Beiträge von Linksaussen

    letzter platz hört sich jetzt natürlich doof an, aber von den ergebnissen her sieht das so schlecht nicht aus. mit 2 gegen kroatien und russland verloren, mit einem gegen spanien. dassind ergebnisse, wie sie auch mit der "alten" mannschaft passiert sind, auch wenn man die frage nach der sportlichen ernsthaftigkeit beim supercup natürlich stellen kann.

    äh, nur über ein paar ecken. das posting verweist auf einen link, den dazugehörigen artikel mal lesen. zum beispiel.

    in der süddeutschen war auch mal ein artikel über lewis, wo das detailliert aufgeschlüsselt wurde, aber den hab ich leider nicht mehr gefunden.


    (daß meine, hüstel, "beweisführung" hier nicht gerade rechtlich wasserdich ist, ist mir auch klar)

    jaja. ich weiß so in etwa, wie der bundeshaushalt aussieht und daß der posten bildung/forschung oder verkehr im vergleich z.B. zu sozialleistungen marginal ist, von verschwendeten geldern mal ganz abgesehen.. aber worauf willst du denn eigentlich hinaus? daß man jedem spitzenverdiener die füße küssen sollte, der noch in deutschland steuern zahlt?

    keine frage, was es für eine riesenleistung ist, da über die berge zu kommen. doping verzerrt halt nur die ergebnisse. und es ärgert mich halt maßlos,wenn da jemand wie lance armstrong (ach nein, das war ja nur eine "französische kampagne gegen ihn") als jahrhundertradfahrer gefeiert wird.wobei das problem ja ist, daß die anderen großen - mercks, hinault, usw.) vermutlich eher mehr als weniger gedopt haben. bei radfahren und den anderen vorrangig auf kraft basierenden sportarten ist das nun mal ein riesenproblem. ich kann mir radfahren oder leichtathletik nicht mehr unbelastet angucken. wenn ich daran denke, wie ich damals (wm in tokyo, 95 glaube ich) carl lewis verehrt habe. und der hat seine gesamte karriere hindruch gedopt.

    ich empfehle dazu artikel von, über oder interviews mit professor werner franke. zu beachten wäre allerdings, daß dieser es auch häufig übertreibt mit seinem missionarischen eifer und biswielen fundamentalismus, aber da wird der abgrund manchmal ein wenig deutlicher.

    du fragst dich, was damit geschieht? hast du ein auto? fährst du jeden tag über ständig gepflegte autobahnen? hast du kinder? und schickst du die jeden tag in die schule oder den kindergarten? gehst du gerne ins theater, die oper, ins museum und wunderst doch, wie die das mit den niedrigen eintrittsgeldern finanzieren können?

    usw.usf....

    ja, ich esse umsonst, wenn wir bei der metapher bleiben wollen (faktisch arbeite ich für mein essen). willst du mir deswegen jetzt jegliches recht absprechen, meine meinung dazu zu äußern? gerade weil ich von den leistungen des staates profitiere (NOCH kostenloses studium), weiß ich doch, wo das geld unter anderem hingeht. und dafür zahle ich später auch meine steuern.

    man könnte das märchen ja auch mal erweitern:
    die ersten vier haben kein eigenes einkommen.
    der fünfte hat 100 euro im monat zur verfügung, bezahlt für das essen also 1% seines geldes.
    der sechste hat 600 euro im monat, muß also 0,5% aufbringen.
    der siebte verdient 2000 euro im monat, macht 0,35% für das essen.
    der achte: 4.000 euro, 0,3%.
    der neunte: 8.000 euro, 0,225%.
    der zehnte bekommt aus seinen geerbten aktien und immobilien (wir sind schließlich schon bei der polemischen pauschalisierung, nicht wahr?) 50.000 euro pro monat und muß für seinen anteil für das essen demzufolge 0,118% seiner monatseinkünfte bezahlen.


    nichts gegen märchen, aber die wirtschaft ist bisweilen halt doch etwas komplexer.