMO: nix, ich wünsche ihr persönlich alles gute, und in der Saison gewinne ich gegen die Mannschaft. 
Grüße