Beiträge von Linksaussen

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    Asamoah ist bekannt für sein Gejammere und seine Schauspieleinlagen. So etwas klärt man nach Spielschluss und heult nicht medienwirksam in sämtliche Kameras.

    asamoah hat nach spielschluß zu dem vorfall nichts gesagt, erst recht nichts in die kameras. und ich halte den auch nicht "für sein gejammere bekannt". weidenfeller hat sich wohl noch auf dem spielfeld entschuldigt, womit asamoah das als erledigt ansah (das wurde vor dem sportgericht übrigens auch als mildernder umstand anerkannt).
    es war wohl so, daß das auch zuschauer mitbekommen haben sollen (was die frage aufwirft, warum der schiri nix gehört hat), die dann die bild angerufen hat. die wiederum haben asamoah nach dem vorfall gefragt und da hat er das halt erzählt. was soll er auch machen, sagen, daß nix war?

    amerikanische züge wären dann doch was anderes.

    und ich bin da nicht so optimistisch, daß der 18.xx-zeitpunkt auf ewig gehalten werden kann. die rechte sollen doch nächstes jahr schon wieder vergeben werden und premiere ist der einzige bewerber. nachdem arena ne menge geld verbrannt hat, werden sich eventuelle kandidaten das gut überlegen. und dann hat premiere ganz andere druckmittel, was die frühe sportschau (oder die sportschau überhaupt) angeht.

    es gibt ja schon ein bgh-urteil (bvg? bin mir gerade nicht sicher) über die "öffentliches interesse"-relevanz der bundesliga. das grundsätzliche recht auf berichterstattung wurde da zwar bestätigt, aber auch festgelegt, daß 1.30 min pro spiel diesem öffentlichen interesse genüge tun.

    und ganz ehrlich: so schade fänd ichs um die sportschau nicht. die bietet doch sowieso schon ein programm, was den privaten in nichts nachsteht. sachliche berichterstattung? werbefreiheit? analyse und kritik der spiele auf fachlicher basis? verzicht auf lächerliche nebensächlichkeiten ("hübsche" frauen oder promis im publikum, wespenstich bei thomas schaaf usw.)? gute, fundierte interviews nach den spielen?

    alles fehlanzeige. da reicht mir im grunde auch "bundesliga pur" sonntagmorgens auf dsf. oder internet.


    äh, huch. alles ein wenig über das thema hinaus.

    das heißt aber noch lange nicht, daß der handball den fußball ablöst, denn das wird nicht passieren. nie.

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    Dann bleibt als Premium-Produkt unter den Mannschafts-Sportarten nur noch der Handball übrig»


    ...ist auch nur richtig, wenn man vor premium-produkt "frei empfangbares" setzt.

    felix: der artikel fängt ja ganz gut an und ist in seiner hauptaussage auch richtig, aber einige sachen stören da doch.


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    "'Harry Potter' ist einfach eine Marke. Dann gibt es da halt Nummer 3 und 5 und 7. Man weiß dann sowieso schon: Folge 3 wird ziemlich ähnlich sein wie Folge 1 und 2 - und man sucht diese Ähnlichkeit auch wieder." So der Kulturwissenschaftler Wolfgang Ullrich von der Karlsruher Hochschule für Gestaltung. In seinem Buch "Habenwollen. Wie funktioniert die Konsumkultur?" (S. Fischer Verlag, Frankfurt/Main 2006) hat er zuletzt auf die Ähnlichkeiten von Kunstbetrieb und Warenwelt hingewiesen.

    zum einen ist bei harry potter nicht das serielle prinzip vorherrschend (wenngleich "harry potter" als marke funktioniert), sondern die entwicklung der handlung und der figuren. ganz im gegensatz zu stirb langsam 4, ocean's 13 oder fluch der karibik 3: da will der zuschauer im grunde das gleiche wie vorher, nur mit etwas anderem plot und neuen gags/actionszenen.

    und die ähnlichkeiten von kunstbetrieb und warenwelt - gute güte, und? der mann ist kulturwissenschaftler, man kann erwarten, daß er seinen adorno gelesen hat.

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    Hier funktioniert Kino zunehmend wie das Fernsehen, nähert sich das Konsumverhalten der Nutzer beider Medien einander an: Die Funktion von Fernseh-Serien ist es schon lange, den Zuschauer ein Stück Heimat zu schaffen. Im Fernsehkonsum sucht das Publikum das Gegenteil von der Kernaufgabe moderner Kunst, von Verunsicherung.

    auch hier gilt: gerade viele der neuen amerikanischen serien (six feet under, 24, sopranos, uswusf.) können eben im gegensatz zu kinofilmen eine chaakter- und plotentwicklung aufbieten, die ein film in 90 oder auch 200 minuten nicht leisten kann. das ist nicht alles nur die lust am gewohnten.


    ansonsten empfehle ich das interview im aktuellen sz-magazin mit michael ballhaus (hauskameramann von scorsese, in dem er als einen grund für seinen rückzug aus hollywood angibt, daß die studios zunehmend von wirtschaftlern und nicht mehr kreativen bestimmt werden. deshalb müssen filme garantierten erfolg bieten, deshalb werden für filme die superstars verpflichtet, die die leute in die kinos locken. wo hier gerade departed erwähnt wurde: den erwähnt ballhaus als gutes beispiel dafür. scorsese wollte nur damon und dicaprio haben, das studio hat ihm dann nicholson aufgeschwatzt, weil ihnen damon und di caprio nicht zuschauermagneten genug waren.

    und meiner meinung nach nimmt nicholson dem film ein gutes stück an qualität durch sein klischeebeladenes overacting.


    edit: das ballhaus-interview =3344]"hollywood ist sehr viel härter geworden" gibts hier. auch sonst sehr interessant.

    och bitte. die überlegungen sind schon lange bekannt, rauball hatte beratungen darüber im falle seiner wahl zum dfl-chef angekündigt. übliche bild-taktik, daß hier etwas als "exklusiver hammer" verkauft wird, was weder sicher ist („Der Vorstand geht davon aus, dass die Einführung einer Relegation (...) innerhalb der Bundesliga auf breite Zustimmung stoßen müsste.“) noch neu, geschweige denn exklusiv.

    lest statt bild doch lieber bildblog.de.

    eisbeer: weil sie dann nicht mehr als nicht-eu-ausländer gelten und bessere chancen auf einen vertrag in europa haben.

    das einkaufen von nationalspielern ist ja z.B. im falle katar zum glück unterbunden worden. gabs aber beispielsweise schon 1938, als für die wm in italien von mussolini einige urus eingebürgert wurden...

    mehmet scholl ist auch von karlsruhe zu den bayern gewechselt. warum? mehr geld, bessere sportliche aussichten. im grunde nichts anderes als bei vdv, nur daß der ein bißchen stilloser zu sein scheint.

    söldner heißt ja nicht "charakterloses arschloch". söldner ist ein soldat, der nicht für sein land, sondern für geld kämpft. also ein profi. im grunde also alle bezahlten sportler, wenn sie nicht gerade für die nationalmannschaft auflaufen.

    wir reden hier über profisport, nicht vergessen.

    valencia ist mindestens die nr. 4 in spanien, wenn nicht mehr (in konkurrenz zu real und sevilla). das ist ne andere liga als der hsv.

    und vdv wäre bei einem auflaufen am donnerstag für einen anderen verein erst wieder im achtelfinale der cl spielberechtigt - heißt: 2008.