Auch nach dem Debakel gegen Rimpar bleibe ich bei meiner Meinung, dass diese Mannschaft, sollte sie im Winter durch einen erfahrenen und spielstarken Spielmacher auf der Mittelposition ergänzt werden, die Klasse halten dürfte. Das ist das entscheidende Puzzlestück - mit ihm steht und fällt alles. Kommt es nicht: Abstieg. Kommt es, hat man nach wie vor die Variable, dass es immer noch nicht reichen kann. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass das genau der erlösende und enthemmende Faktor wäre, der den Knoten zum Platzen bringen, die Blockade und das Plateauing in der spielerischen Entwicklung der Mannschaft lösen würde. Zu viele Indizien deuten darauf. Mittlerweile ist zum rein Sportlichen leider auch die sagenumwobene "Kopfsache" dazugekommen. Spieler wie Diebel, Siegler und auch Voss-Fels brauchen, egal bei welchem Verein, so einen Spieler im Zentrum, um überhaupt aus ihrer Stagnation herauskommen zu können. Gegenwärtig ist das eine Abwärtsspirale.
Ich verbitte mir nach wie vor jegliche Spekulation um den Trainer. Dass man das überhaupt schreiben muss, lässt die Vermutung zu, dass sich in der Peripherie rund um den TuS einige Menschen befinden müssen, die über wenig analytischen Sachverstand der Handballsportart verfügen. Natürlich sind die Ergebnisse schlecht - natürlich ist das Spiel grausam anzusehen. Aber in der Disziplin "Qualität der Ursachenanalyse" glänzen südwestfälische Lokalsport-Journalisten nur bedingt, wenn Sie in einen Artikel schreiben: "Ob es auch das „Finale“ des introvertierten Schweden war? Jedenfalls dürfte es nach diesem auch in spielerischer Hinsicht schweren Rückschlag Diskussionen um den Skandinavier geben." Wer soll es denn sonst machen? Will er einen Akt "Türkische Dramedy-Inszenierung"-like, in der man Cacki aus Eiser(nichtmehr)geld zurück holt? Und meint der Autor und jeder andere Verfechter solcher Trainer-Raus-Policy wirklich, ein anderer Trainer würde mit diesem Kader erfolgreicher sein? Also bitte...
Die Zuschauerzahlen sind im Übrigen bitter. Ich denke, sie haben viele verschiedene Faktoren zur Ursache. Aber gerade deshalb, und besonders nach der langen Corona-Zeit, in der sich bei Einigen das Verhältnis zum TuS etwas gelockert hat, wäre eine der Professionalität der Liga und der Konkurrenz entsprechende Außendarstellung und Öffentlichkeits-Kommunikation so so wichtig. Warum hat man da eigentlich so immense Einbußen in der Qualität erlitten? In der Saison 2016/17 beispielsweise gab es das YouTube-Format "Ferndorf Aktuell", teilweise ist der TuS-Mitarbeiter mit den Spielern (hier: Paladin) an Locations wie die Breitenbachtalsperre gefahren für Interviews. Hier ein Link: watch?v=xALR0FGp8hU&t= Von solchem Engagement und solcher Medienarbeit ist man heute meilenweit entfernt. Man wird da von etlichen Drittligisten qualitativ überboten. Warum befindet sich auf der TuS-Homepage eigentlich ein Job-Portal - ansonsten glänzt die Seite aber durch himmelschreiende Inaktualität? Unter der Rubrik "Spielort/ Parken" bezeichnet man sich sogar selbst noch als Drittligist. C'mon, man hatte dafür jetzt 4 Jahre Zeit. Oder steht das dort schon in sehr aktueller Vorausschauung der nächsten Saison? 
Spaß beiseite, die Lage ist ernst. Der TuS steht gewissermaßen erstmals seit langem wieder in einer bedrohlichen Situation. In meinen Augen, und wie hier schon ausgeführt, liegt es an der Sponsorenlandschaft, den TuS leben oder absteigen zu lassen. Ein Aufsichtsrat (mit sehr viel Unternehmensbezug!), der die Mannschaft mit einem solchen Etat in die Saison schickt, darf sich nicht wundern, wenn er auf die Forderung nach Nachbesserung stößt. Weder Trainer, noch Mannschaft, noch Vereinsführung können etwas ausrichten, solange es kein Geld gibt. Und ich bezweifle, dass es Geld geben wird. Man kann sich also langsam aber sicher auf die dritte Liga einstellen. Ein Jammer. Ich habe da so gar keinen Bock drauf. Die zweite Liga ist so attraktiv. Warum sehen die Unternehmen der Region nicht das to-the-moon Potential der Win-Win Symbiose aus erfolgreichem Sportverein und den entsprechenden Unternehmen?