Nächsten Mai könnte es im Saison-Rückblick sein, dass der 01.10. der Tag war, ab dem der TuS an der Tabellenspitze der Süd-West-Staffel seine Kreise gezogen hat. Das soll überhaupt nicht überheblich klingen.Und es kann natürlich auch nicht so kommen. Aber derzeit fühlt es sich so an. Das ist für alle, die es mit Rot-Weiß halten, derzeit eine gewöhnungsbedürftige Gefühlslage vergessener Tage.
Vier Jahre lang hat man Abstiegskampf in der 2. Liga geführt. Das waren insgesamt 136 Partien, in denen es - auch vom Publikum - immer alles abverlangt hat, um für Punkte in Frage zu kommen. Was haben wir Schlachten geschlagen. Was war der Hexenkessel Stählerwiese vier Jahre lang wortwörtlich für eine Nervenstrapaze. Und - bis auf die Hinrunde 21/22 - auch für eine Erfolgsstory.
Aber jetzt gewinnt man Spiele ohne großes Aufsehen. Es ist nicht packend, es kann gar nicht packend sein. Die Stählerwiese kann ihre Magie derzeit gar nicht versprühen, weil es die Spiele sportlich nicht hergeben. Das ist ein bisschen eine Herausforderung für alle glaube ich. Die Frage ist gerade, wie hoch man gewinnt, nicht ob. Im Winter wird mit Karaula noch ein weiterer Spieler den Kader maßgeblich verbreitern. Einige sehen gerade nicht, dass man großartig stolpern wird. Eher wird die Entwicklung der Mannschaft weiter bergauf gehen, wie auch nun zuletzt schon. Daher halte ich es wie eingangs gesagt für gut möglich, dass der 01.10 ein entscheidendes Datum gewesen sein wird.
Die Zuschauerzahlen sprechen im Übrigen dafür, dass man es bisher geschafft hat, die sportlich verloren gegangene Spannung irgendwie aufzufangen. Dafür gebürt allen Beteiligten Respekt. In der Aufstiegsrunde wird man sicherlich spätestens die 1000 knacken.