Beiträge von Andi.Waffen57

    2 Siege gegen Paris sind schon eine hausnummer. Halbzeit 2 hat mal wieder bewiesen, dass im Sport jede Menge Psychologie im Spiel ist - bei diesem hier fast ein wenig zu viel. Meine Nerven.... :rolleyes:


    Eine Professionalisierung in Sachen Sportpsychologie bei den Vereinen würde das Niveau der Bundesliga in ungeahnte höhen bringen, diese These vertrete ich seit Jahren. Und im Handball vermutlich sogar noch mehr als im Fußball, weil es der kognitiv und psychisch anspruchsvollere Sport ist.

    Versuchst du gerade zwanghaft die unsportliche Aussage des Großwallstädters durch herumtrommeln und lautstarkes und emotionales Reklamieren beim Schiedsrichter zu relativieren?
    Sicherlich ist letzteres nicht schön und vielleicht sogar eine Strafe wert, aber solange er die Schiedsrichter nicht beleidigt hat, ist das doch wohl ein anderer Schnack als dieser unsportliche und arrogante Satz zu einem Gegner.

    Danke, es war mir wirklich zu dumm auf diesen Kommentar zu reagieren. Ich hatte eine bitterzynische Antwort mit gleichem Inhalt wie dein Post geschrieben, sie dann aber nicht abgesendet und mir gedacht, dass es wohl sinnvoller ist, gar nicht auf diesen Stuss zu reagieren.

    Wer hat denn das gesagt?

    Eine Führungsperson des TV Großwallstadt, deren Existenz als "Fair-Play"-Vorbildfunktion, Wertevermittler und sympathischer Repräsentant des TVG so kläglich ist, dass Sie es in diesem Kontext nicht einmal wert ist, namentlich genannt zu werden, sagte nach Spielende wortwörtlich: "Findet Euch damit ab, dass Ihr absteigen werdet."

    Die Antwort auf die Frage nach der idealen Besetzung für Flensburgs (rechtshändigen) Rückraum ist sehr komplex, da das von der Spielanlage gestellte Anforderungsprofil für diese Spieler den Markt sehr einschränkt. Mit Mensah hat man hervorragendes Scouting bewiesen, da er alle benötigten Attribute auf internationalem Top-Niveau in sich vereint: Torgefahr aus Tiefe und Distanz, hohe Spielintelligenz, körperliche Robustheit bei gleichzeitig enorm hoher Beweglichkeit und die charakterliche Fähigkeit, den eigenen Egozentrismus dem Wohl des Teams unterzuordnen. Letzteres vermisse ich zum Beispiel bei Sögard immer mal wieder. Solche Spieler findet man nicht wie Sand am Meer und, ohne ansatzweise einem Land zu nahe treten zu wollen, das für solche Spieler nötige Ausbildungsniveau bringen leider nicht so viele Ligen strukturell zustande. Ich kann mir entsprechend nicht vorstellen, dass die SG Mensah im Sommer ziehen lässt und sehe meinen Blick auf ihn darin bestätigt, dass Schmadtke kürzlich irgendwo verlauten ließ, man wolle statt ihn abzugeben sogar potentiell über 22 hinaus mit ihm verlängern.
    Aber da man sich, selbst wenn mit ihm verlängert werden sollte, trotzdem mit der Frage früher oder später auseinandersetzen muss: Meine perspektivischen Wunschspieler wären nach ihrem aktuellen Entwicklungsstand (der wohl unbezahlbare) Timothy N'Guessan von Barcelona und (der wohl hier weitgehend unbekannte) Halil Jaganjac von RK Nexe.

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    Halte ich ja für arg verfrüht (Hanning redet von nach Ostern). Das Argument mit der 100-Inzidenz ist zudem von der gleichen Unvorsichtigkeit geprägt, die uns in diese zweite Welle geritten hat. Bei einer Inzidenz von 100 sind ganz andere Maßnahmen nötig und sicherlich keine Handballspiele vor Zuschauern, ganz unabhängig von der Mutation.

    Ich hoffe nicht alle denken so unverantwortlich wie die Leipziger Geschäftsführung. Die Durchführung von Leistungssport ist zumindest momentan ein Privileg, was viele im normalen Leben nicht haben.

    "Wir müssen aber irgendwann auch eine neue Normalität herstellen. Und
    zu dieser neuen Normalität gehören Handballspiele mit Zuschauern"
    WAS für eine verzerrte Selbstwahrnehmung! Ich denke, der arme Mann will bewusst in die Rolle des Karl-Heinz Rummenigge des Handballs schlüpfen weil er weiß, dass bei aller geistig gesunden rationalen Ablehung dieses Vorpreschens in den bildungsnahem Teilen dieser Bevölkerung immer noch massenweise besorgte und sportbegeisterte Achims und Detlefs (kein Angriff falls jemand so heißt!) herumlaufen, die "Ja derRummenigge hat" Recht blöken. Oder jetzt eben Hanning.

    Die Probleme sind doch hausgemacht. Wenn man einen Spieler wie Lagergren verpflichtet, dann kennt man dessen Stärken. Geht in die Tiefe, ist ein Spieler für Durchbrüche, benötigt ein schnelles Spiel im Rückraum. Das passt aber leider nicht zu dem Stil von Schmid, der primär langsam agiert, sein überragendes Auge nutzt und bevorzugt mit dem Kreisläufer spielt.

    Das stimmt. Aber ab der nächsten Saison wird Knorr als Schmids Nachfolger eingearbeitet werden und den Rückraum L. Nilsson- Knorr- Lagergren halte ich mittelfristig für sehr vielversprechend. Natürlich muss sowas erst zusammenwachsen und aufgebaut werden. Und klar, wenn man kein Löwenfan ist, macht einem das Ausbleiben von kurzfristigem Erfolg nichts. Ich will jedenfalls sagen: Von Außen betrachtet sieht das alles nicht ansatzweise so düster aus, wie von einigen Löwen-Fans hier dargelegt.

    Ein Fehler wäre es meines Erachtens aber, Tollbring ziehen zu lassen. Der Junge ist so hochveranlagt und hat noch viele gute Jahre in seiner Karriere vor sich, da dekonstruiert man sich selbst so ein bisschen die Zukunft. Wie schon von anderen geschrieben habe ich die Gensheimer-Rückkehr angesichts der Qualität von Tollbring sportlich auch nie verstanden. Das mag aber zu Teilen auch daran liegen, dass ich Gensheimer so sympathisch finde wie gelben Schnee.

    Im Westen nichts Neues. Solide erste Halbzeit, zwischen der 40. und der 45. Minute kippt das Spiel, weil Ferndorfs Offensive ab dann für die Deckung zu durchschau- und vorhersehbar wird: Hüttenbergs Trainer in der Auszeit (48. Min) über den Angriff des TuS: "Die wissen gar nicht mehr wohin mit dem Ball". Das sagt alles. Diesen Spielverlauf haben wir nun unzählige Male gesehen, die Gründe dafür sind genauso häufig erörtert worden. Ich werde mich erstmal zurückziehen mit meinen Kommentaren, es bringt ja auch nichts, immer das gleiche zu analysieren. Hoffen wir, dass das Problem der fehlenden Kreativität schnellstmöglich in den Griff bekommen wird. Ich sehe leider nur beim besten Willen nicht, wie.

    PS: So wie heute von Hüttenberg gezeigt, sieht respektvoller Umgang mit den Dauerkartenbesitzern aus..
    PPS: Eine sehr schöne Szene war die gezeigte Führungsqualität von Koloper, Mattis Michel nach seinen zwei Fehlwürfen in der Crunchtime lange und intensiv im Innenblock zu bereden um ihn aufzubauen.

    Und mal wieder ist die Kommunikationspolitik des TuS Ferndorf ein Debakel:
    Menschen aus dem Süden, die wissen, dass ich hier schreibe, die mir gerade eben eine WhatsApp geschrieben, dass sie durch Zufall (!) herausgefunden haben, dass auf dem Spielerprofil von Niklas Diebel (RL- Balingen) auf der Seite der DKB-HBL der TuS als Zweitverein eingetragen ist. Wir können uns also wahrscheinlich auf einen weiteren Neuzugang (mit Zweitspielrecht?) einstellen. Wie oft ist es mittlerweile eigentlich schon vorgekommen, dass Neuzugänge unabsichtlich "geleaked" wurden, weil der Verein es nicht auf die Kette kriegt?
    Und warum steht weder im Vorbericht zum Hüttenbergspiel, noch sonst irgendwo etwas zum Thema Verletzungen?... Soll der geneigte Fan von den noch zu kommunizierenden Neuigkeiten wieder erst erfahren, wenn die Spieler nicht beim Einlaufen dabei sind wie im Fall Faulenbach in Konstanz? Ich würde gerne mal wissen, warum solche Dinge einfach nicht klappen. Das ist eines Zweitligisten einfach nicht würdig.
    PS: Mag sein, dass mir jetzt wieder jemand Hetze unterstellt. In meinen Augen entwickelt sich der TuS aber zur Zeit in vielen Teilaspekten zurück. Das hat vor 1-2 Saisons noch alles viel flüssiger und professioneller funktioniert.

    PPS: Wann kommuniziert man eigentlich mal etwas zu den Crowdfunding-Prämien? Da haben einige Menschen sehr viel Geld in die Hand genommen und bis heute ist seit dem Ende der Kampagne nichts mehr dazu geäußert worden, wie und wann der Verein gedenkt, diese Prämien/Aktionen einzulösen. Und wenn man nur mal schreibt "Angesichts der Covid-Maßnahmen ist aktuell keine Durchführung in Sicht", wäre das schon mehr als das, was man aktuell kommuniziert.

    Genau heute vor einem Monat schrieb ich in dieses Forum, dass man besser noch einen Linksaußen zu Pechy dazuholt. Damals war die Antwort: "Gib dem Jungen mal noch ein paar Spiele." Aber darum ging es mir gar nicht, sondern um das, was nun eingetreten ist.

    Das Spiel gegen Hüttenberg ist nun ein Big Game. Das wird man gewinnen müssen. Denn danach kommt Aufstiegsaspirant Lübbecke in die Stählerwiese, das dürfte eine aktuell kaum zu lösende Aufgabe werden. Und wenn man aus beiden Spielen keinen Sieg holt, ist man seit 8 Partien sieglos. Bei dann 15 absolvierten Spielen würde das über 50% machen. So wird sich der Klassenerhalt schwierig gestalten, sofern es überhaupt Absteiger geben wird. Das Rimpar-Spiel war leider völlige Stagnation. Da war (noch) kein Entwicklungsprozess im Vergleich zum Seuchenjahr 2020 sichtbar. Ein Sieg wäre absolute Pflicht gewesen angesichts der Situation. Leider spielen einige Schlüssel-Spieler aktuell unter ihrem eigentlichen (und in verganenen Saisons gezeigten) Niveau. Und jedem sollte nun aufgefallen sein, dass Matzken bei aller Veranlagung und individueller Klasse nicht der Spieler auf der Spielmacherposition ist, den der TuS dort braucht. Er macht dafür nach wie vor zu viele, teils unkonzentriert und kopflos wirkende Fehler, er erkennt in wichtigen Phasen nicht die Verantwortung, die auf ihm liegt und trifft deshalb immer wieder Entscheidungen, die ein gelernter und bodenständiger Lenker auf seiner Position so nicht treffen darf. Ich habe es im vergangenen Jahr schon geschrieben: Angesichts seines Talents und seiner immer wieder aufblitzenden Qualität ist es ein Elend, so hart mit ihm als jungem Spieler in seinem ersten Senioren-Jahr ins Gericht zu gehen. Aber er ist nunmal der etatmäßige Mitte-Spieler Nr.1 und an dieser Rolle muss man ihn eben leider messen. Julian Schneider dagegen ist für mich bisher neben Eres der positivste Auftritt der Saison. Aber in der aktuellen Besetzung sehen ich auch ihn nicht befähigt, das Schiff alleine (oder mit Matzken) durch den Sturm zu lenken. Hoffen wir, dass Klasmann einschlägt. Ansonsten ist die Aussicht im Siegerland angesichts 6 sieglosen Spielen in Folge und einem Punkt Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang zur Zeit ziemlich trist. Es ist sehr sehr bitter, dass das Publikum in diesen Tagen nicht von den Tribünen das Maß an Unterstützung liefern kann, wie es für die Stählerwiese eigentlich typisch ist. Unabhängig von der Atmosphäre bei den einzelnen Heim- und Auswärtsspielen würde es dem Team sicherlich aktuell gut tun, zu merken, dass das Publikum nach wie vor voll hinter ihm steht. Vielleicht ist der TuS, der ja vorallem Zuhause immer auch von der Halle gelebt hat, so ein bisschen mehr ein Verlierer der Corona-Pandemie. Denn dieser Faktor fällt ja leider völlig flach. Und wer weiß, vielleicht hätte man ja trotz des schlechten Spiels mit einer vollen Halle Rimpar am Ende geschlagen. Aber diese Spekulationen sind müßig, das einzige was jetzt real zählt ist ein Sieg gegen Hüttenberg. Auf gehts Ferndorf.

    Ich drücke den Schweden die Daumen. Was die aus ihrer Mannschaft rausholen, ist sensationell. Die sind sich komplett einig in ihrer Spielweise. Im Grunde ist ihre Spielweise total unkompliziert, aber es ist gnadenlos effektiv.


    Richtig. Die Mannschaft lebt im Endeffekt von der Konzentration. Das ist schon wirklich bestaunenswert, die rollen (bisher) 60 Minuten lang aus einem Guss nen dicken Teppich auf dem Feld aus. Es hakt oder hängt so gut wie nie wirklich. Aber von dieser Konzentration ist eben auch viel abhängig. Jacobsen wird spielerisch sehr stark versuchen, die Schweden nicht in ihren Tunnel oder Flow kommen zu lassen. Bei den Dänen ist das anders, da können auch mal 2-3 Spieler nicht 100% bei der Sache sein und die Leistung ist trotzdem carried by the others.

    https://www.tus-ferndorf.de/1-mannschaft/t…bis-saisonende/
    Die Spatzen pfiffen es schon von den Dächern: Es ist Klasmann aus Schalksmühle geworden. Glückwunsch an alle Beteiligten zu diesem Transfer. Zwar kein klassischer Spielmacher wie ich ihn mir gewünscht hätte, aber dafür ein Akteur mit wirklich gutem Spielverständnis und zeitgleich eine Entlastung für die Verletzungsmisere auf RL. Das klingt nach einem Kompromiss, der Hand und Fuß hat. Herzlich Wilkommen in Ferndorf, Christopher Klasmann!

    Trotzdem wieder eine Regel, die Du einem Aussenstehenden fast nicht vermitteln kannst.


    Da gebe ich dir voll und ganz recht. Der Handball als Sport besteht aber generell aus ungeheuer vielen Szenen, in denen (für Laien) vermeintlich gleiches Geschehen unterschiedlich bewertet wird und ist dementsprechend, abgesehen vom Faktor Entertainment, nicht wirklich eine einsteigerfreundliche Sportart.

    hier ist noch mal die Zusammenfassnung EGY-Den mit den entscheidenen Szenen.
    Ich frage mich, ob die SR bei Hansen richtig entschieden haben. Der Piff kam doch eigentlich in seinen Wurf. Zumdindest war er schon beim Ausholen. Man muss dem Spieler ja eigentlich auch zugestehen, den Pfiff akustisch zu verarbeiten.

    Davon abgesehen zeigt es die Szene mal wieder wie schwer vermittelbar Handball regeltechnisch sein kann. Peter Kohl hat die Szene bis zum Ende nicht aufgelöst und hat noch in Foren quergelesen (kann ja nur hier gewesen sein). Der Mann ist schon einige Jahre im Handball unterwegs.


    Habe mir die Szene nun bestimmt noch 5-6x angeschaut und bleibe bei meinem Eindruck, den ich auch schon während des Spiels hatte: Korrekte Entscheidung. Es sind zunächst bestimmt 5 Schritte, der Pfiff ist entsprechend korrekt und auch die Regelauslegung "Verhinderung einer klaren Torchance" ist korrekt bestraft worden. Das einzige, worüber man diskutieren kann ist die Zeit, die Hansen hatte, um auf den Pfiff zu reagieren. Und in dem Video ist (zumindest für mich) deutlich zu sehen, dass Hansen erst Spannung in den Arm nimmt, als schon gepfiffen ist. Das ist bestimmt eine halbe Sekunde Zeit und auch wenn das vielleicht aberwitzig klingen mag- für einen Weltklassehandballer muss es drin sein in der Situation zu schalten. Ich tippe mal auf "Hansen war mental schon durch mit dem Spiel und hatte die Konzentration einige Prozente runtergefahren"- so passiert es ihm halt dass er den Wurf oder eher die Bogenlampe noch durchzieht. Am Ende alles korrekt meiner Meinung nach, im übrigen auch die Entscheidung gegen den Ägypter nach der 2. Verlängerung. Wahninniges Spiel, für mich das beste der WM bisher, zumindest in Puncto Spannung. Spielerisch ist das, was Ägypten da veranstaltet, häufig bei mir als "Weiß er überhaupt, was er da gerade tut?" kopfschüttelnd hingenommen worden. Denn immerhin ist es erfolgreich- egal wie das Spiel gegen den Titelverteidiger ausgeht. Der Star Ägyptens ist für mich der Coach. Ein Rätsel, wie der es schafft nicht regelmäßig Herzinfarkte zu erleiden bei den katastrophal-kopflosen Fehlern die seine Spieler konsequent machen..

    Ich weiß nicht, wie gut hier die Leute in Politikwissenschaften, Postkolonialen Studien und Geschichte sind aber Ägypten ist kein faschistischer Staat.Ägypten ist zweifelsohne ein autoritaristisch regierter Staat, der sich um so gut wie keine rechtsstaatlichen Prinzipien schert, Ägypten ist auch ein Staat, dessen Militärregime angesichts der gravierenden Menschenrechtsverletzungen vor einen internationalen Strafgerichtshof gehört statt in die Loge eines EHF-Turniers (Zitat Kicker: "Zuvor war die WM [...] in Anwesenheit von Ägyptens Staatspräsident Abdel
    Fattah al-Sisi feierlich eröffnet worden"
    .)

    Aber ein autoritaristischer Staat ist noch bei weitem kein faschistischer Staat.Die Gründe dafür sind hier allerdings, da es um Handball geht, nicht darlegbar. Derartige Vermengungen bzw. solche mangelnde begriffliche Präzision sind jedenfalls toxisch für jeden Diskurs und ich erbitte mir die Selbstreflexion, ob man wirklich fundiert weiß, mit welchen Wörtern man da im Internet um sich schmeißt, bevor man es dann tut.

    Im übrigen ist das Emirat Qatar zwar negativ mit neuen Dimensionen menschlicher Ausbeutung während des Baus für die Fubbes-WM in Erscheinung getreten, Ägypten als Host der Handball-WM ist seit Absetzung des Antisemiten Mursi dagegen immerhin wirklich eine handfeste Lehrbuchdiktatur. Beide Staaten haben nachweislich in Lieferketten für Waffen und finanzielle Mittel an den ehemaligen sogenannten Islamischen Staat mitgewirkt, in dem einen ist der theokratisch-ideologische Anteil größer, dafür ist im anderen die Exekutive um Längen brutaler und unberechenbarer. Ich frage mich bis heute, warum die vereinigte Sportwelt keine Probleme damit hat, derartige Projekte der Gegenaufklärung finanziell und prestigemäßig zu subventionieren. Denn unter Nicht-Corona-Bedingungen sind solche Turniere meist eben genau das, deshalb werden sie ja auch so vorzüglich gern von Gestalten wie Al-Sisi oder Scheich Tamim bin Hamad veranstaltet.