um es noch mal klar zu sagen: von jemandem, dem es sch….egal ist, ob der TW seines Lieblingsvereins gedopt ist oder nicht, erwarte ich gar nichts - so rein gar nichts!
Beiträge von herrsunshine
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Ich habe an anderer Stelle mal geschrieben, dass mich Radsport nicht mehr interessiert und das hat sehr viel mit Doping zu tun.
Das war über Jahrzehnte flächendeckend und systemisch.
Du diskutierst hier Szenarien eines Einzelfalles, der gerade auf dem Weg der Klärung ist und wir gerade in eine Richtung tendieren, dass es ja vielleicht gar nicht zu einem Fall wird oder wenn doch, eher einer der tragischen Sorte als der kriminellen Sorte.
Erwartest du allen Ernstes, dass ich mich deshalb von meinem Club oder gar vom ganzen Handball abwende?
Das ist ja geradezu lächerlich.
Im Fall der Fälle wäre ich max. von 1 Person enttäuscht und das hätte 0 Auswirkungen auf meinen Club oder den Handball an sich.
Das ist für mich ungefähr so als wenn ich nicht mehr asiatisch essen gehen würde, weil mir die Politik Chinas nicht gefällt.
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Ja, entspricht 100% meiner Erfahrung. Und am wichtigsten erscheint mir der Input in E- und D-Jugend zu sein, wenn es darum geht, das Niveau in der Breite zu fördern. In diesem Alter bedarf es der richtigen Trainer, um Talent zu erkennen und zu fordern (da noch mehr als fördern). Dann ergibt sich alles Weitere in die Leistungsspitze hinein fast von allein
Ja, da hast du natürlich Recht. Der Punkt ist doch: Woher kommt der Input für den Trainer?
Un da kommt die Lizenz zum Tragen: Gut ausgebildete Trainer benötigen genau die Qualifikation des Förderns und Fordern und das sollte eine gut strukturierte Trainerausbildung leisten.! Das ist der Schlüssel zum Erfolg und zwar angefangen von den Minis bis zur A-Jugend.
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Die Lizenzen helfen ein wenig, aber machen Trainer nicht wesentlich besser. Erfahrung und Engagement sind die beiden Punkte, die Qualität bringen.
Das sehe ich etwas anders: Lizenzen helfen viel. Der Dreiklang aus Erfahrung, Engagement und theoretischen Grundlagen, sprich Lizenz macht einen guten Trainer aus. Wenn du nicht Autodiktat bist, brauchst du den Input einer guten Trainerausbildung von übergeordneter Stelle. Da geht´s um Qualitätssicherung und letztendlich auch um Know-How, was gutes Training ausmacht. Diese Leute mit theoretischen Grundlagen sind ja auch Multiplikatoren in den Vereinen, die Prozesse anstoßen können.
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Ich finde auch nicht, dass es für den Breitensport Lizenzanforderungen braucht. Wenn ein engagierter Papa ein richtig gutes Training für einen Jahrgang anbietet und seine Jungs so gut werden, dass sie in der B-Jugend Regionalliga spielen können, was zB mit drei Mal pro Woche gutem Training durchaus machbar ist, wäre es falsch, eine Lizenz zu verlangen.
Bei Leistungszentren sehe ich es anders, weil sie in der Nehmerfunktion im deutschen Handball sind. Hier sollte es Anforderungen geben, wie die Zentren was zurückgeben können. Und zwar an den Breitensport.
Ich fürchte, dass der engagierte Papa, der ohne Lizenz ein richtig gutes Training macht und dessen JUngs so gut sind, dass sie in der B-Jugend in der Regionalliga spielen können, die große Ausnahme in Deutschland ist.
Man wird nicht umhin kommen, die Ausbildung in den Vereinen auch im Breitensport mit lizenzierten Trainern zu bestreiten. Das hat man beim DHB ja auch erkannt und versucht durch die Kinderhandball-Trainer-Offensive den nächsten Schritt zur Qualitätsverbesserung zu gehen.
Der Erfolg der kleinen Länder, wie Island liegt u.a. darin, dass man das Gros der Trainer lizenziert hat und so den Rahmen für eine gute Entwicklung an der Basis geschaffen hat.
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Willst Du wirklich Einmischung aus der Politik zu internen Vorgängen bei Sportverbänden ?
Aus guten Gründen ist hier strikte Trennung.Genau, das wollte ich auch mit meinem Post zum Ausdruck bringen!
Diese Strukturen haben wir Gott sei Dank in. beiden Teilen Deutschlands längst überwunden.
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Na indem man sich wenigstens einmal in den öffentlichen Medien kritisch zur Führungsschwäche äußert. Das Präsidium spürt das dies momentan nicht passieren wird und regiert nach Gutsherrenart weiter. Die Trainersuche im Fußball war ja an Peinlichkeit nicht zu überbieten und Löw musste z.B. nie Rechenschaft ablegen. Auch im Handball wird bei Gislasson verlängert und gleichzeitig mit Kündigung gedroht.
Die Stellenausschreibung für den Präsidenten eines Verbandes sollte folgendes beinhalten: Abschluss des Studiums Sportmanagement , wenigstens 3 Jahre Profierfahrung sowie 2 Jahre Hospitation bei nem Verein der ersten Liga. Dies ist nicht zuviel verlangt und es gibt viele Profis die dies studieren. Ich bezweifle ob unsere jetzigen Präsidenten diesen Anforderungen genügen , zumindest zeigen sie es nicht.
Und du meinst, es ist die Aufgabe des Sport- oder Innenministeriums diese Führungsschwäche in den öffentlichen Medien zu kommentieren?
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Wir stellen mit dem DHB und dem DFB die jeweils weltgrößten Verbände ihrer Sportart und beide zeichnen sich durch Führungsschwäche aus. Wer diesem bis jetzt folgenlosem Treiben ohne öffentlichen Kommentar zuschaut, ist das zuständige Innen/Sportministereum.
Wundern tut mich das nicht.
Wie soll denn deiner Meinung nach der Kommentar des Ministeriums zur Führungsschwäche des DFB und DHB aussehen?!?
Wo ist denn da der Zusammenhang?
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Bye, Bye, Bayern!
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Riecht nach Verlängerung
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Trotz der maximalen Krise 😉 steht Bayern immer noch vor Dortmund !
Das stimmt natürlich. Die Tabelle lügt bekanntlich nicht.
Und wer weiß: Vielleicht kann man sich dann damit brüsten, dass man in der Tabelle vor dem aktuellen CL-Sieger steht.
Ich würde es mir sehr wünschen und würde dem FCB diesen Triumph auch vom ganzen Herzen wünschen,
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Glaube nicht, dass Dortmund die Hosen voll hätte- sehe es eher so, dass man da noch eine Rechnung offen hat mit dem FC Hollywood.
Der Gewinn der Bayern von 2013 hat ja einen üblen Nachgeschmack für alle BVB-Fans. weil man sich da klar benachteiligt fühlte.
Und gewinnen kann aktuell jeder gegen den FCB: Stuttgart, Heidenheim, Bochum, Saarbrücken, …
to be continued

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Vermute auch, dass es für Dansenberg und Ratingen nicht reichen wird.
Aldekerk wird es hoffentlich schaffen, sind eine Bereicherung für die 3. Liga!
Mit dem tollen Publikum wird man vermutlich im letzten Spiel gegen Köln punkten.
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Man muss sich wohl im Profisport damit abfinden, dass Arbeitsverträge oft nicht mehr wert sind, als das Papier, auf dem sie geschrieben sind.
Wirklich wechselwillige Spieler wird man auch durch Arbeitsverträge nicht halten können. Das kann man natürlich moralisch verwerflich finden, aber es ist so, dass der Spieler meist doch am längeren Hebel sitzt. Spieler, die kein Bock mehr auf den Verein haben, kann niemand gebrauchen, Es hilft nur, die vorzeitige Auflösung sich gut bezahlen zu lassen. Und das funktioniert durchaus!
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Der Plan wird mit Hinze durchgezogen, daran gibt es nichts zu rütteln. Hinze soll außerdem Uwe einarbeiten und sie befinden sich schon in ständigen Austausch über die zukünftige Kaderplanung...die nächste Saison wird sicherlich entscheidend, qualifiziert man sich erneut nicht für Europa könnte es eng werden...
Wie meinst du das mit „qualifiziert man sich erneut nicht für Europa“?
Man ist doch aktuell dabei in Europa…

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Mir geht es weniger um das nach vorne rennen können (obwohl das im Zusammenhang mit potentieller Überlastung natürlich auch eine Rolle spielen kann), sondern um das zurückrennen müssen...
Ja, das zurückrennen erleichtert beim modernen Handball die Abwehrarbeit schon sehr. Wenn man das nicht so mag, ist es eventuell nicht die passende Sportart

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War da nicht mal was mit Insolvenz beim TV Korschenbroich?
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Diese Analyse Handball ist jetzt Rennball ist mir zu einseitig.
Schnelle Mitte ist ein weiteres mögliches taktisches Mittel, das die Mannschaften in unterschiedlichem Umfang nutzen. In der Regel rennen - wie auch bei dem Tempogegenstößen - die kleinen flinken Außen und nicht der Rückraum. Je stärker der Rückraum umso weniger wird i.d.R. schnelle Mitte gespielt, weil der Positionsangriff genauso vielversprechend ist. Auch ist der Gegner gefordert, schnelle Mitte geeignet zu "unterbinden".
Ist wie 7 gegen 6 oder Empty Goal in Unterzahl. Kann man machen, muss man aber nicht.
Im großen und ganzen hast du schon recht. Allerdings sehe ich schon einen Unterschied zwischen TG und schneller Mitte: Der TG zielt ja eher darauf ab, die schnellen Außen bei Ballverlust ins Spiel zu bringen, oft eingeleitet durch den TW.
Bei der schnellen Mitte landet der Ball ja regelkonform im Mittelkreis und dann sind es die zentralen Spieler, also Rückraum und ggf. Kreis, die die erste Chance auf den Durchbruch haben.
Mein Verein spielt das übrigens schon seit Jahren sehr erfolgreich!
Die Zuschauer honorieren das ebenfalls! -
Warum denn nicht in blau-weiß?
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O.k., erst mal danke für die ausführlichen sachbezogenen Antworten, dass ist hier im Forum leider nicht die Regel.

Hier mal in Kurzform meine Positionen dazu:
Das "locker nach vorn traben" ist doch nur die eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite hat der Spieler, der im Positionsangriff ein Tor erzielt hat, oft überhaupt keine Chance, rechtzeitig wieder im Abwehrverbund zu stehen, weil er (oft nach einer harten Attacke) im Kreis oder irgendwo anders am Boden liegt oder auch neben der Torhüterin oder auf Höhe der Grundlinie mit dem Rücken zum eigenen Tor erst mal wieder die Kurve kriegen muss. Bei einer gut ausgeführten schnellen Mitte wird dem gegnerischen Team so automatisch eine Überzahlsituation geschenkt, ohne dass sie dafür besonderen Aufwand betreiben musste. Natürlich versuchen die Mannschaften, einen solchen Vorteil zu nutzen, die Rennerei geht los und oft genug funktioniert das ja auch. Das eingangs erzielte Tor wird dadurch aber entwertet. Wer das toll findet, bitteschön, ich habe da eine andere Meinung.
Ja, das ist so, aber in meinen Augen auch wieder nur die halbe Wahrheit. Denn die ganze Rennerei benachteiligt natürlich größere schwerere Athleten und die Verletzungsgefahr steigt aufgrund der Hebelwirkungen im Bewegungsapperat deutlich an, zumal wenn die kurzen schnellen Sprints nicht nur gelegentlich sondern mehr oder weniger ständig abgefordert werden.
Neben der oben beschriebenen Rennerei gibt es einen weiteren Aspekt: Die großen sprung- und wurfgewaltigen Rückraumspielerinnen werden in der aktuellen Umsetzung des Regelwerkes auch dadurch benachteiligt, dass beim Sprungwurf Angriffe auf den Körper oder gar auf den Wurfarm nicht mehr so konsequent geahndet werden, wie es die Regel eigentlich vorschreibt. Dieser Umstand ist nur ein weiterer Baustein auf dem Weg vom Handball zum Rennball, wo der klassische Positionsangriff nur noch eine untergeordnete Rolle spielt. Der Durchbruch ist da aktuell die gern genommene Alternative, dafür brauche ich aber keine große Linkshänderin, eine kleinere, schnelle und durchsetzungsstarke Rechtshänderin tut es da auch. Karolina Kudlacz-Gloc ist dafür das klassische Beispiel mit der Folge, dass man nicht nur scheinbar auf die große wurfstarke Linkshänderin notfalls auch verzichten kann. Dieses Beispiel lässt sich natürlich auch auf die anderen Rüchraumpositionen übertragen. Wenn solche Rahmenbedingungen die möglichen taktischen Varianten im Angriffsspiel nicht reduzieren, dann weiß ich es nicht...
Das ist ja quasi schon die Bankrotterklärung für unsere Sportart und diese Sichtweise hat durchaus ihre Berechtigung. Wenn sogar in einem Land mit über 80 Mio. Einwohnern und großer Handballtradition diese tolle Mannschaftssportart zusehends ihre Basis verliert, sollten wir uns durchaus fragen, ob wir das schulterzuckend hinnehmen oder ob wir nach Wegen suchen, die Attraktivität des Handball's (wieder) zu steigern und für ein breites Spektrum (!!!) an Spielertypen interessant zu machen. Wenn es so weiterläuft wie aktuell, können wir die Turnhallen zuschließen.
Das sehe ich genauso, im Wesentlichen allerdings vor einem anderen Hintergrund, nämlich der ganzen verrückten Rennerei.
An zuviel Spielbetrieb kann es zumindest im Amateurbereich nicht liegen, der findet nämlich in weiten Teilen unseres Landes nur noch im Notlaufmodus statt.
Ein interessantes Beispiel im professionellen Bereich ist auch Julia Weise vom HCL. Mit viel Potenzial, Begeisterungsfähigkeit und Engagement ausgestattet standen ihr alle Türen offen, durch viele (U-Auswahl, Mannschaften im CL-Spielbetrieb) ist sie nicht hindurch gegangen. Jetzt beendet sie frühzeitig ihre aktive Laufbahn und widmet sich beim HCL auf Basis ihrer Ausbildung zur Physiotherapeutin zukünftig dem Nachwuchs. Sie begründet diesen Schritt mit einer schon über Jahre andauernden physischen Überlastung. Ich denke, es gibt niemanden, der davon ausgeht, dass sie beim HCL nicht optimal sportmedizinisch betreut wurde und als angehende Physiotherapeutin wird sie mit Sicherheit auch die Signale ihres Körpers richtig deuten. Und zu viele Spiele oder gar Doppelbelastungen sehe ich in ihrer Laufbahn auch nicht. Vielleicht liegt es doch an der Rennerei und an dem damit verbundenen Verschleiß???
Ich gönne jedem seine Sicht der Dinge, aber wenn ich sehe, was in unseren Sporthallen passiert bzw. nicht mehr passiert, mache ich mir wirklich große Sorgen...
Erstmal vielen Dank für deine interessanten und ausführlichen Statements.
Vorab: Mein Bestreben ist es auch, dass mehr Spielerinnen den Weg zum Handballsport finden und davon auch in den Leistungssport.
Aber in vielen Bereichen habe ich eine andere Wahrnehmung.
Ich finde z.B., dass die Regelauslegung die Spielerinnen viel mehr schützt als früher: Das Verteidigen wird doch jetzt konsequenter mit 7m / 2 Minuten sanktioniert. Die Außen und bei TG sind die Angreifer besser geschützt. Genau so wie Fouls in der Schlussphase härter sanktioniert werden.
Deine Einschätzung zu den Spielertypen empfinde ich als ziemlich starr und nicht mehr aktuell.
Ist es nicht eher so, dass das Anforderungsprofil durch den „Rennball“ ein anderes geworden ist?
Es reicht eben nicht mehr, groß und wurfgewaltig zu sein, man muss auch über schnelle Beine verfügen, ein gutes 1:1 beherrschen, etc.
Vielseitigkeit ist Trumpf und da müssen wir hinkommen mit unserer Ausbildung, dass wir solche Spielertypen entwickeln.
Zudem bleibt auch immer noch die Möglichkeit den Kader so zusammenzustellen und die taktischen Mittel voll auszuschöpfen, dass individuelle Stärken der Spielerinnen optimal genutzt werden können. Und da sind die Vereine und Trainer gefordert!