Ich muss sagen, es ist schon sehr faszinierend wie sehr das Thema Rechtschreibung hier debatiert wird. Man kann ja eigentlich nicht glauben, dass es so ein polarisierendes Thema ist. Aber insgesamt auch schön die Debatte hier mitzuverfolgen.
Ich selber gehöre ja (leider) zu der Gruppe die getreu dem Grundsatz handelt: Richtig ist, was Word nicht unterkringelt.
Habe natürlich die alte Rechtschreibung gelernt, die neue wurde als ich in der Oberstufe war zwar eingeführt, aber nicht thematisiert. Daher habe ich mich mit ihr auch nie aktiv beschäftigt.
Inzwischen dürfte ich in nem Stadium sein, in dem ich vieles nach der neuen Schreibweise schreibe, aber auch noch vieles nach der alten. Wobei vielleicht auch Worte dabei sind, die inzwischen wieder zurückreformiert wurden. Jedenfalls habe ich durch das ganze hin und her den Überblick eingebüßt.
Ich bin kein absoluter Gegner von Anpassungen und Veränderungen in der Rechtschreibung, aber die Art und Weise wie es bei der Reform versucht wurde, die überzeugt mich nicht.
Ich denke, daß die Sprache von denen die sie sprechen entwickelt wird und das man es unterlassen sollte mit der Expertenbrechstange die große Reform einzuführen.
Insbesondere erschließt sich mir die Sinnhaftigkeit der Änderungen das "daß" mit Doppel-ss zu schreiben, oder in bestimmten Worten das ph durch f zu ersetzen kaum.
Aber trotzallesm bin ich auch der Auffassung, dass es nicht gut ist, wenn die Entwicklung in die Richtung geht, dass jeder so falsch schreibt wie er mag. Denn ab einem gewissen Grad der Schlechtschreibung leidet doch auch das Verständnis der Sprache.