Beiträge von Andi.Waffen57

    Ich habe noch keinen Thread zum folgenden Thema gefunden: "Die Qualität und Unterschiede in der Übertragung auf Sportdeutschland.tv in den 19 Hallen der 2. Handball-Bundesliga". Daher mache ich nun einen auf. In vielen Hallen wird sehr unterschiedlich in der Übertragung verfahren. Wenn man live beim Spiel vor Ort ist, bekommt man davon ja meist nicht soviel mit. Aber im Laufe der Corona-Saison schaut man als Fan ja quasi bei jedem Kommentatorenteam einmal vorbei. Ich denke es wäre zum allgemeinen Interesse des Forums, wenn ein Austausch darüber entstünde, in welchen Hallen die Technik- und Kommentatorenteams besonders gute Arbeit machen, und von welchen Vereinen vielleicht qualitative Fortschritte vielleicht zukünftig in der Breite standardisiert werden könnten. Gibt es hier einzelne Elemente, die euch besonders gut/schlecht gefallen? Mir persönlich ist beispielsweise in Rimpar dieser völlig trashige Wolfs-Animationsfilm bei der Spielerpräsentation irgendwie trotzdem in positiver Erinnerung geblieben aber in Lübeck heute haben wir ein heilloses Gewechsel zwischen Kameraperspektiven erlebt. Was haltet ihr von den Interviews? Zugeschalteten Expertenmeinungen? Spielern, die kommentieren? Wie ist für euch das ideale Kommentatorenteam besetzt, mit 1,2 oder sogar 3 Personen? Wie sind eure Erfahrungen mit Rucklern, Übertragungsschwierigkeiten etc.?

    Ich denke, dieser Thread ist vielleicht auch für die Kommentatorenteams selbst von Interesse, da ja vielleicht so etwas wie eine kollektive Perspektive auf ihr Werk aka die bebilderte Begleitung des Geschehens auf der Platte entsteht. So tragen wir Fans vielleicht auch ein bisschen dazu bei, die Entwicklung des Themas zu gestalten. Um das gleich vorweg klarzustellen: NO HATE! Dass es überhaupt eine Live-Übertragung gibt, ist schon eine Sache, für die ich der Installation und den Fördermitteln des Sportdeutschland.tv-Projektes sehr dankbar bin. Egal bei welcher Qualität. Allerdings sieht speziell den letzten Satz wohl ein Gummersbacher Fan, der Sky-Übertragung gewöhnt war, anders als jemand, der mit dem TuS Ferndorf bis vor 5-6 Jahren die nicht-existente technische Begleitung der Oberliga und Regionalliga für unveränderbar gehalten hat.

    Wohl denn, schreibts was euch einfällt.

    In diesem Westfalenpost-Artikel (301 Moved Permanently) klingt es ganz so, als würde Gummersbach mit der Anfechtung Erfolgschancen haben. Zwar weiß ich nicht, warum man Janson überhaupt dazu befragt, aber ich kopiere den entsprechenden Absatz einfach mal hinter der Paywall hervor, versehen mit dem Hinweis, dass ich keine Rechte an dem Text habe:

    „Die Mannschaftsverantwortlichen müssen diesen Spielbericht ja vorher
    gegenzeichnen. Danach ist er offiziell. Dann darf auch nur der spielen,
    dessen Name drauf steht“, verdeutlicht Roland Janson, erfahrener
    Lehrwart des Kreises Lenne-Sieg. In den Profiligen sei ein
    Spieler-Nachtrag – so wie in den Klassen darunter – nicht möglich. „Ich
    kann mir vorstellen, dass Gummersbach mit einem Einspruch Erfolg hat“,
    meint der Altenaer, der je nach Rechtslage auch ein Wiederholungsspiel
    für möglich hält."

    Angesichts der Tatsache, dass nun auch sogar die HBL den "Fall Pechy" untersuchen will, hätte man zwecks Übersichtlichkeit einen eigenen Thread im Regelforum anlegen sollen. Jedenfalls soll am morgigen Freitag die Entscheidung feststehen.

    Kompliment an Trainer und Mannschaft, das war aller Ehren wert. Heute haben viele Schlüsselspieler, und auch die, die in die Bresche gesprungen sind, (M.Sorg!) ein guten Tag erwischt. Der Einbruch ist entsprechend ausgeblieben, auch weil der Coach taktisch nach der Halbzeit clever agiert hat. Dass es am Ende nicht gereicht hat ist, trotz der Tatsache, dass man durch den Sieg von FFB nun Letzter ist, heute nebensächlich. Das war ein Lebenszeichen der Mannschaft, dass Hoffnung für die nächsten Wochen macht!
    PS: Kompliment auch an Broszinski. Starke Partie.

    Da ich weiß, dass auch Fans anderer Zweitligisten angesichts der skurrilen Konstellation interessiert, wie es mit dem TuS weitergeht, hier der ausführliche Vorbericht der SZ zum Hamm-Spiel am Sonntag: 301 Moved Permanently (Danke fürs Nicht hinter eine Paywall packen)
    Darin stehen Dinge, die man vor ein paar Jahren nicht für im Jahr 2021 "In-einer-Zeitung-steh-bar" gehalten hätte: Der TuS fährt mit 9 Feldspielern nach Hamm, davon sind 2 aus der Oberliga-Mannschaft, man fährt also mit 7 (!) etatmäßigen Feldspielern zum Auswärtsspiel. Laut Trainer zum "Spaß haben" - und die Einschätzung ist auch noch 100% richtig. Und obendrein steht im Tor steht nach wie vor der ewige Kai Rottschäfer ;)
    Spaß beiseite, unter solchen Umständen verkommt ein realistischer Wettbewerb um die Klassenerhaltsplätze zur Farce. Da hat der TuS einen glasklaren, unverschuldeten Nachteil. Auch ohne die Infektionen und die Quarantäne wäre der Klassenerhalt eine schwierige Aufgabe gewesen - aber jetzt scheint sie fast nicht mehr lösbar. Denn es sind nicht nur die Ligaspiele, auch das Training leidet enorm unter so wenigen verfügbaren Spielern. Und genau das wäre es aber, was es jetzt am allerdringendsten bräuchte um den Rückstand zu den "im Saft" stehenden Teams zu verringern.

    Das Sportsystem in der DDR dient der politischen Außendarstellung eines Unrechtsstaates. Die erfolgreichen Sportler waren Botschafter des totalitären Bauern- und Arbeiterstaates.


    Ich erstaune jedes Mal wieder über die Vielzahl an mit Expertise ausgestatteten Politikwissenschaftlern in diesem Forum. Wenn du irgendwann mal das Konzept "Nationalismus" aus einer staatstheoretischen Perspektive belesen kannst, wird dir auffallen, dass so ziemlich jede Sport-Nationalmannschaft die von staatlicher Seite gewünschte Parteilichkeit für den eigenen Nationalstaat impliziert und implizieren soll. Ist die türkische oder ungarische Nationalmannschaft auch die eines Unrechtsstaates? Dort gelten ja auch immerhin in zentralen Bereichen des Lebens keine rechtsstaatliche Prinzipien einer liberal-demokratischen Verfassung mehr (Die ist ja auch wohl das einzige, was man weltweit als legitimen Staat bezeichnen kann!!!111einself). Jedenfalls ist es ein Populismus, den Spielern die durch Zufall in Land XY geboren werden und aus sportlichen Gründen ihre Karriereleiter beschreiten, Lakeienschaft für "das Grauen in Staatsform" oderso vorzuwerfen. In solchen Aussagen schwingt immer auch anteilsmäßig ein politisches Motiv mit - meist unterbewusst. Reflektier das doch mal ;)


    Achja, ich bin übrigens weder in der DDR geboren (Westdeutschland!), noch hege ich Sympathien für sie. Dieser Thread ist dennoch in meinen Augen lesenswert - denn der Handball war wohl einer der wenigen Bereiche des DDR-Spitzensports, in dem Doping nicht in dem Maße stattgefunden hat wie in den anderen.

    PS: Deinem "Im gleichen Atemzug nennen" von DDR und 3. Reich liegt eine antisemitische Denkstruktur zugrunde, das ist untragbar. Ob du dir dessen bewusst bist, oder nicht.

    Arbeitsrecht ! Ein sehr interessanter Aspekt
    Gibt es denn wohl für Profisportler dort Schutz in der Gesetzeslage?
    Wer kennt sich aus? Wäre echt mal interessant


    Ich fände es interessant, grundsätzlich mal zu klären, wie die (meines Wissens nach einzige?) dt. Spielergewerkschaft GOAL zur aktuellen Situation rund um die durch Covid und Nachholspiele massiv verschärfte Überbelastung steht. Wenn in den Medien und bei sportlichem Fachpersonal von "karriereverkürzenden" Verletzungsketten gesprochen wird, die gegenwärtig als Damoklesschwert über den Spielern hängen, ist, um es im entsprechenden Jargon zu sagen, die Reproduktion von Lebenskraft als Voraussetzung für die Leistung von Arbeitskraft auf kontinuierlich-bleibendem Niveau bedroht - historisch betrachtet war spätestens dieser Punkt für die dt. Sozialdemokratie immer ein Grund zum Einschreiten. Bleibt die Frage: Ist GOAL SPD- und DGB-nah? ;)

    Nein, ernsthaft: (und um den Bogen zurück zum TuS zu schlagen): Zwischen dem 9.4. (Hamm-Spiel) und dem 26.6. (letzter Spieltag) verbleiben gerade einmal 78 Tage, in denen 19 Spiele mit Zweitliga-Intensität in ganz Deutschland nachgeholt werden sollen. Das ist eine unfassbare Belastung und sportmedizinisch fragwürdig. Und vergleichbare Konstellationen (im Spitzenniveau noch mit den internationalen Reisestrapazen) werden weitere Vereine ereilen, nicht nur den TuS. Vor ein paar Jahren gab es mal die eher als PR-Aktion denn als Arbeitskampf geplante Spieler-Initiative "Dont play the players". Lag dieser Umstand am Ende auch an den geringen Aussichten auf Besserung angesichts einer arbeitsrechtlich anspruchsvollen Situation im Leistungshandball? Man weiß es nicht. Mich würde in jedem Fall interessieren, was die damaligen Protagonisten zur heutigen Situation sagen. Aber mich würd allgemein mal interessieren was die Spieler so sagen. Und besonders bei denen interessiert es mich, die vielleicht schon 1 oder 2 aufwendigere Verletzungen hatten und durch die aktuelle Situation ernsthaft in ihrer Karriere bedroht sind. Leider gibt es nicht so wirklich einen Stimmenfang.

    Der TuS Ferndorf gesucht, seine Strukturen zu professionalisieren: 301 Moved Permanently Herbei soll ein hauptamtlicher Geschäftsführer für die Spielbetriebs GmbH. Das ist ein begrüßenswerter weil nachhaltiger Vorstoß. Hoffentlich hat der neue Geschäftsführer auch ein Auge auf die schon vor Corona stark angeschlagene Jugendausbildung. Es wäre umsichtig, wenn man zur neuen Saison wieder eine eigene A-Jugend melden könnte, um nicht ein weiteres Jahr der Entwicklung zu verlieren. Wobei die Corona-Krise da schon einen massiven und zufälligen Ausgleich darstellt, da ja auch in keinem anderen Verein eine A-Jugend trainieren und spielen kann.

    Ich halte das Szenario, dass Ferndorf den juristischen Weg beschreiten wird und damit den sportlichen Saisonabbruch herbeiführt für nicht unwahrscheinlich. Das hätte dann ja wieder massive Auswirkungen auf Auf- und Abstiege von Liga 1 bis 3.

    In dem Artikel ging es weiterhin um einen möglichen Saisonabbruch und eine dann greifende Quotientenregel. Im Prinzip also weiß man also nur, dass man aktuell noch gar nichts weiß. Und das gilt eben nicht nur bezogen auf den TuS, sondern die gesamte Liga. Da kommen spannende Wochen auf die Entscheidungsträger der Ligen und Verbände zu, ich wünsche ihnen, dass sie die nötige geistige Flexibilität in den Momenten vorweisen können, in denen sie benötigt werden wird.

    In der heutigen SZ steht, dass auch die nächsten beiden Partien, also gegen FFB und den WHV, sehr wahrscheinlich abgesagt werden und man dann erst gegen Hamm am 9.4. wieder in den Spielbetrieb einsteigen kann. Ich hoffe sehr, dass alle mit Symptomen betroffenen Spieler wieder 100% fit werden. Für alle, die nicht hier wohnen: Weiterhin stand geschrieben, dass der TuS der Liga nun ein Durchführungskonzept vorlegen soll, wie man 19 Spiele in den extrem kleinen Zeitraum manövriert. Im Blickfeld stehen zB. Lösungen wie die Austragung beider Spiele gegen Schwartau binnen 72h an einem neutralen Ort etc.

    Ende vom Lied: Auch das Lübeck-Spiel ist abgesagt, der TuS tritt also frühestens am 27.3. gegen Dormagen wieder in den Wettkampfbetrieb ein. Skurrilerweise sind nun beide Partien gegen Lübeck verschoben - das Schicksal will wohl nicht, dass Julius gegen seinen Ex-Klub spielt ;)

    Die Siegener Zeitung schrieb vor ein paar Tagen, dass wohl zumindest die Spieler, deren positive Tests am 9.3. bekannt wurden, wahrscheinlich bis zum 23.3 in Quarantäne sein werden. Für die dürfte das Lübeck-Spiel also unrealistisch sein.

    Wird schwierig für Ferndorf unter diesen Umständen noch die Klasse zu halten, zumal das "Aufholen" der abgesagten Spiele sehr an die Substanz gehen dürfte.

    Es wird jedenfalls sehr eng, was überhaupt schon die Austragung angeht. Die Saison läuft für den TuS seit dem 3.10, also heute seit 5 Monaten und ein paar Zerquetschten. In diesen 5 Monaten (157 Tage bis heute) hat man 17 Spiele absolviert. Das offiziell letzte angesetzte Match für den TuS ist am 26.6, es bleiben also von heute an noch genau 109 Tage, in denen noch 19(!) Spiele zu absolvieren sind. Kann sich jeder selbst ausmalen, was das für ein Saisonfinale werden kann...
    Packt den Faulenbach besser jetzt schon mal in Watte ein, den werden wir noch brauchen.

    ich weiß nicht, ob er das witzig meinte, aber jetzt mal ernsthaft nachgefragt: Wie viele Ferndorfer Spieler haben, oder hatten bis dato schon Corona?

    Wie viele es insgesamt bisher waren weiß ich nicht. Aktuell sind es jedenfalls 7. Auch von meiner Seite an dieser Stelle gute und schnellstmögliche Genesung an alle Betroffenen.